Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

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Die Handlungsstränge der beiden Protagonistinnen Elisa Ende der 1950er Jahre und der Enkelin Marisol im Jahr 2017 wechseln immer wieder, so dass der Leser mit jedem Zeitsprung tiefer in die Geheimnisse der Familie hineingeführt wird. Um einen Überblick zu erhalten, wäre zu Beginn ein Stammbaum der Familie Perez hilfreich gewesen. Emilio Perez ist das Oberhaupt der Familie und Teil eines seit Generationen bestehenden Zucker-Imperiums. Seiner Familie fehlt es an nichts und doch werden mit dem Machtwechsel die Grenzen neu gezogen und die Zukunft für die Familie sieht alles andere als rosig aus. Die Flucht ins freiwillige Exil, die Ereignisse, die dazu führen, und der innere Konflikt, die Heimat und geliebte Menschen zu verlassen, sind realistisch, berührend und fesselnd beschrieben. Dank des flüssigen und spannenden Erzählstils verliert man trotz der Schnelligkeit der Story nie den Faden und erhält zusätzlich interessante Einblicke sowohl in das Leben der Kubaner im Heute sowie zur Zeit der Revolution kurz vor dem Machtwechsel Batista/Castro. Abwechslungsreich gestaltet wirkt die Handlung - trotz vieler politischer Wirrungen - nie eintönig. Ein wenig Hintergrundwissen schadet hierbei aber nicht. Besonders die Parallelen zwischen Elisa und Marisol sind wunderbar herausgearbeitet: beide sind starke und kämpferische Frauen und beide verlieren in politisch schweren Zeiten ihr Herz an einen Revolutionär und müssen eine Entscheidung treffen. Wer sich für Familiensagas, politische Dramen und die Geschichte Kubas interessiert, den erwartet eine spannende Familiengeschichte (inkl. Tragik, Hingabe zum eigenen Land, Dramatik und Herzschmerz). Das Nachwort der Autorin gibt der ganzen Geschichte eine zusätzlich persönliche Note. Fazit: Der Beginn einer Familiensaga voller Geheimnisse, politischer Intrigen und voller Leidenschaft für Kuba Der Roman ist nicht nur unterhaltsam und berührend sondern zudem informativ und gibt einen guten Eindruck über die politischen Verhältnisse und das Leben der Kubaner sowohl Ende der 1950er Jahre wie auch im Jahr 2017. Eine klare Leseempfehlung!

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Marisol und Eliza

Von: Gabi S

24.05.2020

Chanel Cleeton nimmt einen mit in das farbenprächtige und lebendige Kuba Mit ihrer bildhaften Sprache gelingt es ihr dieses Land gewissermaßen fühlbar zu machen. Zwei wunderschöne Liebesgeschichten stehen im Mittelpunkt des Romans. Zum einen die 19jährige Elisa aus guten Hause ( deshalb auch mehr der Fokus auf die wohlhabende Gesellschaft Kubas ) und ihre Enkeltochter Marisol. In zwei Erzählsträngen erfahren wir nach und nach nicht nur mehr über die kubanische Revolution, den Sturz des Präsidenten Baptist und die Machtergreifung Fidel Castros. Deshalb mussten Elisa und ihrer Familie fliehen und Kuba verlassen. Marisol, die die Erzählungen ihrer Großmutter liebte will nach deren Tod deren letzte Willen erfüllen und die Asche zurück in die Heimat bringen. Dort wohnt sie im Hause der Jugendfreundin ihrer Großmutter und verliebt sie sich in deren Enkelsohn Luis. Wird diese Liebe Erfüllung finden ? Die Protagonisten werden wundervoll beschrieben - die Autorin vermittelt das Gefühlsleben der beiden jungen Frauen einzigartig. Nie kitschig oder trivial und mit ganz viel Herz. Nach der Lektüre möchte man Kuba kennen lernen

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Mehr als ein Liebesroman...

Von: Tahsin Ocak (ArtandCRITIC.com)

04.05.2020

Es wäre in Fehler, "Nächstes Jahr in Havanna" als Liebesroman zu bezeichnen. Es ist mehr als das. Es ist eine Art Zeitdokument, das die Sozialschichten Cuba/Havanna und deren Handhabung mit dem Leben zeigt. Ein reiches Mädchen im "Goldenen Käfig" lernt jemanden aus der "Unterschicht", der ihr die Augen öffnet. Beim Lesen des Buches werden sie mehr über Kuba (1958) und deren Leben und die Ungerechtigkeit erfahren. Lesenswert!

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Der Roman von Chanel Cleeton lässt das Fernweh aller Kuba-Fans steigen. Das Cover zeigt sich sowohl in Farbe als auch in schwarz-weiß Darstellung. Der farbige Vordergrund zeigt eine junge Frau in einem sommerlichen Outfit mit einem gelben Sombrero-Hut, sie sitzt direkt vor einem Swimmingpool. In ihrem Rücken sind zwei junge Frauen in schwarz-weiß in unterschiedlichen Posen abgebildet. Im Hintergrund erkennt man eine gepflegte Grünanlage mit Palmen. Der Klappentext beschreibt in sehr kurzer und oberflächlicher Ausprägung den Handlungsrahmen des Romans. Meiner Meinung hätte dieser ein wenig mehr Detailreichtum als Informationsquelle für den Leser aufweisen können. Wesentliche inhaltliche Themen des Romans sind: Kuba, Heimat, Flucht, Familie, Hoffnung sowie Liebe. Im Vordergrund des Handlungsgeschehens stehen sowohl die Tochter eines Plantagenbesitzers Elisa im Jahr 1958, sowie ihre Enkeltochter Marisol im Jahr 2017. Die abwechslungsreichen Geschichten der beiden Protagonistinnen machen es für den Leser sehr einfach mit den immer wiederkehrenden und sich wiederholenden Zeitsprüngen vertraut zu werden. Mit den beiden Hauptprotagonisten Elisa, sowie ihrer Enkeltochter Marisol hat die Geschichte zwei sehr interessante Persönlichkeiten. Beide Frauen verbinden neben den gemeinsamen Genen, die unabdingbare Liebe zu ihrer Heimat Kuba. Es zeigt sich sowohl bei Elisa, als auch Marisol der unabdingbare Kampfeswille für die Heimat, als auch für die Liebe zu einem Mann zu kämpfen. Beide Frauen stehen dabei für eine moderne Frau ihrer Zeit, welche trotz der familiären, als auch der politischen Zwänge ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt. Sie definieren beide für sich die persönliche Liebe, Familie und Heimat. Ebenso zu erwähnen sind die elementaren Nebenfiguren des Romans. Ich persönlich bin dabei in erster Linie von den beiden „Partnern“ der Protagonistinnen, Pablo von Seiten Elisa sowie Luis, als späterer Lebensgefährte von Marisol angetan. Beide Männer kämpfen ihren eigenen persönlichen Kampf für ihr Kuba und schaffen es trotz persönlicher Rückschläge sich nicht von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen. Wirklich informativ und malerisch sind die bildhaften Schilderungen eines landschaftlich schönen aber politisch oft sehr hässlichem Kuba. Die Leser des Romans bekommen dabei einen sehr guten Eindruck über die politischen Verhältnisse in einem wirtschaftlich sehr gebeutelten Staat. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, dialogorientiert und verständlich zu lesen. Durch die abwechselnden Sprünge zwischen beiden Protagonistinnen ist eine sehr gute Leseabwechslung gegeben. Des Weiteren löst die Autorin offene Fragen und Ereignissen über die Zeitebenen hinweg, sodass keine Langeweile aufkommt. Das Ende des Romans zeigt eine positive Wendung, welcher den Leser das Buch zufrieden zuklappen lässt. Zielgruppe des Romans sind Leser von politischen Romanen, Familienromanen oder Kuba-Anhänger. Er ist aufgrund seiner sehr starken weiblichen Persönlichkeiten etwas mehr für Frauen (jeden Alters) geeignet. Aber auch Männer könnten sich aufgrund der guten Nebenpersonen eventuell in der Geschichte verlieren. Mir persönlich hat die Geschichte um die Leidenschaft, den Einsatz, die absolute Hingabe und die Liebe zu ihrem Land der Protagonistinnen sehr gut gefallen. Ich verspürte eine besondere Nähe und Verbindung zu den Menschen Kubas und habe mich sehr gut in die Geschichte hineinversetzen können. Ich bedanke mich recht herzlich beim Heyne Verlag und der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Romans.

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>>Mein Herz gehört Havanna<< „Nächstes Jahr in Havanna“ von Chanel Cleeton ist der Auftakt einer wie ich finde ganz ganz wunderbaren Kuba-Saga! Wir gehen mit Marisol auf eine sehr atmosphärische, politische und familiäre Reise, auf der sie nicht nur ihrer verstorbenen Großmutter Elise näher kommt als sie dachte, sondern auch ihren Wurzeln und dem Lebensgefühl Havannas sehr sehr nahe kommt. Neben eben den politischen Aspekten der Zeit um 1958, verknüpft die Autorin das Ganze mit einer Familiengeschichte und einer großen Liebe, die ich unheimlich berührend fand! Zu Beginn war ich mir gar nicht so sicher, ob dieses Buch meinen Lesenerv treffen würde, doch je mehr ich in diese Geschichte eintauchen konnte, umso mehr fesselte mich dieses Buch und irgendwie schlug mein Leseherz mehr und mehr für Kuba – für Havanna!

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Tolles Buch

Von: Princessin22

24.03.2020

Es ist ein tolles Buch,das einem in ein anderes Leben versetzt. Vieles, was man in der Schule gelernt hat bekommt nun einen Sinn! Anfangs war ich ein wenig skeptisch, doch beim lesen stieg meine Neugier. Ich bin froh, das ich das Buch lesen durfte.

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Mein Herz gehört Havanna Havanna 1958: Elisa, Tochter eines Plantagenbesitzers, verkehrt in den besseren Kreisen Havannas und weiß kaum etwas über die Lage des Landes. Bis sie einem Mann begegnet, der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen, die ihre Zukunft für immer verändern werden. Miami 2017: Marisol macht sich auf den Weg nach Kuba. Sie wird zum ersten Mal das Land kennenlernen, in das ihre Großmutter zeit ihres Lebens zurückkehren wollte und in dem sie nun beigesetzt werden soll … Mein Herz gehört auch Havanna. WOW, ich kann nur sagen WOW. Welch tolles Buch über eine noch tolle Stadt. Ich habe habe selbst schon Kuba besucht und war auf den meisten Schauplätzen dieses Buches selbst. Und ich muss sagen, richtig gut recheriert und erzählt. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen meine Eindrücke, als ich das Buch lass habe ich mich gefühlt wie auf Kuba, ich habe den Mojito in meinem Mund gescheckt oder die tolle Musik wieder gehört. Die Autorin Chanel Cleeton hat einen tollen fliessenden Schreibstil der einen verzaubert man möchte gar nicht aufhören und wissen es mit der Geschichte weiter geht. Ich möchte gar nicht mehr erzählen, liest dieses Buch, fliegt nach Kuba und hat einfach Spass. Vielen Lieben Dank an den Heyne-Verlag für dieses grossartige Buch.

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Bei diesem gewaltigen Roman der Autorin Chanel Cleeton handelt es sich um ein Familienepos, das auf zwei Zeitebenen spielt. In der Gegenwart treffen wir auf die junge Marisol, der eine wichtige Aufgabe übertragen wurde, nämlich die Asche ihre verstorbenen Großmutter Elisa in deren Heimatland Kuba beizusetzen. Es ist Marisols erster Besuch auf der Insel, obwohl sie natürlich ihr ganzes Leben bereits mit Geschichten aus der alten Heimat groß wurde. Was wird sie erwarten und wird sie mit heiler Haut zurückkommen? In der Vergangenheit stoßen wir auf die junge Elisa, Marisols Großmutter, die mit ihren drei Schwestern recht behütet im besten Stadtviertel Havannas aufwächst. Doch bald ist es nicht mehr sicher im Land. Ihr Bruder, der sich gegen die Regierung stellt, ist bereits vom Vater verstoßen, der unbedingt am gewohnten Leben festhalten will. Es kommt schließlich an allen Ecken und Enden zum großen Eklat und nichts wird mehr so sein, wie es mal war. Ich muss sagen, ich bin überwältigt von diesem wunderbaren Buch, das mich so viel über das Land gelehrt hat und mir Dinge vermittelt hat, von denen ich noch nie gehört hatte. Ich selbst war leider noch nie in Kuba aber die Autorin hat es geschafft mich fühlen zu lassen, als wäre ich dabei gewesen … in den Straßen Havannas der Vergangenheit aber auch der Gegenwart. Das Hörbuch ist wunderbar umgesetzt und gesprochen von Anna Carlsson und Leonie Landa. Durch die zwei unterschiedlichen Sprecherinnen ist sehr leicht und angenehm zu erkennen, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Ohne Kitsch und Schnörkel erzählt Chanel Cleeton die Geschichte des Landes Kuba – übrigens auch das Land ihrer eigenen Vorfahren - das gemeinsam mit seinen Einwohnern über die Jahre immer wieder stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die beiden dahinter verborgenen Liebesgeschichten gehen unter die Haut, ohne schnulzig zu wirken und am Ende ist man sehr gespannt, wie die Geschichte besonders für Marisol ausgehen wird. Ich hoffe doch, dass wir im zweiten Teil der Kuba Saga davon erfahren werden. Ich freue mich schon sehr auf ihre Großtante Beatriz, die in „Wir träumen von Kuba“ die Hauptrolle spielen wird.

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