Leserstimmen zu
Der Wanderer

Luca D'Andrea

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Öde...

Von: Einfach nur ich

25.01.2020

Dieses Buch hat geschafft, was bisher nur wenigen gelungen ist - ich habe es mittendrin abgebrochen. Durchgehalten habe ich bis knapp über die Hälfte, aber das war auch schon das höchste Maß an Durchhaltevermögen. Was der im Titel erwähnte Wanderer mit der Geschichte zu tun hat, mag ja vielleicht in der 2. Hälfte geklärt werden, aber bis dahin hat er nicht wirklich Erwähnung gefunden. Zum Schreibstil ist zu sagen, daß dieser nicht wirklich mitreißt. Oftmals habe ich die Sätze mehrfach lesen müssen, weil es einfach nicht hängen blieb. Die Story ist öde, furchtbar langatmig und in Kombination mit dem Schreibstil einfach nur vertane Lese- und Lebenszeit. Das Packende und Spannende, Überraschende und Fesselnde, was einen Thriller ausmacht, fehlt genauso wie der Grusel, der vom Schlafen abhält. Nein, weder das Buch noch der Autor konnten mich überzeugen.

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Es gibt im Genre Thriller immer mal wieder Ausflüge ins okkulte, mystische, in esoterische – manchmal in Kombination mit wilden Verschwörungstheorien. „Der Wanderer“ – der neueste Titel des italienischen Bestsellerautors Luca D’Andrea reiht sich mühelos ein. Mit Entsetzen blickt Sibylle auf das Foto ihrer toten Mutter. Es kam in einem Brief ohne Absender. Zwanzig Jahre ist es her, dass man die Leiche der »narrischen Erika«, die aus Tarotkarten die Zukunft las, an einem abgelegenen Bergsee gefunden hat. In Kreuzwirt waren sich alle einig: Selbstmord. Aber das Foto weckt Sibylles Zweifel. Was war damals wirklich geschehen? Zusammen mit dem Schriftsteller Tony, der als junger Lokaljournalist über den Leichenfund berichtet hatte, macht sich Sibylle auf die Suche nach der Wahrheit. Dabei stoßen sie auf ein dunkles Geflecht aus Lügen, Eifersucht und Verrat, Drogen, Okkultismus und Wahnsinn – und stellen mit Entsetzen fest, dass Erika nicht das einzige Opfer war. Auch sie selbst schweben bald in Lebensgefahr…(Thriller) Machen wir es kurz: Ich habe selten einen Roman gelesen, der orientierungslos in einem Meer voller Personen, Storys, Legenden, Symbolischen Elementen und Geheimkulten, einfach keine Richtung hat. Völlig verfahren, mit vielen erzählerischen Szenen, die überflüssig sind, und nicht mal die Nebencharaktere dazu animieren, die Story interessant zu gestalten. Ja, dass Setting – die Südtiroler Alpen, ein Dorf mit einer eingeschworenen Gemeinschaft und vielen „Leichen“ im Keller – klingt schon mal attraktiv, entsprechend ist die Erwartungshaltung auch nicht gering. „Der Wanderer“ von Luca D’Andrea ist ein Thriller, der am Ende davor abschrecken könnte, ein weiteres von dem Autor lesen zu wollen. Ein Roman ist ja fast immer fiktiv, aber der vorliegende ist absolut abgefahren – keinerlei Navigation, keine Spannung, völlig zerfasert und am Ende bleibt ein schales Gefühl übrig. Fazit Jede weitere Kritik ist überflüssig – einer der schlechtesten Thriller in diesem Jahr und sowieso überhaupt. Nicht empfehlenswert – Zeitverschwendung.

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Ein paar Worte zur Gestaltung. Das Cover hat mich sofort fasziniert. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt genauer anschauen musste. Die Berge, die stolz über alles erhaben in den Himmel ragen, die Wolken zwischen Bergen und Erde, die alles in eine mythische Stimmung setzen, inklusive leichtem Gruselfaktor (für den auch die Vögel ein wenig sorgen) und die einzelne Person, die unmittelbar davor steht, im Nebel zu versinken. Der Schriftzug des Titels ist mit goldfarbener Folie unterlegt, wodurch er im richtigen Licht goldfarben leuchtet, ohne das Licht aber dunkelbraun, fast schwarz wirkt. Einfach faszinierend! Und auch sehr passend zum Buch, denn auch hier gibt es verschiedene Facetten und nichts ist so, wie es zunächst scheint. Die Seiten des Buches sind außergewöhnlich dick, was ich persönlich sehr mag. Was mir aber noch besser gefallen hätte – und das ist was die Gestaltung des Buches anbelangt mein einziger Kritikpunkt – sind breitere Ränder an den Innenseiten. Sobald man sich mehr gen Mitte bewegt, ist der Text nicht mehr so einfach lesbar, wie am Anfang und am Ende. Breitere Ränder hätten das deutlich angenehmer gemacht. Klar kann man das Buch auch mit Gewalt weiter aufdrücken, doch dann sind Leseknicke unvermeidbar. Ich persönlich mag aber keine Leseknicke (mir kommt das dann immer vor, als hätte ich dem Buch weh getan), deswegen fällt mir das auf. Es wäre schön, wenn die Verlage da in Zukunft etwas mehr drauf achten würden. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Sybille in dem Glauben, sie habe Selbstmord begangen. Vor ein paar Tagen erhielt sie aber zwei Fotos, die Fragen aufwerfen und den Eindruck entstehen lassen, Erika könnte ermordet worden sein. Auf einem der Fotos ist ein Mann zu sehen, der neben der abgedeckten Leiche steht und breit grinst. Sybille macht ihn ausfindig: sein Name ist Tony und er ist Schriftsteller. Doch ihr erstes Aufeinandertreffen geht nicht gut aus, Sybille verliert die Nerven und verpasst Tony eine Ohrfeige. Aber damit ist ihre gemeinsame Geschichte noch nicht vorbei. Tony will klarstellen, was der Grund für das Foto war und Sybille will den oder die Mörder ihrer Mutter finden. Sie entdeckt ein Symbol auf einem der Fotos, die in der offiziellen Untersuchungsakte fehlen, dieses Symbol hatte etwas mit der Tätigkeit als Wahrsagerin und Kartenlegerin zu tun, die Sybilles Mutter ausübte. Bald tauchen noch mehr Ungereimtheiten auf und nur wenig später werden erste Drohungen ausgesprochen durch Worte und Taten. Was geschah damals wirklich? An sich fand ich die Idee sehr interessant und auch das Setting. Was mir persönlich das Lesen aber sehr erschwert hat, ist der Stil bzw. der Aufbau des Buches. Die Kapitel sind sehr kurz – was ich wirklich sehr mag -, aber leider springt die Handlung ständig hin und her. Mal erzählt der eine mal der andere und manchmal braucht es fast das halbe Kapitel, bis klar ist, wer erzählt und worum es in dem Kapitel eigentlich gehen soll. Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, dass ich es direkt einen Tag nach Ankunft bei mir gelesen habe, aber leider konnte es meine Erwartungen nicht erfüllen. Ich habe ständig darauf gewartet, dass es mich packt, dass es jetzt endlich spannend wird oder ich den Durchblick bekomme oder die Kapitel endlich Sinn ergeben. Mich hat das Buch die meiste Zeit nur verwirrt. Leider. Ich bin einfach nicht durchgestiegen. Der Aufbau war für mich so konfus, dass ich schon bald nicht mehr mitgekommen bin. Wer jetzt denkt: aber die Auflösung ist vielleicht richtig gut! Liegt leider daneben. Es ist eine überraschende Auflösung, ja, das stimmt, aber leider eine genauso unlogische. Meine einzige Reaktion darauf, waren jede Menge Fragezeichen im Kopf. Mit den Charakteren bin ich auch nicht warm geworden. Das hat zum einen mit dem verworrenen Aufbau zu tun, durch den man oft bis Mitte des Kapitels nicht weiß, wer eigentlich gerade erzählt, zum anderen aber auch mit den Charakteren selbst. Ich konnte einfach keinen Zugang zu ihnen finden. Am sympathischsten war mir Tonys Bernhardiner Freddy. Fazit: Leider war das Buch nicht mein Fall. Ich hatte mich auf einen spannenden Thriller vor einer für mich gänzlich neuen Kulisse gefreut. Der Klappentext und das Cover hatten mich total neugierig gemacht, doch das Buch konnte meinen Erwartungen absolut nicht gerecht werden. Die Handlung ist total verworren und konfus, die Charaktere für mich im weitesten Sinne austauschbar und die Auflösung unlogisch. Ich bin ehrlich enttäuscht, ich hatte mir von dem Buch so viel versprochen. Das Buch bekommt von mir 1 Stern.

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