Leserstimmen zu
So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche

Karl Ove Knausgård

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Als ich den Titel ‚So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche‚ von Uwe Knausgård las, war mein Interesse sofort geweckt. Der Autor des Romanzyklus ‚Min Kamp‘ schrieb über den Künstler Edward Munch. Ich hoffte durch das Buch eine Menge über Munch zu lernen. Leider wurde ich mit dem Buch aus den nun folgenden Gründen nicht warm und die Lesezeit der 274 Seiten zog sich sehr. Ich lese gerne Biografien von Künstlern und Autoren. So habe ich die Biografie über Lovecraft von Houellebecq verschlungen und nun auch an das Buch über Munch änliche Erwartungen gehabt. Ich wollte etwas über den Künstler lernen, den ich hauptsächlich durch sein bekanntestes Bild „Der Schrei“ kenne. Das der Autor Knausgård ist, war für mich nicht das ausschlagende Argument um zum Buch zu greifen, aber stilistisch wusste ich, was mich erwarten würde, denn ich hatte kurz in den ersten Band ‚Sterben‘ hinein gelesen und mir gefiel die Sprache und der Stil direkt. Dies war bei „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ auch nicht anders. Der Textfluss ist locker und man wird mit dem Text mitgezogen, nur Leider überzeugte der Inhalt des Buches mich gar nicht. Die meiste Zeit berichtet Uwe Knausgård darüber, wie er selbst zu Edward Munchs Bildern steht, wie er mit ihnen aufgewachsen ist und vor allem berichtet er darüber, wie er an die Kuratierung der Ausstellung 2017 und den daraus resultierenden Projekten gegangen ist. Das waren Dinge, die mich nicht wirklich interessierten, denn ich wollte etwas über Munch wissen. Das wenige Wissen, welches immer mal wieder eingetreut wird, ist nicht wirklich strukturiert und wird meistens von seinen Interviewpartnern wie Stian Grøgaard (S. 170ff) eingebracht. Leben und künstlerisches Dasein von Munch wird nur selten greifbar. Zudem springt Knausgård oft auch zwischen einem sehr trockenem und analytischen Stil und dem sehr persöhnlichen hin und her. So kennt man nach der Lektüre Knausgårds Lieblingsbilder und weiß, wie sehr ihn die Ersteigerung eine Munchs Gemäldes in Rage versetzt hat. Viele von den unzähligen Bildern werden bis ins Detail beschrieben und auch analysiert, wobei dies immer aus Knausgårds subjektiver Sicht ist und selten mit Quellen fundiert wird. Woher er sein wissen hat, erfährt man auch kaum. Es gibt kein Quellenverzeichnis und unter „Zitierte Literatur“ werden lediglich drei Werke genannt. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, welche sich jeweils mit Knausgård Beziehung zu Munch, mit der Kuratierung der Ausstellung und der Begleitung der Filmdokumentation über Munch beschäftigen. Im gesamten Buch sind 14 Abbildungen von Munchs Gemälden zusehen. Diese befinden sich immer am jeweiligen Ende der drei Teile. Das Buch ist auf sehr hochwertigem Papier gedruckt, welches für die Abbildungen von Vorteil ist, die Haptik und der Druck ist sehr gut. Bei den Bildern hätte ich mir aber noch gewünscht, dass diese direkt beschriftet gewesen wären, so dass man nicht ständig überlegen muss, ob das Bild über das Knausgard spricht, auch abgebildet ist. Ich empfehle das Buch allen Knausgård Fans, die Spaß an Kunst haben. Möchte man etwas mehr über Edward Munch erfahren, sollte man zu anderen Biografien oder Monografien greifen. Daher kann ich dem Buch auch nur 2 von 5 Sternen geben.

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Karl Ova Knausgard durfte ich zur Buchmesse im Herbst in Frankfurt kennenlernen. Im Anschluss habe ich mir das Buch besorgt, welches die aktuelle Publikation aus seiner Feder ist. Inhaltlich interessierte mich das Buch - und so begann ich zu lesen .... und las und las und las ... und war begeistert ob der Kunstbetrachtungen, die verständlich, spannend und kurzweilig dargeboten werden. Die Kombination aus dem Autor und dem Inhalt um den Künstler und Menschen Munch machen das Buch aus. Dieses Buch ist nicht nur eines zum lesen, es ist mit zahlreichen Abbildungen der Werke Munchs versehen, und so kann man sich auch bildhaft dem Inhalt nähern und dem Wirken Munchs. Knausgard schreibt seine Betrachtungen zum Leben und Wirken Munchs, zu seinen Gemälden, die mal bekannt mal weniger bekannt sind, sehr persönlich und direkt, man fühlt sich als Leser gut unterhalten, versteht, was der Autor sagen möchte und kann sich in den Inhalt hinein versetzen, auch, wenn man Munch nicht vorher "studiert" hat. Man kann Munch mit diesem Buch ergründen, sich ihm auf eine natürlich persönliche Art nähern, die mir sehr gut gefallen hat. Man versteht, wie die Bilder warum entstanden sind. Man bekommt aber auch geboten, wie der Autor zu Munch steht und kann evtl. seine eigene Sichtweise vergleichen. Man erfährt auch viel vom Umfeld Munchs. Es bleiben eigentlich keine Fragen offen. Das Buch entstand im Zuge der Munch-Ausstellung in Oslo sommers 2017. Es ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Leseprobe: ======== Man kann sich bei dieser Anekdote ein Schmunzeln nicht verkneifen, vor allem, wenn man weiß, dass Knut Hamsun genauso alt, stur und eigensinnig war wie Munch selbst, und dass die beiden sich insgeheim gegenseitig mit Beschimpfungen überhäuft haben dürften. ...

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Schon in seinem Jahreszeiten-Zyklus beschäftigte sich Knausgård mit dem Thema Kunst und bereicherte seine Romane durch Illustrationen von Anna Bjerger und Aquarelle von Anselm Kiefer. Mit diesen Künstlern gibt es in diesem Buch ein Wiedersehen, doch im Mittelpunkt steht ein anderer Maler: Edvard Munch, dessen Ausstellung er vor zwei Jahren in Oslo kuratierte und die derzeit in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen im K20 zu sehen ist. Der Autor bringt uns in seinem Buch den eigenbrötlerischen Künstler näher, der zahlreiche persönliche Verluste erleiden musste und stellt eine Verbindung zwischen den tragischen Erlebnissen und den stark emotional aufgeladenen Bildern her. Er erläutert die verschiedenen Schaffensperioden, aus denen nur ein Bruchteil, darunter "Der Schrei", bekannt wurde. Gerade den unbekannteren Bildern will sich der Schriftsteller nähern, fährt zu Orten, an denen Munch lebte, und tauscht sich mit Kunstexperten und -kritikern aus. Wenn er das Bild "Asche" von Munch mit "Echo Lake" von Peter Doig vergleicht, stellt er sehr detailliert die Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Am liebsten möchte man beide Bilder vor sich sehen, doch das hätte den Rahmen des Buches gesprengt. Immerhin enthält es 14 Reproduktionen von bedeutenden Werken. Der Schriftsteller schreibt über die allgemeine Rezeption von Munchs Werken, vor allem aber über seine eigene Beziehung zu dem Künstler und versucht zu ergründen, warum ein Bild wie "Kohlacker" derart starke Gefühle in ihm auslöst. Dies führt ihn wiederum zu der nächsten Frage, was Kunst eigentlich für uns Menschen bedeutet und warum wir sie brauchen. Bei dem Versuch, Munch zu verstehen, zieht er auch Vergleiche mit Künstlern aus Film, Fotografie und Literatur wie Fjodor Dostojewski oder Knut Hamsun. In dieser sehr vielschichtigen Lektüre lernen wir nicht nur Munch und Knausgård näher kennen, sondern werden auch mit philosophischen Gedanken konfrontiert, zum Beispiel welche Rolle Wissen bei unserer Wahrnehmung und Empfindung spielt oder was die kreative Tätigkeit ausmacht. Interessant ist ebenso zu erfahren, wie Knausgård bei den Vorbereitungen der Munch-Ausstellung vorging und welche Unsicherheiten und Zweifel ihn bei der Auswahl der Gemälde und Druckgrafiken plagten. Ich kann es kaum erwarten, die aktuelle Ausstellung in Düsseldorf zu besuchen und die Sammlung sowohl mit Knausgårds als auch mit eigenen Augen zu sehen.

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so viel Kunstbetrachtung

Von: Uljana Brunzema aus Bonn

07.11.2019

Karl Ove Knausgard: „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ Karl Ove Knausgard, der vielseitige und tiefgründige norwegische Bestseller Schriftsteller, hat gerade in Düsseldorf eine große Munch Ausstellung kuratiert. 140 teils in Deutschland noch nie gezeigte Werke werden hier präsentiert. Knausgard hat sie in vier Themenbereiche gegliedert: Licht und Landschaft. Der Wald, Chaos und Kraft, Die Anderen. Sehr eindrücklich werden hier die Werke Munchs neu präsentiert und kommentiert. Es gibt einen Ausstellungskatalog,- aber es gibt vor allem ein ganzes sehr persönliches umfassendes Buch dazu von Karl Ove Knausgard. Der Titel „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ lässt schon den sehr persönlichen Zugang des Autors zu den Gemälden erahnen. Als junger Mann schon haben ihn die Gemälde fasziniert und seitdem ist er immer auf den Spuren Edvard Munchs gewandelt, hat die Entwicklung verfolgt, die verschiedenen Schaffensperioden, die Lebensorte des Malers aufgesucht, mit Künstlern und Kunstkritikern gesprochen, 2017 die große Munch Ausstellung in Oslo kuratiert und am Ende ein echtes Munch Original ersteigert. Und immer wieder werden Parallelen gezogen zu zeitgleich entstandenen literarischen oder philosophischen Werken wie die existentiellen Romane Dostojewskis oder die Novellen und Erzählungen von Knut Hamsun, an erster Stelle „Hunger“, das die ganze Sehnsucht einer Epoche hinausschreit. Knausgard zieht Vergleiche zu Van Gogh und expressionistischen Malern, versucht aber genau vor diesem Hintergrund das Besondere und Außergewöhnliche an Munchs Malerei herauszustellen. „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ ist keine Biographie des Malers, es ist keine kunsthistorisch-wissenschaftliche Studie, - es ist eine äußerst subjektive besondere und exklusive Annäherung an einen Künstler. Sicher nicht objektiv, aber schillernd, vielschichtig, und eine große Bereicherung zu der Düsseldorfer Ausstelllung oder auch unabhängig davon als eigenständiges Werk. Faszinierend ist, wie Knausgard sich in seinem Buch von völlig unterschiedlichen Seiten dem Werk Munchs nähert. Er beschreibt wichtige Details aus dessen Biographie, die tragische Familiengeschichte Munchs, die durch viele persönliche Verluste geprägt ist. Er beschreibt dessen Künstlerkontakte. Er fügt wunderbare persönliche Kunst- und Bildbetrachtungen über konkrete Werke wie „Das rote Haus“, „Melancholie“ oder „Sommernachtstraum“ mit ein. Besonders spannend ist die Lektüre, wenn Knausgard unglaublich vorsichtig seziert, seine eigene Wahrnehmung in Frage stellt und die Hermeneutik so zum Thema wird. Bei der Bildbetrachtung des „Sommernachtstraums“ fragt er sich selbstkritisch , ob er nicht Dinge in das Werk hineinliest, die er von Munch weiß, oder auch einfach eigene Befindlichkeiten und Emotionen in dem Werk gespiegelt findet, sehr subjektiv. Sehr anrührend und persönlich ist auch der Besuch Knausgards mit einem Kamerateam in Asgardstrand, dem Wohn- und Schaffensort Munchs. Man meint dabei zu sein, wenn Knausgard detektivisch die genauen Orte, Blickwinkel und Strandpositionen findet, die in Munchs Gemälden erscheinen. Auch wenn der Autor ausgesprochenerweise nichts von reiner Biographie Arbeit hält, sind diese Szenen doch sehr anschaulich und lassen Munchs Bilder einfach noch plastischer und näher vor dem Auge des Betrachters erscheinen. Die „Präsenz“ der Bilder ist es, die Knausgard letztlich so fasziniert, und die Ausdrucksstärke, die sich durch dieses Medium der Bilder außerhalb der Worte und Begriffe ergibt. Ausgeschmückt wird dieses schöne Kunstbetrachtungswerk durch etliche farbige Munch Reproduktionen im Buch. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre für Kunstliebhaber, Literaturfreunde und Norwegen-interessierte Leser.

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„Er hatte nicht die Absicht, das Lebendige zu malen, sondern das Gemalte lebendig werden zu lassen. Für ihn hieß dies, das Entscheidende an dem einzufangen, was er sah.“ (Zitat Seite 45) Inhalt Karl Ove Knausgård ist neunzehn Jahre alt, als er im Museum in Bergen, Norwegen, vor einem Bild von einer verschneiten Landschaft steht, eines von fünf ähnlichen Bildern, die Edvard Munch 1906 in Thüringen gemalt hatte. Genau dieses Bild hat der Autor vor Augen, als er an einer Rede zum 150. Geburtstag des Malers arbeitet. Etwa zwei Jahre später lädt das Munch-Museum in Oslo ihn ein, eine Munch-Ausstellung zu kuratieren. Er ordnet jedem der vier Räume ein Thema zu und entscheidet sich, aus dem Depot des Munch-Museums mit dem Nachlass des Künstlers Werke auszuwählen, die noch nie gezeigt worden waren. Gleichzeitig setzt er sich auf eine sehr persönliche Weise mit dem Künstler auseinander. Thema und Umsetzung Bei diesem Buch handelt es sich um keine Biografie und keineswegs nur um eine weitere kunstkritische Interpretation des Malers Edvard Munch und deiner Werke. Der Autor, ein bekannter norwegischer Schriftsteller, geht seinen eigenen Weg als Erzähler, indem er die Bilder chronologisch dem Leser nahebringt, beginnend mit den ersten noch erhaltenen Bildern, die Munch 1880, im Alter von sechzehn Jahren, gemalt hat. So zeigt er die Entwicklung auf, die Edvard Munch als Künstler durchmachte, die einzelnen Schaffensperioden und die eindrücklichen Veränderungen in Malstil und Farbe. Dies ist möglich, da Munch in den mehr als sechzig Jahren seiner künstlerischen Tätigkeit dieselben Motive immer wieder aufgriff und neu malte. So malte er Bäume auf seinem ersten Bild 1880 und auch auf seinem letzten 1944. Auch dem Thema Krankheit, „Das kranke Kind“ wendet er sich mehrmals zu, im Versuch, die Verluste während seiner Kindheit und vor allem die damit verbundenen Gefühle im Bild umzusetzen. Daher spielt auch die Biografie des Künstlers in diesem Buch eine Rolle, denn für den Autor sind gerade seine Bilder die gemalte Wirklichkeit des Lebens des Künstlers und seiner komplexen Persönlichkeit. „Er malte mit anderen Worten seine Erinnerungen und versuchte, die Gefühle von Neuem zu erschaffen, die sie einst in ihm ausgelöst hatten.“ (Zitat Seite 160) Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, im ersten Teil zeigt der Autor seine eigene Beziehung zu Edvard Munch und seinen Bildern, im Mittelpunkt des zweiten Teiles steht die Erarbeitung der Ausstellung und die Gespräche über Munch, die Knausgård mit anderen Künstlern führte und um dritten Teil geht es um die Idee des Autors, den Entwicklungsprozess der Ausstellung auch filmisch zu dokumentieren und um seine Zusammenarbeit mit den Filmemachern Joachim und Emil Trier. Das Buch enthält vierzehn farbige Abbildungen der wichtigsten besprochenen Gemälde. Fazit Diese vielschichtige, literarische Annäherung zeigt uns Lesern die großartige Vielfalt der Bilder, die Munch abseits des allzu oft zitierten „Schrei“ geschaffen hat. Es ist ein sehr persönlicher Weg des bekannten norwegischen Schriftstellers, sich mit dem Leben und Werk von Edvard Munch auseinanderzusetzen, den Maler mit allen Sinnen und Gefühlen zu erfassen, nicht das zu wiederzugeben, das rückblickend in die Kunst interpretiert wird, sondern ein Versuch, in erzählende, beschreibende Worte zu fassen, was der Maler damals, in seinem Jetzt, darstellen wollte. „Doch wie lebt seine Kunst weiter? Die konkreten Bilder befinden sich an konkreten Orten – der größte Teil hängt in Museen -, so wie die Motive, die sie zeigen, sich an konkreten Orten befinden. Aber sie führen ihr Leben nicht im Konkreten, sondern in unserer Vorstellungswelt, im Inneren jedes Einzelnen von uns.“ (Zitat Seite 260). Dieses Buch trägt dazu bei, dass Edvard Munch und seine Bilder lebendig bleiben.

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Inhalt: Wie wurde Edvard Munch zu einem der berühmtesten Künstler der Welt? In einer höchst persönlichen Weise nähert sich Karl Ove Knausgård bekannten wie unbekannten Bildern Munchs - in dem Versuch zu ergründen, was in ihnen auf dem Spiel steht und auf welche Art sie in unserer Kultur weiterleben. Er fährt zu Orten, an denen Munch lebte, spricht mit Kunstkennern und Künstlern – aber vor allem schreibt er über seine eigene Beziehung zu Edvard Munch, ausgehend von der naiven Frage: Was ist Kunst und wozu brauchen wir sie eigentlich? Mein Lieblingszitat: Meine Meinung: Als großer Fan Knausgårds Jahreszeiten-Bände hat mich sein neuestes Buch natürlich auch angesprochen, obwohl ich von Edvard Munch bisher noch nicht allzu viel wusste. In dem Moment, in dem ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich mich direkt in Knausgårds anschaulichen Schreibstil wiedergefunden, der wirklich einmalig ist. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die sich jeweils mit unterschiedlichen Schriftstellern oder Künstlern beschäftigen, die an Munch erinnern und von ihm beeinflusst worden sein könnten. Enthalten sind in „So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche“ auch einige farbig abgedruckte Bilder Munchs, über die Knausgård teilweise schreibt. Wenn er nicht gerade über Bilder schreibt, befasst er sich mit dem Hintergrund zu diesen, also mit Munchs Leben, seinen Vorstellungen und seinem Wesen. Gut gefallen haben mir auch die Interviews mit Schriftstellern und Menschen, die Munch ähneln und von ihm beeinflusst worden sein könnten. Am liebsten mag ich an Knausgårds Büchern, dass er auf einer so persönlichen Ebene schreibt, dass der Eindruck entsteht, er würde sich seinem Tagebuch mitteilen. Auch wenn man sich beim Lesen wirklich konzentrieren muss, da seine Sätze oft sehr lang und verschachtelt sind, hat er sehr interessante Gedankengänge und eröffnet neue Perspektiven auf die Welt, sodass ich mit jedem Satz zum Nachdenken angeregt wurde. Ich werde in Zukunft auf jeden Fall nach Knausgårds neuen Büchern Ausschau halten und mich vielleicht auch mal an sein autobiographisches Projekt herantrauen. Mein Fazit: Eine große Empfehlung für sowohl Kunstliebhaber, als auch Knausgård Fans. Vielen Dank an den Luchterhand Literaturverlag für das Rezensionsexemplar! So viel Sehnsucht auf so kleiner Fläche bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

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