Leserstimmen zu
Opferfluss

Lorenz Stassen

Nicholas-Meller-Serie (3)

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Leseempfehlung- sehr spannend

Von: Engel1909

11.03.2020

Mit diesem Band "Opferfluss" handelt es sich um den 3. Band der Reihe um den Anwalt Nicolas Meller. Schon zu Beginn des Buches zeigt sich, um was es in diesem Thriller geht. Das Buch liest sich sehr spannend und kurzweilig. Die Struktur des Buches ist gut und schlüssig aufgebaut. Ich finde es allerdings sehr wichtig, die Bände 1 und 2 vorher zu lesen.

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Darum geht's: Anwalt Nicholas Meller und Kommissar Rongen standen sich bisher auf verschiedenen Seiten gegenüber. Deshalb wundert sich Meller, dass sich Rongen ausgerechnet ihn als Anwalt nimmt. Rongen steckt tief in der Klemme. Er hat nachts im Wald einen flüchtenden Verdächtigen erschossen, weil der ihn mit einer Waffe bedroht hatte. Doch obwohl die Suche nach der Waffe umgehend beginnt, lässt sie sich nicht auffinden. Hat Rongen etwa die Gelegenheit genutzt, den flüchtenden Polizistenmörder selbst zu richten? Nicholas Meller nimmt den Fall an. So fand ich's: Auch wenn Meller und Rongen keine Freunde sind, hat sich Nicholas Meller doch den Respekt des Kommissars erarbeitet. Wir kennen beide Akteure schon aus den ersten beiden Büchern dieser Reihe und Nicholas hat sich vom Faulpelz, der am liebsten vor seiner Spielekonsole den Tag verdaddelt, zu einem hartnäckigen und findigen Anwalt entwickelt. Man kann "Opferfluss" zwar als Einzelband lesen, denn es gibt genug Informationen, um die Vergangenheit in Zusammenfassung serviert zu bekommen, doch weil die Wurzel zu diesem Kriminalfall schon in Band 1 liegt und auch das komplizierte Verhältnis von Nicholas zu seiner mal-ja-mal-nein Freundin Nina sich durch alle Bände zieht, empfehle ich doch, die ganze Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Nina wurde mit einem verkümmerten Arm geboren und diese sichtbare Behinderung löst immer wieder unsichere oder ablehnende Reaktionen bei Menschen aus und entlarvt sie. Diese Nebenhandlung bringt immer wieder interessante und sehr menschliche Aspekte dazu und das gefällt mir sehr gut. Durch seine russische Herkunft hat sich Nicholas einen Kundenstamm erschlossen, mit dem er nicht immer glücklich ist und den er oft genug auch gerne los werden möchte, doch der Ehrenkodex der zwielichtigen Geschäftemacher ist auch immer mal wieder von Vorteil für ihn. Rongen dagegen ist dem Gesetz verpflichtet und Nicholas kann nicht glauben, dass er eine so dumme Art von Selbstjustiz üben würde. Die Frage, wer von Rongens Verurteilung profitieren würde, bringt Nicholas auf eine Spur. Die Kapitel sind kurz, die Handlung hat von Anfang an ein gewisses Tempo, das einen gleich mitreißt. Auch wenn es Tote gibt, bleibt alles realistisch und man kann den Ermittlungen wunderbar folgen. Am Ende ist der Fall aufgeklärt, doch die letzten Sätze lassen vermuten, dass "Opferfluss" nicht der letzte Band dieser Reihe gewesen ist. Ich würde mich freuen, wenn es noch mehr Bände mit dem interessanten Protagonisten Nicholas Meller, seiner Freundin / Kollegin Nina und den anderen spannenden Nebenfiguren gibt. Gute Unterhaltung ist da nämlich garantiert.

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Was geschieht, wenn der Einzige Mensch, der dir noch helfen kann, nicht gerade dein bester Freund ist? Opferfluss von @lorenz_stassen, erschienen im @heyne.verlag, ist der 3. Teil um den Rechtsanwalt Nicholas Meller. Nachdem Hauptkommissar Rongen in Notwehr einen Mann erschossen hat, der des Mordes an 2 Polizisten und einem versuchten Mord verdächtigt wurde, wendet er sich an Nicholas Meller. Da sie in der Vergangenheit nicht gerade gut miteinander ausgekommen sind, ist Meller klar, dass Rongen richtig in der Patsche sitzt. Spätestens als Rongen auch noch für den Mord an einer Frau zur Rechenschaft gezogen werden soll, ist klar, dass es jemand gezielt auf Rongen abgesehen hat. Eine gut durchdachte Handlung, die so durchaus auch real in Deutschland passieren kann. Bestechliche Beamten, Gewalt Korruption, Vertuschung von Straftaten und die Einmischung der Russen Mafia sind alles keine Fremdwörter mehr, vor allem in den Großstädten. Die Charaktere sind deshalb auch sehr authentisch. Der narzistische Staatsanwalt, guter Cop, böser Cop, die böse Presse und als kleine Enklave der Guten, die Kanzlei von Meller. Nicholas war mir in diesem Teil auch wieder sehr sympathisch, hat nicht mehr so viel über materielle Dinge nachgedacht, sondern sich durch gute Arbeit hervorgetan. Mit Opferfluss ist Stassen auf alle Fälle ein würdiger 3. Teil gelungen. Es ist eines dieser Bücher, die man komplett in einem Rutsch lesen kann, da der Schreibstil angenehm flüssig ist, die Kapitel relativ kurz sind und der Spannungsbogen von Beginn an hoch ist und durch viele Wendungen es bis zum Ende auch spannend bleibt. Der Thriller hat alles was ein guter Thriller braucht - Gewalt, Blut, Hass, Korruption, Intrigen, Leidenschaft und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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Im Dezember 2019 wird in Köln während einer Geschwindigkeitskontrolle ein Polizeikommissar erschossen; man verdächtigt zunächst einen Autofahrer, der die Daten an sich bringen wollte. Doch als ein paar Tage später ein zweiter uniformierter Polizeibeamter nach Dienstschluss erschossen wird, weist die Spurenlage auf den gleichen Täter hin. Der Verdacht festigt sich, als kurz darauf vor einer Diskothek ein weiterer Anschlag auf einen Zivilbeamten erfolgt, der schwer verletzt überlebt. In Tatverdacht gerät bald der vor 3 Monaten aus der Haft entlassene Frank Brenner. Während einer Observation gerät er eines Nachts ins Visier von Hauptkommissar Thomas Rongen, der den flüchtenden Verdächtigen im Alleingang bis in ein Waldgebiet verfolgt und schließlich erschießt. In Notwehr, wie er behauptet, denn Brenner habe mit einer Pistole auf ihn gezielt, als er plötzlich vor ihm gestanden hat. Nur: Bei Brenner und in der Umgebung des Geschehens wird keine Waffe gefunden. Der vom Dienst suspendierte Thomas Rongen wendet sich an den Anwalt Nicholas Meller. Auch ihm scheint die Darstellung seines Mandaten bzgl. der Vorgänge im Wald zweifelhaft. Und was hat es mit der angeblichen Beifahrerin Brenners auf sich, die ebenfalls ins Gehölz gelaufen sein soll? Für Nicholas Meller und sein Team ein kniffliger Fall, der zunächst immer komplexer und undurchsichtiger wird. Resümee: Lorenz Stassen hat als Drehbuchautor u.a. für „Soko Stuttgart“ und „Soko Köln“ gearbeitet, was man dem Buch anmerkt: Er versteht es, durch ein wohl dosiertes Wechselspiel von Dramatik, Spannung und Entspannung, Gewalt und Leidenschaft den Leser von Anfang bis Ende bei der Stange zu halten. Überraschende Entwicklungen und neue Erkenntnisse lösen immer neue Wendungen aus, führen teilweise das scheinbar Offensichtliche sogar ad absurdum. So müssen sich Nicholas Meller und sein Team ebenso wie der Leser stets neu in den jeweils aktuellen Stand eindenken und neue Lösungsansätze finden. Genau wie der Anwalt fragt man sich bis zum Schluss, ob der erschossene Frank Brenner wirklich der Polizistenmörder gewesen ist und den ihn verfolgenden Hauptkommissar Thomas Rongen im Wald mit einer Pistole bedroht hat. Oder hat Rongen den Vorgang zu seinen Gunsten dargestellt, Brenner vielleicht sogar absichtlich getötet um die Anschläge auf seine Kollegen zu rächen? Welche Rolle spielt die ebenfalls in den Wald geflüchtete Frau? Erzählt wird das Geschehen abwechselnd in der Er-Form und aus der Sicht von Nicholas Meller. Er und seine On/Off-Partnerin Nina Verhoegen trennen sich nun zwar endgültig, bleiben aber freundschaftlich verbunden. Die junge Frau arbeitet seit 3 Monaten im Polizeipräsidium und kann Meller daher auch in diesem Fall so manches Mal helfen. Allerdings macht ihr die Arbeit dort nur wenig Spaß, sodass sie demnächst als Anwältin in die Kanzlei Mellers einsteigen wird. Fazit: ein spannender Thriller mit authentischen Protagonisten

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Opferfluss“, ein Buch, dessen Cover mit den harmonisch gestalteten Farben hervorsticht. Allerdings rätselte ich bis zum Schluss, warum dieses Bild ausgewählt wurde, was sich zum Ende des Buches jedoch auflöste. Das Motiv ist auf jeden Fall passend und schön ausgewählt. Was mir immer sehr gut gefällt, ist, wenn der Titel - wie hier in marmoriertem blutrot - haptisch hervorsticht. Denn das Auge liest mit! Lorenz Stassen, der Autor von Opferfluss ist freischaffender Drehbuchautor u. a. für SOKO Köln und SOKO Stuttgart. "Opferfluss" ist der dritte Band in einer Kriminalreihe um Anwalt Nicholas Meller und Nina Vonhoegen. Zum Inhalt: Anwalt Meller hat sich durch die Aufklärung von zwei Kriminalfällen zum Staranwalt hochgearbeitet. Allerdings hat er sich dabei bei der Polizei nicht gerade beliebt gemacht. Deshalb wundert er sich als Kriminalkommissar Rongen ihn um Hilfe bittet, denn dieser ist des Mordes angeklagt. Meller gerät im Laufe der Ermittlungen in einen Strudel von Gewalt, Mord, Intrigen und Korruption. Er gerät zunehmends selber in Gefahr. Rezi: Lorenz Stassens Plot beginnt von der ersten Seite an spannend, aufregend, gewaltig und grausam. Hier lässt sich bereits erkennen, dass das Buch nichts für schwache Nerven ist. Der Erzählstil von Stassen ist leicht verständlich und durch den aufbauenden bzw. spannungserhaltenden Schreibstil fliegt man nur so über die Seiten. Ein wahrer Pageturner. Sehr schön finde ich auch die Übersichtlichkeit der Kapitel im Inneren des Buches, sowie die gewählte Schriftgröße. Dies ist für mich persönlich immer sehr wichtig, denn nichts ist schlimmer als ein gutes Buch mit Lupe lesen zu müssen. Die vielen bunten Charaktere, die Stassen in seinem Plot mitspielen bzw. ermitteln lässt kommen authentisch und glaubwürdig rüber, ob Gewalttäter, Anwalt oder Ermittler. Ebenso wie die Tatortbeschreibungen, die durch detaillierte Angaben zur Schauderatmosphäre werden. Der Autor ist Meister in seinem Fach, dies merkt man an der brisanten Thematik, die geschickt verstrickt, gut durchdacht und professionell mit überraschenden Wendungen aufgeklärt werden! Fazit: Ein beängstigender, jedoch realitätsnaher Thriller. Ich würde fast sagen, ein True Crime Thriller. Klare Leseempfehlung! 5 Sterne von mir!

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Als Nicholas Meller erfährt, wer um seine Hilfe gebeten hat, ist er sichtlich überrascht. Kommissar Rongen, der nicht gerade zu seinen besten Freunden zählt, benötigt dringend die Hilfe von Nicholas, da er wegen Mordes angeklagt wurde. Ihm wird vorgeworfen, einen Verdächtigen eigenmächtig verfolgt und erschossen zu haben. Seine Kollegen bezweifeln die Aussage, dass er in Notwehr gehandelt hat, da bei dem Verdächtigen keinerlei Waffe zu finden ist. Zu Beginn eher skeptisch auf die Zusammenarbeit, hängt sich Nicholas doch wie gewöhnlich richtig in die Auflösung des Falles und gerät schnell in ein Netz aus Korruption, Lügen, Gewalt und Leidenschaft. Da ich die beiden ersten Teile der Nicholas-Meller-Reihe schon begeistert gelesen habe, habe ich dem Erscheinungstermin dieses Bandes schon entgegengefiebert. Die beiden Charaktere, Nicholas und seine on/off-Freundin Nina, mittlerweile Juristin bei der Polizei, haben mich schon vom ersten Band an begeistert, da es sich endlich mal um Nicht-perfekte Charaktere handelt. Der Schreibstil von Lorenz Stassen gefällt mir wie immer super. Er schafft es, dass man von der ersten Sekunde in der Geschichte gefangen ist und überrascht einen mit vielen unvorhergesehenen Wendungen. Wieder mal ein Buch, das man ungern aus der Hand legt. Das Buchcover passt perfekt zu den Vorgänger-Büchern. Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Buch. Ich hoffe, noch mehr Teile von Nicholas und Nina lesen zu können.

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"Opferfluss" ist der dritte Teil der Thrillerreihe um Anwalt Nicholas Meller des Autors Lorenz Stassen und erschien 2020 als Paperback mit 384 Seiten im Heyne Verlag der Random House Gruppe. Titel und Cover sind reihentypisch gestaltet worden und diesmal überwiegt zum Thema "Fluss" die Farbe Blau in verschiedenen Nuancen. Lediglich zwischen Handlung und Titel erschloss sich mir keine direkte Verbindung. Nach einem recht brutalen und beängstigenden Einstieg in das Buch bekommt die Spannungskurve kurzzeitig erstmal wieder einen Knick nach unten. Denn die Zusammenhänge zu dem Rückblick und dem neuen Mandat für Nicholas Meller sind unklar und die Handlung verläuft sanfter weiter. Die Ermittlungen um drei Polizistenmorde und der Anklage gegen Kommissar Rongen gestalten sich zu Anfang sehr undurchschaubar und lassen wenig Lösungsspielraum zu, was den/die Leser/in lange an das Buch fesselt um die Hintergründe zu erfahren. Lorenz Stassen bleibt seinem Stil weiterhin treu, wodurch die Fortsetzung, ebenfalls wie die Vorgänger, sowohl in der Ich- als auch in der Erzählperspektive verfasst sind. Doch dies hat weiterhin keinen negativen Einfluss auf die Verständlichkeit. Während ich bei "Blutacker" noch das Gefühl hatte die Behinderung von Nina würde in den Hintergrund treten, so fand ich den Fokus hier wieder deutlicher darauf gerichtet, was für mich dies Mal ein kleines Manko war, denn es wirkte stark provoziert. Bei Nicholas Meller hingegen empfinde ich eine, wenn auch geringe, Weiterentwicklung des Charakters, was ich auf seinen beruflichen Aufstieg und somit steigendes Selbstvertrauen zurückführen würde. "Opferfluss" ist eine gestandene Fortsetzung mit kleinen Schwächen, aber trotzdem spannend und empfehlenswert. Von mir erhält der Thriller 4 Sterne.

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Ivana

Von: wal.li

10.02.2020

Drei Polizisten wurden angegriffen, zwei von ihnen starben bei den Angriffen. Kommissar Thomas Rongen untersucht die Verbrechen. Einem Verdächtigen ist er auf der Spur. Frank Brenner wurden von zwei der Beamten ins Gefängnis gebracht. Er hat seine Strafe abgesessen und könnte auf Rache sinnen. Rongen verfolgt den Verdächtigen eigenmächtig in ein Waldstück. Eigentlich sollte er auf Verstärkung warten. Als er Brenner stellt, hat dieser eine Waffe in der Hand. Rongen schießt in Notwehr und der Verdächtige stirbt. Zu Rongens Erstaunen entwickeln sich die Ermittlungen der Kollegen aus Bonn anders als erwartet. Sie scheinen in Zweifel zu ziehen, ob er tatsächlich in Notwehr gehandelt hat. In seinem dritten Fall wird Nicholas Meller zum Anwalt des Polizisten Thomas Rongen. Seine on/off Freundin Nina arbeitet inzwischen als Juristin im Polizeipräsidium. Doch Dienstliches und Privates müssen getrennt sein. Und so versucht Meller mit seinem Mandanten zusammenzuarbeiten. Rongen und er sind schon früher zusammengetroffen. Befreundet sind sie nicht, aber inzwischen haben sie Respekt füreinander entwickelt. Wieso Rongens Stand bei den Kollegen nicht so gut ist, bleibt zunächst ein Rätsel. Der überlebende der drei angegriffenen Beamten hat Brenner schließlich als Täter identifiziert, also muss Rongen doch auf der richtigen Spur gewesen sein. Der in Tomsk geborene Anwalt Nicholas Meller ist schon ein Charakter für sich. Obwohl schon als Kind nach Deutschland gekommen, verleugnet er seine Herkunft nicht. Vielleicht beflügelt diese Mischung der Einflüsse seine Findigkeit als Jurist noch. Auch wenn er mehrfach betont, dass er als Verteidiger nicht ermitteln, sondern nur berechtigte Zweifel wecken muss, forscht er doch solange nach, bis er eine plausible Lösung gefunden hat. Es ist eines dieser Bücher, die man fast in einem Rutsch durchliest. So interessant und spannend ist die Ausgangsposition und die überraschenden Entwicklungen, die sich aus ihr ergeben. Man hofft zwar, dass ein Polizist nicht vor allem geschützt ist, man rechnet jedoch nicht damit, dass er so plötzlich von der Behörde fallen gelassen wird. Wie kann das denn sein? Man ist gepackt und will es wissen.

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