Leserstimmen zu
Blutacker

Lorenz Stassen

Nicholas-Meller-Serie (2)

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Nachdem Nicholas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, ging es für ihn beruflich bergauf. Er hat nun zahlungskräftige Mandanten, eine neue luxuriöse Kanzlei in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat läuft es ebenfalls gut- er ist mit seiner ehemaligen Referendarin Nina zusammengezogen. Alles ändert sich als ein Paketbote ermordet und ein einziges Paket entwendet wird. Adressiert an Nicholas Meller. Nina und Nicholas ahnen nicht in welchen Strudel von Korruption und Kriminalität sie hinein gezogen werden. Blutacker ist der zweite Teil rund um den Anwalt Nicholas Meller und seiner, nun Lebensgefährtin, Nina. Leider war mir Nicholas in diesem Fall überhaupt nicht sympathisch. Ist er doch im ersten Teil noch der Underdog und nun hat er einen luxuriösen Wagen, die neue Kanzlei usw. Alles dreht sich für ihn nur noch um Luxus und Geld. Zudem hat mir die Leichtigkeit der Beiden im Umgang untereinander gefehlt. Gerade der Humor kam hier ein wenig zu kurz. Trotz des im Nachhinein spannenden Themas, brauchte ich doch eine Weile bis ich drin war. Viele Personen wurden genannt und dies war für mich sehr verwirrend. Ist man aber erst mal im Thema, liest sich dieser Thriller recht flüssig. Hier unbedingt das Nachwort des Autors lesen! Toll fand ich, dass die Erzählweise vom ersten Buch wieder aufgegriffen wurde (Ich/Er). Das gibt nochmal zusätzlich Spannung, die gerade im letzten Drittel noch mal richtig zulegt. Fazit: Ein spannender zweiter Fall mit tollem Thema, aber leider fehlte mir hier die Sympathie für die Hauptprotagonisten.

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Blutacker Thriller Heyne Verlag erschienen am 12. November 2018 Autor: Lorenz Stassen ISBN 978-3-453-43944-3 352 Seiten Entstehung Die Idee zu der Geschichte hatte Lorenz Stassen, Autor dieser Geschichte, bereits im September 2016. Ein Zeitungsartikel berichtete über die Versteigerung eines Ackers, dessen Erlös beinahe das Fünffache des eigentlichen Wertes betrug. Dabei handelte es sich nachweislich um ein Überschwemmungsgebiet im Schatten einer Raffinerie und nicht um Bauland. - Und damit um Stoff für eigene Ideen. Handlung und Personen Blutacker ist bereits der zweite Band einer Trilogie um den jungen Anwalt Nicholas Meller. Nicholas Meller hat sich durch einen spektakulären Fall als Anwalt und Strafverteidiger einen Namen gemacht und konnte - bedingt durch seinen neuen Bekanntheitsgrad und steigender Umsätze - seine Kanzlei in die Kölner Innenstadt verlegen. Die Anfänge dieser steilen Karriere und wie es zu der Wandlung seiner Lebensumstände kam, sind in Angstmörder, dem ersten Band, zu finden. Unterstützt wird Nicholas Meller von seiner Referendarin und mittlerweile Lebensgefährtin Nina Vonhoegen. Nina Vonhoegen leidet von Geburt an unter Dismelie, einer Fehlbildung, und seit dem letzten Fall auch unter Albträumen. Für den neuesten Fall kommt Nicholas Meller sein russischer Hintergrund zugute: sein Auftraggeber entstammt dem deutschen Adel und möchte einen Freund aus dem russischen Gefängnis zurück nach Deutschland holen. Zur gleichen Zeit wird ein Paketbote ermordet und ein Paket entwendet. Ein Paket, adressiert an Nicholas Meller. Meine Meinung Der Schreibstil ist atemberaubend spannend und umgangssprachlich gehalten. In den feinen Kreisen, wie in den gewöhnlichen, herrscht ein normaler Ton. Der Spannungsbogen wird durchweg gehalten und immer mal wieder durch außergewöhnliche, dabei menschlich nachvollziehbare, Begebenheiten gelockert. "Das war das Problem mit diesen Typen in ihren teuren Anzügen. Zivilisten." - Seite 201 Dabei sind die Charaktere - Protagonisten wie Nebenfiguren - so vielschichtig und natürlich, dass es mich nicht wundern würde, dem einen oder anderen im wirklichen Leben zu begegnen. Was die Geschichte für mich besonders macht, ist die Kunst, diese so zu erzählen, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, am Geschehen teilzunehmen. Dieser sogenannte "Wirklichkeitseffekt" hat mich nachhaltig beeindruckt. "Dass Justitia blind war, sah man an grünbraunen Bodenfliesen, die sich mit braunrotem Teppichboden abwechselten." - Seite 250 Ebenso beeindruckt hat mich die Geschichte von Nina Vonhoegen. Eine junge, bildhübsche, gescheite Frau mit einer Behinderung. Von Geburt an fehlt ihr der rechte Arm. Wie sie damit zurecht kommt und ihr Leben meistert, wird in dem Buch ganz natürlich, wie nebenbei, erwähnt. Dabei ist die Geschichte fiktiv - auch die Personen darin. Fazit Wer, wie ich, ein Faible für spannungsgeladene Thriller hat, dem kann ich Blutacker ans Herz legen. Ich freue mich bereits heute auf Opferfluss, dem dritten Band der Trilogie. Dieser erscheint voraussichtlich am 10. Februar 2020 und wird 400 Seiten umfassen.

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Zum Inhalt: Seit der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln und mehrere Angestellte. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt Lebenspartnerin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet – und das einzige Paket, das entwendet wurde, war adressiert an: Nicolas Meller. Die Schlinge um den Kopf von Nic und Nina zieht sich erbarmungslos zusammen! Meine Meinung: "Blutacker" ist der zweite Band der Nicolas Meller Serie, doch für mich war es mein erstes Buch von Lorenz Stassen. Das Cover hat mich sofort angesprochen! Der wirklich Blutrot gefärbte Acker und das verfallene Haus im Hintergrund erzeugen gleich eine unheimliche und vielversprechende Stimmung. Außerdem passt der Cover Stil sehr gut zu dem ersten Teil (Der Angstmörder). Auch die Story von dem Buch hat mich angesprochen und deswegen musste ich unbedingt dieses Buch lesen. Schon ab der ersten Seite hat mich das Buch gepackt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen! Schon das erste Kapitel hat mich sehr gut in die Geschichte mit reingenommen. Das Vorwissen vom ersten Band braucht man bei diesem Buch wahrscheinlich nicht (mir ist auf jeden Fall nichts aufgefallen) und die beiden Protagonisten Nic und Nina sind einem von Anfang an sympathisch. Stassen schafft es auch in den weiteren Kapiteln einmalig den Leser mitzunehmen und die Spannung wirklich bis zum Ende zu halten. Am Ende hat man die Seiten regelrecht verschlungen und dem Leser erwarten viele unglaubliche Wendepunkte und ein spannendes Finale, das wirklich lesenswert ist! Für mich ist dieses Buch ohne Frage einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe und als ich fertig mit dem Lesen fertig war, habe ich mir sofort den ersten Band bestellt! Von dem wird übrigens auch in nächster Zeit eine Rezension von mir veröffentlicht ;-) Fazit: Jedem Thriller Fan kann ich dieses Buch nur empfehlen, weil es wirklich spannend ist und die Charaktere realistisch und klug handeln. Die Nicolas Meller Serie im Überblick: Angstmörder Blutacker Opferfluss Vielleicht habt ihr es schon bei meiner Serien Übersicht gesehen:der dritte Band von Lorenz Stassen ist schon unterwegs! Er wird am 10. Februar 2020 erscheinen und einen ausführlichen Beitrag zu dem Buch wird es in kürze auch hier auf meinem Blog geben! Die Original Rezension erschien hier: https://www.bookexplorer-fynnliest.com/post/thrillerhighlight-des-jahres-blutacker-von-lorenz-stassen-rezension

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Ich habe mich total auf das Buch gefreut weil dieses Cover einfach der Wahnsinn ist, die Farbe passt perfekt zur Story aber am meisten mag ich das Bild darauf, es wirkt so wunderbar gruselig. Wenn ich mir vorstelle ich würde dort spazieren gehen, dann hätte ich Gänsehaut wenn ich das Haus sehen würde. Also mit dem Cover schon beste Vorraussetzungen für jede Menge Spannung. Ich war auch so neugierig wie Nicholas Meller mit dem Ruhm nun umgeht bzw. in wie weit sich die Kanzlei verändert hat und das hat sie sogar sehr. Nicholas hat sich selbst kein bisschen verändert allerdings lebt er nun in einer ganz anderen Welt und anfangs muss ich sagen war ich nicht sonderlich begeistert von seinem "polierten" Leben allerdings ging mir das auch nur am Anfang so. Natürlich muss er professionell Auftritten, jetzt wo er eine größere Kundschaft hat und das dann auch in den richtigen Räumen machen, gemeinsam mit anderen Partnern. Ich mag die Charaktere die neu dazu gekommen sind und ich war froh das auch Nina einen Platz gefunden hat allerdings hat sie sich zurückgezogen, sie ist in Therapie und kümmert sich hauptsächlich um ihr Examen, was ich zwar schade finde aber sehr gut nachvollziehen kann. Die Entwicklung der Geschichte war gut gemacht, die Spannung hat sich anfangs etwas langsamer aufgebaut aber man musste ja auch erstmal gucken was sich alles verändert hat. Einziger Minuspunkt war für mich die Suche nach der höheren Klasse, Nicholas wollte vor allem versuchen durch den Baron in besser bezahlte Bereiche zu kommen, so hatte ich ihn nicht eingeschätzt und das hat mich etwas gestört. Besonders gelungen fand ich die verschiedenen Fährten auf die der Autor den Leser führt und die Entwicklung rund um den Acker! Besonders lange kann man noch rätseln, was ich immer gut finde und somit auch einige Überraschungen zauberte. Fazit: Ich freue mich auf weitere Bücher des Autors und vor allem mehr von Nicholas, denn ich mag ihn und nach zwei Bänden kennt man ihn auch ganz gut. Die Spannung und die Überraschungen haben mir am Besten gefallen und natürlich die Art und Weise des Anwalts!

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„Heute Morgen beim Frühstück hatte ich mich noch wie ein erfolgreicher Anwalt gefühlt, der auf der Karriereleiter auf dem Weg nach oben war. Jetzt wurde mir klar, dass nur eine einzige Sprosse brechen musste und ich abstürzen würde.“ Die Ermordung eines Paketboten, die Zwangsversteigerung eines Ackers, ein bisexueller Videokünstler der durch Bestechung nur knapp dem russischen Gefängnis entgeht, alter deutscher Adel und ein erfolgreicher Anwalt. Schwer vorstellbar, dass das alles zusammenhängen soll. Doch in seinem neuen Thriller Blutacker beweist Lorenz Stassen, dass es so ist. Auf 350 Seiten gelingt es ihm, ein unentwirrbares Netz aus Lügen, Luxus, Mord und Korruption zu spinnen, aus dem es scheinbar kein Entkommen mehr gibt. Dabei fing alles so perfekt und friedlich an: Für den Anwalt Nicholas Meller, den wir bereits aus Angstmörder kennen, geht es nämlich endlich bergauf. Sein beruflicher Erfolg ermöglicht ihm privaten Luxus und bringt ihn in Kontakt mit neuen zahlungskräftigen Mandanten. Gerade als er mit seiner Freundin Nina zusammengezogen ist, erreichen ihn jedoch beunruhigende Neuigkeiten: Ein Paketbote wurde ermordet aufgefunden und das einzige Paket, das fehlt, war an Meller adressiert. Doch viel Zeit sich Gedanken zu machen bleibt Meller nicht, denn er erhält einen ungewöhnlichen Auftrag von Georg Freiherr von Westendorff, einem Baron des alten deutschen Adels. Damit gerät Meller in ganz neue gesellschaftliche Kreise. Doch schon bald muss er jedoch feststellen, dass die Manieren hier alles andere als vornehm sind und jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Doch zum Auszusteigen ist es zu spät und Meller ist gefangen in einem gefährlichen Spiel um Macht, Geld und Prestige, wobei der Einsatz nicht weniger ist als sein Leben und das seiner Freundin… Gekonnt lässt Stassen auch in diesem Thriller in ein scheinbar sorgloses Leben den Horror eindringen. Die besondere Stärke liegt hier in der Verborgenheit, mit der sich das Böse überall einschleicht. Während der erfolgreiche Anwalt noch Feste feiert und mit seinen Mandanten reichlich Champagner fließen lässt, zieht sich die Schlinge um seinen Hals bereits erbarmungslos zu. Leser und Protagonisten wissen bis zum Schluss nicht, wer eigentlich gut und wer böse ist, was ein maximales Maß an Spannung erzeugt. Die kurzen Kapitel, die selten länger als zehn Seiten sind, erzeugen Tempo, ohne dabei jedoch die Gestaltung der Protagonisten zu vernachlässigen. Mit Meller hat Stassen einen durch und durch sympathischen und authentischen Hauptprotagonisten geschafften. Trotz beruflichen Erfolgs ist der Anwalt bodenständig geblieben und bemüht sich, stets richtig zu handeln. Er überzeugt auch als liebender und besorgter Freund, der immer ein offenes Ohr hat. Man wünscht sich, ihm noch in vielen weiteren Romanen zu begegnen. Blutacker - ein temporeicher Thriller, der beweist, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

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"Blutacker" ist ein spannender und abwechslungsreicher Krimi mit einigen actionreichen Szenen, Protagonisten, die sich entwickeln und einigen undurchsichtigen Figuren, die überraschen. Dennoch, am Ende löst sich alles logisch auf. Der Krimi ist nicht zu blutrünstig, aber auch nicht zu soft, genau die richtige Mischung für mich. Die Frage "Wie weit geht man für Macht, Ansehen und Geld" zieht sich durch den ganzen Roman wie ein roter Faden. Nicht nur für die Täter, sondern auch für den Anwalt Nicholas Meller, der - nachdem er durch den letzen Fall einen gewissen Bekanntheisgrad erworben hat - beruflich auf dem Weg nach oben ist und sich nicht nur neue Kanzleiräume zugelegt hat, sondern auch gleich ein Auto als Statussymbol. Gleich zu Anfang des Romans gibt es eine Leiche. Ein ahnungsloser Paketbote wird brutal ermordert, weil der Täter unbedingt ein bestimmtes Paket an sich reißen möchte. Was war darin und warum war der Inhalt so wichtig? Spannung also gleich von Anfang an. Nicholas begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche und bringt sich damit auch diesmal wieder in Gefahr. Autor Lorenz Stassen erzählt aus verschiedenen Erzählperspektiven. Die meisten der Kapitel werden aus Sicht von Nicholas Meller in Ich-Form erzählt, die anderen in der dritten Form aus verschiedenen Sichtweisen von weiteren handelnden Personen, hier sind es vor allem die Übergriffe, die actionreichen Handlungen, die hier sehr spannend erzählt werden. Zudem sorgen gut gesetzte Cliffhanger am Ende von vielen Kapiteln dafür, dass man immer weiterlesen möchte. Viele Figuren sind anfangs nicht sehr symphatisch, scheinen nicht vertrauenserweckend, aber man sollte sich von einigen nicht täuschen lassen, sie überraschen oder entwickeln sich. Mir hat es auch gefallen, dass es nicht nur den "Fall" an sich gab, sondern auch das "Drumherum", wie die Entwicklung der Figuren, die Beziehung von Nicholas und Nina und die Einblicke in verschiedene Lebensumstände. Einziger Kritikpunkt: manche Details, wie z.B. der Aston Martin oder NInas Behinderung wurden mir zu oft in Szene gesetzt, dies war mir zuviel und haben dadurch den Spannungsbogen bei mir zwischendurch abgeflacht. Aber immer wieder gibt es sehr dramatische und dramaturgisch sehr gut beschriebene Szenen, die den Spannungsfaktor immer wieder katapultartig nach oben schnellen lassen - bis am Ende ein spannender Showdown die Auflösung bringt. Dies ist der zweite Band um den Anwalt Meller. Den ersten kenne ich (noch) nicht, aber dennoch bin ich sehr gut mit der Hauptfigur klar gekommen. Neugierig bin ich auf Band 1 aber auf Fälle geworden, denn viele Andeutungen haben mich neugierig gemacht und mir hoffentlich noch nicht zu viel verraten. Daher ist es sicherlich sinnvoll, wenn man die Bücher in der richtigen Reihenfolge liest (wenn man die Wahl hat). Von mir daher 4,5 Sterne (die ich hier leider nicht darstellen kann) und eine Leseempfehlung !

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Nachdem der junge Anwalt Nicolas Meller den Angstmörder zur Strecke gebracht hat, geht es für ihn bergauf. Er hat zahlungskräftige Mandanten, ein neues Büro in der Innenstadt von Köln, mehrere Angestellte und eine neue Wohnung in guter Lage. Privat ist er mit Nina zusammengezogen, einst seine Referendarin und jetzt seine Lebensgefährtin. Doch dann bringt Hauptkommissar Rongen eine beunruhigende Nachricht: Ein Paketbote wurde brutal ermordet und das einzige Paket, dass entwendet wurde, war an Nicolas Meller adressiert. Was hat das alles mit einem neuen Mandanten zu tun? Nicolas Meller stehen unruhige Zeiten bevor. Schon der erste Band um den jungen Anwalt Nicolas Meller hat mir gut gefallen. Und so bietet auch dieses Buch wieder einen ganz besonderen Krimi. Schließlich gibt es nicht so oft junge Anwälte mit besten Kontakten nach Russland. Dazu gibt es noch eine aktuelle interessante Geschichte aus Köln, die hier der Auslöser für mehrere Verbrechen ist. Nic ist unkonventionell und gibt für seine Mandanten wirklich alles. Und so lässt sich dieses Buch wieder sehr gut lesen und wird im zweiten Teil dann auch richtig spannend. Ich freue mich auf jeden Fall auf den nächsten Fall für Nic Meller.

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Anwalt Nicholas Meller ermittelt wieder

Von: Karin Wenz-Langhans aus Limbach

03.02.2019

Für den Anwalt Nicholas Meller läuft es beruflich richtig gut, nachdem er im Vorjahr den Angstmörder zur Strecke bringen konnte. Dann jedoch wird ganz in der Nähe seiner Kanzlei ein Postbote ermordet und das einzige Paket, das fehlt, war an Nicholas adressiert. Ein Jahr ist vergangen, seit Nicholas Meller und seine Partnerin Nina Vonhoegen dafür gesorgt haben, dass der Angstmörder überführt wurde. Der Erfolg für den Anwalt ist ein Jahr nach den schrecklichen Geschehnissen deutlich sichtbar: Umzug in eine schickere und größere Kanzlei, die Beschäftigung einer weiteren Anwältin und einer kompetenten Büroleiterin. Privat wohnen Nina und Nicholas inzwischen zusammen, allerdings hat sich Nina aus der Kanzlei zurückgezogen und bereitet sich auf ihr Examen vor. Zudem befindet sie sich aufgrund der traumatischen Ereignisse des Vorjahres immer noch in Therapie. Damit wurde recht schnell deutlich, dass Nina in diesem zweiten Band womöglich keinen so großen Raum einnehmen wird, was ich persönlich schade fand. Am Ende des Buches wird aber klar, warum sich der Autor für diesen Weg entschieden hat. Ich habe mich gefreut, dass es für Nicholas Meller und seine Kanzlei inzwischen aufwärtsgegangen ist, aber ein wenig habe ich auch das Chaos des alten Büros und den alten legeren Meller vermisst. Aber immerhin gibt es noch seine russischen „Freunde“ und Mandanten von früher, zuverlässig, zwielichtig und gefährlich, und dennoch habe ich mich über ihre Auftritte gefreut. Als Nicholas Meller von dem toten Zusteller und dem verschwundenen Paket erfährt, versucht er mehr über den nichtexistenten Absender in Erfahrung zu bringen. Gleichzeitig gewinnt er einen Adeligen als Mandanten, der ihn um Mithilfe bittet, um einen Freund aus russischer Untersuchungshaft freizubekommen. Als der Baron ihn und Nina aus Dankbarkeit zu einem seiner exklusiven Wochenenden einlädt, sieht Nicholas die Chance, an noch betuchtere Mandanten zu kommen. Ich war mir nicht sicher, ob mir diese Entwicklung von Nicholas gefällt – und ich habe mich gefragt, wie Nina dazu steht. Und dann gibt es noch diesen ominösen Acker, direkt am Rhein und in einem Überschwemmungsgebiet gelegen und damit scheinbar wertlos, an dem jedoch ein großes Interesse besteht. Ich hatte lange Zeit überhaupt keine Ahnung, was es mit diesem Acker auf sich haben bzw. in welcher Verbindung er mit dem verschwundenen Paket in Verbindung stehen könnte. Ebenso habe ich mich von dem Autor immer wieder auf falsche Fährten schicken lassen und das bis zum Schluss. Lorenz Stassen liefert damit eine raffinierte und spannende Handlung ab, deren Auflösung am Ende dann recht überraschend, aber überzeugend war. Nun heißt es warten auf den dritten Band – ich freue mich jedenfalls sehr auf das Wiedersehen mit den bekannten Charakteren.

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