Leserstimmen zu
Nächstes Jahr in Havanna

Chanel Cleeton

Die Kuba-Saga (1)

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Von: tinaliestvor.de

30.11.2019

Marisol begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Als ihre innig geliebte Großmutter stirbt, wünscht sich diese sehnlichst, dass ihre Asche den Weg nach Kuba zurückfindet. Mit einem Rechercheauftrag für ein Reisemagazin und der Asche ihrer Großmutter begibt sich Marisol nach Havanna. Dort angekommen wird sie bei Ana, einer alten Freundin ihrer Großmutter Elisa aufgenommen. Luiz, Universitätsprofessor und Rebell der Familie Anas spielt den Reiseführer und merkt schnell, das Marisol nicht nur eine eingebildete reiche amerikanische Touristin ist. Marisol begreift schnell, warum Elisas Herz so an Kuba hing und die Flucht nach Amerika so schmerzhaft war. Als Elisas Vermächtnis in Form von geheimen Briefen an ihren Liebsten in die Hände von Marisol gelangen, beschließt Marisol trotz vieler Warnungen, sich auf die Suche nach der wahren Liebe ihrer geliebten Großmutter zu machen. Mit Marisol und Elisa begibt sich der Leser auf eine innige Reise nach Kuba. Hart umkämpft, rebellisch und von viel Leid geprägt, zeigt sich diese atemberaubende Stadt als eherne Festung, für die es sich als kubanisches Volk stets zu kämpfen lohnte. Unterdrückung, Verstaatlichung, Gewalt und Folter stehen an der Tagesordnung. Vertrauen, Liebe und Hoffnung findet man nur im Verborgenen. Elisas Vergangenheit und das ihrer großen Familie zeigt einem die von Rebellion und Umschwüngen geplagte Insel. Flucht scheint die einzige Überlebenschance, Florida scheint so nah. Marisol hingegen ist sich der andauernden Gefahr erst bewusst, als sie sich in Luiz verliebt und hautnah zu spüren bekommt, was Rebellion bedeutet. Mutig, voller Hoffnung und mit einem klaren Ziel vor Augen, tritt Marisol immer mehr in die Fußstapfen ihrer Großmutter und die Vergangenheit schließt sich in einem tiefen Kreis von Flucht und einer unbekannten neuen Zukunft. Chanel Cleeton hat mit „Nächstes Jahr in Havanna“ einen wunderschönen Roman über Liebe, Vergangenheit und Rebellion geschaffen. Während man den Mut von Elisa bewundert, rebelliert man mit Luiz und lüftet mit Marisol dunkle Familiengeheimnisse. Eine Hommage an Havanna, an eine lange vergangene Zeit und an die Freundschaft. Ein wunderbarer Einstieg in eine Familiensaga. Gelesen von Anna Carlsson und Leonie Landa ein wahrer Hörgenuss für behagliche Stunden vor dem Kamin.

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"Nächstes Jahr in Havanna" hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil lässt einen sofort in die Geschichte eintauchen und ich konnte das Buch nur schwer zur Seite legen. Sie hat mit Marisol und Elisa zwei unglaublich starke und vielschichtige Protagonistinnen geschaffen und auch jede der Nebencharaktere ist eine besondere und integre Person mit individuellen Hintergründen, die im Laufe der Handlung schrittweise aufgedeckt werden. Sowohl Elisa, als behütet aufgewachsene Tochter reichen Hauses in Havanna, und Marisol, aufgewachsen fernab ihrer "Heimat" Kuba, begleitet der Leser auf ihrer Entdeckungsreise in die Politik und Historie Kubas als auch in Havanna selbst. Ich hatte durch die sehr lebhaften Beschreibungen durchweg das Gefühl ich wäre selbst in Kuba mit dabei, obwohl ich bisher noch keinen Fuß auf diese Insel gesetzt habe. Die Geschichte dieses Landes ist unglaublich faszinierend und facettenreich. Man kann sie nicht schwarz oder weiß betrachten und das hat entsprechend einiges Konfliktpotenzial zwischen den Charakteren, Liebespaaren und im Land generell aufgetan. Chanel Cleeton hat hier aber nicht staubtrockene Historie in ihre Story eingefügt, sondern durch das geschickte Einflechten in Gespräche sowie die reflektierenden Gedanken von Marisol und Elisa erfährt man Stück für Stück ein bisschen mehr und was die Menschen damals und heute so bewegt (hat). Es gibt viele Parallelen zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und es hat mich immer wieder tief berührt wie emotional die Menschen, Beziehungen und die Geschichte des Landes miteinander verwoben sind. Ohne je in Kuba gewesen zu sein, habe ich mich ein kleines bisschen in das Land verliebt. ♥

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Man möchte sofort nach Kuba reisen...

Von: Meerhexe

19.10.2019

Ich lese wirklich viel, aber ich habe selten ein Buch in die Hand genommen, dass mich derart schnell in seinen Bann gezogen und an sich gefesselt hat. Man fühlt sich sofort, als befände man sich am Schauplatz der Geschichte und kann fast die Emotionen und die Wärme spüren sowie die Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Der Roman springt vom Kuba der 58er Jahre, der Revolution unter Castro gegen Batista, der Zeit in der die Großmutter dort lebte, in das Jahr 2017, die Zeit, zu der Marisol das erste Mal in ihrem Leben in die Heimat ihrer Familie reist. Marisol reist zum ersten Mal in die Heimat ihrer kürzlich verstorbenen, einst wohlhabenden Großmutter, die gut 60 Jahre zuvor zum Machtwechsel von Batista und Castro aus ihrer Heimat fliehen musste und ihre Liebe zu einem Revolutionär aufgeben musste. Sie verbrachte ihr Leben dann in Florida und hat es nie geschafft, zurückzukehren. Um ihrer Großmutter ihren Wunsch, nach Kuba zurückzukehren, zu erfüllen hat Marisol deren Asche bei sich, um diese an einem ausgewählten Ort zu verstreuen. Sie lernt das Kuba ihrer Großmutter kennen und lieben und erfährt einige Geheimnisse, die ihr bis dato unbekannt waren. Durch die Freundin ihrer Großmutter, die sie bei sich aufnimmt, lernt sie auch nach dem Tod ihrer Großmutter Seiten dieser und ihres einstigen Lebens als Zuckerbarontochter kennen, die ihr trotz der mentalen Nähe zu ihrer Großmutter gänzlich unbekannt waren. Zudem verliebt sie sich in deren Enkel, der ihr die Schönheiten der Insel wie auch die politische Situation dort mit Leidenschaft und Liebe nahe bringt. Sobald man die erste Seite aufgeschlagen hat und begonnen hat zu lesen, fühlt man sich, als wäre man selbst Teil der Geschichte und vor Ort. Ein Buch voller Leidenschaft, Wärme und Spannung, das man nicht aus der Hand legen möchte und das den Wunsch in einem weckt, die Stadt Havanna und die Insel Kuba kennenzulernen. Ich war selten so sehr gefesselt von einem Roman, der es mir wirklich schwer gemacht hat, ihn aus der Hand zu legen! Auf einer Skala von 1-10 bekäme dieser Roman von mir tatsächlich eine 15! Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und freue mich auf den zweiten Teil!

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Ein Buch, das für mich perfekt in die Kategorie "Urlaubslektüre" passt. Die Sprache von Chanel Cleeton ist leicht und flüssig. Man darf sich von wundervollen Liebesgeschichten ins Reich der Fantasie tragen lassen. Außerdem lernt man durch das Buch ein Land kennen. Ich habe viel zu wenig über die politische Situation auf Kuba gewusst und das hat mich sehr interessiert. Und auch von der Kultur der Kubaner, von ihren Gepflogenheiten und ihrem Essen erfährt man viel. Ich mag es sehr gerne, wenn ich durch einen Roman so viel über ein Land lerne. Teilweise hätte man den Text bestimmt ein wenig kürzen können und trotzdem nichts vom Inhalt verloren. Aber abgesehen davon kann ich das Buch allen empfehlen, die sich gerne in ein fernes Land entführen lassen und noch dazu Liebes- und Familiengeschichten mögen. "Einerseits bin ich Kubanerin, andererseits nicht. Ich weiß nicht, wie ich mich im ehemaligen Land meiner Großeltern einfügen soll, das ich wiedererschaffen möchte, obwohl es längst untergegangen ist. Vielleicht sind wir ja die echten Träumer, diejenigen, die Hoffnung haben. Wir träumen von einem Kuba, das wir nicht sehen oder anfassen können, dessen Geschmack wir aber auf der Zunge spüren. Die Exilanten sind die Historiker, die Hüter der Erinnerung an ein verlorenes Kuba, das beinahe vergessen ist." (S. 188) Die Autorin hat in den Roman viel Persönliches einfließen lassen. Sie ist in Florida aufgewachsen, aber ihre Familie stammt ursprünglich aus Kuba. Man merkt, dass es ihr eine Herzensangelegenheit war, diese Geschichte zu erzählen.

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Liebe und Politik

Von: Ira

12.08.2019

Rezension zum Roman von Chanel Cleeton ,,Nächstes Jahr in Havanna“ Die Autorin hat diesen Roman ihrer Heimat gewidmet, denn sie stammt ursprünglich aus Kuba. Sie wuchs aber in Florida auf. ,,Nächstes Jahr in Havanna“ ist ein geflügeltes Wort der Exilkubaner, wenn sie, beispielweise, am Silvester anstoßen. Es drückt die Sehnsucht aus, in die Heimat zurückkommen zu dürfen. Erzählt werden nicht nur zwei gefühlvolle Liebesgeschichten in zwei Jahrhunderten, es werden auch viele interessante Informationen über die südamerikanische Insel vermittelt. Zwei starke Frauen spielen die Hauptrollen, die Großmutter Elisa und die Enkelin Marisol. Elisa ist die Tochter eines reichen Besitzers eines Zuckerimperiums in Havanna des Jahres 1958. Sie und ihre drei Schwestern verkehren in besten Kreisen, wissen wenig von der kubanischen Realität. Dann begegnet sie Pablo , der tief verstrickt ist in die politischen Umwälzungen und an der Seite von Fidel Castro und Che Guevara kämpft. Elisa verliebt sich in den Revolutionären, bleibt aber ihrer Familie treu. Ihr Vater verbietet ihr, Pablo zu sehen. Nach dem Sieg der Revolution und der Flucht des Machthabers Batista aus Kuba verlässt auch die Familie von Elisa Perez das Land. Zu dem Zeitpunkt ist Elisa schwanger und erfährt die Nachricht, dass ihr Pablo im Kampf in Santa Clara ums Leben gekommen ist. 2017 Miami. Die Journalistin Marisol will den letzten Wunsch ihrer geliebten Großmutter erfüllen und macht sich nach deren Tod auf die Reise nach Kuba, um die Urne in Elisas Heimat beizusetzen. Sie kommt bei Elisas alter Freundin Ana unter und gelangt in den Besitz von alten Liebesbriefen ihrer Großmutter. Dann sucht sie nach Pablo. Dabei hilft ihr Anas Enkel und Universitätsprofessor Luis, an den Marisol schon bald ihr Herz verliert. Luis wird aber auch verfolgt und verhaftet. Eine große Rolle spielt der Zufall, dass Marisol nach der Verhaftung von Luis ihren leiblichen Großvater sieht und erkennt. Pablo Garcia hilft ihr und Luis nach Miami auszureisen. Chanel Cleeton hat einen informationsreichen, spannenden und unterhaltsamen politischen Roman geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Buch ist lesenswert.

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Das Buch verknüpft Kubas neuere Geschichte mit der fiktiven Geschichte von Elisa und Marisol. Elisas Geschichte spielt im Jahre 1958, die ihrer Enkelin Marisol 2017. Erzählt wird ihre Geschichte immer abwechselnd. Das Buch ist gut, interessant und informativ geschrieben, man kann es flüssig lesen. Zuviel Informationen über die Revolution in Kuba sollte man aber nicht erwarten, der Roman ist hauptsächlich eine Liebes-/Lebensgeschichte.

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Bewegtes Kuba

Von: Annegret

05.08.2019

Die Autorin Chanel Cleeton führt uns in ihrem Roman "Nächstes Jahr in Havanna" zu Marisol, die bereits in der zweiten Generation in Miami lebt. Ihre Großmutter Elisa, privilegierte Tochter des Zuckerbarons Emilio Perez und eines sehr reichen Mannes Kubas, mußte als junge Frau mit ihren Eltern von Kuba fliehen. Als die geliebte Großmutter stirbt, ist es an Marisol, die Asche nach Kuba zu bringen und dort auszustreuen. In Havanna versucht Marisol, das Kuba zu entdecken, von dem ihre Großmutter immer erzählt und geschwärmt hat. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Ebenen, auf der Ebene von Elisa als junge Frau im Jahr 1958/1959 , auf einer weiteren Ebene auf der von Marisol, in der Gegenwart von 2017. Marisol erfährt, daß Elisa sich in den Rebellen Pablo verliebt hatte, was Elisas Leben total veränderte. Die Autorin schafft es, dem Leser mit ihren detailreichen Beschreibungen das karibische Lebensgefühl herüberzubringen. Ich habe mich zuweilen, wie in einem Film gefühlt. Sehr gut gefallen hat es mir, mehr über die kubanische Geschichte, über die Revolution und ihre Folgen zu erfahren. Auffallend ist der Kontrast zwischen Kubanern und kubanischen Amerikanern. Die Kubaner versuchen trotz Mangel und Beschränkungen, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Sie halten an ihrer Hoffnung fest, daß es irgendwann besser wird. Was aber vor allen Dingen für die Kubaner gilt, ist, daß die Familie an oberster Stelle steht. Marisols und Elisas Geschichte haben bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieser interessante und spannende Roman, in der die Liebe nicht zu kurz kommt, ist sehr zu empfehlen.

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Mehr als eine Geschichte

Von: Greeny33

04.08.2019

Durch dieses Buch lernt man so viel mehr über Kuba, als in jedem Reiseführer. Luis zeigt Marisol nicht nur die typischen Sehenswürdigkeiten in Kuba, er erzählt ihr auch viel über die Politik und die Geschichte. Bei der nächsten Reise nach Kuba werde ich das Land anders wahrnehmen. Auf der einen Seite erlebt man die Seite von Pablo, der gegen Batista gekämpft hat. Auf der anderen Seite kriegt man Eindrücke von der Seite der Perez-Familie die vor der Macht von Fidel fliehen mussten. Durch Elisa's Erzählungen sieht man wie das frühere Kuba war. Marisol's Seite zeigt das Kuba von heute. Der Satz "in Kuba ist die Zeit stehen geblieben" kriegt durch dieses Buch eine ganz andere Bedeutung. Ich habe mehrere Male versucht irgendwo einen Hinweis zu finden, ob die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, weil diese Geschichte einem so echt vor kommt. Im Brief der Autorin am Ende des Buches wird klar, warum die Geschichte authentisch ist... Sie selber ist Kubanerin und ihre Familie musste ebenfalls aus Kuba fliehen. Die Orte die in dem Buch erwähnt werden, gibt es wirklich, die Daten und Fakten stimmen überein. Reiseführer erzählen einem was an welchem Ort passiert ist... Aber wie schlimm es war, wird einem erst mit diesem Buch klar. Die wahre Bedeutung von dem Buchtitel "nächstes Jahr in Havanna" , wie stark diese Bedeutung ist... Erkennt man erst nach 2/3 vom Buch. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine Reise nach Kuba plant und mehr als einen typischen Touristen-Urlaub möchte, jeden der sich für die Kultur von dem zu bereisenden Land interessiert und jedem der / die einfach nur eine gute Geschichte lesen möchte!

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