Leserstimmen zu
Die Letzten ihrer Art

Maja Lunde

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"Hier gibt es nur Asphalt und Steine, eine Härte, die unter den Fußsohlen beginnt und sich bis in den Nacken fortpflanzt. Ich vermisse Erde und Gras, eine weiche, schwingende Unterlage, die etwas nachgibt. Ich hasse diese asphaltierten Flächen, auf denen die Städte erschaffen werden." Aus Maja Lunde, Die Letzten ihrer Art, S. 586f. Ich mag die Sprachmelodie der norwegischen Autorin Maja Lunde. In ihren Werken "Die Geschichte der Bienen", "Die Geschichte des Wassers" und "Die Letzten ihrer Art" (ein weiterer Band wird noch folgen) geht es um den Menschen und die Natur, um Klimaveränderungen und den Wandel der Welt im Laufe der Zeit. In diesem Band geht es um eine bedrohte Wildpferderasse. Erzählt wird jeweils aus verschiedenen Perspektiven zu unterschiedlichen Zeiten: Der Zoologe Michail macht sich 1881 auf den Weg zu einer Expedition in die Mongolei, um Wildpferde für seinen Tierpark zu fangen. 1992 versucht die Tierschützerin Karin die Wildpferde wieder in der Mongolei auszuwildern, wo sie zu dieser Zeit nicht mehr in freier Wildbahn vorkommen. 2064 versucht Eva nach dem Klimakollaps verzweifelt, ihre letzten zwei Wildpferde zu retten, während sie sich ebenfalls selbst und ihre Tochter retten muss. Eine wunderschöne und zugleich erschreckende Reihe, die ich sehr empfehlen kann. Durch viele kleine Momente schafft es Maja Lunde, die Augen für das Große und Ganze zu öffnen.

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1883: der Zoologe Michail Alexandrowitsch Kowrow erfährt, dass in der Mongolei noch Urpferde leben und startet mit dem Hamburger Tierfänger Wilhelm Wolff eine Expedition, um einige Tiere nach Petersburg zu bringen. 1992: die Tierärztin Karin versucht mit Unterstützung ihres Sohnes Mathias, Wildpferde in der Mongolei auszuwildern, wo sie zwischenzeitlich ausgestorben sind. 2064: Eva und ihre Tochter Isa führen ein karges Leben abgelegen in Norwegen. Sie versucht, einige Tiere wie u.a. auch Wildpferde durchzubringen, obwohl nicht mal für die Menschen genug Nahrung und Wasser da ist. Überall fliehen Menschen und die Stromversorgung ist am Zusammenbrechen - eine sehr beklemmende Zukunftsvision! Drei Erzählstränge, drei Jahrhunderte - Bindeglied sind die Wildpferde. Vergleicht man die Lebensumstände der Personen, musste ich so manches Mal schwer schlucken - mir wurde bewusst, wie verrückt und oftmals überflüssig unser Konsumleben heutzutage ist... und die Szenerie für 2064 ist ja gar nicht sooo weit weg; das erleben meine Kinder ja noch alles voll mit! Durch den Schreibstil, der mich sofort gefesselt hat und die 640 Seiten nur so durchfliegen lies, habe ich mit allen Hauptpersonen absolut mitgefühlt! Nicht nur der Einsatz für die Wildpferde, sondern auch ihre Beziehungen - Liebe in einigen Facetten ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil- sind einfühlend beschrieben. Für mich in diesem Jahr ein absolutes Lesehighlight, das ich unbedingt weiterempfehle!

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🇳🇴 Die letzten ihrer Art 🐴 Maja Lunde erzählt von Eva, die mit ihrer Tochter Isa im Jahre 2064 auf einem Bauernhof versucht zu überleben. Die Klimakrise hat dazu geführt, dass sie sich selbst versorgen, hungern müssen. Inzwischen sind viele Menschen „Wanderer“, weil sie es sich nicht mehr leisten können an nur einem Platz mit seinen begrenzten Möglichkeiten zu leben. Im Jahre 1992 versucht die deutsche Tierärztin Karin mit ihrem Sohn Mathias 12 Wildpferde in der Mongolei wieder anzusiedeln. Ihr Sohn ist ein ehemaliger Junkie. Karin steht daher vor den unterschiedlichsten Herausforderungen. Im dritten Handlungsstrand befinden wir uns im Jahre 1883. Der Zoologe Michail hat es sich zur Aufgabe gemacht, die letzten Urpferde in der Mongolei einzufangen. Sie sollen nach Petersburg in den Zoologischen Garten gebracht werden. Ohne zu viel zu verraten: große #leseempfehlung Die Geschichte in der Zukunft hat mich am meisten gefesselt, wobei ich die anderen zwei ebenfalls großartig fand. Maja Lunde erzählt vom Sich-Durchbeißen, von Mut, Verzweiflung, Liebe und Bindung. Es ist ein Beobachten, Bangen und Mitleben mit den Protagonisten (Menschen und Tieren). Liest es! 🤍 Ich hatte das Glück, diese tolle Autorin bereits vor einigen Jahren in Wien, als ihr erster Roman veröffentlicht wurde, zu sehen und dann nochmal 2019 bei der #fbm. Eine beeindruckende und sympathische Frau!

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"Die Geschichte der Bienen" fand ich gut, "Die Geschichte des Wassers" noch viel besser. Mit "Die Letzten ihrer Art" hat Maja Lunde einen weiteren Klima-Roman geschaffen, der mich ausgesprochen begeistern konnte. In diesem Buch gibt es wieder drei Zeitstränge: 1881, 1992 und 2064. Diesmal dreht es sich um eine Tierart, die man verzweifelt versucht, am Leben zu erhalten: um Wildpferde. Da Pferde nicht zu meinen Lieblingstieren zählen, habe ich mir anfangs noch gedacht: "Oh, nein! Es geht um Pferde ..." Wider Erwarten hat mich die Geschichte aber dennoch sehr mitgenommen und ich habe durchaus interessiert alles über diese Tiere gelesen. In Lundes bisherigen Büchern geht es vor allem darum, wie die Menschen in gewissen Zukunftsszenarien versuchen am Leben zu bleiben. In "Die Letzten ihrer Art" versucht man nun aber, neben dem Menschen, auch eine andere Spezies überleben zu lassen. Nun fragt man sich wahrscheinlich: Warum gerade Pferde? Gibt es nicht unzählige andere Arten, die ebenfalls am Aussterben sind und Hilfe beim Überleben benötigen würden? Warum also Pferde? Maja Lunde gibt auf diese Frage vor allem im 1992er-Strang eine einleuchtende Antwort, die mir heute noch manchmal im Kopf umgeht ... Wie in den anderen Büchern habe ich auch hier einen Lieblingsstrang gehabt. Der Zukunftsteil hat mich hier wahrlich am meisten beschäftigt und mitgerissen, denn die dortigen Geschehnisse sind wirklich spannend und teilweise sehr nervenaufreibend. Hierbei handelt es sich um ein dramatisches Zukunftsszenario, das man einfach gebannt verfolgen muss. Man fragt sich ständig: Wie geht's da jetzt weiter? Die Kapitel sind nicht immer besonders lang, weswegen man schnell mal ein paar Kapitel mehr liest als ursprünglich geplant waren. Immer wieder aufmerksam festgestellt habe ich, dass Lunde ähnliche Umstände in den verschiedenen Zeitsträngen eingebaut hat. Das hat die drei Geschichten zusätzlich miteinander verbunden, was mir sehr gefallen hat. Und was ich noch als sehr positiv und lesenswert angeben muss, ist Lundes feines Gespür für Zwischenmenschliches und ihre Fähigkeit, Kleinigkeiten und Details so bildhaft niederzuschreiben. Das, was sie über die Gefühlswelt, das Innenleben und das, was zwischen den Charakteren "in der Luft schwebt" schreibt, ist dermaßen eindringlich und faszinierend. Diese Geschichte geht wahrlich in die Tiefe und berührt zutiefst. Den einen Protagonisten liebt man, den anderen findet man durch und durch unsympathisch, und trotzdem möchte man am liebsten nie von dem Roman ablassen. Wer die ersten beiden Klima-Romane von Lunde gemocht hat, wird auch von "Die Letzten ihrer Art" begeistert sein. Die aufwühlenden Geschehnisse, Lundes geschickt feinfühlige Erzählkunst und nicht zuletzt das nicht weit hergeholte Klimaszenario aus 2064, das uns alle in unserer Zukunft so oder so ähnlich betreffen könnte, machen diesen Roman zu einem aufregenden Leseerlebnis, das man so schnell nicht wieder aus dem Kopf bekommt.

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Ich liebe ihre Bücher. Die letzten ihrer Art beinhaltet wieder drei Handlungsstränge: Eva die mit ihrer Tochter im Jahr 2064 auf einem Bauernhof ums Überleben kämpft. Durch den Klimawandel ist sie gezwungen alles selbst anzupflanzen und auch die Tiere zu versorgen, unter anderem eine Wildpferderasse. 1992 versucht Karin mit ihrem Sohn 12 Wildpferde in der Mongolei wieder anzusiedeln. Sie sorgt sich als Tierärztin extrem um den Erhalt der Rasse und hofft aber auch das ihr Sohn nicht wieder zum Junkie wird. Wird sie es schaffen beides unter einen Hut zu bekommen? Und im Jahre 1883 möchte Michail die letzten Urpferde in der Mongolei einfangen um sie nach Petersburg in den Zoologischen Garten zu bringen. Er meint so den Artenerhalt zu sichern. Diese Reise bringt ihn an seine Grenzen. 😔😢 Mir sind wieder alle drei Protagonisten sehr ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihnen gefiebert, gehofft, getrauert. Sehr schön fand ich das es Verbindungen zu den ersten beiden Büchern gab. Es ist ein Buch zum Nachdenken, vor allem zum Nachdenken über sein eigenes Verhalten und wird es wirklich in der Zukunft so sein? Wir alle müssen etwas ändern, das steht fest!

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Rezension -Die letzten ihrer Art- Beschreibung Über Mensch und Tier und das Tier im Menschen: Vom St. Petersburg der Zarenzeit über das Deutschland des zweiten Weltkrieges bis in ein Norwegen der nahen Zukunft erzählt Maja Lunde von drei Familien, dem Schicksal einer seltenen Pferderasse und vom Kampf gegen das Aussterben der Arten. Ein bewegender Roman über Freiheit und Verantwortung, die große Gemeinschaft der Lebewesen und die alles entscheidende Frage: Reicht ein Menschenleben, um die Welt zu verändern? Cover Das Cover ist mit den beiden Vorgängern farblich abgestimmt und wieder sehr schlicht gehalten. Es hat mich wieder sofort angesprochen. Inhalt/Rezension Ich habe mich sehr auf den dritten Teil des Klimaquartetts gefreut und konnte es kaum erwarten entlich mit dem Lesen anzufangen. Der erste Teil “Die Geschichte der Bienen” hat mich sehr begeistert, Teil zwei “Die Geschichte des Wassers” konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Beim dritten Teil war ich jedoch wieder genauso gefesselt wie beim ersten Teil. Auch war es für mich sehr interessant zu erfahren wie “die Geschichte des Wassers” weiter geht, da für mich das Ende noch offen war. Wie in den ersten beiden Bänden, erzählt Maja Lunde aus drei verschiedenen Zeiten. 1883 reisen Michail Alexandrowitsch Kowrow und Wilhelm Wolf in die Mongolei um Takhis nach Petersburg zu bringen. 1992 versucht Karin die Takhis wieder in der Mongolei auszuwildern. 2064 Eva und Isa versuchen auf einer Farm in Norwegen zu überleben. Die beiden versuchen Takhis am Leben zu erhalten. Auch wenn das Thema Pferde so gar nichts meins ist, hat es mich sehr interessiert was mit den Urpferden über die Jahre passiert ist und wie die Menschen damit umgehen und für die Artenerhaltung auf unterschiedliche Weise kämpfen. Fazit Wieder einmal hat Maja Lunde mich zum Nachdenken gebracht, ich bin sehr gespannt auf Band 4. Zum Buch Verlag: btb Verlag Länge: 640 Seiten Preis: 22 Euro Autorin: Maja Lunde

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„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor „Die letzten ihrer Art“ (Hörbuch) von Maja Lunde Das Klima-Quartett: 
1. Die Geschichte der Bienen
 2. Die Geschichte des Wassers 3. Die Letzten ihrer Art „Vom St. Petersburg der Zarenzeit über das Deutschland des Zweiten Weltkriegs bis in ein Norwegen der nahen Zukunft erzählt Maja Lunde von drei Familien, dem Schicksal einer seltenen Pferderasse und vom Kampf gegen das Aussterben der Arten.“ Russland, 1881 Michail Alexandrowitsch Kowrow der im St. Petersburger Zoo arbeitet, reist mit dem Deutschen Tierfänger Wilhelm Wolff in die Mongolei um für den Zoo einige Takhis – auch Przewalski-Pferde genannt – zu fangen. Mongolei, 1992 Die deutsche Tierärztin Karin reist in die Mongolei, mit im „Gepäck“ sind einige Przewalski-Pferde. Diese sind in der Mongolei längst ausgestorben. Karin hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht diese Pferde vor dem Aussterben zu bewahren und durch Zuchtprogramme in Europa ist es ihr weitgehend gelungen. Nun sollen also einige Tiere in der Mongolei, in ihre ursprüngliche Heimat, wieder ausgewildert werden. Begleitet wird sie von ihrem erwachsenen Sohn Matthias, der gerade einen Drogenentzug hinter sich hat. Norwegen, 2064 Eva lebt isoliert mit ihrer vierzehnjährigen Tochter Isa alleine auf einem Hof in Heiane. Dort wurden vor dem Klimakollaps seltene Tiere gehalten. Diese musste Eva fast alle in die Freiheit entlassen, da sie kaum noch genug zu essen für sich und ihre Tochter hatte. Zwei Przewalski-Pferde allerdings versucht Eva zu retten, um deren Fortbestand zu sichern. Eines Tages trifft Eva eine fremde Frau – Louise – und nimmt sie mit auf ihren Hof. Fazit: “Die letzten ihrer Art” ist der dritte Band, des von Maja Lunde angelegten Klimaquartetts. Nachdem sie mich mit ihrem ersten Buch „Die Geschichte der Bienen,“ absolut begeistert hat, konnte der Funke leider bei „Der Geschichte des Wassers“ nicht wirklich herüberspringen. Von daher war ich sehr gespannt auf dieses neue Buch. Wie schon bei den ersten Teilen bleibt die Autorin ihrem Hauptthema „Mensch und Natur“ treu und widmet sich diesmal den Przewalski-Pferden. Diesmal hat mir das neue Buch wieder deutlich besser gefallen, einmal weil ich sowieso Pferdeliebhaberin bin und die Geschichte der Wildpferde äußerst interessant fand, aber auch weil die einzelnen Geschichten wesentlich spannender, vielschichtiger und interessanter dargeboten wurden. Lunde erzählt in recht kurzen Kapiteln, flüssig und leicht, ohne viel Geschnörkel. Trotz der ständigen Zeitenwechsel verliert man nie den Überblick und der Spannungsbogen bleibt konstant erhalten. Interessant empfand ich, das Louise, die bereits in der Geschichte des Wassers mit von der Partie war, auch diesmal wieder mit dabei ist. Das dieses Hörbuch von 6 Sprecher/Innen gesprochen wird, ist schon etwas sehr Besonderes. Doch jeder hat seine jeweilige Rolle gut und authentisch interpretiert und so seinen Teil zum guten Gelingen des Hörbuches beigetragen. Besonders hervorheben möchte ich dennoch Thomas Loibl, der mit seiner Stimme und Interpretation „Michail“ hervorragend getroffen hat. Ein beachtlich gut recherchierter und hervorragend erzählter dritter Teil! Besten Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar

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Maja Lunde landete mit ihrem Debüt-Roman "Die Geschichte der Bienen" aus dem Jahr 2015 einen Volltreffer. So beunruhigend die Meldungen zum Insektensterben auch sind, dem Interesse der Leser an diesem Buch sind sie zuträglich. Die Romanreihe um Umweltthemen ist auf vier Werke ausgelegt, nach "Die Geschichte des Wassers" erschien nun mit "Die Letzten ihrer Art" der dritte Roman der Norwegerin. "Die Geschichte des Wassers" hat mich merklich weniger beeindruckt als "Die Geschichte der Bienen". Das beide Romane der gleichen Erzählweise folgten, ging der Überraschungseffekt zwangsläufig verloren. Entsprechend gedämpft waren meine Erwartungen an "Die Letzten ihrer Art". Es geht um Pferde und die Bewahrung seltener Tierarten. Erneut werden drei Erzählstränge unabhängig voneinander aufgebaut um am Ende zusammengeführt zu werden: 1. Im Russland des 19. Jahrhunderts bricht ein Zoologe zu einer Expedition auf, um Wildpferde für seinen Zoo zu beschaffen. Parallelen zum Leben Carl Hagenbecks sind nicht zufällig. 2. Ende des 20. Jahrhunderts unternimmt eine engagierte Tierärztin Anstrengungen, eben solche Wildpferde in der Mongolei wieder anzusiedeln. Auch hier gibt es Bezüge zur Realität. 3. Ca. 45 Jahre in der Zukunft versuchen Eva und ihre Tochter Isa in Norwegen zu überleben, was wegen der Folgen der Klimakatastrophe ein täglicher Kampf ist. Im direkten Vergleich wirkt die Schilderung des Kampfes um das Überleben einer Pferderasse weniger dramatisch als die der Bienen oder eben die Wasserproblematik. Trotzdem packte mich "die Letzten ihrer Art" über weite Strecken und der Roman las sich flüssiger als "Die Geschichte des Wassers". Als kleines Bonbon gibt es übrigens eine Verknüpfung zu der Handlung aus "Die Geschichte des Wassers". Na dann schauen wir mal, wie Lunde mit dem vierten Werk ihre Reihe zu Ende führen wird.

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