Leserstimmen zu
Rheanne - An Bord der Adlerschwinge

Anne Troja

Ein Fall für Ritterin Rheanne (1)

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„Rheanne – An Bord der Adlerschwinge“ ist der Debütroman von Anne Troja und vermutlich der Auftakt zu einer Serie um die Ritterin Rheanne. Der Roman aus dem blanvalet Verlag ist im Grunde eine Mischung aus Kriminal-, Fantasy- und (in diesem Fall leider zuviel) Liebes-Roman. Ritterin Rheanne reist an Bord des Schiffs „Adlerschwinge“ als sich auf hoher See ein mysteriöser Mord ereignet. Sie beginnt zu ermitteln und erhält Unterstützung durch den geheimnisvollen Cormac. Dieser Auftakt des Buchs liest sich durchaus spannend und mitreißend und entführt den Leser in eine fantasievolle Welt voller Geheimnisse. Leider ist Rheannes Verbündeter aber kein Sidekick wie Batmans Robin und oder Sherlock Holmes Dr. Watson, sondern vor allem attraktiv und so driftet der eigentliche Krimi in einer Fantasiewelt immer mehr in einen Liebesroman in einer Fantasiewelt ab. Und darunter leidet die Spannung der gesamten Geschichte. Irgendwann stehen nicht mehr die Ermittlungen im Mittelpunkt, sondern das Aussehen von Cormac und die Anziehungskraft die er auf Rheanne ausübt. Wäre die Geschichte auf die Aufklärung des Falls fokussiert, wäre das Buch deutlich besser geworden. Eine Annäherung zwischen Cormac und Rheanne ist ja prinzipiell in Ordnung und kann auch eine Rolle spielen, sollte aber nicht so sehr in den Fokus eines Krimis gerückt werden, dass die Lösung des Falls nur noch nebenbei erfolgt. Insbesondere da Rheanne anfangs als sehr starke Persönlichkeit beschrieben wird, deren Selbstsicherheit aber durch die reine Anwesenheit Cormacs derart in sich zusammen fällt, dass dies nicht mehr glaubwürdig ist. So bleibt ein fader Beigeschmack, denn es ist unklar, ob die Geschichte ein Krimi oder eine Liebesgeschichte sein soll. Da der Anfang und die grundlegende Idee des Romans aber durchaus gut umgesetzt wurde, besteht die Hoffnung, dass die Nachfolgebände ja mehr bieten, vielleicht wenn Cormac weniger Präsenz zeigt.

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Der Klappentext vom ersten Fall der Ritterin Rheanne ließ auf einen Mix aus Fantasy und Krimi schließen wie ich ihn gerne lese. Bücher in diesem Genremix sind auch noch viel zu selten. Entsprechend gespannt war ich auf den Inhalt. Rheanne wurde gerade erst zur Ritterin befördert und soll auf ihrem ersten Auftrag als solche ein Geschenk von großer Wichtigkeit sicher in das Land Genzabar bringen. Die Reise erfolgt per Schiff - der titelgebenden Adlerschwinge. Doch die Fahrt verläuft wenig entspannt, denn schon kurz nach der Abfahrt stirbt einer der Matrosen grausam - und alles deutet auf einen nicht-menschlichen Täter hin. Rheanne sieht sich als Ritterin in der Pflicht, den Täter zu finden und stellt Nachforschungen an. An sich mochte ich den Genremix und auch die begrenzten räumlichen Möglichkeiten durch das Schiff auf hoher See. Die entworfene Welt kann in den weiteren Bänden auch noch spannend werden, blieb hier aber noch recht oberflächlich. Auch gefiel mir, dass man den Täter tatsächlich nicht von vornherein erahnen konnte, sondern mitgrübelte, wer es denn sein könnte. Insgesamt liest sich der Roman auch kurzweilig und der Schreibstil ist angenehm. Doch leider liegt der Fokus der Handlung nicht so stark auf den Ermittlungen wie erhofft. Stattdessen trifft Rheanne recht zu Beginn auf den geheimnisvollen Cormac, der so attraktiv und mysteriös ist, dass er Rheannes Gedanken direkt fast vollständig ausfüllt. Rheanne konzentriert sich mehr auf ihre neue "große Liebe" als auf den Fall. Und entwickelt sich dabei von einer anfangs vielversprechenden, selbstbewussten jungen Frau zu einem weinerlichen, eifersüchtigen Teenager. Diese Liebesgeschichte war nicht einmal im Ansatz nachvollziehbar und einfach nur nervig. Zwar ist Rheanne noch jung und erst kürzlich zur Ritterin ernannt worden - insofern verzeihe ich ihr ein paar Unsicherheiten - aber etwas taffer hätte sie Cormac gegenüber ruhig bleiben dürfen! Neben Rheannes inkonsequentem Charakter blieben die weiteren Charaktere eher blass. Cormac, der neben Rheanne im Mittelpunkt steht, bleibt geheimnisvoll und abweisend, erst zum Ende hin erfährt man etwas mehr über ihn. Insgesamt ein ausbaufähiger Auftakt der Reihe, der mit der plötzlichen Liebesgeschichte einen falschen Fokus setzt. Die Passagen, in denen Rheanne aber wirklich ermittelt, gefielen mir gut und ließen den Roman kurzweilig bleiben. Einem zweiten Band werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben und hoffe dann auf mehr Krimianteile.

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Vielen Dank an den Verlag und an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, was aber in keiner Weise meine Meinung beeinflusst. Mein Eindruck: Eine Ritterin, ein mysteriöser Todesfall und die Tatsache, dass der Mörder kein Mensch ist, klang in meinen Ohren so gut, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Für mich war diese Rezension nicht gerade leicht zu schreiben, denn ich habe bei dem Buch eher gemischte Gefühle. Am Anfang hat mich das Buch sofort gefangen und mitgerissen und ich mochte es, wirklich… Aber mit der Zeit verlor es immer mehr an Spannung, bis diese am Schluss fast gar nicht mehr vorhanden war. Rheanne eine Ritterin? Hm, ganz ehrlich? Unrealistisch, also zumindest so, wie sie sich im Buch gibt… Sie nervte mich mit ihrer selbstverliebten und besserwisserischen Art. Auch fand ich sie in vielen Dingen einfach zu kleinlich und zu empfindlich. Sie ist immerhin Ritterin und dann so empfindlich zu sein… Passt nicht… Ich empfand sie auch als eine ziemlich starrsinnige Person, die aber oft nicht wirklich wusste, was sie überhaupt will. Während ich diesen Absatz Korrektur gelesen habe, fällt mir eines auf… Das klingt eher nach einem Mädchen, dass mitten in der Pubertät steckt und nicht nach einer Ritterin… Irgendwann kam dann der Punkt, als sie sich veränderte… Sie wurde ängstlicher und ihre große Selbstsicherheit verflog. Ich frag mich aber die ganze Zeit, warum? Denn das habe ich bis zum Schluss leider nicht herausgefunden. Rheanne war mir mit ihrem ganzen „Gehabe“ in ihrer Rolle einfach nicht authentisch genug. Ich weiß, ich hätte meine Meinung auch kurzhalten und schreiben können: Rheanne war mir einfach zu anstrengend. Aber ich wollte „kurz“ erklären warum, wobei dieses kurz dann doch länger geworden ist. Cormac mochte ich allerdings. Er war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn er etwas geheimnisvoll wirkte. Er ist hier im Auftakt der Reihe zwar noch etwas farblos, aber ich fand ihn doch authentisch in seiner Rolle. Den Schreibstil der Autorin mochte ich allerdings sehr gern, denn der ließ sich leicht und flüssig lesen und ich kam so zügig durch das Buch. Das Buch ist aus Rheanne Sicht geschrieben und ab und zu gibt es auch Kapitel, die aus der Sicht des Mörders geschrieben sind. Das waren auch die spannendsten Kapitel im ganzen Buch. Leider gibt es davon nicht gerade viele. Fazit: Eine tolle Idee, die mich am Anfang zwar gefangen, dann aber durch die nervige Protagonistin und das Fehlen von Spannung nicht mehr das war, was ich erwartet hatte. Daher auch 2,5 Sterne, aufgerundet auf 3.

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"Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" ist der erste Band der neuen Buchreihe um Ritterin Rheanne und stammt von Autorin Anne Troja. Der Roman erschien 2019 als Tasschenbuch mit 320 Seiten im blanvalet Verlag der Random House Gruppe. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das wunderschön gestaltete Cover, welches perfekt zum Titel passt und auf eine spannende Fantasygeschichte hindeutet. Nach dem ersten Blick ins Buch bzw. den ersten paar gelesenen Seiten war ich durchaus positiv gestimmt. Anne Troja bedient sich zwar zwei Perspektiven, Erzählperspektive (Dämon) und die Ich-Perspektive (Rheanne), nutzt aber fast ausschließlich nur die der Hauptprotagonistin, wodurch der Lesefluss nicht durch ständige Wechsel gestört wird. Insgesamt ließ sich der Roman trotz seiner Mischung aus Krimi/Thriller und Fantasy sehr flüssig lesen, was sicherlich auch dem gut verständlichem Schreibstil der Autorin zu verdanken ist. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei "Rheanne - An Bord der Adlerschwinge" um eine Genremischung , zumindest aus meiner Perspektive, was mich besonders neugierig machte, da ich in der Welt der Fantasyromane noch nicht so ganz angekommen bin, Krimi und Thriller aber sehr gerne lese. Welche Elemente hier jedoch überwiegen kann ich nicht sagen, denn für mich war beides so gut miteinander verbunden, dass sich keins von Beiden besonders stark heraus kristallisierte. Leider blieb der Roman aber nicht ganz ohne Kritik, denn trotz seiner Länge von "nur" 320 Seiten gab es so eine Fülle an Charakteren bzw. Namen, dass ich persönlich damit manchmal einfach meine Probleme hatte und viel lieber mehr über die Protagonistin Ritterin Rheanne erfahren hätte und mich somit auch mehr auf die Person hätte einlassen können. "Rheanne" hat mich gut unterhalten und mir Spannung geboten, allerdings hätte ich mir mehr ein paar unvorhersehbare Wendungen gewünscht. Das Drama gegen Ende schien mir zu absehbar und erinnerte mich an einen sehr bekannten Film, den ich aus Spoilergründen hier nun nicht nennen werde. Anne Troja hat für mich hier einen soliden Reihenauftakt geschaffen und ich sicherlich auch noch einen Blick auf einen weiteren Band werfen und die Entwicklung verfolgen werde.

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