Leserstimmen zu
Zweimal im Leben

Clare Empson

(45)
(33)
(10)
(11)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Catherine ist glücklich mit ihrem Ehemann und ihren zwei Kindern, dennoch fehlt ihr etwas: Der richtige Mann. Sie liebt Sam, ihren Ehemann, aber er ist nicht ihr Seelenverwandter. Das ist Lucian, den sie an der Uni kennengelernt und unsterblich in ihn verliebt hat. Doch von einem Tag auf den anderen hat sie ihn damals verlassen und nach 15 Jahren Trennung bringt das Schicksal sie wieder zusammen. Die Gefühle waren nie weg, aber die Umstände sind mittlerweile ganz anders. Wird es ihnen gelingen, ihre Liebe mit allem anderen in Einklang zu bringen? Bei diesem Buch habe ich eine sanfte, wunderschöne Liebesgeschichte erwartet, die mich mit wenigen Dramen in ihren Bann zieht. Doch der Anfang hat mich direkt auf die Probe gestellt, da ich so einige Schwierigkeiten hatte, mich in den Schreibstil reinzufinden. Den Schreibstil der Autorin würde ich als beschreibend oder erklärend definieren. Es werden viele kurze, einfache Sätze benutzt, die eher wie eine Erinnerung anmuten. Was an sich auch kein Problem ist, da es die meiste Zeit über tatsächlich die Erinnerungen der Protagonistin Catherine sind und sie den Leser mit 'Du' anredet, als würde sie die Ereignisse, die passiert sind, noch einmal Lucian berichten. Denn dieser ist mit der Anrede Catherines gemeint. Aber es gibt auch Kapitel, die aus Lucians Sicht geschrieben sind und gerade da finde ich persönlich den Schreibstil nicht ganz so gut. Es fehlt mir an Tiefe, an Gefühl und die Atmosphäre, die erschaffen wird, ist zwar locker und wundervoll, aber stellenweise fühle ich mich nicht wohl, da ich die Charaktere sehr schlecht einordnen kann. Dennoch ist der Schreibstil der Autorin sehr außergewöhnlich und passt gut zu Catherines Kapiteln. Da hat er mir richtig gut gefallen, selbst wenn mir auch hier ein wenig die Tiefe fehlt. Catherine an sich hat mir sehr sehr gut als Charakter gefalllen. Während sie in jungen Jahren, als sie Lucian kennenlernte, eher gefühlsbetont war und sich dementsprechend mehr von ihren Gefühlen leiten ließ, ist sie mit Mitte Dreißig mehr darauf bedacht, das zu tun, was für ihre Familie am Besten ist. Damit merkt man diesen Reifeprozess einfach und er wurde auch sehr gut dargestellt. Ich mochte die Wandlung, und wie ihr erster Gedanke bei jeder Entscheidung ihre Kinder sind. Auch wenn sie fünfzehn Jahre nach der ersten Begegnung mit Lucian immer noch ein paar Entscheidungen nach ihren Gefühlen trifft, und sie nicht ganz von ihnen lossagen kann, ist sie nicht mehr die junge Studentin von damals. Ich finde es auch mutig von ihr, diesen Schritt zu gehen und sich damit auch ihren Gefühlen zu stellen. Das ist vor allem auch fair ihrem Ehemann gegenüber, den sie zwar auch liebt, aber es ist eben eine andere Liebe als die zu Lucian. Manchmal hat mir ein wenig Kampfgeist von Catherines Seite aus gefehlt und in Gegenwart von Lucian und seinen Freunden hat sie sich dann wieder wie die 19-jährige Studentin verhalten, die alles nachmacht und Entscheidungen, die sie gefällt hat, einfach über den Haufen schmeißt, nur weil Lucian so eng mit seinen Freunden befreundet ist und sie sich nicht einmischen will. So kann ihre Liebe eigentlich keine Zukunft haben, wenn sie sich dem nur fügt. Ebenso wenig hat ihre Beziehung zu Sam keine Zukunft, wenn sie sich nicht eingestehen kann, was sie für ihre erste große Liebe empfindet. Catherine macht während des ganzes Buches eine riesige Entwicklung durch, muss sich über so viele Dinge Gedanken machen und eine Lösung finden, die für alle gut ist. Ich fand es auch sehr interessant, dass sie den Leser mit 'Du' angeredet hat und der Leser in diesem Falle Lucian war. So war ihre Geschichte nochmal ein wenig persönlicher und ich konnte viel besser nachvollziehen, wie sie sich gefühlt hat, auch wenn mir dennoch ein wenig Tiefe gefehlt hat. Lucian konnte ich leider gar nicht greifen. Ich hatte keine Vorstellung von seinem Aussehen und sein Verhalten und Benehmen hat mich mehr als einmal stutzig gemacht. Im Vergleich zu Catherine macht er in meinen Augen keine Entwicklung durch. Sollte er sie durchgemacht und sich seit seiner Studienzeit verändert haben, wird mir das nicht ersichtlich. Er war als Student gerne auf Partys unterwegs, hat getrunken, sein Geld zum Fenster rausgeworfen und sich wenig um seine Zukunft gekümmert. Mir ist bis heute auch nicht wirklich bewusst, womit er sein Geld verdient, auch wenn er umglaublich viel von seinem Onkel geerbt hat. Ich kann mir vorstellen, dass er mit seiner Malerei Geld verdient, aber das wird nicht weiter thematisiert. Eigentlich geht es nur darum, dass er und seine Freunde sich nicht wirklich während der letzten fünfzehn Jahre verändert haben und mit Mitte Dreißig immer noch genau das machen, was sie als Studenten getan haben: Trinken, Partys feiern und lockere Beziehungen eingehen, die ja doch nicht lange halten. Das ist auch ein weiteres Thema des Buches, welches Lucian immer klarer wird: Er und seine Freunde sind nicht erwachsen geworden. Sie haben es probiert, landen dann aber doch mit verschmiertem Make-Up und einem Kater zum Frühstück bei Lucian und drinken Bloody Marys. Erst ein lebensveränderndes Ereignis sorgt dafür, dass sie aufwachen. Lucian ist für mich ein Typ Mann, mit dem ich relativ wenig anfangen kann. Ich komme mit seiner Art zu Leben, im Grunde nichts daraus zu machen, und seinen Gewohnheiten nicht klar. Und ich kann auch nicht verstehen, was Catherine an ihm findet, aber wenn sie ihn mag, dann ist das eben so. Lucians Freunde sind ein wichtiger Teil der Geschichte und sie konnte ich ebenso wenig leiden, naja Alexa war noch in Ordnung, da sie immer nett zu Catherine war und sich auch stets auf ihre Arbeit besonnen hat, selbst wenn sie am Abend vorher getrunken hat. Rachel und Jack dagegen waren nicht so meine Lieblingscharaktere. Sie waren die meiste Zeit über Blender, boshaft und nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Sie wollten in ihrer kleinen Blase des Reichtums, Wohlstandes und der ewig dauernden Partys bleiben, und nicht erwachsen werden. Sie wollten nicht aufwachen und Verantwortung übernehmen. Sie haben so getan, aber im Endeffekt waren sie immer noch die Studenten von damals, nur eben älter. Harry war auch noch einer von Lucians Freunden, mit dem ich einigermaßen zurechtkam. Die Geschichte an sich ist einfach nur schön und spannend geschrieben. Jedes Mal, wenn ich dachte, dass ich des Rätsels Lösung einen Schirtt näher gekommen bin, endeten die Kapitel und ich bin mit einer offenen Frage zurückgeblieben, die erst später beantwortet wurde. Das, was Catherine in der Vergangenheit passiert ist, war einfach nur schrecklich und hätte so nicht passieren dürfen. Ich finde es gut, dass die Autorin so etwas anspricht und wie sich das auf zwei Menschen auswirkt. Jedoch hätte ich mir in der Hinsicht mehr Konsequenzen gewünscht. Das, was vorgefallen ist, hatte ich lange Zeit nicht auf dem Schirm, erst an einer bestimmten Stelle, an der es noch nicht passiert ist, keimte der Gedanke zum ersten Mal in mir auf und ich habe gehofft, das ich falsch liege... Ab da war ich schockiert und, das muss ich dem Buch lassen, habe verschiedene Emotionen durchlaufen, die von Traurigkeit bis zu großem Glück reichen. Ich habe so sehr mitgefiebert und konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. Wenn ich ehrlich bin, hat mich schon der Einstieg so neugieig auf die Geschichte gemacht, dass ich direkt weitergelesen habe, anstatt nur kurz reinzuschnuppern. Zudem ließ es sich auch sehr leicht lesen. Fazit: Dieses Buch ist ein wahrer Pageturner. Selbst das Ende hat es in sich und es nicht so, wie ich von Anfang an dachte. Es ist kompliziert, wie eine Dreiecksgeschichte, die doch eigentlich sehr eindeutig ist. Am Ende brauchte ich ein paar Minuten, um mit mir und der Welt wieder klarzukommen, da ich so etwas niemals erwartet hätte. Dennoch weist die Geschichte ein paar kleine Mängel auf, weshalb ich einen Punkt abziehe. Wenn mehr Gefühl dabei gewesen wäre, hätte es ein 5 Sterne Buch werden können, aber auch so ist die Geschichte von Lucian und Catherine eine klare Leseempfehlung!

Lesen Sie weiter

Lest den Klappentext nicht. Es bereitet euch nicht auf das vor, was das Buch mit euch macht. Die erste Seite tut es sehr wohl. Denn man wird von Trauer und Tragik umfangen, die dir den Hals zuschnürt. Es geht nicht darum, was ich sehe, sondern wie ich es sehe. Eingesperrt in der eigenen Seele, wird man von einer Melancholie erfasst, die keiner Worte bedarf. Ein Moment, der zutiefst erschüttert, aber doch das Wesentliche sehr einfühlsam und voller Tragik aufzeigt. Du blutest, du betest um Kraft. Aber was, wenn keine Kraft mehr da ist? Was, wenn alles verloren ist, was dich als Mensch ausmacht? Was, wenn du einfach müde bist zu kämpfen? Was, wenn dein Kopf dir alles gibt, was du brauchst? Diese Geschichte, ich weiß nicht, wie ich nur annähernd in Worte fassen soll, was sie mit mir gemacht hat? Wie sehr sie mich zerstört und emotional ausgelaugt und zerbrochen hat. Wie sehr mich diese Frau, erschüttert und zutiefst bewegt hat? Clare Empson hat nicht nur eine unfassbar einfühlsame Art zu schreiben. Sie hat mich damit mitten ins Herz getroffen. Sie hat mir gezeigt ,was es heißt zu leben und gleichzeitig den Schmerz mit offen Armen zu empfangen. Was ich hier erlebt habe, ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte. Es ist eine Verbundenheit, die so unfassbar weit reicht. Die nach Leben giert und gleichzeitig so lebendig und herzzerreißend zugleich ist. Es fühlt sich an wie Liebe und Trauer zugleich. Eine Geschichte, die keiner Worte bedarf. Es reicht, sie zu fühlen und mit all seinen Sinnen wahrzunehmen. Eine Seite hat es gebraucht und ich war überzeugt und total verfallen. Ich habe diese Geschichte geliebt, noch ehe sie begonnen hat. Clare Empson erzählt uns die Geschichte von Catherine und Lucian. Eine Geschichte, die 15 Jahre umfasst. Wir werden dabei immer wieder in Vergangenheit und Gegenwart katapultiert. Catherine erzählt uns ihre Geschichte. Aber eigentlich spricht sie zu Lucian, was mir einfach so wahnsinnig gut gefallen hat. Es schafft Nähe, Wehmut und eine unendliche Traurigkeit, die zum greifen nah ist. Und zeitgleich erfahren wir Lucians Perspektive. Erfahren wie alles begann und sich ein tiefer Graben auftat, der unüberwindbar erscheint. Wie eine große Liebe über einen langen Zeitraum anhält und nie vergeht. Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass der Verlauf sehr vorhersehbar ist. Denn das was ich vermutete, traf tatsächlich ein. Aber es ist auch nicht wichtig, was man selbst ahnt. Viel wichtiger ist, was in dieser Zeit mit Catherine und Lucian passiert. Wie sie jedes mal ein Stückchen mehr zerbrechen. Wie ihr Umfeld ihr Leben bestimmt und wie alles miteinander verwoben ist und eine tragische Kettenreaktion auslöst. Sie tun Dinge, die nicht gesund sind. Führen ein ausschweifendes Leben und feiern bis es nicht mehr geht und doch ist es keine Entschuldigung für das, was passiert. Catherine war immer wieder in meinem Kopf. Sie hat mich zutiefst berührt mit ihrer Art. Ich habe Lucians geliebt. Für seine Liebe zur Kunst, die liebevollen Details, die nur er sehen konnte. Wie er Catherine sah. Sie waren eine Einheit, die perfekt war. Aber manchmal führt Perfektion zum Untergang. Manchmal wird Perfektion nicht geduldet. Es schürt, Neid, Missgunst und Eifersucht. Es geht hier um Verbindungen ,die das Leben bereichern ,aber auch zerstören können. Die Hintergründe haben mich mit Liebe erfüllt, aber auch zutiefst erschüttert. Die Autorin erörtert hier sehr interessante und wichtige Themen. Sie sollten zum nachdenken anregen. Sie zeigt, was Loyalität bedeutet, wie tief Freundschaft gehen darf und das niemand das Recht hat, dir dein Leben zu rauben. Sie beschäftigt sich mit Verlust, Trauer und Angst. Schmerz, in seiner reinsten Form und wie er dich immer mehr aufsaugt. Innere Zerrissenheit, die dich jedes mal ein bisschen mehr zerstört. Sie hat eine Geschichte erschaffen, die so viel zum klingen bringt. Die zeigt, wie wichtig es ist zu leben und keinen Augenblick zu vergeuden. Denn manchmal vergeuden wir wertvolle Zeit, ohne es zu bemerken. Wie wichtig es ist, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Mit viel Feingefühl, lässt sie uns hinter die Fassade schauen und es offenbart sich so viel. Am Ende musste ich die Tränen zurückhalten. Es war zu viel, zu verheerend, zu intensiv. Es hat mich ohne Ende fertig gemacht. Aber trotzdem ist es kein Ende. Vielleicht ist es ein neuer Anfang. Manchmal tut es weh, aber manchmal wird man dadurch umso stärker. Ich wünsche mir so sehr ,mehr dieser Storys. Denn nicht nur Glück gehört zu Leben dazu, auch Trauer ,Angst und Schmerz. Fazit: Catherine und Lucian. Eine Liebe so groß und perfekt, dass es fast schon weh tut. Eine herzzerreißende Lovestory, die wunderschön und tragisch zugleich ist. Ich habe sie so sehr gefühlt und geliebt. Sie hat mich ununterbrochen beschäftigt und nicht mehr losgelassen. Eine Liebe, die so herrlich frei ist, aber im Bruchteil einer Sekunde in Tragik mündet. Clare Empson hat mich zutiefst beeindruckt. Ich war den Tränen nah, erschüttert und einfach außer mir. Denn neben Liebe und Loyalität geht es auch um ernste Themen ,die zum nachdenken anregen sollten. Ein absolutes Jahreshighlight.

Lesen Sie weiter

Tragisch, melancholisch und sehr emotional! „…Er war die Liebe meines Lebens, bis ich alles zerstörte…“ Ich bin sprachlos! Wie kann man so viel Gefühl, Leidenschaft, Wut und Trauer im Leser wecken? #zweimalimleben ist eine aufregende und spannende Geschichte über die große und einzigartige Liebe. Das Cover ist floral und ansprechend gestaltet, und ich mag es total! Der Schreibstil der Autorin ist bildhaft und fast poetisch. Die Seiten flogen nur so dahin und innerhalb von drei Tagen war die Geschichte ausgelesen. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Catherine und Lucian erzählt, und zusätzlich auf drei Zeitebenen: im Jetzt, vor vier Monaten und vor 15 Jahren geschrieben, und doch habe ich den Faden beim Lesen nicht verloren. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass man direkt in die Seele von Catherine blickt. Es geht um Leid, Hoffnung, Liebe, Angst und Freundschaft. Es gab eine Menge Gänsehautmomenten und wunderwunderschöne Buchstellen. Fazit: dieses Buch ist unbeschreiblich. Wunderschön, poetisch und einfach nur herzzerreißend. Wer besonders traurige, dramatische und emotionale Bücher mag, ist hier genau richtig! Ein neues Herzensbuch und eine riesige Leseempfehlung!

Lesen Sie weiter

Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker, ich bin gut in die Geschichte gekommen und hatte keine Probleme, dieser zu folgen. Die Geschichte ist quasi wie eine Erzählung, Catherine die nicht mehr spricht und in einer Psychologischen Einrichtung ist, erzählt ihre Geschichte. Zeitlich spielt die Geschichte in drei Ebenen erzählt.  . Dadurch, dass die jeweiligen zeitlichen Ebenen immer im Wechsel kamen, hat sich die Geschichte am Anfang etwas in die Länge gezogen, aber später haben die Übergänge sehr gut gepasst.  . Catherine ist nach einem traumatischen Erlebnis in einer psychologischen Einrichtung, kann nicht mehr sprechen und ist total in ihren Gedanken versunken. Ihr Psychologe gibt ihr den Rat ihre Geschichte jemandem zu erzählen, um diese verarbeiten zu können und so fängt sie an Lucian, in ihren Gedanken ihre Geschichte zu erzählen.  . Bis zum letzten Drittel des Buches ist unklar was überhaupt der Grund war, weshalb sie sich vor 15 Jahren so plötzlich und ohne Erklärung von Lucian getrennt hatte und auch der Grund für ihr Trauma bleibt bis zu den letzten Kapiteln unklar.  . Man lernt die junge und fröhliche Catherine kennen, die viele tolle Pläne für ihre Zukunft hat und im zweiten Jahr ihres Studiums auf Lucian trifft, die Liebe ihres Lebens mit dem sie einige Monate überglücklich ist. Bis zu einem Vorfall, als sie ihn ohne einer Erklärung verlässt.  . Nun... Ein paar Tränen sind mir am Ende zwar wirklich geflossen, aber außer in dieser Situation, in der ich mit Catherine mitgelitten habe, konnte ich mich nicht wirklich in ihre Gefühle oder in sie hinein versetzen.  . Fazit: Es ist eine sehr interessante und spannende Geschichte .. Ich hatte mir emotional allerdings mehr erhofft ... zum Ende kamen mir die Tränen und ich habe mit Catherine gelitten .. aber naja für mich sind am Ende einfach zu viele Fragen offen geblieben.  . Von mir gibt es 3,5 Sterne ⭐⭐⭐

Lesen Sie weiter

Die mittlerweile verheiratete Catherine trauert ihrer Jugendliebe Lucian hinterher. Denn vor 15 Jahren ist etwas passiert, das sie dazu gezwungen hat, Lucian zu verlassen und ihr Glück aufzugeben. Als sich die beiden plötzlich wieder sehen ist es, als wäre keine Zeit vergangen und beide genießen die Zeit zu zweit. Doch nicht immer kann alles gut ausgehen, nicht immer gibt es ein Happy End. Zu Anfang war ich total verwirrt und dachte, meine Kopfhörer wären kaputt, denn die Stimme der Sprecherin war kaum zu verstehen. Doch nach und nach wurde klar, dass das volle Absicht ist und die Stimmung und Lage von Catherine wiedergibt. Man wird durch die Geschichte des Liebespaares mitgenommen, bekommt Abschnitte aus beiden Perspektiven zu hören und macht eine Reise in die Vergangenheit, wobei sich "vor 15 Jahren", "vor 4 Monaten" und die Gegenwart abwechseln. Alle Abschnitte werden auch dementsprechend eingeleitet, sodass man immer weiß, in welcher Zeit man sich befindet. Die Stimmen der Sprecher sind sehr angenehm und gefühlvoll, die Vertonung ist wirklich gut (bis auf die Momente der Gegenwart, die gefallen mir gar nicht). Die Story an sich ist mir anfangs etwas zu langweilig und verwirrend, man kommt nur schwer rein. Doch als man merkt, dass ein paar geheimnisvolle Geschehnisse eine große Rolle spielen, will ich natürlich auch erfahren, was passiert ist. Die Auflösung gegen Ende des Buchs ist dann nicht mehr sonderlich überraschend, weil man sich nach und nach denken kann, was passiert ist. Die Charaktere erzählen nur wenig über glückliche Momente, im Fokus steht eher alles was schief gelaufen ist, was dem Ganzen eine traurige, depressive Grundstimmung gibt. Um sich gut zu fühlen ist dieses Buch also definitiv nicht geeignet, an manchen Tagen hat es mich tatsächlich runtergezogen. Aber man kann sich einfach super in die Geschichte hineinversetzen, in die tollen Freundschaften und die schönen Umgebungen. Die Erzählperspektive ist gewöhnungsbedürftig, denn es wird aus der Ich-Perspektive erzählt und total irritierend ist es, dass Catherine Lucian dauernd mit "Du" anspricht, als sei das Buch an Lucian gerichtet. Alles in allem ist es ein sehr interessantes Buch, das nicht nur ganz anders erzählt, sondern auch eine ungewohnte Grundstimmung rüber bringt.

Lesen Sie weiter

Zugegeben: Ich bin schwierig bei Liebesromanen. Die meisten sind zwar nett zu lesen, aber danach hat man sie auch gleich wieder vergessen - zu oberflächlich, zu austauschbare Charaktere... es gibt wenig Liebesromane, die mir dauerhaft im Gedächtnis geblieben sind, aber mit "Zweimal im Leben" von Clare Empson ist definitiv einer dazugekommen. Was das Buch so unter die Haut gehen lässt, sind gar nicht wirklich die Charaktere - obwohl diese wirklich gut gelungen sind, sowohl Catherine als auch Lucian. Catherine bringt den Leser mitunter zur Weisglut mit ihrer Sturheit und den irrationalen Handlungen, aber so sind Menschen eben. Und Lucian - ach Lucian - wer würde ihm nicht verfallen? Wie sollte es bei einem Protagonisten namens Lucian auch anders sein? Genau das richtige Maß an Verworfenheit, Arroganz, aber ebenso tiefgehende Verletztheit und verborgene Unsicherheit. Aber wie gesagt, die Charaktere sind gar nicht das Ausschlaggebende am Roman. Denn das liegt bei der Autorin. Clare Empson transportiert die tiefgreifenden Empfindungen von Catherine und Lucian derart intensiv, dass man sie beim Lesen selbst spürt. Diese verzehrende Liebe, die schon aufgrund ihrer Intensität unter der eigenen Haut brennt und die nach der Trennung eben durch das Fehlen des Gegenparts schmerzt ohne Aussicht, dass sich daran je etwas ändern wird. Das klingt nun sicher sehr schwülstig und melodramatisch - aber so ist "Zweimal im Leben" gar nicht. Es ist unterhaltsam, mitreißend, unprätentiös geschrieben und man mag das Buch nicht beiseite legen. Denn parallel zur gegenwärtigen Situation von Catherine, wird nach und nach die Vergangenheit offen gelegt und somit die Fragen, die dem Leser auf der Seele brennen, beantwortet - wie es sich für ein gutes Buch gehört, mag man sich anfangs noch gar nicht ausmalen, was am Schluß Tatsache ist. Mit "Zweimal im Leben" hat Clare Empson einen Liebesroman geschrieben, der nachwirkt und einen festen Platz in meiner all-time-favourite-Liste von Liebesromanen wirklich verdient hat!

Lesen Sie weiter

× ACHTUNG, KÖNNTE SPOILER ENTHALTEN × Der Inhalt Catherine und Lucian lernen sich während des Studiums kennen und sofort ist ihnen klar: sie gehören zusammen. Und doch hält ihre Beziehung nur ein paar Monate an, bis sie sich plötzlich von ihm trennt, einen anderen heiratet und eine Familie gründete. 15 Jahre später treffen sie sich wiedet und spüren sofort wieder die Vertrautheit zueinander. Doch Catherine ist noch immer verheiratet und möchte sich nicht von ihrer Familie trennen. Doch was, wenn die beiden von der Vergangenheit eingeholt werden? Wenn sie doch Hoffnung für eine gemeinsame Zukunft schöpfen? Und was, wenn all das durch einen Satz wieder zerstört werden würde? Der Schreibstil: Die Geschichte ist in der Ich Perspektive geschrieben, wobei aus dem Hier und Jetzt, der Zeit vor vier Monaten und vor 15 Jahren erzählt wird. Aus Catherines Sicht wird Lucian immer als du betitelt, so als würde sie ihm die Geschichte erzählen, aus Lucians Sicht ist alles hingegen ganz normal beschrieben. Die Sprache ist einfach, allerdings nicht besonders detailliert, zumindest nicht bei Emotionen und die Sätze sind unkomoliziert, der Inhalt dieser wiederholt sich aber immer wieder. Meine Meinung: Die ersten 300 Seiten haben sich sehr in die Länge gezogen und konnten mich nicht wirklich packen. Es wurde immer wieder in den Zeiten gewechselt, sodass es mir schwerfiel, gut in die Geschichte zu kommen. Zudem war der Inhalt dieser Seiten auch noch sehr wirr und immer wieder lag der Fokus darauf, dass Catherine Lucian nicht sagen kann, weshalb sie damals so plötzlich weg war. Entweder wurde das beschrieben oder wie Lucian und Catherine bei ihrem Zusammenttreffen nach 15 Jahren sofort wieder in ihr altes Muster gefallen sind und Geschlechtsverkehr hatten, was in meinen Augen sehr unrealistisch ist und Catherine so darstellt, als sei ihr ihre Familie egal, obwohl es eigentlich nicht so ist. Ich fand also einige Szenen überzogen. Wieso sollte man eine Familie mit einem Mann gründen, den man nicht liebt? Und wieso verlässt man diesen nicht und verletzt ihn stattdessen durchgehend, indem man ihm nicht die Liebe gibt, die er verdient? Und wie kann Catherine immer wieder betonen, dass sie ihre Familie nicht verlassen könne und dann doch mit Lucian über eine gemeinsame Zukunft nachdenken und die Kinder und den Ehemann dabei vergessen? Ich muss allerdings sagen, dass ich das Ende besser fand. Abgesehen von der zwanghaften Dramatik die eingebaut wurde, aber wirklich nicht notwendig war, fand ich es gut, wie sich dort mit Thematiken auseinandergesetzt und alles an die richtige Stelle geschoben wurde. Das hielt aber nicht lange an, da dann wieder Drama eingebaut werden musste. Dabei haben mich die Stellen, die einen wohl emotional treffen sollten, nicht getroffen. Die letzten 140 Seiten waren also angenehmer und schneller zu lesen als alles davor, aber nicht unbedingt besser. Mir hat das Familienbild mehr gefallen und ich war recht froh über das Ende des Buches, auch wenn die Vergehen der Eheleute leider komplett ignoriert wurden und gar nicht von den beiden thematisiert wurde. Was hat mir gefallen? Der Schreibstil war angenehm, die Kürze der Kapitel okay und ich fand gut, dass am Ende nicht alles völlig zerbrochen ist, sondern aufgezeigt wurde, dass man sich auf sein Leben, seine Fehler und seine potentielle Zukunft einlassen sollte und ehrlich sein sollte. Fazit: Das Buch bekommt von mir 2 Sterne, für mehr hat es leider nicht gereicht. Ich würde das Buch auch nicht betiteln als eines, welches man locker zwischendurch lesen könnte, dafür ist es dann doch zu deprimierend, da überwiegend Negatives behandelt wurde.

Lesen Sie weiter

Über dieses Buch hatte ich im Vorfeld viele geteilte Meinungen gehört, was mich allerdings auch wiederum neugierig gemacht hat - denn gerne bilde ich mir eine eigene Meinung. Und um es vorweg zu nehmen: mir hat es gefallen! Das Buch spielt auf verschiedenen Zeitebenen und handelt von Cahterine und Lucian, die vor 15 Jahren als Studenten für kurze Zeit ein Paar waren. Doch Catherine hatte sich damals aprupt von Lucian getrennt, ohne dass er oder ihre Freundin den wahren Grund kannten. Inzwischen ist sie mit Sam verheiratet und hat zwei Kinder. Doch dann trifft sie wieder auf Lucian. Beide haben in der Vergangeheit den jeweils anderen nicht vergessen können. Es ist eine vielschichtig angelegte Story, bei der erst nach und nach klar wird, was der Grund für den jeztigen Zustand von Catherine ist. Abwechselnd wechselt die Autorin von kurzen Passagen in der Gegenwart, zur Vergangenheit vor 15 Jahren und in die nahe Vergangenheit, die vier Monate zurückliegt. Aber auch aus Sicht von Lucian wird erzählt, so lernt der Leser beide "Hauptdarsteller" ziemlich gut kennen. Genauso wie seine Freundestruppe, mit denen Lucian seine Zeit verbringt, ist er immens reich. Lucian, Harry, Rahel, Lukas und Alex leben dekadent, in den Tag hinein, feiern ausschweifend, und stehen oft in den Klatschmagazinen. Doch richtig glücklich ist keiner von ihnen, alle haben Tragödien oder unglückliche Zeiten durchlebt. Catherine war damals in der Studentenzeit schon eine, die anders war als alle bisherigen Freunde Lucians. Sie kommt aus einem einfachen, aber glücklichen Elternhaus. Doch auch Catherine hat in den letzten Jahren Schicksalschläge, die sie verändert haben, verkraften müssen. Clare Empson hat es geschafft, eine sehr emotionale Story zu erzählen, bei der erst nach und nach die vollständige Tragödien ans Licht kommen. Sie hat Charaktere geschaffen, die einerseits abstoßen, die einem anderseits aber auch leid tun, die sich aber auch so entwickeln, dass es glaubhaft bleibt. Vor allem aber hat sie mich mit der Story gefesselt, in der es um Gefühle, Leid und um unerfüllte Liebe und um Tragik geht, ein Strudel von Empfindungen und Begebenheiten, die unweigerlich zu diversen Katastrophen führen. Auch wenn es hier viel um Charakterstudien und Empfindungen, m Beziehungen und ihr Scheitern, Liebe, Verzweiflung und das Aufarbeiten der Vergangenheit geht und es nicht so sehr um Spannung geht, hat mich das Buch doch sehr fesseln und auch berühren können. Was ist richtig, was ist falsch? Wieso führt eins zum anderen? Im Mittelteil hätte es ein klein wenig gestrafft werden können, doch am Ende beginnt die Spirale der Ereignisse sich immer schneller zu drehen. Am Ende muss man dann erst einmal tief Luft holen.

Lesen Sie weiter