Leserstimmen zu
Das rote Adressbuch

Sofia Lundberg

(66)
(7)
(0)
(0)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Doris ist mittlerweile 96 Jahre alt und lebt alleine in Stockholm. Ihre Nichte Jenny mit den 3 Kindern lebt in den USA und ist ihre einzige noch lebende Verwandte, beide skypen regelmässig. Jeden Tag legt Doris Dinge auf ihren Küchentisch, unter anderem ihr rotes Adressbuch, welches sie damals von ihrem Vater zum Geburtstag geschenkt bekam. Damit Jenny mehr von Doris erfährt beginnt sie ihre Geschichte und die der Menschen die im Adressbuch stehen, aufzuschreiben...und kann ihre große Liebe Allan nicht vergessen... Auf dieses Buch bin ich schon so lange neugierig. Alleine weil ich seit meiner Jugend selbst ein Adressbuch habe, aktiv Briefe schreibe ( auf die altmodische Art) und oft in dem Adressbuch blättere, nachdenke und mich an gewisse Menschen erinnere. Der Schreibstil ist von Beginn an einnehmend, leicht, gefühlvoll und macht neugierig auf die ganze Geschichte. Es fiel mir sehr schnell sehr schwer das Buch aus den Händen zu legen da Doris 1918 in Schweden geboren wurde, man hat also die Möglichkeit zu erfahren was Doris in ihrer ganzen Zeit erlebt hat, denn sie hat viel gesehen und miterlebt, alleine hier ist man als Leser doch neugierig. Und in meinen Augen wird man mit seiner sehr schönen Geschichte belohnt die sich ins Herz und in den Kopf schleicht. Doris ist mit ihren 96 Jahren gebrechlich, der Körper will nicht mehr und für sie zählt nur noch dass Jenny, ihre Nichte, alles aus ihrem Leben erfährt, das Schöne wie Traurige, das Tolle wie Hässliche, die Angst und die Hoffnung. Mir war Doris sehr sympathisch, eine starke Persönlichkeit die es aber hasst alt zu sein, alleine, und das es nicht mehr so geht wie sie möchte. Wir beginnen zusammen mit Doris 1928, als sie zu ihrem 10.ten Geburtstag, das Adressbuch geschenkt bekommt. Kurz nach diesem Geschenk beginnt für Doris, damals keine 13 Jahre alt, eine andere, neue Zeit die sie nach Frankreich, in die USA und über England nach Schweden zurückbringt. Auf ihrem Weg begegnet sie vielen Menschen die Gutes wie auch Schlechtes wollen und alle erhalten einen Eintrag in ihr Adressbuch. Die Autorin ist sehr gekonnt die verschiedenen Epochen und Zeitgeschehnisse mit der Geschichte von Doris zu verknüpfen. Wir erhalten einen Einblick in die hohe Gesellschaft von Schweden, Künstler, Sänger, angesehene Leute die sich auf Partys treffen und die Doris bedient. Freundschaften die entstehen, bestehen bleiben, enden...Arbeitsverhältnisse die sich ändern, wo Doris kein Mitspracherecht hat sondern so agieren muss wie man es von ihr verlangt. Man merkt als Leser sehr schnell was Doris in jungen Jahren alles erlebt, es ist aufregend, neu, unbekannt und doch erschwerend und belastend. Bei jedem neuen Namen ist man als Leser gespannt was sich dahinter alles versteckt, was Gutes oder was Böses? Wo wird es Doris hinbringen? Wie endet ihre Begegnung? Wie und warum ist diese Person verstorben? Alle Menschen, denen Doris begegnet sind facettenreich, mal starke mal weniger starke Persönlichkeiten, sie begeistern, faszinieren oder stoßen einen ab. Der Tod und das Schicksal sind ständige Begleiter von Doris und auch viele Geheimnisse die ihre Schwester und ihre Nichte Jenny beinhalten werden zum Ende aufgedeckt. Natürlich kommt die Liebe nicht zu kurz, aber es ist keine Liebesschnulze was man hier erwarten kann oder wird, es ist eher eine Hommage an das Leben, an die Menschen die einem begegnen, verändern, etwas ermöglichen oder eben auch zerstören, dass man aus vielen Dingen als neuer Mensch hervorgehen kann oder wird. Dass eine Liebe, die kurz und unerwartet über einen hereinbricht das ganze Leben an der eigenen Seite sein kann, dass die Seele und das Herz nicht vergessen und ja, es ist trotzdem überhaupt nicht kitschig oder klischeehaft. „Ich wünsche dir von allem genug. Genug Sonne, die Licht in deine Tage bringt, genug Regen, damit du die Sonne schätzen kannst, genug Glück, das deine Seele stärkt, genug Schmerz, damit du auch die kleinen Freuden des Lebens genießen kannst, und genug Begegnungen, damit du die Abschiede besser verkraftest“. (Seite 46) Dieser kleine Abschnitt bringt die ganze Geschichte gekonnt auf den Punkt und ich möchte das Buch sehr gerne jedem empfehlen!

Lesen Sie weiter

Es gibt Bücher, die sich mitten in das Herz bohren und mehr als einen bewegenden Moment während des Lesens hinterlassen. "Das rote Adressbuch" ist eines der Bücher, die mich emotional absolut überzeugen konnten, denn die Story macht mir meine eigene Sterblichkeit bewusst und zeigt auf, wie wertvoll Erinnerungen sein können. Es war wundervoll in Doris Lebensgeschichte einzutauchen, die ein anderes schweres Zeitalter beschreibt und dennoch sehr authentisch auf mich wirken konnte. Krieg, Trauer und Verlust zeichnen ihren Weg und dennoch beinhaltet jedes geschriebene Wort an ihre Großnichte Jenny, ganz viel Hoffnung und auch Mut, denn für Frauen war das Leben zur damaligen Zeit nicht einfach. Viele Stolpersteine säumen Doris Weg, dennoch geht sie voran und niemals zurück. Bewegend ist auch Doris erste große Liebe, die sie niemals vergessen hat und dessen Aufarbeitung eine ungewöhnliche und emotional starke Wendung nimmt. Wer nah am Wasser gebaut ist wie ich, wird sicherlich hier und da ein Taschentuch benötigen. Ich habe 2019 sehr viele gute Bücher gelesen, aber "Das rote Adressbuch" hat sich mir wirklich ganz tief ins Herz gebrannt. Ich freue mich darauf, bald wieder von der Autorin zu lesen, da ich auch in ihrem neusten Werk eine emotional gelungene Story erwarte. Aufgebaut ist Doris Lebensgeschichte tatsächlich anhand des roten Adressbuches, welches Doris von ihrem Vater als junges Mädchen geschenkt bekam. Da Doris nun mittlerweile ein stattliches Alter von über 90 Jahren erreicht hat, sind viele Namen, die sich im Adressbuch finden nicht mehr lebend aufzufinden, wobei die Erinnerungen aber bleibend sind . Jedes Kapitel ist einem Namen gewidmet, welches mit guten und weniger guten Erlebnissen bestückt wurden. "Das rote Adressbuch" ist absolut lebendig gehalten und geht oftmals auch sehr in die Tiefe. Manche Erlebnisse sind grausam, regelrecht barbarisch, zeigen aber dadurch Doris Überlebenswillen auf. Eine sehr starke Frau und eine wunderbare Protagonistin, deren Leben interessant und oft auch überwältigend dargestellt wurde. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an einen Roman, der für mich definitiv zu meinen Highlights 2019 zählen wird. Es ist eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle und eine Lebensbeichte, die mir sehr nahe gingen und mich rundum überzeugen konnte.

Lesen Sie weiter

Es gibt Bücher, die sich mitten in das Herz bohren und mehr als einen bewegenden Moment während des Lesens hinterlassen. "Das rote Adressbuch" ist eines der Bücher, die mich emotional absolut überzeugen konnten, denn die Story macht mir meine eigene Sterblichkeit bewusst und zeigt auf, wie wertvoll Erinnerungen sein können. Es war wundervoll in Doris Lebensgeschichte einzutauchen, die ein anderes schweres Zeitalter beschreibt und dennoch sehr authentisch auf mich wirken konnte. Krieg, Trauer und Verlust zeichnen ihren Weg und dennoch beinhaltet jedes geschriebene Wort an ihre Großnichte Jenny, ganz viel Hoffnung und auch Mut, denn für Frauen war das Leben zur damaligen Zeit nicht einfach. Viele Stolpersteine säumen Doris Weg, dennoch geht sie voran und niemals zurück. Bewegend ist auch Doris erste große Liebe, die sie niemals vergessen hat und dessen Aufarbeitung eine ungewöhnliche und emotional starke Wendung nimmt. Wer nah am Wasser gebaut ist wie ich, wird sicherlich hier und da ein Taschentuch benötigen. Ich habe 2019 sehr viele gute Bücher gelesen, aber "Das rote Adressbuch" hat sich mir wirklich ganz tief ins Herz gebrannt. Ich freue mich darauf, bald wieder von der Autorin zu lesen, da ich auch in ihrem neusten Werk eine emotional gelungene Story erwarte. Aufgebaut ist Doris Lebensgeschichte tatsächlich anhand des roten Adressbuches, welches Doris von ihrem Vater als junges Mädchen geschenkt bekam. Da Doris nun mittlerweile ein stattliches Alter von über 90 Jahren erreicht hat, sind viele Namen, die sich im Adressbuch finden nicht mehr lebend aufzufinden, wobei die Erinnerungen aber bleibend sind . Jedes Kapitel ist einem Namen gewidmet, welches mit guten und weniger guten Erlebnissen bestückt wurden. "Das rote Adressbuch" ist absolut lebendig gehalten und geht oftmals auch sehr in die Tiefe. Manche Erlebnisse sind grausam, regelrecht barbarisch, zeigen aber dadurch Doris Überlebenswillen auf. Eine sehr starke Frau und eine wunderbare Protagonistin, deren Leben interessant und oft auch überwältigend dargestellt wurde. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung an einen Roman, der für mich definitiv zu meinen Highlights 2019 zählen wird. Es ist eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle und eine Lebensbeichte, die mir sehr nahe gingen und mich rundum überzeugen konnte.

Lesen Sie weiter

Leseempfehlung

Von: Tanja

15.12.2019

Highlight - Absolute Leseempfehlung Rezension: Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Goldmann Verlag und dem Bloggerportal Randomhouse als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst nicht meine Bewertung. Um den Inhalt nicht vorweg zu nehmen, verweise ich hier auf den Klappentext/Kurzbeschreibung, dem Leser soll die Möglichkeit gegeben werden, in den Genuss der Geschichte zu kommen. Anhand des Klappentextes wollte ich die Geschichte unbedingt lesen. Das Buch beginnt mitten im Geschehen in Doris Wohnung in der Gegenwart, sodass mir der Einstieg leicht fiel. Den Schreibstil habe ich als sehr gefühlvoll, tiefgründig und leicht verständlich empfunden. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, dieses hat mir sehr gut gefallen, denn so hatte ich die Möglichkeit der Geschichte bündig zu folgen, sodass am Ende keine Fragen offen blieben. Orte und Situationen wurden bildlich und detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt. Oft hatte ich das Gefühl, mich mittendrin zu befinden. Diese Geschichte beinhaltet unglaublich viel Liebe, diese ist spürbar und das in jedem Wort und jeder Zeile. Doris hat es in ihrem Leben von Anfang an nicht leicht und trotzdem verliert sie nie das Wesentliche aus den Augen, die Kraft Schicksalsschläge zu meistern und den Glauben an sich selbst und die Liebe nie zu vergessen. " Beschäftige dich mit deinem Inneren. Am Ende ist es das, was zählt. Du wirst nie mehr sein als dein Inneres". Nebencharaktere wurden authentisch und fließend mit eingebracht. Das Cover, Buchtitel und Buchinhalt passen zueinander. Mein Fazit: Diese Geschichte gehört zu meinen Lesehighlight in diesem Jahr. Sie regt zum Nachdenken an, wühlt auf und bleibt mir noch lange im Kopf Ich vergebe gerne 5 von 5 Sterne.

Lesen Sie weiter

Das rote Notizbuch, dass Doris von ihrem Vater geschenkt bekommt, begleitet sie fast ihr ganzes Leben. Inzwischen sind viele der Namen durchgestrichen. Die Personen sind tot. Doris erinnert sich zurück an die Menschen, denen sie begegnet ist. Als Ich-Erzählung schildert uns die Autorin Doris Reise aus den einfachen Verhältnissen in Stockholm nach Paris und weiter in die USA. Die Szenen aus der Gegenwart sind in der dritten Person geschrieben. Dadurch wird zum Beispiel die Erinnerung der jungen Doris, in Paris das erste Mal in ein Auto gestiegen zu sein, kontrastiert vom Leben in der Gegenwart, in der man skypt und auf die Kanaren in die Urlaub fliegt. Ohne spoilern zu wollen, möchte ich nur sagen, dass das Buch von Erinnerungen und von Banden zwischen Menschen erzählt. Von äußeren Ereignissen, die das Schicksal lenken. Von Liebe und Einsamkeit. Ich fand das Buch sehr berührend und tragisch. Also - Taschentücher bereitlegen. Die Buchidee der Autorin Sofia Lundberg beruht auf Personen, die tatsächlich gelebt haben. So war die Schwester von Lundbergs Großmutter das Vorbild für Doris. Und auch das rote Adressbuch hat es wirklich gegeben. Ich habe übrigens gerade gesehen, dass im Frühjahr 2020 ein neues Buch der Autorin bei Goldmann erscheint.

Lesen Sie weiter

Lieber Leser,

Von: C. Widmann

12.07.2019

eine alte Frau schreibt ihre Erinnerungen auf. Gleichzeitig geht es um die Gegenwart: ihre Großnichte Jenny, die einzige lebende Verwandte, kämpft um ihre Unabhängigkeit und um ihre Ehe. Sofia Lundberg erzählt die Geschichte der beiden Frauen in klarem Stil, den man gerne liest. Wir begleiten Doris durch die dreißiger und vierziger Jahre: als Dienstmädchen in Schweden, dann in Paris. Ihre Madame verkauft sie weiter, Doris wird Mannequin. Den Rücken durchgedrückt, die Schuhe zwei Nummern zu eng, muss sie im Kaufhaus stehen wie eine Kleiderpuppe. Kein Model-Leben, von dem man träumen würde. Auch die große Liebe bringt Doris zwar Abenteuer, aber nicht das große Glück. Während Doris' bewegtes Leben mich durch das ganze Buch in Atem hielt, fand ich Jennys Teil der Geschichte zu einfach. Die Teile, die Doris' Gegenwart als Sechsundneunzigjährige erzählen, schlugen mich wider Erwarten in ihren Bann. Ich empfehle das rote Adressbuch als den Lebensroman einer beschreibenswerten Frau. Hochachtungsvoll Christina Widmann de Fran

Lesen Sie weiter

eine grosse liebe

Von: judith biegel aus winterthur

21.05.2019

wunderbare geschichte! ich kann sie nur empfehlen!

Lesen Sie weiter

Lebensbegleiter

Von: Ines

30.04.2019

Hast Du genug geliebt in Deinem Leben? Gute Frage. Ich denke ja. Verziehen habe ich in meinem bisherigen Leben vermutlich nicht genug, geliebt ja. Das rote Adressbuch von Hauptfigur Doris ist der Leitfaden der Geschichte. Sie bekommt es als Kind von ihrem Vater geschenkt, der kurz darauf verstirbt. In diesem Adressbuch finden sich die Namen der Personen wieder, die ihr spannendes Leben begleitet haben. Kurz vor ihrem Lebensende schreibt sie für ihre Großnichte Jenny, zu der sie ein sehr enges Verhältnis hat, die Geschichten auf, die sie mit den Menschen aus dem Adressbuch verbindet. Die Lebensgeschichte beginnt im Stockholm der 1920er Jahre. Doris’ Weg führt sie nach Paris, New York, England und am Ende wieder nach Stockholm in die Gegenwart. Gegen Ende gibt sie Jenny die Worte “Das Leben ist nicht dazu da, dass es dich unterhält, du musst das Leben unterhalten.” mit auf ihren Weg. Die Worte gefallen mir, weil sie dafür stehen, dass jeder sein Leben selbst in der Hand hat und für die Gestaltung verantwortlich ist. Selbst wenn uns Dinge von fremder Hand geschehen, die wir nicht wollten, liegt der Umgang damit in unserer Hand. Die Geschichte hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Jetzt freue ich mich darauf, dass von der Autorin im Mai 2019 ein weiteres Buch erscheint. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie weiter