Leserstimmen zu
Die Geschichte des Wassers

Maja Lunde

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Schade.

Von: anna aus Österreich

16.06.2019

Eine wichtige Botschaft, eine gute Idee. Aber wer Bücher über die Zukunft schreibt, sollte sie als SciFi kennzeichnen - dann ist alles erlaubt. Oder aber sauber recherchieren. Und das ist hier nicht passiert. Zu viele Details zum Thema Infektionsgefahr, Impfungen, Rohstoffe für Handygebrauch, Nutzbarkeit von Meerwasser fehlen oder sind (vermutlich, denn Wahrsagerin bin ich auch nicht :-) ) völlig oberflächlich übernommen in eine gar nicht mehr so ferne Zeit, an deren Handhabbarkeit längst gebastelt wird. Ich habs gleich wieder in den offenen Bücherschrank gestellt, sinnlose Lektüre, aber vielleicht freut's wen Anderen.

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2017 begibt sich die 70jährige Umweltaktivistin Signe alleine mit ihrem Segelboot auf eine riskante Reise. Sie möchte die französische Küste erreichen und dort ihrem ehemaligen Liebhaber Magnus begegnen, um ihn davon abzuhalten, weitere Umweltsünden zu begehen. Ihr liegt das Wohl des Planeten am Herzen und sie versucht, durch ihre Taten die Erde zu retten. 2041 zwingt eine große Dürre in Frankreich die Menschen dazu, ihre Häuser zu verlassen und dorthin zu fliehen, wo es Wasser gibt. David und seine Tochter Lou sind zwei davon und machen auf ihrer Flucht in einem Camp halt, in welchem sie mit anderen Flüchtlingen ausharren müssen. Da Lou langweilig ist, geht sie mit ihrem Vater auf Streifzug. In einem vertrockneten Garten finden sie ein Boot, Signes Segelboot. In "Die Geschichte der Bienen", dem Auftakt zum literarischen Klima-Quartett, verknüpft die Autorin die Leben dreier Personen über unterschiedliche Zeitebenen. Sie zeigte auf, was mit den Insekten auf der Erde passiert, wenn die Menschheit genauso weitermacht, wie bisher. Im zweiten Teil widmet sich die Autorin nun dem Element, welches für uns überlebenswichtig ist: dem Wasser. Wir befinden uns im Jahre 2017 und lernen die 70jährige Umweltaktivistin Signe kenne, die einen riskanten Plan verfolgt. Sie segelt allein mit ihrem Boot "Blue" zur französischen Küste. Keiner weiß von ihrer Reise. Ihr Ziel: ihren ehemaligen Freund Magnus davon abzuhalten, Umweltsünden zu begehen. Ihr Weg ist gespickt von Gedanken, Ängsten und Rückblicken in ihre Vergangenheit. Signe wird uns langsam vorgestellt, ihre Hoffnungen werden offen gelegt, ihr Engagement und ihr Weg zu der Person, die sie heute ist. Ihr liegt unser Planet am Herzen, sie will mit ihren Aktionen aufrütteln und die Leute dazu bringen, umzudenken und sich zu ändern. Leider kommt sie nicht dagegen an bzw. wird nicht ernst genommen. Diejenigen die ihr helfen, geben irgendwann auf und sie steht alleine da. Die Quittung für diese "Sünden" erleben wir parallel in der Zukunft im Jahr 2041. David und seine Tochter Lou müssen, bedingt durch ein Feuer in der Stadt, fliehen. Dabei verliert David seine Frau und seinen Sohn aus den Augen. Geschwächt schafft er es, mit Lou in einem Flüchtlingscamp anzukommen und dort aufgenommen zu werden. Er hofft, dass seine Frau mit seinem Sohn nachkommt. Doch je länger er dort verweilt, umso mehr schwindet diese Hoffnung. Im Camp herrschen raue Bedingungen. Essen und Trinken ist rationiert. David und Lou kommen bald um vor Langeweile. Auf einem Spaziergang entdecken sie ein Segelboot. David beginnt sich zu fragen, wem es gehört hat und wie es hierher kommt, so weit weg vom Meer. Abwechselnd erzählt die Autorin über Signe in der Gegenwart und von David und Lou in der Zukunft. Langsam ergibt sich ein Bild, langsam verknüpfen sich die Schicksale dieser drei Personen. Die Träume der Protagonisten, für die es sich zu kämpfen lohnt. Sie müssen harte Schicksalsschläge verkraften, die sich nicht ändern lassen. Und alle wissen, dass sie zusammen eigentlich so viel mehr erreichen könnten. Auch wenn sich Signe und David nie kennenlernen, haben sie doch viel gemeinsam. Vor allem die Furcht vor der Zukunft und das Sichern des Überlebens. Die Autorin schlägt wieder gekonnt eine Brücke zwischen 2017 und dem Jahr 2041. Und zeigt, was mit unsere Erde passieren kann, wenn wir wo weitermachen. Mit kleinen Dingen können wir dazu beitragen, dass aus unserem Planeten eine bessere Welt wird. Keine Wasserverschwendung, der Verzicht auf Plastik, eher mal zu Fuß gehen, als das Auto nehmen usw. Wir "Kleinen" können als gutes Beispiel vorangehen. Die "Großen" könn(t)en nachziehen. Die Wirtschaft könnte besser werden. Manche tun es schon, doch viele interessiert es noch nicht. Ich finde, dass die ersten beiden Bücher des Klima-Quartetts schon einiges aufrütteln. Ich freue mich deswegen auf den nächsten Teil. Meggies Fussnote: Wasser ist Leben. Verschwenden wir es nicht.

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Lesenswert und realistisch

Von: Missili

20.02.2019

Die Geschichte des Wassers schildert anhand von zwei Erzählsträngen die Geschichten der Protagonisten, die eng mit der Verfügbarkeit und dem Umgang der Menschen mit dem Wasser verbunden sind. Einer beschreibt die Vergangenheit bis in die Gegenwart, der andere zeichnet ein Zukunftsszenario, das auf mich durchaus realistisch wirkt. Gerade in Zeiten, in denen „Heißzeit“ eines der Worte des Jahres ist, gibt das Buch Gedankenanstöße, denen man sich kaum entziehen kann. Beide Geschichten haben mich bewegt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe den Vorgänger der Autorin, die Geschichte der Bienen, noch nicht gelesen, werde das aber demnächst nachholen. Die Thematik hat mein Interesse geweckt.

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Die Geschichte des Wassers ist der 2. Band der Klima Reihe von Maja Lunde und erzählt die Geschichte aus der Sicht der 70 jährigen Norwegerin Signe, die als Umweltaktivistin sich auf die riskante Reise mit ihrem Segelboot von Norwegen an die französische Küste begibt. Dort angekommen trifft sie Ihre Liebe für's Leben, der sie prompt zur Rede ihres geplanten Vorhabens stellt (und das im Jahre 2017). Parallel dazu wird die Geschichte aus der Zukunft des Frankreichs 2041 erzählt. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das Klima in Frankreich so verändert, das eine große Dürre über Europa herrscht, und es nicht mehr genügend Trinkwasser gibt. Die Gärten Frankreichs sind zu dem vertrocknet. Ausgerechnet im Garten von Vater David und Tochter Lou wird im Garten ein altes Segelboot entdeckt. Was hat es wohl mit Signes Segelboot auf sich? Meine Meinung zum Buch: Eine sehr brisante aber auch sehr aktuelle Geschichte, die sehr gut in die aktuelle Zeit passt und den Leser zum Nachdenken anregt. Da ich schon den 1. Teil der Reihe die Geschichte der Bienen mit großer Begeisterung gelesen habe, beeindruckte mich auch die Geschichte des Wassers sehr. Ich bin gespannt auf die Folgenden Fortsetzungen und Empfehle die Klima Reihe von Maja Kunde als Literatur die man gelesen haben muss.

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Wasser: mitunter das wichtigste, das der Mensch zum Überleben braucht! Wenn man bedenkt, dass die gegenwärtigen 7,5 Milliarden Menschen bereits jetzt bedenklich viele/zu viele lebensnotwendige Ressourcen (unnötig) verbrauchen, wie sähe das Ganze dann erst in 30 Jahren aus, also 2050? (Wenn wir etwa 10 Milliarden sind und unser Konsumverhalten nicht überdacht und verändert haben?) Man muss nicht besonders klug sein, um sich darauf die Antwort »nicht rosig!« geben zu können. Maja Lunde hat sich in "Die Geschichte des Wassers" genau diesem Problem gewidmet, und zwar in Form von zwei Geschichten: die eine spielt mit der Protagonistin Signe in der Gegenwart (2017) und die zweite mit David und seiner kleinen Tochter Lou in einer dystopischen Zukunft im Jahre 2041. Diese beiden Geschichten verknüpft die Autorin am Ende ihres Buches sehr gekonnt, wie ich finde. Signes Geschichte, mit der das Buch startet, hat mich persönlich erst mal noch nicht wirklich abholen können, da in ihren Kapiteln viel das Leben auf dem Boot am Meer Thema ist. Vor allem das Gefasel über den ganzen Segel-, Schiff- und Bootkram, dem eindeutig zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde, hat mich gelangweilt. Mit den meisten fachspezifischen Ausdrücken konnte ich leider auch nichts anfangen, und zum Nachschlagen waren es mir definitiv ZU VIELE fremde Wörter. Glücklicherweise hatten diese Ausführungen sehr bald ein Ende und auch Signes Kapitel wurden äußerst spannend. Die Kapitel mit David und Lou haben mich von Anfang an gefesselt, ihre persönlichen Schicksale habe ich durchgehend gebannt verfolgt. Klar ist das hier eine erfundene Geschichte, allerdings finde ich die gar nicht so weit hergeholt, in Anbetracht der derzeitigen Entwicklungen, was unser Wasser und andere Ressourcen betrifft. Es ist schon erschreckend zu lesen, dieses Zukunftsszenario, in dem David und Lou tagtäglich um ihr Überleben kämpfen müssen. So oder so ähnlich könnte es uns in ein paar Jahrzehnten auch ergehen, und diese Vorstellung finde ich wahnsinnig beunruhigend. Manche Dystopien bewahrheiten sich eines Tages bzw. sind dabei, sich in der Gegenwart zu verwirklichen, man denke nur an "1984" von George Orwell. "Die Geschichte des Wassers" ermöglicht einen ganz guten, wenn auch bedrückendenden, Einblick in eine sehr wahrscheinliche Zukunft, allein das Trinkwasser betreffend. Dieses ernste Thema, das ich momentan viel wichtiger finde, als so manch anderes politisches Thema, bekommt hierin einen Raum. Es ist keine wissenschaftliche Abhandlung, kein Sachbuch, nein. Hierin wird das Schicksal von vielen Menschen im Allgemeinen und das von David und Lou im Speziellen erzählt. Das sind Menschen wie Du und ich, und deshalb finde ich es umso erschreckender, SO ETWAS zu lesen, als einfach nur ein Sachbuch. Am liebsten würde ich hergehen und jedem Menschen, der mir begegnet, diesen Roman in die Hand drücken. Leider lesen so wenige Menschen wirklich gern, sodass dieser Plan wahrscheinlich grundsätzlich schon zum Scheitern verurteilt wäre. Ich kann ihn an dieser Stelle also eigentlich nur dringlichst jedem ans Herz legen. Mir hat dieser Roman jedenfalls total Lust auf Maja Lundes erstes Buch "Die Geschichte der Bienen" gemacht. - Darin findet sich nämlich ein weiteres Thema das ähnlich verheerende Auswirkungen auf das Überleben der Menschheit hat. Es wird nicht allzu lange dauern, bis ich auch dieses Buch zur Hand nehmen und lesen werde! Irgendwo im oder außen am Buch von "Die Geschichte des Wassers" habe ich übrigens sogar noch die Info gefunden, dass die Autorin sogar vier Bücher über Umwelt plant, also ein "Klima-Quartett". Ich kann mich also noch auf weitere Bücher mit wirklich wichtigen Themen freuen!

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Der zweite Teil der Klimareihe von Maja Lunde beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Wasser. Sie verknüpft wieder zwei unterschiedliche Handlungsstränge, die auch in diesem Roman wieder zu unterschiedlichen Zeiten spielen, der eine in der Gegenwart und der andere in der Zukunft. Mir haben auch in diesem Roman beide Protagonisten wieder gut gefallen, auch wenn der Teil während der Dürre in Frankreich im Jahr 2041 meiner Meinung nach ein bisschen spannender war (auch wenn ich durch das Beschreiben von Durst und der Dürre beim Lesen permanent selbst Durst hatte). Maja Lunde setzt sich wieder mit einem aktuell sehr wichtigen Thema für unsere Natur auseinander und zeigt auch in ihrem zweiten Roman dieser Reihe Probleme auf, die auf uns Menschen zukommen könnten, wenn wir an unserem Umgang mit der Natur nichts ändern. Genauso wie in „Die Geschichte der Bienen“ finde ich es auch in diesem Fall angenehm, dass die Autorin zwar die Probleme aufzeigt und zum Nachdenken anregt, aber keine strikten Anweisungen gibt, die man als Leser danach erfüllen soll. Maja Lunde überbringt nur die Botschaft, die ihr wohl wichtig ist und was der Leser danach damit anfängt und ob er etwas ändert ist ihm selbst überlassen. Der erste Teil der Reihe hat mir auch sehr gut gefallen, vor allem der Überraschungseffekt am Ende von „Die Geschichte der Bienen“ war für mich größer. Jedoch war für mich die Handlung „Die Geschichte der Bienen“ teilweise zu langatmig. In „Die Geschichte des Wassers“ gab es für mich hingegen keine langatmigen und zu lang gezogenen Stellen. Auch mit diesem Roman konnte Maja Lunde mich wieder überzeugen. Eine wirklich tolle und einfühlsame Geschichte, die den Leser wieder nachdenklich stimmt. Das Buch erhält von mir 5 von 5 Elefanten und ich bin wirklich sehr gespannt auf die anderen Romane, die in Zukunft noch in dieser Reihe erscheinen werden.

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Klimakiller benannt

Von: Michael Lausberg aus Doveren

28.09.2018

Dies ist der zweite Teil des literarischen Klima-Quartetts der norwegischen Autorin Maja Lunde, der sich mit den Folgen des menschlichen Handelns für die Natur beschäftigt. Hier geht es um die Geschichte des Wassers und dessen Bedeutung für die Menschheit. Wie auch im ersten Band, wo sie sich mit Bienen beschäftigt, spielt dieser Roman wieder in zwei Zeitebenen und zwei nebeneinanderlaufenden Erzählsträngen. Im Jahre 2017 bricht die Umweltaktivistin Signe von ihrem Heimatdorf in Norwegen aus nach Frankreich zu ihrem ehemaligen Freund Magnus auf. Dieser lässt Eis des Gletschers im Heimatdorf der beiden abbauen, um es nach Saudi Arabien als spezielles Jahrgangseis zu verkaufen. Auf der Reise nach Frankreich erfährt man mehr von Signes Leben, ihre Beziehung zu Magnus. Auch Spannung wird durch einen Sturm aufgebaut, in dem sie hineingerät. Die Im Jahre 2041 sind David und seine Tochter Lou auf der Flucht vor der Dürre ihrer angestammten Heimat in Südeuropa, eine Folge des Klimawandels. Ihr Leben wird vom Mangel an Wasser bestimmt, sie sind Getriebene auf der Suche nach menschlichen Lebensbedingungen. Sie erreichen ein Flüchtlingslager in Nordfrankreich, wo es an Trinkwasser mangelt und das nach und nach aufgegeben wird. Die beiden finden bei einem Ausflug ein Boot, das ihnen die Gelegenheit bietet, nach Nordeuropa zu kommen und dem Wassermangel zu entfliehen. Das Boot ist dasselbe, mit dem Signe nach Frankreich aufgebrochen ist, so verflechten sich die beiden Erzählstränge. Beiden ist auch gemeinsam, dass es sich immer um Wasser dreht: die Lebensgeschichte der Umweltaktivistin Signe und das Schicksal von David und Lou, deren Leben durch Wasserknappheit bestimmt ist. Im Laufe der Geschichte lernt man, wie wichtig Wasser für das Zusammenleben der Menschen ist und welche überlebensnotwendige Bedeutung es hat. Signe ist eine Person, die dies schon in der Gegenwart erkennt und sich dafür einsetzt, die Natur und den Wasserkreislauf zu erhalten. Die Folgen des Ignorierens des Problems werden den Lesern im Jahre 2041 dann drastisch vor Augen geführt. Die Dürrekatastrophe ist die Folge des Klimawandels, was zu der steigende Sorte von Umweltflüchtlingen führt. Die beiden Erzählstränge werden aus der Sicht Signes und Davids erzählt, so dass sich die Leser mit ihnen und ihrem Schicksal identifizieren können. Manchmal ist es mühsam, sich von einer Zeitepisode in die andere hineinzuversetzen, weil der Erzählverlauf unterbrochen wird. Die Geschichten werden wie ein Puzzlespiel erst ab der Mitte des Buches kongruent. Dieses Buch ist ein Mahnmal für den Naturschutz und die Eindämmung des Klimawandels durch die Identifikation mit Signe. Ihren Einsatz und den Mut, auf diese Probleme hinzuweisen, hat Vorbildcharakter. Düsterer wird die Stimmung durch die Leiden von David und Lou durch die Dürrekatastrophe in Südeuropa. Dies ist aber kein aus der Luft gegriffenes Sujet: Im Nahen Osten wird in Zukunft der Kampf um Wasser als Lebensgrundlage Kriege auslösen. Europa bleibt davon nicht ausgenommen, die Folgen des Klimawandels werden für jeden spürbar sein. Einige Seitenhiebe auf die weltpolitischen Akteure des Ignorierens von Klimakatastrophen, vor allem auf den Leugner Trump, hätten sich hier angeboten. Dank ihrer imaginierenden Sprache schafft es die Autorin, dass man sich beim Lesen mitten im Geschehen fühlt. Ein Buch, das gut unterhalten kann, aber auch nachdenklich und wütend macht.

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Das Buch ist neben „Das Leben der Bienen“ ein weiteres Buch aus dem Klimawandel-Quartett von Maja Lunde. Das Buch ist für Erwachsenen jeden Alters geschrieben. In 480 Seiten verknüpft Maja Lunde gekonnt das Leben der Umweltaktivistin Signe und dem Familienvater David. Beide Geschichten sind aus der Ich Perspektive geschrieben. Im Klappentext lüftet Maja Lunde schon ihr Geheimnis, wie sie beiden Romane miteinander verbunden hat. Wie dieses im Buch dargestellt wird, eröffnet Maja Lunde den Lesern erst zum Ende des Buches. Das Buch bleibt bis zu Letzt sehr spannend. Leser können sich sehr gut in die Lage beider Hauptpersonen hineinfinden. Konflikte, Schwierigkeiten in Familien gibt es überall. Doch eine so große Lebensbedrohung wie die Sorge ums Trinkwasser kennen wir Menschen in Deutschland noch nicht. Das Buch machte mich sehr nachdenklich. Wie verwende ich Wasser. Ist für mich Wasser kostbar oder Alltag? 480 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser. Sollten wir da nicht sorgsamer mit diesem kostbaren Gut umgehen? Ich bin dankbar dafür zu den Menschen zu gehören, die Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Der Wechsel zwischen den Erzählsträngen im Jetzt (2017) und in der Zukunft (2041) sorgt für einen guten Spannungsbogen. Und das Thema an sich bietet die nötige Brisanz. Es regt zum Nachdenken und diskutieren an. Mich hat der Roman sehr beeindruckt. Wofür brauchen wir zwingend unser Trinkwasser und wo können wir aktuell Trinkwasser einsparen? Während ich das Buch gelesen habe, herrschten in diesem Jahr bei mir daheim fast durchgängig das ganze Frühjahr bis zum Herbst sommerliche Temperaturen und kaum Regen. Auf diese Art und Weise habe ich einen kleinen Vorgeschmack des Jahres 2041 erhalten. Dürre ist bei uns in diesem Jahr schon Realität gewesen. Für mich war interessant, das David im Jahr 2016 geboren sein muss – Im Jahr in dem der Roman geschrieben wurde. 2041 ist gar nicht mehr so lange hin. Ich bin schon jetzt viel älter, wie David dann sein wird. Meine Bewertung Für diesen spannenden und sehr lebendig geschriebenen Roman gebe ich der Autorin 4 Sterne. Mir wären klarere Hinweise auf die Verbindung beider Geschichten wichtig gewesen. Fazit Dies war eine wirklich schöne und sehr berührende Geschichte die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Nachdenken über unsere Wasser Situation. Nachdenken darüber wie glücklich wir uns über ausreichend Trinkwasser schätzen können. Und darüber was wir Menschen der Natur antun. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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