Leserstimmen zu
Niemand weint um dich

Alex Marwood

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€ 8,99 [D] inkl. MwSt. | CHF 11,00* (* empf. VK-Preis)

Sean Jackson und seine Frau Claire wollen Seans 50. Geburtstag mit einer rauschenden Party in einem Strandhaus in England und Seans Freunden feiern. Alle bringen ihre Kinder mit, darunter sind auch die Töchter aus Seans erster Ehe, India und Camilla, sowie die Kinder, die er mit Claire hat, die Zwillinge Coco und Ruby. Die große, mehrtägige Party ist gezeichnet von dem Ehestreit zwischen Sean und Claire, denn in der Ehe der beiden kriselt es heftig. Als Claire dann, als der Streit endgültig eskaliert,  das Strandhaus verlässt um zurück nach London zu fahren, passiert der Albtraum aller Eltern: Die kleine Coco verschwindet.  Schnell wird eine weltweite Suchaktion nach dem Kleinkind gestartet, doch sie wird nie gefunden.  Dreizehn Jahre später ist Sean Tod und Camilla kommt langsam aber sicher hinter das Geheimnis um Cocos Verschwinden....  Ein Buch voller Manipulation, Pflichtbewusstsein gegenüber Kindern und einer dramatischen Geschichte...  Der Aufbau des Buches hat mir sehr gefallen. Es beginnt mit einigen Zeugenberichten zu dem Fall "Coco", woraufhin verschiedene Sichtweisen von den Tagen im Strandhaus an Seans Geburtstag und von den Tagen nach Seans Tod  folgen. Man hat unglaublich viele Charaktere, welche aber im Grunde alle eine große Rolle in der Geschichte spielen. Obwohl ich das Buch nur bis circa Seite 100 anlesen wollte, hatte ich es nach wenigen Stunden komplett durchgelesen. Durch den Schreibstil und die Charaktere konnte ich einfach nicht aufhören, bis ich wusste, was mit Coco geschah. Und das Buch ist mir auch noch Tage danach im Gedächtnis geblieben und ich bin erschüttert von den Dingen, die der Leser auf den letzten Seiten erfährt.  Ich empfehle das Buch wirklich jedem. Wer allerdings nicht mit vielen Charakteren und einem doch sehr unübersichtlichen Aufbau zurecht kommt, der wird an diesem Buch denke ich wenig Freude haben.  Meine Bewertung: 4/5

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Was geschah mit Coco?

Von: Caren Lückel aus Bad Berleburg

03.06.2018

Inhalt: Sean Jackson ist ein Weiberheld. Er feiert an seinem 50. Geburtstag ein rauschendes Fest mit seinen Freunden. An seiner Seite ist seine zweite Ehefrau Claire, mit der er die Zwillinge Ruby und Coco hat. Aus erster Ehe hat er ebenfalls zwei Töchter. In der Beziehung mit Claire kriselt es gewaltig. Am Morgen nach der Feier ist Coco verschwunden. 12 Jahre später begleiten wir Mila (eine Tochter aus Seans erster Ehe) und Ruby zur Beerdigung ihres Vaters. Er war inzwischen zum vierten Mal verheiratet. Der Verlust von Coco liegt immer noch wie ein Schatten über allen, die damals dabei waren. Meine Meinung; Nach dem Klappentext erwartete ich einen spannenden Thriller, in dessen Mittelpunkt das Verschwinden von Coco steht. Diese Erwartung wurde in keinster Weise erfüllt. Nach den ersten Seiten war ich nahe dran, das Buch wieder weg zu legen. Anfangs waren die Zeitsprünge und Perspektivwechsel sehr verwirrend. Wenn man sich daran gewöhnt hat, kommt man damit zurecht, obwohl man bei manchen Kapiteln einige Zeit braucht, um zu wissen, um wen es in dem Abschnitt geht. Die Entführungsgeschichte ist eher nebensächlich, es geht hauptsächlich um die zwischenmenschlichen Beziehungen der einzelnen Personen des damaligen Freundeskreises. Auch Seans Hang zu wechselnden Frauen und seine mangelnden Vaterqualitäten werden zum Thema. Die Atmosphäre des Buches ist bedrückend. Das Verhalten der Erwachsenen, die meiner Meinung nach fast alle eine psychischen Knacks haben, ist unverantwortlich und nur schwer nachvollziehbar. Mila und Ruby kommen mir noch am normalsten vor, mit ihnen konnte ih mich am ehesten identifizieren. Die Auflösung des Verschwindens von Coco hat mich umgehauen! Es ist durchaus nachvollziehbar und logisch, was passiert ist, man wird aber trotzdem kalt erwischt und völlig überrascht. Fazit: Wenn man keinen Thriller erwartet, ist das Buch durchaus gut zu lesen.

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Cover: Ein einsames Kind mit Teddy in der Hand, das verloren in der Kulisse von hohen Gräsern und dem dämmernden Abend steht. Das Cover ist absolut klasse und die Fargebung ist auf der einen Seite wunderschön, auf der anderen wirkt es bedrückend zugleicht. Es zieht defintiv den ein oder anderen Blick auf sich. Erster Eindruck zum Buch: Etwas wirr, aber der Schreibstil ist trotzdem gut verständlich. Den Einstieg findet man nur schwer. Die Kapitel waren nicht ausreichend gekennzeichnet, von wem man den jetzt genau liest. Protagonisten: Was für ein Pool an Charakteren, ich hatte bei allen nicht das Gefühl ihnen irgendwie näher zukommen. Am nahbarsten wirkten Mila & Ruby auf mich. Mein Gefühl sagt mir das viele eine Maske tragen und niemand wirklich aufrichtig ist. Hinter jedem freundlichen Wort, steht ein Beweggründe der sich nach und nach zeigt. Ich konnte wirklich niemanden als eindeutig "gut" in der Geschichte beschreiben oder einstufen. Meine Meinung: Das Buch begann zwar spannend für mich, aber die Aufteilung der Kapitel fand ich schwierig. Bei den vergangen Ereignissen war bei den Kapitelanfängen zwar eine Überschrift, aber ansonsten nichts. Man hat jedes Mal einen Moment gebraucht um herauszufinden aus wessen Sicht man gerade liest. Wirre Momente, die alles spannender machen hatte ich erwartet, aber irgendwie hat für mich am Ende nicht wirklich viel zusammengepasst. Das Ende war zwar überraschend, aber die wichtigsten Dinge wurden nicht geklärt. Das Potenzial wurde für mich nicht gut genutzt, da es immer wieder übertrieben wirkte und nicht ganz rund. Mir kam selten ein Buch unter, bei dem das Potenzial zwar teilweise genutzt wurde, aber dann soweit über das Ziel hinausgeschossen wurde, das es nicht mehr gepasst hat. Niemand weint um dich soll zwar ein Thriller sein, aber für mich ist das nicht treffend, eher ein Roman mit ein wenig düsteren Elementen, ein Thriller sollte dann doch etwas mehr hergeben als wenig Momente die düster waren.

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