Leserstimmen zu
Pandemie - Die Extinction-Serie 1

A. G. Riddle

Die Extinction-Serie (1)

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Im Nordosten Kenias werden zwei Menschen in ein Krankenhaus eingeliefert, die erste Anzeichen des Ebola-Virus' in sich tragen. Sofort werden die Behörden informiert und die amerikanische Wissenschaftlerin Peyton Shaw in das Gebiet geschickt, um die tödliche Krankheit so rasch wie möglich wieder einzudämmen. In Berlin wacht zur gleichen Zeit ein Mann in einem Hotelzimmer auf, ohne eine einzige Erinnerung zu haben. Als Hinweise zu seiner Identität dient ihm nur ein Zettel mit einem merkwürdigen Code – und die Leiche eines Mannes, die sich ebenfalls im Zimmer befindet... A. G. Riddle hat bei seinen Romanen immer einen wissenschaftlichen Aspekt einfließen lassen und ändert dies auch nicht bei seiner neuen Buchreihe „Die Extinction-Serie“ geändert. Den Start dazu bildet der Titel „Pandemie“, der den Leser mit einer Mischung aus fundierten Fakten und Fiktion sehr gut unterhält. Besonders gut gefällt mir, dass Riddle selbst sehr genau abgrenzt, was Tatsachen sind und was seiner Fantasie entspricht – der Leser wird also nicht damit allein gelassen, dies selbst auseinander nehmen zu müssen. Und so wird besonders im ersten Teil darauf eingegangen, wie Peyton Shaw mit ihrem Team darum kämpft, die titelgebende Pandemie zu verhindern, was sehr eingängig wirkt und mich schnell abgeholt hat. Auch wenn einige Beschreibungen vielleicht eine Spur zu ausufernd geraten sind, ist der Verlauf unterhaltsam und packend, der Kampf gegen die tödlichen Viren entfaltet dabei einen sehr düsteren Reiz. Unterbrochen wird diese Handlung immer häufiger durch die Szenen mit dem Mann ohne Gedächtnis, dessen Rolle in dem Roman und der Bezug zum Thema zunächst völlig offen sind. Zunächst wirken diese Szenen auch etwas störend und hemmen den Lesefluss – einfach, weil sie die mit kleinen Cliffhangern gespickte Handlung um Payton ein ums andere Mal ablösen. Doch mit der Zeit fügen sich die einzelnen Puzzlestücke langsam zusammen, einige Szenen aus der Vergangenheit des geheimnisvollen Mannes bauen eine Szenerie auf, die mich nicht minder gefesselt hat, sodass die beiden Teile irgendwann gleichberechtigt nebeneinander stehen. Riddle hat sich im Gleichschritt dazu noch eine Handlung mit weltpolitischen Anklang einfallen lassen, die bei Verschwörungstheoretikern auf fruchtbaren Boden fallen dürften, aber eben auch erschreckend realistisch gehalten sind. Das ergänzt die bisherige Geschichte sehr gekonnt und bringt immer wieder gelungene Überraschungen mit ein. Der Schreibstil von A. G. Riddle ist flüssig und dennoch nicht anspruchslos, alles wirkt sehr klar und zugänglich. So schafft er es auch, die steigende Dramatik zu schaffen und besonders brisante Szenen geschickt besonders atmosphärisch zu gestalten. Auch zu den Charakteren habe ich einen schnellen Zugang gefunden – auch wenn (oder gerade weil) diese nicht immer durchgängig sympathisch sind. So wirken sie realitätsnah und immer greifbar, was in gleichem Maße auch für Schauplätze und Stimmungen gilt. Stellenweise sind die Beschreibungen des Autors vielleicht eine Spur zu ausführlich geraten, was aber auch in einer Steigerung der Atmosphäre führt. Bei „Pandemie“ haben mich nicht alle Elemente sofort gepackt, im Laufe der Zeit merkt man aber, wie wohl platziert diese waren, sodass sie dann eben doch ihren Teil zum Gelingen der Handlung beigetragen haben. Die Szenerie ist dabei realistisch, greifbar und bedrohlich geraten, die einzelnen Teile fügen sich sehr gekonnt zusammen. Ein toller Roman, nach dem man auf jeden Fall wissen will, wie es weitergeht.

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Rezension In Kenia bricht eine schreckliche Krankheit aus und sie breitet sich in Rekordgeschwindigkeit aus. Peyton Shaw ist Seuchenspezialistin und bereitet sich darauf vor die Seuche zu bekämpfen und herauszufinden, wie die Infizierten geheilt werden können. Währenddessen erwacht Desmond Hughes in Berlin. Eine Leiche neben ihm. Auch wenn er sich an nichts mehr erinnert, so weiß er doch, dass er auf der Flucht ist und mit Hilfe von Codes findet er heraus, dass er Teil einer riesigen Sache zu sein scheint. Die Geschichte ist aus unendlich vielen Perspektiven erzählt. Sowas bin ich mir von dem Autor gewöhnt und ich mag das grundsätzlich auch sehr. Doch bei diesem Buch ist es zwischenzeitlich aber sehr anstrengend. Denn so springt der Autor ohne Vorwarnung im nächsten Absatz an einen anderen Ort zu einer anderen Person. Und als wäre das nicht genug, gibt es auch unangemeldete Zeitsprünge. Ich hätte mir wenigstens eine kleine Überschrift gewünscht, wer gerade am erzählen ist. Ansonsten mochte ich die vielen Sichten sehr, denn das macht die Geschichte abwechslungsreicher & erlaubt uns Nebencharaktere & Hintergrundgeschichten besser kennenzulernen. Die Story selbst gefiel mir lange Zeit sehr gut. Ich mag solche Szenarien und Riddle schafft es, das Ganze spannend aufzubauen. Gerade weil man einerseits mitverfolgen kann, wie sich die Krankheit ausbreitet und andererseits auch Einblicke bekommt, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Die ersten dreiviertel des Buches haben mir dementsprechend auch viel Freude bereitet. Besonders gut haben mir die Parts gefallen, in denen uns Desmond in seine Kindheit, seine Jugend und später auch sein Berufsleben genommen hat. Ebenso fasziniert hat mich, wie gekonnt der Autor immer wieder Fäden zusammengeführt hat und nicht mit dem Tod von Charakteren geizt oder gerne auch mal eine Bombe (im wahrsten Sinne des Wortes) platzen lässt. Da ich nicht zu viel von der Geschichte wegnehmen möchte, gehe ich gar nicht allzu sehr darauf ein, was passiert. Trotzdem möchte ich kurz auf das Ende eingehen. Allerdings ohne Spoiler. Das Buch hat mich lange begeistert, aber als es dann nach und nach an die Auflösung gegangen ist, ist mir plötzlich alles viel zu schnell gegangen. Während der Autor uns zuvor jeweils die Möglichkeit gibt, alles zu verstehen (auch die technischen Details). So wird am Ende alles sehr schnell abgewickelt. Ich habe weder verstanden, wie Peyton & Desmond herausfinden können, wer dahintersteckt, noch habe ich wirklich die Beweggründe der Schuldigen verstanden. Natürlich im Groben schon, aber ich hätte mir nach 800 Seiten Story doch eine bessere Erklärung beziehungsweise mehr Details gewünscht. Fazit Eine neue Reihe von einem meiner Lieblingsautoren. A. G. Riddle befasst sich wieder einmal mit einem Untergangsszenario der Welt und gekonnt baut er Spannung auf, bringt unzählige Charaktere ins Spiel und erlaubt uns dank der vielen Perspektiven auch einen Einblick in verschiedenste Personen und Szenerien. Die Charaktere sind vielschichtig und es ist schwierig zu sagen, wer mir schlussendlich sympathisch gewesen ist und wer nicht. Genauso habe ich auch die Kaltblütigkeit des Autors gemocht. Er scheut nicht davon Charaktere sterben zu lassen und hat mich damit mehr als nur einmal geschockt. Das eine so spannend erzählte Geschichte, die mich richtig gepackt hat, dann am Ende irgendwie viel zu kompliziert und unerklärt endet, hat mich enttäuscht. Im Nachhinein würde ich auch behaupten, dass dem Buch 100 oder 200 Seiten weniger sicher nicht schlecht getan hätten. Trotz einiger Kritikpunkten vergebe ich 3.5 von 5 Sterne, da mich die Geschichte grösstenteils sehr begeistert hat. Ich bin gespannt, ob in Band 2 vielleicht dann noch bisschen mehr auf die Beweggründe der Pandemie-Auslöser eingegangen wird. Ich bedanke mich beim Heyne Verlag für mein Exemplar!

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"Pandemie" von A.G. Riddle ist der erste Teil der Extinction - Serie und hat Interesse aufgrund des interessanten und realitätsnahen Klappentexts geweckt. Und ich wurde beim Lesen auch nicht wirklich enttäuscht. A.G. Riddle ist ein überaus abwechslungsreicher und spannender Medizinthriller mit dystrophischen Zügen gelungen, bei dem man beim Lesen das Gefühl hat, dass all das Beschriebene auch genauso in der Realität passieren könnte. Alles beginnt damit, dass in Mandera im Nordosten Kenias sich plötzlich eine Pandemie namens X1-Mandera entwickelt, die sich rasend schnell über den ganzen Erdball ausbreiten und fast die gesamte Menschheit infiziert. Die Sterblichkeitsrate dieser Pandemie ist höher, als die der spanischen Grippe oder der Pestepidemie im Mittelalter. Peyton Shaw, eine der führenden Epidemilogin des amerikanischen CDC wird mit ihrem Team zur Hilfe gerufen, kann das ganze allerdings nicht aufhalten. Sie versucht die Ursache der Pandemie herauszufinden. Peyton stößt dabei gemeinsam mit Desmond Hughes, den sie seit ihrer Studienzeit kennt, mit dem sie seitdem aber nicht mehr im Kontakt steht, auf eine weltweite Verschwörung bei der Desmond eine zentrale Rolle zu spielen scheint. Allerdings kann Desmond selbst zunächst nicht zur Aufklärung beitragen, da er erst kurz zuvor mit Gedächtnisverlust in einem Berliner Hotelzimmer aufgewacht ist, in dem sich auch die Leiche eines toten Mannes befand. Dieser Roman lebt vor allem durch eine sehr bildgewaltigen Sprache, die die Handlung beinahe erschreckend realistisch erscheinen lassen. Man hat das Gefühl, dass alles genau so ablaufen könnte. Und während die Welt immer mehr zu Grunde geht und die Zivilisationen teilweise ihre Menschlichkeit verlieren, wird man von Peytons und Desmonds Suche nach dem Schlüssel zur Heilung mitgerissen. Nach und nach kommen dunkle Geheimnisse und Verschwörungen zu Tage, bei denen man teilweise irgendwann nicht mehr genau weiß, wer hier die Guten und wer die Bösen sind. In diesem Roman wechselt die eine überraschende Wendung die andere ab, so dass die Handlung konstant spannend gehalten wird. Lediglich zu Beginn hin, wird der Roman kurzzeitig etwas langatmig, als der Autor die Endstehung einer Pandemie und die genaue Erläuterung einer viralen und bakteriellen Erkrankung zu sehr ausufern lässt. Zwar ist eine gewisse medizinische Hintergrundbeleuchtung mehr als sinnvoll, um manche Gegebenheiten nachvollziehen zu können. Aber gerade die ausschweifende Erläuterung sorgt dafür, dass man dem Geschriebenen als Laie nicht mehr so ganz folgen kann. Hier hätte es Sinn gemacht dies mehr in die Handlung mit einzubinden. Und auch wenn dieser Roman 800 Seiten umfasst, wird einem beim Lesen nie wirklich langweilig, da neben der mehr als fesselnden Handlung die Charaktere mit ihrer Vielschichtigkeit und Individualität überzeugen können. Fazit: "Pandemie" von A.G. Riddle ist ein fulminanter Einstieg in eine mehr als spannende und fesselnde Reihe, die vor allem durch erschreckende Realitätsnähe besticht. Ein Buch voller überraschenden Wendungen und Geheimnisse. Dies war mein erster Roman des Autors und wird mit Sicherheit nicht mein letzter bleiben. Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung "Genom", die 2020 erscheinen wird. Für mich ein unbedingtes Lesemuss, vor allem für alle, die sich auch gerne die Frage stellen "Was wäre wenn?"! Note: 1- (💗💗💗💗💗)

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‚Pandemie‘ ist der Auftakt einer neuen Thriller-Serie des amerikanischen Autors A. G. Riddle. Nach seiner Atlantis-Trilogie ist dies sein zweites mehrteiliges Buchprojekt, das unter dem Titel ‚Extinction-Serie‘ läuft. Etwas schade, dass das leider weder auf dem Cover noch an einer anderen halbwegs auffälligen Stelle im Buch zu erkennen ist. Erst im Nachwort des Autors ist die Rede davon, dass ‚Pandemie‘ nicht abgeschlossen, sondern der erste Band einer Serie ist. Wie der Titel schon andeutet, behandelt ‚Pandemie‘ ein aktuelles und durchaus beängstigendes Thema: die Verbreitung einer gefährlichen Krankheit über die ganze Welt. Ein Szenario, das vor dem Hintergrund der Globalisierung nicht ganz unwahrscheinlich ist. Zur Handlung: Im kenianischen Ort Mandera kommt es zum Ausbruch einer tödlichen Erkrankung, die schnell die ersten Todesopfer fordert. Um eine weitere Verbreitung so schnell wie möglich zu verhindern, schickt das CDC (Centers for Disease Control and Prevention) seine Mitarbeiterin Peyton Shaw und ein Team von Ärzten und Helfern nach Afrika. Zunächst geht Peyton von einem Routineeinsatz aus und rechnet damit, dass es sich um einen erneuten Ausbruch des Ebola-Virus handelt. Doch vor Ort stellt sie schnell fest, dass sie es mit etwas ganz anderem zu tun hat. Zur gleichen Zeit erwacht in Berlin Desmond Houghs in einem Hotelzimmer neben der Leiche eines Mannes. Er kann sich an nichts erinnern. Sein einziger Hinweis ist ein Blatt mit einem Code. Noch während er versucht, zu sich zu kommen, steht die Polizei vor der Türe. Er flieht und setzt alles daran, herauszufinden, wer er ist und was mit ihm geschehen ist … Die Handlung des Buches ist ausgesprochen spannend. So, wie es sich für einen Thriller gehört. Gerade am Anfang ist es interessant, abwechselnd den sich zuspitzen-den Ereignissen in Afrika und den Versuchen von Desmond Houghs zu folgen, der herausfinden will, was mit ihm geschehen ist. Bald stellt sich natürlich heraus, dass die Ereignisse miteinander zu tun haben und die beiden Protagonisten Peyton und Desmond sich sogar kennen. A.G. Riddle hat hier einen anspruchsvollen Plot mit mehreren Handlungssträngen geschaffen, der immer nachvollziehbar und logisch bleibt. Da sehe ich eine Stärke des Autors und des wirklich spannenden Buches. Etwas störend habe ich beim Lesen allerdings empfunden, dass Riddle offenbar gerne sein umfangreiches Hintergrundwissen an den Leser weitergibt. Das ist zwar interessant, gehört aber meiner Meinung nach in den Anhang. So wurde ich immer wieder aus dem Lesefluss herausgerissen. Das geschieht leider auch an einigen anderen Stellen des Buches, da Riddle zu einer gewissen Ausführlichkeit zu neigen scheint. Die eine oder andere Seite habe ich ehrlich gesagt ohne Verlust überblättert, da ich wissen wollte, wie es mit der Handlung weitergeht. Das mindert das Lesevergnügen natürlich ein wenig. Ich bin sicher, dass der Roman gute 100 Seiten hätte dünner sein können und dabei noch gewonnen hätte. Vielleicht ist der zweite Band der Serie ja etwas straffer geschrieben. Ich bin gespannt, wann er erscheinen wird, denn ich möchte gerne wissen, wie es weitergeht. Dazu viel-leicht noch ein Wort: Pandemie hat kein völlig offenes Ende. Die wesentlichen Handlungsfäden werden aufgelöst. Dennoch bleiben Fragen bestehen. Mein Fazit: Ein gutes und spannendes Buch, das man aber nicht unbedingt gelesen haben muss.

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In „Pandemie“ beschreibt der Autor A. G. Riddle den Ausbruch einer Krankheit, die sich rasend schnell über die ganze Welt verbreitet. Es handelt sich hierbei um den ersten Teil der Extinction Reihe, der im Februar im Heyne-Verlag erschienen ist. Mandera im Nordosten Kenias: Als zwei amerikanische Touristen schwer erkrankt ins Mandera Referral Hospital gebracht werden, ist dies der Beginn einer weltweiten Pandemie. Elim Kibet, Leiter des Krankenhauses, untersucht die Patienten und informiert die Gesundheitsbehörden, da aufgrund der Symptome der Verdacht auf Ebola besteht – eine der tödlichsten Krankheiten der Welt. Peyton Shaw, eine Epidemiologin des CDC wird mit einem Team nach Afrika entsendet und soll eine weitere Verbreitung der Krankheit verhindern. Währenddessen wacht in Berlin ein Mann in einem Hotelzimmer auf. Er kann sich nicht mehr erinnern, wer er ist, aber ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Mit ihm im Raum ist eine Leiche eines hohen Angestellten einer High-Tech Firma. Auf seiner Reise zurück zu seinen Erinnerungen gerät er in den Strudel einer weltweiten Verschwörung. Killer-Viren, die das Zeug dazu haben, die ganze Welt auszulöschen, sind auf jeden Fall ein Garant dafür, dass ich ein Buch interessant finde und so musste Pandemie unbedingt auf die Leseliste wandern. Auch 800 Seiten und dass es sich hierbei um eine zweiteilige Reihe handelt, schrecken mich eher weniger ab und so habe ich mich mit Eifer ins Lesevergnügen gestürzt. Der Anfang des Buches ist sehr stark. Der Schreibstil und die Beschreibungen des Ablaufs nach den ersten Krankheitsfällen gefiel mir sehr gut. Man erfährt viel über die Arbeit des CDC und welche Routinen dann in Kraft treten, um die Weiterverbreitung einzudämmen und die Ursachen des Ausbruches festzustellen. Ich liebe es, wenn man aus einem Buch noch etwas lernen und viele interessante Informationen mitnehmen kann. Der Autor stellt gleich zu Beginn in groben Zügen dar, was Fiktion und Wahrheit ist und so kann man im gesamtem Buch recht gut einschätzen, was erfunden ist und was eben nicht. Leider hat das Buch für mich nach dem ersten Drittel deutlich nachgelassen. Wir erfahren dann immer noch, wie sich die Pandemie ausbreitet und welche Maßnahmen ergriffen werden, aber der Fokus verschiebt sich deutlich zu dem Mann, der ohne Gedächtnis in seinem Hotelzimmer aufwacht. Dieser Teil der Geschichte ist spannend und actionreich und der Einfallsreichtum beachtlich, auf der anderen Seite verstrickt sich hier die Geschichte sehr in der Betrachtung der Vergangenheit. Diese ist wichtig, um die aktuellen Ereignisse zu verstehen, aber ich denke an der ein oder anderen Stelle hätte man sich durchaus kürzer fassen können. Richtig auf die Nerven gegangen sind mir allerdings die ganzen Zufälle. Hier will ich euch nicht die Freude vorwegnehmen, diese selber zu entdecken, aber ich musste nachher beim Lesen schon die Augen rollen, so viele Zufälle gab es. Man hat es dann teilweise schon geahnt und es kam dann kurze Zeit später auch so. Die Verschwörung insgesamt fand ich auch sehr weit hergeholt, aber darüber kann ich noch ganz gut hinwegsehen, denn diese haben es so an sich ein bisschen übertrieben zu sein. Die Recherche des Autors ist sehr gut. Wenn ich mal den ein oder anderen Begriff gegoogelt habe, hat man diese Fakten auch im Internet wiedergefunden. Neben der kurzen Eileitung die Fiktion und Wahrheit trennt, gibt es auch noch eine Internetseite, auf der man sich ausführlich informieren kann. Ich mag gute Recherche und in dieses Buch muss einiges davon eingeflossen sein. Im Buch sind u.a. Informationen zu Organisationen, wissenschaftlichen Themen und einigen historischen Ereignissen eingeflossen. Zu den Personen im Buch kann ich gar nicht so viel sagen. Das was mir gefallen oder nicht gefallen hat, ist an anderer Stelle in diese Rezension mit eingeflossen. Ich habe im großen und ganzen mit den Personen mitgefiebert und wollte immer wissen wie es weiter geht. Die Liebesgeschichte in diesem Roman ist recht typisch für eine Geschichte dieser Art und hat auch eine gewisse Relevanz für die Geschichte, aber sie nimmt für mein Empfinden nicht zu viel Raum ein. Fazit: Ein gut recherchierter Wissenschaftsthriller mit einer großen Verschwörung, der sehr stark beginnt, sich dann aber in der Vergangenheit verliert und mit zu vielen Zufällen aufwartet. Wer auf etwas weit hergeholte Weltverschwörungen steht und gerne viel Action hat, ist bei diesem Roman sehr gut aufgehoben.

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Ein must read!

Von: Kaisu

12.03.2019

“Wenn Peyton und ihr Team ihre Arbeit gründlich machten, würden sie eine Infektionskette bekommen, die sich auf einen Menschen zurückführen ließ: die erste erkrankte Person, oft auch Patient null oder Indexpatient genannt.” (S.62) Den Erreger zum Ursprung verfolgen, Personen isolieren, behandeln und warten bis die Krankheit abebbt. Wenn es doch so einfach wäre. Das Forscherteam hat nicht die geringste Ahnung, was sie in Kenia erwartet. Man geht von einem Ausbruch des Ebolavirus aus. Entsprechend ausgerüstet landet man in der brütenenden Hitze. Marschiert wie kleine Astronauten in derben Anzügen in das Krisengebiet. Voller Tatendrang macht man sich ans Werk. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen und rasch ist Peyton Shaw klar, dass ein unbekannten und äußerst aggressiver Erreger hier seine Runden dreht. Niemand ist davor sicher. Nicht einmal das Hilfsteam selbst. Man fängt an sich Gedanken zu machen, wer der Auslöser ist. Tiere, besonders Flughunde und Fledermäuse sind häufige Überträger. Aber diese können zügig von der Liste gestrichen werden. Plötzlich ploppt eine neue Idee auf: “Ich glaube, wir übersehen was”, sagte Peyton. “Und zwar?” “Das weiß ich noch nicht. Irgendwas … fühlt sich nicht richtig an.” “Du meinst …” “Ich glaube, jemand ist verantwortlich für den Ausbruch.” “Bioterrorismus? Hier?” (S.166) Machen wir einen Sprung nach Amerika. Genauer gesagt nach Atlanta. Dort sitzt das CDC-Hauptquartier. Seuchenkontrolle und Prävention. Dort arbeitet Elliott. Er steht im ständigen Kontakt mit seinem Team in Kenia und wird auf dem Laufenden gehalten. Was er zu hören bekommt, schockiert ihn. Zumal plötzlich hier – in Amerika – ähnliche Fälle bekannt werden. Eine Katastrophe bei den kommenden Thanksgiving Feiertagen, wo sich Familien treffen und reger Kontakt untereinander besteht. Virenparty hoch zehn. Er beobachtet mich Argusaugen das Verhalten der Regierung, stellt Fragen, bohrt nach, handelt eigenmächtig und wird entsprechend ausgeschlossen. Neugierige Mitarbeiter sind wohl nicht erwünscht. Also versucht er zumindest seine Familie zu retten. Informiert Nachbarn und warnt sie vor. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass die Regierung so radikal nach dem Ausbruch vorgeht. Ein neuer Plan muss her. “Was denkst du?”, fragte Elliott. “Wie kann es sich so schnell verbreitet haben?” “Wir haben mehrere Theorien. Der Indexpatient könnte eine Gruppe von vier bis zehn Menschen infiziert haben, die durch die Gegen gereist sind und den Erreger verteilt haben.” […] “Aber mir geht einfach nicht aus dem Kopf, dass es einen anderen Übertragungsweg gegeben haben könnte.” (S.210) Damit spannen wir den Bogen zu einem weiteren wichtigen Charakter: Desmond Hughes. Er wird gesucht. In ihm sieht man den Retter und Auslöser zugleich. Man hasst und vergöttert ihn. Er hat den Fortschritt eingeläutet. Ein Mann für den großen Auftritt! Nur dummerweise kann er sich an nichts erinnern. Badum. Seine Vergangenheit ist wie ausgelöscht. Er weiß gar nicht, was die Menschen von ihm wollen. Ist regelrecht erschrocken über die starke Nachfrage. Allerdings ist er nicht dumm. Er ahnt etwas und beginnt Puzzleteile zusammenzufügen. Sein alter Ego scheint nämlich so etwas vorausgesehen zu haben. Hinweise, Rätsel und Treffen pflastern seinen Weg. Nach und nach kommt er der Wahrheit näher. Als er merkt, was er getan hat, will er es nicht wahr haben. Kann er wirklich so etwas umgesetzt haben? Wieso hat er dann so viele Vertraute, die ihn das Gegenteil glauben lassen? Wer vertuscht hier was vor wem und verdammt nochmal warum? Ja, diese Fragen stellt man sich als Leser auch und die Lösung ist nicht leicht zu finden. “Desmond schloss die Augen und massierte seine Schläfen. Er steckte tatsächlich in seinem eigenen Labyrinth und fragte sich, ob er lebendig herauskommen würde.” (S.317) Zwischen diesen drei Hauptsträngen wird stetig hin und her gewechselt. Anfangs liegt der Schwerpunkt bei dem Ausbruch in Kenia, später verlagert er sich nach Berlin, zu Desmond, um dann über das Meer, nach Amerika zu gehen. Dabei bleibt es natürlich nicht bei den drei Charakteren und ihren direkten Kontakten. Weitere Geschichten werden eingewoben und ergeben am Ende ein komplexes Storyboard. Das Buch umfasst knapp 800 Seiten, berichtet über einen Zeitraum von 14 Tagen, ist der Auftakt einer Trilogie und wird dabei nie langweilig. Ganz im Gegenteil, man möchte die nächsten Bände lesen – gerne im gleichen Umfang – und die Geschichte weiterverfolgen. A.G. Riddle hat Fiktion und Realität verdammt gut vermischt. So gut, dass die Grenzen fast verwischen und man sich fragt: Ist so etwas theoretisch nicht heutzutage schon möglich? Gänsehaut! >> Lesetipp! Wer A.G. Riddle noch nicht kennt, macht mit diesem Buch keinen Fehler, ganz im Gegenteil! Alle die den Autor schon kennen: Wehe, ihr lest dieses Buch nicht!

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Kurze Zusammenfassung: Desmond Hughes kommt in einem Berliner Hotelzimmer zu sich. Das Erste, was er feststellt ist, dass er sich an nichts erinnern kann. Das Zweite was ihm auffällt, ist eine Leiche in seinem Zimmer. Ihm bleibt kaum Zeit sich mit seinem Gedächtnisverlust auseinander zu setzen, da klopft auch schon die Polizei an seine Tür. Für Desmond Hughes beginnt nun eine atemlose Flucht, von der er nicht weiß, wohin sie ihn führen wird, weil er auch nicht weiß woher er kommt. Nach und nach schafft es Hughes einzelne Puzzleteile zusammen zu setzen, doch er weiß nicht was seine Erkenntnisse bedeuten. In seiner Kleidung findet er die Telefonnummer von Peyton Shaw und die Anweisung sie zu warnen. Peyton scheint ihn zu kennen, doch Peyton hat keine Zeit sich mit Desmond Hughes zu beschäftigen. Sie wird vom CDC als Ärztin nach Kenia geschickt. In Kenia ist ein hämorrhagisches Fieber mit einer hohen Sterblichkeitsquote ausgebrochen. Der Ausbruch beschränkt sich allerdings nicht auf einen Ort, sondern in Kenia werden Fälle der Seuche aus allen Landesteilen gemeldet. Gleichzeitig bricht überall auf der Welt eine Grippe aus, die dem Anfangsstadium des hämorrhagischen Fiebers ähnelt. Grenzen werden geschlossen, Staaten rufen den Notstand aus und Desmond Hughes weiß, dass er irgendetwas mit der Pandemie zu tun hat und das Peyton Shaw ihm helfen kann. Doch dann wird Desmond von seinen Verfolgern gefunden und auf ein Schiff an einem unbekannten Ort gebracht. Gleichzeitig wird Peyton in Kenia entführt und findet sich als Gefangene auf dem gleichen Schiff wieder und überall um sie herum stirbt die Welt … Fazit: Superklasse!!! Mir hat dieser Roman unheimlich gut gefallen. Ich liebe Medizinthriller und ich liebe Abenteuerromane und hier hatte ich beides in einem Buch. Der Autor war mir bisher gänzlich unbekannt, aber nach dem Lesen des Buches stelle ich ihn auf eine Stufe mit Lincoln Child oder James Rollins. Das Buch hat knapp 800 Seiten, aber diese Seiten sind nur so dahin geflogen, da der Schreibstil sehr eingängig ist und alle Geschehen sind absolut schlüssig. Ob es der Ausbruch und die Verbreitung einer weltweiten Pandemie ist, oder das Vorgehen der Staaten im Notstand, ich konnte alles glauben und nachvollziehen. Die beiden Hauptfiguren, Desmond Hughes und Peyton Shaw haben mir sehr gut gefallen. Die Figur des Desmond ist so deutlich gezeichnet und beschrieben, ich hatte beim Lesen zwischendurch das Gefühl ihn schon fast als realen Menschen zu kennen. Die Geschichte wird immer wieder in Rückblicken erzählt. Immer wenn Desmond neue Erinnerungen bekommt oder wenn Vergangenes schlüssig in den Kontext gestellt werden soll. Hier ist es gut, wenn man von Anfang an auf Namen und Details achtet, dass macht das Verstehen leichter und man erkennt Zusammenhänge schneller. Das Buch scheint der Auftakt zu einem Mehrteiler zu sein. Die Geschichte ist zwar zu Ende, aber noch nicht wirklich aufgelöst. Das ist auf der einen Seite ziemlich toll, denn so geht die Geschichte noch lange weiter. Auf der anderen Seite ist das nicht so toll, denn ich will unbedingt wissen ob und wie sich die Story rund um Desmond Hughes fortsetzt und jetzt muss ich wohl auf einen nächsten Band warten. Allerdings habe ich ein wenig recherchiert und von A.G. Riddle die Atlantis Trilogie gefunden, die sich um ein ähnliches Thema dreht. Ich glaube, damit werde ich mir die Zeit vertreiben, bis Band 2 von Pandemie erscheint.

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In Mandera, Kenia, werden zwei Amerikaner unabhängig voneinander ins Hospital eingeliefert. Sie haben beide Symptome von Ebola. Aber ist es wirklich Ebola? Die WHO wird hinzugezogen. Peyton Shaw wird mit ihrem Team aus Atlanta angefordert. Sie hofft, die Epidemie einzudämmen, bevor sie zur Pandemie wird. In einem ganz anderen Teil der Welt, in Berlin, wird ein Mann in einem Zimmer wach. Er weiß nicht, wer er ist. Was allerdings erschreckend ist, im gleichen Zimmer liegt auch eine Leiche. Als er einen codierten Zettel findet, kommt er zumindest auf seinen Namen. Doch gleich darauf klopft die Polizei und er muss flüchten. Währenddessen spitzt sich die Lage in Mandera zu, noch bevor Peyton angekommen ist. „Pandemie: Extinction 1 – HB“ ist ein Roman aus der Feder des Autors A. G. Riddle. Ich habe das Buch als Hörbuch genossen. Der Sprecher Johannes Steck hat eine hervorragende Arbeit geleistet. Die Stimme passt absolut zu dem Buch und ich habe ihm gerne gelauscht. Das Buch selbst fängt eher langsam an. Zwar hat man diese Epidemie, doch braucht die Story seine Zeit, bis es wirklich spannen und rasant wird. Mit Desmond, dem Mann aus Berlin, kam ich anfangs nicht so zurecht. Er war mir eher unsympathisch und nervig. Er störte mehr die interessanten Stellen von Peyton. Sein Part war für mich anfangs eher eine langweilige Unterbrechung des ziemlich interessanten restlichen Stoffes. Nachher gehört er natürlich schon zur Story, aber bis dahin, hatte ich schon meine Probleme mit ihm. Ich finde es immer sehr spannend zu sehen, wie sich eine Epidemie ausbreitet, eingedämmt und bekämpft wird. Daher hat mir das Hörbuch auch sehr gut gefallen. Gerade den Part von Peyton fand ich extrem spannend. Wie sie und ihre Truppe agiert. Vor allem, dass der Autor auch daran dachte, alles etwas zu erklären und nicht vorauszusetzen, dass jeder über eine Ausbreitung und Eindämmung einer Seuche Bescheid weiß. Mir hat dieser Teil sehr gut gefallen und ich bin schon auf den nächsten gespannt. Wer gerne spannende Bücher über Seuchenausbrüche ohne Zombies liest oder hört, liegt hier mit Sicherheit genau richtig.

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