Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

(43)
(30)
(21)
(3)
(1)
€ 10,99 [D] inkl. MwSt. | € 11,30 [A] | CHF 16,90* (* empf. VK-Preis)

Sehnsucht nach Kuba

Von: Melitta

28.07.2019

Zwei Liebespaare, zwei Diktatoren, zwei Welten. Die Geschichte begründet sich auf teils wahre Begebenheiten, die traurig stimmen und nachdenklich machen darüber, was Menschen über sich ergehen lassen müssen, um ein glückliches Leben führen zu können und dies trotz Mut und Leidenschaft nicht allen gelingt. Wenn ich an Kuba denke, sehe ich Sonne, glitzerndes Meer, bunte Häuser, Salsa tanzende Frauen, Zigarre rauchende Männer. Die Idylle trügt, das müssen die Protagonisten dieses Buches schmerzlich erfahren. Die Geschichte hat Potenzial, welches Chanel Cleeton nicht vollends ausbaut. Zwischenzeitlich wird das Lesen durch stetige und sehr einseitige Wiederholungen mühsam. Spannend wird es zum Ende hin, aber diese Sequenz ist kurz gehalten und verebbt recht schnell. Aufgrund des Erlebten finde ich auch Marisols Besuch bei der Schwester ihrer Großmutter Elisa nach den aufregenden Tagen in Kuba und Enthüllung des Familiengeheimnisses um Elisa unangemessen kurz und oberflächlich behandelt, was das Gesamtbild des Buches schmälert.

Lesen Sie weiter

Ich habe mich sehr auf das Buch „Mein Herz gehört Havanna“ von Chanel Cleeton gefreut. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und der Klappentext liest sich sehr interessant. Leider war das Buch nicht ganz das was ich mir erwartet hatte. Es befasst sich inhaltlich sehr mit der Politik Kubas, was ja in einem gewissen Rahmen nötig ist, um glaubwürdig zu erscheinen bzw. Situationen überzeugend zu schildern. Allerdings wirkt das Buch durch die vielen historischen Hintergründe (hier besonders die kubanische Revolution und ihre Folgen) und Hinweise auf die gegenwärtige Politik Kubas eher langatmig. Bedauerlicherweise baut sich auch kein richtiger Spannungsbogen auf. Normalerweise möchte ich bei solchen Familiengeschichten mit Familiengeheimnissen, die in verschiedenen Zeiten spielen oftmals gerne vorblättern bzw. kann ich es gar nicht erwarten bis sich die Geschichte in der Vergangenheit (hier bei Elisa) fortsetzt. Leider war es in diesem Roman nicht so. Natürlich möchte man wissen wie die Erzählung von Elisa endet oder wie es bei Marisol ausgeht, aber es ist nicht so dass man das Buch in einem Zug auslesen möchte. Alles in allem eine nette Geschichte, wenn man sich besonders für die kubanische Revolution und ihre Hintergründe und die daraus resultierenden Folgen interessiert. Für alle die hauptsächlich eine spannende Familiengeschichte durch die Zeiten suchen, würde ich dieses Buch nicht empfehlen.

Lesen Sie weiter

Unerfüllte Erwartungen

Von: Eugenie

14.07.2019

Die Geschichte zweier Frauen vor dem Hintergrund Kubas. Aufgrund der Revolution Fidel Castros, muss Elisa Havanna 1959 verlassen. Bevor sie emigriert, lesen wir von ihrem Leben als Tochter eines reichen Mannes, der für seine Töchter nur standesgemäße Ehemänner wünscht. Trotzdem verliebt sich Elisa in einen Mann, der so gar nicht ihrem Stand entspricht, einen Revolutionär. 2017 ist es an Marisol, die Asche ihrer Großmutter Elisa nach Kuba zurückzubringen und dort zu verstreuen. Die Autorin Chanel Cleeton ist selbst kubanischer Abstammung, was in mir die Hoffnung hegte, etwas über Kuba und die Situation des Landes zu den zwei verschiedenen Zeitsträngen zu erfahren. Dies ist leider nicht der Fall. In ihren zwei Erzählsträngen beschränkt sich die Autorin auf das Thema der Liebesgeschichte. Die Liebesgeschichte von Marisol ist vorhersehbar und gleicht der ihrer Großmutter, was diesen Teil des Buches langweilig und überflüssig macht. Wenn die Politik Kubas erwähnt wird, dann immer einseitig und zum Teil wiederholend. Die politische Situation wird eher als Angriff auf den Stolz der Familie dargestellt und nicht als wirkliche Not. Das eintönige, teilweise ausschweifende Beschreiben von alltäglichen Tätigkeiten, macht es nicht besser. In meinen Augen hat die Autorin die zwei erzählten Zeiten nicht genutzt, um interessante Literatur zu schaffen, sondern eine dahinplätschernde Geschichte erzählt. Möglicherweise geeignet für Leser die gerne Texte ohne Tiefe lesen.

Lesen Sie weiter