Leserstimmen zu
Das geheime Glück

Julie Cohen

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Langatmig

Von: Inge Held

06.10.2019

Ich hatte mich so sehr auf dieses Buch gefreut. Leider musste ich nach wenigen Seiten feststellen, dass ich kein Fan von kitschigen Geschichten bin. Der Autorin ist es wohl gelungen, ein gewisses Maß an Spannung aufzubauen, indem sie die Story rückblendend erzählt - als Kinofilm kann ich mir den Roman durchaus vorstellen - aber es hat mich nicht persönlich berührt. Ich empfand es eher peinlich. Sorry. Wirkliches Lob kann ich nur dem Designer des Covers schenken und der Übersetzerin, die den Roman eine emotionale Tiefe und literarisches Können verliehen hat. Die Charaktere blieben mir bis zum Schluss, obwohl ich bereits im zweiten Teil erahnte, in welche Richtung es gehen würde, vernebelt. Vielleicht griff die Autorin deshalb zu dieser Küsten-Kulisse - wo alles immer im Küstennebel lag ... Spannung kam für mich erst im letzten Teil auf, aber das eigentliche Ende fand ich komplett unlogisch.

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Das geheime Glück hat mich zu allererst mit seinem wunderschönen Cover angesprochen. Es ist aber auch inhaltlich schnell zu einem Favoriten geworden unter den Liebesgeschichten der letzten Jahre in meinem Buchregal. Julie Cohen war eine für mich neue Autorin und sie besticht durch eine leicht zu lesende und flüssige Schreibweise, die sprachlich manchmal schon ins poetische geht ohne kitschig zu werden. Die Geshichte von Robbie und Emily wird hier rückwärts erzählt und beginnt mit dem Schluss. Eines Morgens steht Robbie auf und macht wie gewohnt Kaffee für seine noch schlafende Frau Emily, schreibt ihr dann einen Brief und verlässt das Haus in der Absicht nicht mehr wieder zu kommen. Warum er das tut? Aus Liebe- und um ein Geheimnis zu schützen, dass die beiden seit 50 Jahren hüten. Wir springen nach dieser Szene nicht zurück ins Jahr 1962 wo alles begann... nein, in mehreren Stationen des Lebens der zwei wird ihr Weg rückwärts erzählt. Das hält einen Spannungsbogen aufrecht und man kann nur so durch die Seiten fliegen. Erst ganz am Ende des Buches versteht man die Reaktionen der Beiden, die Reaktionen der Familienmitglieder und so manches, was einem vorher Fragezeichen bereitet hat. Die Protagonisten wachsen einem sehr ans Herz und sind sehr facettenreich. Die Nebenfiguren blieben für meinen Geschmack eher zu blass. Das geheimnis der beiden ist für mich ab dem letzten Viertel vorhersehbar gewesen, die Umsetzung der Enthüllung hat mir allerdings sehr gut gefallen. Ich würde das Buch bedenkenlos jedem empfehlen, der eine Liebesgeschichte lesen möchte, die verwoben mit einem spannenden Roman ist. 4 Sterne von mir.

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Das geheime Glück

Von: Melitta I

11.07.2019

Julie Cohen besitzt eine wunderbare Art sehr bildlich und detailliert über Personen und Geschehnisse zu schreiben, so dass man sich schnell mittendrin in der Liebesgeschichte mit dem geheimen Glück wieder findet. Durch die Kapitel, die in die Vergangenheit führen, erfährt man nach und nach, was diese Liebesgeschichte beinhaltet. Wobei der Autorin recht gut gelingt, den Spannungsbogen zu halten. Ein Geheimnis nach dem anderen offenbart sich und man kann das Buch kaum zur Seite legen, weil man unbedingt erfahren will, wie die Geschichte mit Emily und Robbie weiter geht. Diese zwei Personen, die immer für einander da sind, auch wenn das Glück nicht ständig an ihrer Seite ist. Ein liebenswerter Roman, der sehr lesenswert ist. Allerdings ist das Ende überraschend, aber für mich nicht nachvollziehbar.

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Gut aber etwas langatmig

Von: Sarax94

24.06.2019

Die Autorin hat einen sehr schönen flüssigen Schreibstil, nur zum Ende hin zieht es sich etwas. Die Buchgestaltung gefällt mir ganz gut!

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"Das geheime Glück“ von Julia Cohen war eine richtig schöne Liebesgeschichte.  Aufmerksam wurde ich hauptsächlich durch das wunderschöne Cover. Robbie und Emily wirken als Paar harmonisch und authentisch zusammen. Sie bilden eine Einheit und sind füreinander da. Das ist das erste Buch, dass ich kenne, in welchem die Liebesgeschichte von hinten aufgerollt wurde. Wir begleiten die beiden all ihre 50 Ehejahre. Als Leser erleben wir mit, welche Steine den beiden in den Weg gelegt wurden und wieso sie ein solche eingespieltes Team sind. Fast bis zum Schluss bleibt man im unklaren, welches große Geheimnis die beiden seit Jahren im Dunkeln lassen wollen.  Besonders Emily hat es mir mit ihrem starken Charakter und den schönen gesprochenen Sätzen angetan. Der Schreibstil der Autorin zwingt einen förmlich dazu, dass man das Buch beenden möchte obwohl man „das Ende“ schon kennt. Man leidet und fiebert mit den Protagonisten richtig mit! Trotz des tragischen Kerns ist es eine Geschichte voller Liebe die ans Herz geht. Wer also eine Liebesgeschichte sucht, die nicht unbedingt klassisch ist (besonders durch die umgekehrte Erzählweise) der findet sein „geheimes Glück“ mit diesem Buch.

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Kurzbeschreibung Das geheime Glück von Julie Cohen Emily und Robbie – eine Liebesgeschichte. Aber auch eine dramatische Vergangenheit, die sich in diesem überraschenden Roman nach und nach dem Leser präsentiert. So perfekt ihr Leben zu Beginn des Buchs scheint, so groß ist das Geheimnis, das dahinter steckt. Was mit einem alten glücklichen Paar beginnt, endet mit einer einsamen Frau. Doch die Geschichte, die dahinter steckt, ist so viel mehr. Rezension Das geheime Glück von Julie Cohen Zugegeben, was mich an diesem Buch zuerst fasziniert hat, war das Cover. Ich bin generell der Typ, der sich von einem schönen Cover verführen bzw. von einem nicht so schönen abschrecken lässt, aber diese Farben in Kombination mit der goldenen Glanzschrift haben mich unheimlich angezogen. Der Klappentext klang ganz nett, hat aber nicht viel verraten und mich ganz sicher nicht auf dieses Buch vorbereitet. Der Anfang … Gleich zu Beginn war ich schon erstaunt, denn Emily und Robbie sind alt. Kurz war ich irritiert und habe mich gefragt, ob dieses Buch das Richtige für mich ist, mich dann aber entschlossen, ihm eine Chance zu geben. Robbie schleicht sich morgens aus dem Haus, lässt seine schlafende Frau Emily im Bett zurück und springt von einer Klippe. Das ist kein richtiger Spoiler, es passiert gleich im ersten Kapitel und direkt im Anschluss wird auch erklärt, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat, nämlich seine fortschreitende Demenz und sein Wunsch, sein Leben und alles was passiert ist, nicht zu vergessen. Ob man das nun gut findet oder nicht, sei dahingestellt und es ist zum Glück auch nicht das Thema, auf dem der Fokus liegt. … oder das Ende? Jetzt folgt nämlich das wirklich Besondere an diesem Buch: Es ist chronologisch rückwärts geschrieben. Es beginnt 2016 und bewegt sich zurück ins Jahr 1962. Es ist für die Geschichte der perfekte Aufbau, denn nur auf diese Weise lernt man die beiden Protagonisten so kennen, wie sie es verdient haben. Julie Cohens Schreibstil ist beeindruckend, er vermittelt in jeder der Teilgeschichten eine bestimmte Stimmung, die Personen scheinen wie gewandelt… Worum also geht es? Es ist schwierig, über die eigentliche Geschichte zu berichten, ohne zu viel zu verraten. Julie Cohen erzählt, wie Robbie und Emily 2016 von der Demenzdiagnose erfahren und die Söhne William und Adam einweihen. Man lernt ein altes glückliches Paar kennen, die scheinbar schon ihr ganzes Leben glücklich waren und ein eingespieltes Team sind. Über die Jahre 1990, 1975-1977, 1972 und 1962 gelangt man schließlich zurück zu den Anfängen von Robbies und Emilys Geschichte. In jedem Teil des Buchs erfährt man mehr über die Beiden. Von Anfang an wird dabei auf ein Geheimnis angespielt, das sie miteinander teilen, man erfährt aber sehr lange nicht, was es ist. Obwohl immer wieder Hinweise gegeben werden, wird es erst auf Seite 400 (ich habe mir die Seitenzahl extra gemerkt) gelüftet und ich kann euch verraten: darauf war ich nicht gefasst! Die Protagonisten und ihre Beziehung Über die Handlung kann ich deshalb auch hier gar nicht viel berichten, ohne zu spoilern, sehr wohl aber über die Personen und die Stimmungen: 1962 Emily lernt man als herzensgute alte Frau kennen. Sie ist pensionierte Ärztin für Geburtshilfe und scheint den halben Ort mit zur Welt gebracht zu haben. Während Emily 1962 eine junge Frau mitten im Studium ist, ehrgeizig und emanzipiert, aber auch schüchtern und unerfahren, ist Robbie in diesen Kapiteln eher der Verführer. Als sie sich kennenlernen ist er nur auf der Durchreise, flirtet ungeniert und ist das Gegenteil von Emily, mit ihrem Ehrgeiz und dem guten Elternhaus, dem sie entstammt. Eine ungezwungene Situation, ein Abenteuer, ein Flirt, eine Liebe? 1972 Die Beiden sind schon durch die ersten Niederschläge gekennzeichnet, durch Probleme. Robbie ist ehrlicherweise in diesen Kapiteln ein ziemlicher Idiot. Er trinkt zu viel Alkohol, ist unverantwortlich und ich denke, wenn das das erste Kapitel über ihn gewesen wäre, das ich gelesen hätte, hätte ich ihn ziemlich unsympathisch gefunden. Emily ist zu dieser Zeit ausgelaugt, deprimiert und hat sich mit vielem in ihrem Leben scheinbar abgefunden. Doch gemeinsam wollen sie es ändern. 1975 bis 1977 Nun sind die zwei schon ein gefestigtes Paar, die Probleme aus den Jahren zuvor überwunden. Sie hoffen auf ein neues Leben mit Kind und tun alles dafür. Hier ist Robbie deutlich sympathischer, er scheint der perfekte Ehemann zu sein. Doch trotz allem merkt man, dass er bei manchen Dingen keine Skrupel kennt. Aufgefallen ist mir das erst deutlich später beim Lesen – das ist ja das Raffinierte an diesem rückwärts erzählten Buch. Emily schwankt zwischen Zuversicht und Angst, auch wenn man noch nicht genau weiß, warum. 1990 Emily ist die gefestigte, sympathische und warmherzige Frau, die man auch schon zu Beginn des Buchs kennenlernt. Sie scheint angekommen zu sein, auch wenn sie eine Begegnung mit ihren Eltern beinahe aus der Bahn schmeißt. Mit ihrer ruhigen, anpackenden Art meistert sie aber auch die schwierigsten Situationen, wohingegen Robbie auch hier wieder zu trotzigen Reaktionen neigt und so ganz anders wirkt als sie. Über dem allem steht aber die große Liebe der Beiden zueinander, die sie gemeinsam alle Hindernisse überwinden lässt. Es klingt kitschig, aber ich finde es wunderschön, dass die Beiden schließlich zusammen alt werden durften. Abschließend… Dieses Buch hat mich – wie schon erwähnt – ziemlich überrascht. Ich hatte nach dem Klappentext keine große Vorstellung von dem, um was es gehen sollte. Wie ihr an meinem Text merkt, ist es aber auch gar nicht so einfach, die Geschichte kurz zu fassen. Diese Idee des rückwärts Schreibens finde ich super. Ich mag aber auch Bücher mit Zeitsprüngen, von daher passt es vielleicht auch einfach für mich sehr gut. Meine Mutter beispielsweise fand das Buch ziemlich langatmig. Ich hingegen fand es super. Ich hoffe, von Julie Cohen noch mehr Bücher lesen zu dürfen und bin gespannt, was ihr denn zu diesem Roman sagt. Und nicht auf Seite 400 nachschauen, bevor ihr dort angelangt seid!

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Eine lebenslange Lüge

Von: milkysilvermoon

23.04.2019

September 2016 in der Clyde Bay im US-Bundesstaat Maine: Zunächst scheint es, als wäre es ein Morgen wie jeder andere. Wie immer lässt Robbie Brandon seine Frau Emily weiterschlafen, während er schon mal aufsteht und Kaffee kocht. Seit 43 Jahren sind die beiden verheiratet und inzwischen ein eingespieltes Team. Doch an diesem Tag tut er noch etwas anderes. Er schreibt Emily einen Brief, der ihr das Herz brechen wird. Aber Robbie muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Schließlich darf niemand herausfinden, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten verbergen… „Das geheime Glück“ ist ein berührender Roman von Julie Cohen. Meine Meinung: Der Roman besteht aus fünf Teilen mit insgesamt 34 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Daran schließt sich eine Art Epilog an, das Postcriptum. Erzählt wird aus der Sicht von Robbie und Emily – allerdings nicht chronologisch, sondern rückwärts, was den besonderen Reiz des Romans ausmacht. Somit beginnt die Geschichte im Jahr 2016 und endet 1962. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist einfühlsam, leicht verständlich und anschaulich. Viel wörtliche Rede lässt ihn außerdem lebhaft wirken. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Ich habe das Buch nur ungerne zur Seite gelegt. Die beiden Protagonisten Robbie und Emily haben mir gut gefallen. Es sind vielschichtige, reizvolle und sehr authentische Charaktere, deren Geschichte ich sehr gerne verfolgt habe. Ihre Gedanken- und Gefühlswelt ist gut nachvollziehbar. Auch die übrigen Personen kommen realitätsnah rüber. Im Mittelpunkt des Romans steht die große Liebe der beiden. Sie sorgt dafür, dass die Geschichte immer wieder emotional berühren kann, ohne zu kitschig oder übertrieben dramatisch zu werden. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt ist die lebenslange Lüge, die Robbie und Emily miteinander teilen. Nur bruchstückhaft wird Teil für Teil der Vergangenheit der beiden enthüllt. Dadurch bleibt die Geschichte fesselnd. Auch einige unerwartete Wendungen erzeugen Spannung. Trotz der mehr als 400 Seiten bleibt der Roman somit kurzweilig und unterhaltsam. Das liebevoll gestaltete Cover hat zwar wenig Bezug zum Inhalt, gefällt mir aber dennoch sehr gut. Der prägnante deutsche Titel weicht erheblich vom englischsprachigen Original („Together“) ab, was mich in diesem Fall jedoch nicht so sehr gestört hat, weil er zur Geschichte passt. Mein Fazit: Mit „Das geheime Glück“ ist Julie Cohen ein ungewöhnlicher Liebesroman gelungen, der sich in seiner Art des Erzählens und seinem Tiefgang erfreulich von anderen Büchern des Genres abhebt. Eine empfehlenswerte Geschichte, die mir schöne Lesestunden bereitet hat.

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Langweilig und unlogisch

Von: Gucci-Beerin aus Bochum

18.04.2019

Im Gegensatz zu der weitläufigen Meinung, dass dieses Buch gut sei, kann ich der Geschichte leider überhaupt gar nichts Positives abgewinnen. Auch auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen, fand ich den Roman einfach nur stinklangweilig und unlogisch. Der Schreibstil mag vielleicht nett sein, aber die Charaktere waren für mich farblos und unsympathisch. Der Roman zog sich wie Kaugummi in die Länge, erst zum Ende hin wurde er ein wenig lebendiger und spannend. Leider kann ich nicht nachvollziehen, weshalb Robbie diesen fatalen Entschluss gefasst hat. Wenn es doch keine Zeitzeugen mehr gibt, dann hätte er doch gar nichts mehr zu befürchten gehabt - und selbst wenn er sein streng gehütetes Lebensgeheimnis versehentlich ausgeplaudert hätte, würde man ihn sowieso nur für einen senilen alten Mann halten. Also ich verstehe die allgemeine Begeisterung nicht. Ein Stern für das hübsche Cover, aber von mir gibt es keine Leseempfehlung!

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