Leserstimmen zu
On The Come Up

Angie Thomas

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Wie auch bei "The Hate You Give" werden hier viele Themen angesprochen, die für junge Afro-Amerikaner aus solchen Gebieten mit Gang-Rivalitäten eine Rolle spielen oder sogar ihr Leben bestimmen. Auch hier geht es um Vorurteile und Diskriminierung, aber im Gegensatz zum anderen Roman konnte ich hier mehr von der Handlung nachvollziehen, weil hier weniger die Kriminalität im Mittelpunkt steht. Stattdessen geht es um Familie und Träume, aber eben vor diesem Hintergrund. Brianna fand ich erstmal etwas anstrengend, denn sie ist tatsächlich ziemlich kampflustig, wenn auch nicht aggressiv. Sie will rappen und groß rauskommen, denn Hip Hop ist ihre einzig wahre Leidenschaft und einfach ein Teil von ihr und ihrem Leben. Aber Bri scheint nicht wirklich einen Plan zu haben, zum Beispiel worüber sie rappen möchte und was ihre Texte bei den Zuhörern bewirken. Sie handelt fast immer impulsiv und der Nase nach, und wenn jemand sie kritisiert oder warnt, dann reagiert sie sehr empfindlich und bleibt stur bei ihrer Meinung. Der übersetzte Slang wirkt manchmal etwas aufgesetzt und gerade Bri lässt dieses Getue arroganter wirken, wodurch es mir auch schwer gefallen ist, sie sympathisch zu finden. Abgesehen davon, dass ich mit Bri nie so richtig warm geworden bin und auch nicht ihre Handlungen unbedingt nachvollziehen konnte, hat mir das Buch eigentlich ziemlich gut gefallen! Bris Charakter wurde nun mal von ihrem Umfeld geprägt und da ist das Leben hart und gnadenlos. Trotz ihres jungen Alters hat auch Bri schon Verluste erlitten und weiß nur zu gut, wie sich Vorurteile und Diskriminierung anfühlen. Auch Armut und Angst ums Überleben sind ihr nicht unbekannt. Und obwohl sie aus dieser Welt stammt, handelt sie manchmal unbedacht und bringt sich in Schwierigkeiten - immerhin hat sie ihre Familie, die trotz aller Schwierigkeiten zu ihr hält. Diese voreingenommene Wahrnehmung, die Gangs, den Hip Hop und die Reaktion der Medien fand ich sehr gut dargestellt! Fazit Zwar fand ich die Protagonistin von "On the Come Up" etwas anstrengend, aber insgesamt hat mir dieses Buch über Diskriminierung, Hip Hop und Familie sehr gut gefallen.

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Klappentext: „Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den großen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengroße Fußstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss …“ „On the Come Up“ ist ein tolles und tiefgründiges Jugendbuch. Wir verfolgen die Geschichte der 16. Jährigen Bri, ihrer Mutter und ihres Bruders. Sie wohnen in dem Viertel Garden Heights. Ihr großer Traum ist es Rapperin zu werden und ihre Familie aus diesem Viertel zu holen. Man kommt sehr schnell in die Geschichte rein, da der Schreibstil der Autorin sehr poetisch aber doch flüssig zu lesen ist. Besonders an diesem Buch ist, dass der Leser mit Themen wie Rassismus, Armut, Vorurteilen und Ungerechtigkeit konfrontiert wird. Mich persönlich hat das Buch einfach zum Nachdenken angeregt. Denn der Rassismus existiert in den USA doch immer noch. Brianna macht im Laufe des Buches eine starke Wandlung. Für mich ist sie so eine starke und toughe Protagonistin. Die zwischenmenschliche Beziehung zu Ihrem Bruder hat mir gut gefallen. Auch gut gefallen hat mir die Aufmachung des Buches. Das Cover gefällt mir sehr gut und passt toll zur Geschichte. Gut gefallen haben mir auch die englischen Rap-Texte. Fazit: Ein wirklich emotionales Jugendbuch, welches zum Nachdenken anregt. Das Buch bekommt von mir 4 Sterne. *Vielen Dank an den CBJ-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Angie Thomas zweiter Roman hat es nicht leicht da er sich an The Hate U Give messen lassen muss. Auch wenn On the Come Up nicht ganz so stark ist wie THUG muss sich das Buch nicht verstecken. Die Geschichte spielt wieder im fiktiven Garden Heights. Hier lebt Bri mit Ihrer Familie die es bei Gott nicht leicht hat. Ihr Vater war ein aufstrebender Rapper bis er ermordet wurde und nun hat sich Bri in den Kopf gesetzt das Erbe ihres Vaters fortzusetzen. Als sie sich bei einem Rap Battle hervorragend schlägt und danach Ihren ersten eigenen Song veröffentlicht setzt sie eine Welle der Gewalt in Bewegung und muss feststellen das Redefreiheit nicht für alle Menschen das gleiche bedeutet. Angie Thomas schreibt hier wieder mit einer ganz besonderen Intensität und voller Emotionen. Man merkt das ihr das Thema am Herzen liegt und auch wenn es kein leichtes Thema ist schafft es die Autorin das man nur so durch die Geschichte fliegt. Das ganze Setting in Garden Heights und seinen Gettos fand ich sehr gut beschrieben und konnte mir ein gutes Bild über die Zustände die dort herrschen vermitteln. Unsere Protagonistin Bri ist taff und lässt sich nichts gefallen. Allerdings hatte ich hier auch ein paar Schwierigkeiten mit ihr. Sie ist ein wahrer Hitzkopf und denkt leider oft nicht über ihre Handlungen und die Konsequenzen nach. Dadurch ist ihre Vorgehensweise nicht immer nachvollziehbar. Viel besseren Zugang hatte ich da zu ihrem Bruder, ihrer Mutter und Ihrer Tante, die oftmals die Stimme der Vernunft sind. Gerade Bris Tante Pooh zeigt das sie sich besseres für ihre Nichte wünscht, da sie selbst nicht aus dem Drogensumpf des Viertels ausbrechen kann ohne ihre Existenz zu verlieren. Jeder der Charaktere hat seinen täglichen Kampf den er ausfechtet und das Zusammenspiel der ganzen Charaktere, ihre Träume, Wünsche und Ambitionen, machen die Geschichte aus. Das Buch ist schonungslos ehrlich und wirft einen kritischen Blick auf unsere Gesellschaft. Dabei geht Thomas aber sehr behutsam und subtil vor. Trotzdem scheut sie nicht davor zurück wichtige Themen wie Rassendiskriminierung, eingeschränkte Redefreiheit, Homophobie und Gewalt anzusprechen. Gegen Ende hätte ich mir allerdings ein wenig mehr drive in der Geschichte gewünscht, da wurde mir dann doch alles ein bisschen zu weichgespült. Angie Thomas hat hier wieder ein sehr wichtiges Werk geschaffen das versucht unsere Gesellschaft wachzurütteln und Missstände anprangert. Sie zeigt hier Eindrucksvoll wie wichtig es ist seinen eigenen Wert zu erkennen diesen zu akzeptieren und sich dafür einzusetzen.

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Bri ist 16 Jahre alt und wohnt mit ihrer Mutter, die sie nur noch bei ihrem Namen Jay nennt, und ihrem Bruder Trey in einer kleinen Wohnung in einem nicht armen Viertel. Jeden Tag fährt sie mit dem Schulbus in ein besseres Viertel, um dort zu Schule zu gehen. Doch die schwarzen Kids haben es dort nicht leicht und werden oft ausgegrenzt und benachteiligt. Bri ist dort ein niemand. Um so wichtiger ist es ihr, in ihrer Freizeit Bedeutung zu haben. Ihr Vater war ein aufstrebender Rapper und starb in einer Schießerei, als Bri vier Jahre alt war. Nun möchte sie selbst auch in seine Fußstapfen treten und Rapperin werden. Als die Mutter ihren Job verliert und die finanzielle Situation der kleinen Familie schwierig wird, gewinnt Bris Traum immer mehr an Bedeutung. „On The Come Up“ erinnert in vielen Dingen an Angie Thomas‘ Erstling „The Hate U Give“. Die Protagonistin ist schwarz, liebt Rap, lebt in einer schlechten, schwarzen Gegend und geht in einer guten, weißen Gegend zur Schule. Rap nimmt hier sogar noch einen größeren Stellenwert ein als im ersten Roman, da Bri sogar Karriere damit machen will. Man lernt sie und ihre Familie ausschließlich aus ihrer Perspektive kennen. Der fehlende Vater überschattet das Leben der wichtigsten vier Figuren Bri, Mutter Jay, Bruder Trey und der Tante mütterlicherseits, Pooh. Jeder von ihnen vermisst den Verstorbenen auf seine Art und Weise und trauert. Dazu kommen finanzielle Schwierigkeiten, der Arbeitsverlust der Mutter und generelle Probleme mit der Pubertät. Auch als Bri sich mit ihrem ersten Song einen Namen in ihrem Viertel macht, ist sie auf der weißen Schule immer noch ein Niemand, der von den Sicherheitskräften schikaniert wird und allerhand einstecken muss. Der Roman dreht sich auch viel um Rapmusik, sollte deshalb vielleicht auch musikbegeisterten Jugendlichen dieser Stilrichtung gefallen, selbst wenn sie nicht so gerne lesen. Ansonsten ist er definitiv etwas für Fans der Autorin und ihres ersten Romans. Manchmal ähneln die zwei mir sogar zu viel. Ein dritter Roman wird notwendig sein, um zu sehen, ob die Autorin wirklich mehr kann.

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„You´ll never silence me and you´ll never kill my dream, just recognize when you say brilliant that you´re also saying Bri“ „On The Come Up“ von Angie Thomas ist ein unglaublich emotionales, rührendes Buch, das wichtige Themen anspricht. Wir verfolgen hier die 16-jährige Bri, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder im ärmeren Viertel von Garden Heights lebt. Sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine berühmte Rapperin zu werden und ihre Familie aus Graden Heights zu bringen. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, was vor allem an den außergewöhnlichen und poetischen Schreibstil der Autorin liegt. Angie Thomas hat ein Talent, ihre Leser in die Vorstädte Amerikas zu bringen, was das Ganze noch realer erscheinen lässt! Ebenso besonders fand ich auch die Rap-Texte, die hier in der Originalsprache beibehalten wurden: „Unarmed and dangerous, but America, you made us, only time we famous, is when we die and you blame us.“ Brianna habe ich sofort ins Herz geschlossen und mit jeder Seite etwas mehr mit ihr gelitten. Sie ist ein unglaublich starkes Mädchen, das jeden Tag mit Armut, Diskriminierung, Rassismus, Vorurteilen und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft konfrontiert wird. Bri hat sich im Laufe der Geschichte auch extrem weiterentwickelt und war sich selbst immer treu. Besonders ihre Beziehung zu ihrem großen Bruder Trey fand ich richtig toll. Dieses Buch hat mich emotional sehr berührt und ich musste ein paar Mal mit den Tränen kämpfen. Man bekommt hier einen realitätsnahen Einblick in dem ärmeren Viertel Amerikas; und deswegen würde ich jedem diese Geschichte ans Herz legen! Fazit „On The Come Up“ ist ein unglaublich emotionaler Jugendroman, der auf wichtige Themen hinweist und die Augen der Leser öffnet. Eine absolute Leseempfehlung! Auch ein muss für alle Buchzitaten-Lover!  Buchinformation: Titel: On the come up Autor: Angie Thomas Gebundene Ausgabe: 512 Seiten Verlag: cbj; erschienen am 4. März 2019 ISBN-10: 3570165485 ISBN-13: 978-3570165485 *Danke an dem cbj-Verlag für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung wurde dadurch aber nicht beeinflusst.*

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Nachdem mich "The Hate U Give" von Angie Thomas so begeistern konnte, war mir eigentlich klar, dass ich auch dieses Werk von ihr würde lesen müssen. Das Thema war für mich dabei tatsächlich eher nebensächlich. Thematisch ist "On the Come Up" auch auf jeden Fall anders als sein Vorgänger. Es geht um Bri, die in Garden Heights wohnt, einem 'schwarzen' Viertel (wer "The Hate U Give" gelesen hat, wird es kennen). Ihr Vater, ein berühmter Rapper, ist vor einigen Jahren gestorben und der Rest der Familie – das sind ihre Mutter Jay und ihr Bruder Trey – lebt inzwischen recht nah an der Armutsgrenze, die Rechnungen türmen sich. Dementsprechend muss sich Bri immer Gedanken um Geld machen und ihr Traum, Rapperin zu werden, ist nicht nur ihrem Talent geschuldet, sondern auch der Not ihrer Familie. Nach einigen Ereignissen bietet sich Bri schließlich die Chance, sich und ihren Rap bekannt zu machen. Jedoch muss sie sich dabei fragen, als wer sie eigentlich auftreten möchte, für was sie steht. Die Story fängt etwas langsamer an, als mir gefallen hätte, und so brauchte ich ein bisschen, um in das Buch einzufinden. Zwar gibt es schon zu Anfang interessante Szenen, aber nur ein bisschen eingestreut, noch mit ein paar langatmigeren Stücken dazwischen. Das bessert sich allerdings mit der Zeit und so wurde die Geschichte immer spannender, bis ich das Buch zu Ende kaum mehr aus der Hand nehmen wollte. Die Themen, die Angie Thomas hier anspricht, sind wie schon gesagt etwas anders als die in "The Hate U Give". Dort ging es ja vor allem um Polizeigewalt gegen Farbige. Hier ist zwar auch die Ungerechtigkeit gegenüber Farbigen ein Thema, jedoch allgemeiner, in der Hinsicht, wie Farbige gesehen werden, was von ihnen quasi erwartet wird. Da habe ich gemerkt, dass ich zwar manchmal ungläubig den Kopf geschüttelt habe, "On the Come Up" mich aber (leider) nicht so wütend und allgemein emotional gemacht hat wie sein Vorgänger. Ansonsten steht das Rappen stark im Vordergrund. Wie ich das einschätzen sollte, wusste ich anfangs ehrlich gesagt noch nicht. Aber: Die Rap-Szenen waren wirklich der Hammer. Im Nachhinein betrachtet würde ich eigentlich alle Szenen, in denen Bri rappt, zu meinen Lieblingsstellen bezeichnen. Dazu sage ich aber nochmal mehr. Interessant fand ich ja, dass ein Bezug zu "The Hate U Give" hergestellt wurde. Bris Geschichte spielt eine Weile (ich glaube etwa ein Jahr) nach den Ereignissen dort und so erfährt man grob, wie es danach weiterging. Wer auf ein Crossover hofft, wird allerdings enttäuscht werden, denn bis auf dass die Ereignisse erwähnt werden und auch gewisse Grundsteine für die Ereignisse hier setzen, wird nicht viel referiert. Man kann „On the Come Up“ also auf jeden Fall als alleinstehendes Buch betrachten. Etwas, das meiner Meinung nach auf jeden Fall schwächer ist, ist die Klischeehaftigkeit der Story. Der Grundton des Buches hat mir trotzdem gefallen, wie auch die Message, aber ansonsten war doch viel eher vorhersehbar. Besonders der Ablauf der Lovestory entsprach den Klischees (auch wenn ich sie dennoch süß fand), sodass die Geschichte nicht unbedingt etwas absolut Besonderes für mich war. Der Schreibstil von Angie Thomas hat mich wiederum komplett überzeugt. Sie schreibt flüssig, sie schreibt authentisch und sie schafft es, ernste Themen anzusprechen, ohne direkt zu dramatisch zu wirken. Hut ab dafür! Außerdem bin ich wirklich fasziniert von ihrem Talent, die Rap-Szenen zu schreiben. Einerseits, weil ihre Lines wirklich mega sind. Ehrlich, ich konnte mir die Textzeilen sehr gut gerappt vorstellen. Andererseits haben mich aber auch Bris Gedankengänge zum Rappen begeistert. Da 'sammelt' sie Schlagwörter, wiederholt sie für sich, sucht sich reimende Wörter und schafft es so, Brücken zu schlagen, sodass am Ende tolle Lines herauskommen. Ich habe zwar keine Ahnung, ob Rapper wirklich so denken, aber ich fand die Darstellung genial und einfach nur super zu lesen. Etwas weniger begeistert bin ich hingegen von der Übersetzung. Na gut, ich finde die Übersetzung nicht schlecht, das muss ich direkt anhängen. Aber ich finde es seltsam, wie hier doch sehr häufig auf Englisch geschrieben wurde. Verständnishalber kein Problem für mich, immerhin lese ich öfter mal Bücher auf Englisch. Aber so wirkte es teils willkürlich, was im Original belassen wurde. Da hatte ich ein paar Mal das Gefühl, man hätte den Ausdruck ach übersetzen können. Erwähnenswert ist außerdem vielleicht, dass Lines im Englischen sind. Was ich gut finde, denn sonst hätte der Jugendroman glaube ich an Authentizität eingebüßt, aber für alle, die nicht ganz so gut englisch können, eher ungünstig. An sich haben sich die Übersetzer jedoch schon auch Gedanken um so etwas gemacht, denn dadurch, dass auch immer mal wieder Szenen-Sprache verwendet wird, wurde hinten ein Glossar mit den wichtigsten Übersetzungen oder auch Erklärungen angehängt. Zuletzt noch kurz etwas zu den Charakteren. Von denen bin ich ja wirklich ebenfalls begeistert. Meiner Meinung nach hat Angie Thomas es geschafft, selbst kleinere Rollen schön auszubauen, sodass man sie sich gut vorstellen kann, beispielsweise den kleinen Jojo. Dann wären da die wichtigeren Figuren, wie Sonny und Malik, Bris beste Freunde, die ich fast auf Anhieb in mein Herz geschlossen habe mit ihrer unterschiedlichen Art. Jay, die bereits so viel durchgemacht hat, dabei nicht nicht immer das Richtige getan hat, sich nun aber zusammenreißt und alles für ihre Kinder tut. Trey, der mir irgendwie auch von Sekunde Eins an ans Herz gewachsen ist. Daran merkte ich noch einmal ein großes Plus der Autorin: Ihre Fähigkeit, Beziehungen mit wenigen Worten unfassbar authentisch darzustellen. Egal, ob es eine Freundschaft war oder das Familienleben, ich konnte mir die Dynamiken sehr gut vorstellen. Tatsächlich ebenfalls sehr gerne mochte ich die Protagonisten Bri. Sie hat einen so schon komplexen Charakter und war mir auch sehr bald sympathisch. Sie ist nicht fehlerfrei, aber man merkt doch, dass sich hinter ihrer großen Klappe ein gutes Herz versteckt und ihre Entwicklung ist wirklich schön. Insgesamt kann ich also sagen, dass "On the Come Up" ein interessantes Buch ist, das zwar nicht ganz mangelfrei ist, mich aber zum Nachdenken gebracht hat. Dadurch, dass ich "The Hate U Give" gelesen habe, vergleiche ich diese beiden Werke der Autorin unweigerlich miteinander und ich muss zugeben, dass dieses doch ein Stück hinter Angie Thomas' Debut zurückbleibt. Nichtsdestotrotz hat es mir wirklich gut gefallen!

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STORYBOARD: Briannas, kurz Bri, größster Traum ist es, eine erfolgreiche und berühmte Rapperin zu werden. Bereits ihr Vater, der kurz nach seinem Durchbruch leider erschossen wurde, war in Garden Heights eine Rap-Legende. Zwar hat Bri ein unbestrittenes Talent und dank dem Ruf ihres Vaters wird ihr auch viel Respekt entgegen gebracht, aber dies öffnet leider keine Türen zu einer Plattenfirma. So scheinen die Fußstapfen ihres Paps verdammt groß zu sein. Als ihre Mutter, Jay, ihren Job verliert und die Rechnungen und Mahnungen immer mehr werden, reift in Bri der Plan heran, so schnell wie möglich ihrem großen Ziel näher zu kommen, damit sie die Familie unterstützen kann. Hilfe erfährt sie dabei von ihren beiden besten Freunden Sonny und Malek sowie ihrer Tante Pooh. Mit aller Macht will Bri ihren Traum verwirklichen, auch wenn der Preis dafür noch so hoch sein sollte. MEINUNG: Nachdem mir bereits "The Hate U Give" von Angie Thomas richtig gut gefallen hatte, war ich auf ihr neuestes Werk "On The Come Up" (cbj) umso neugieriger. Meine Erwartungen waren recht hoch und ich muss sagen, dass diese auch erfüllt wurden. Der Schreibstil der Autorin nahm mich sofort wieder für sich ein und ich erlebte hautnah mit, wie es um die 16-jährige Brianna, kurz Bri, bestellt ist. Die Handlung wird aus der Sicht von Bri erzählt, was mir ihre Gefühlswelt noch näher brachte. Durch die Ermordung ihres Vaters vor ein paar Jahren und der dadurch resultierenden Drogenabhängigkeit ihrer Mutter, verbrachten Bri und ihr Bruder Trey den Großteil ihrer Kindheit bei den Großeltern. Dank einer Entziehungskur der Mutter leben die drei nun in Garden Heights, einem Ghetto, wie es viele in den USA gibt. Das Straßenbild ist geprägt von rivalisierenden Gangs, jeder Menge Drogen und Gewalt. Das Leben der Bewohner ist beschwerlich, da es kaum gutbezahlte Jobs gibt und das wenige Geld gerade so für die notwendigsten Dinge ausreicht. So geht es auch der Familie Jackson, weshalb es Jay wichtig ist, dass Bri immer in die Schule geht und gute Noten schreibt, um später studieren und so diesem Teufelskreis entfliehen zu können. Doch Bri hat einen anderen Plan, denn sie hat das Talent ihres Vaters und die Liebe zum Rappen geerbt. Ihr großer Traum ist es, eine erfolgreiche Rapperin zu werden wie ihr Vater Lawrence. Dieser wurde leider kurz nach seinem Durchbruch von Gangstern auf offener Straße getötet. Doch sein guter Ruf ist geblieben und so werden Bri und ihre Familie im Viertel mit Respekt behandelt. Als ihre Mutter arbeitslos und dadurch das Geld immer knapper wird, die Rechnungen und Mahnungen sich immer schneller stapeln, arbeitet Bri noch verbissener dafür, eine Chance zu erhalten, um doch noch ihren großen Traum Realität werden zu lassen. Gemeinsam mit ihrer Tante Pooh wagt sie den Schritt und tritt bei einem Battle in einem Club an. Diese Passagen, bei denen es um das Rappen geht, hat Angie Thomas sehr gut ausgearbeitet und die Texte wurden nicht übersetzt, was ich gut finde. So erhielt die Geschichte noch einen intensiveren Bezug zur Realität, was mir gefiel. Immer an der Seite von Bri sind ihre beiden besten Freunde Sonny und Malek, die sich schon seit Kindertagen kennen. Gerade die Freundschaft und das Familienleben sind allseits präsent. Ebenso natürlich Themen, wie Rassismus, Diskriminierung, Einschüchterung durch Gangmitglieder und Armut. Wie eingangs erwähnt, wird die Geschichte aus der Sicht von Bri erzählt, was ein durchdringendes Erlebnis für mich beim Lesen war. Denn Bri ist alles andere als einfach. Sie hat einen Dickkopf und ist hitzköpfig, was sie des Öfteren in Schwierigkeiten bringt. Auch macht sie ihr "eigenes Ding" und hört häufig nicht auf die Ratschläge ihrer Mutter, ihres Bruders oder ihrer Freunde. Daher hätte ich sie zwischendrin gerne mal zur Seite genommen und wachgerüttelt. Dennoch muss ich gestehen, dass diese Eigenart auch die Story vorantrieb und ich so wissen wollte, ob sie ihr Ziel erreicht. Richtig heftig wird es, als Bri mit ihrem ersten eigenen Song "On the come up" ein erster Erfolg gelingt und sich plötzlich jede Menge Leute für sie interessieren. Ihre Emotionen flossen ungehindert durch mich hindurch, was ich bisher kaum beim Lesen anderer Bücher empfand. Besonders Sonny habe ich in mein Herz geschlossen, denn er ist ein so liebenswerter Mensch und der ausgleichende, ruhige Pol in der Freundschaft zwischen Bri, Malek und ihm. Dabei ist er keinesfalls auf den Mund gefallen und haut schon mal den einen oder anderen coolen Spruch raus. Insgesamt wird der Humor in diesem Buch groß geschrieben, was die Story unterhaltsam machte. Eine weitere Person, die mich sehr beeindruckt hat, ist Trey, der Bruder von Bri. Denn er hat einen Highschoolabschluss mit sehr guten Noten und hätte die Chance zu studieren. Doch er stellt seine eigenen Pläne hinten an, sucht sich einen Job und unterstützt seine Familie wo er nur kann. Er liebt seine Mutter und seine Schwester abgöttisch und würde alles für sie tun. Diese Entscheidung, und seine Aufopferung fand ich als Botschaft richtig toll. Zwischen all den Worten und Handlungen der einzelnen Charaktere spürt man fortwährend Wut und Angst, aber auch Hoffnung. Hoffnung auf eine bessere Zukunft und Mut zu Veränderungen. Es wäre wünschenswert, wenn uns dies gelingen würde! FAZIT & BEWERTUNG: "On The Come Up" von Angie Thomas (cbj) ist eine bewegende und authentische Geschichte über ein junges Mädchen und deren Träume, die eine berühmte und erfolgreiche Rapperin werden möchte. Dabei verpackt die Autorin eindrucksvoll Botschaften über Rassismus, Familie, Zusammenhalt und Freundschaft zu einer Story, die humorvoll und zugleich temperamentvoll ist, die ich sehr gerne gelesen habe. Meine Erwartungen waren, nach dem Debütroman, recht hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Man sollte The Hate U Give nicht mit On The Come Up vergleichen, auch wenn es diverse Parallelen gibt. Ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn es lohnt sich diese (beiden Bücher) zu lesen - 5 von 5 Nosinggläser.

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Angie Thomas sollte spätestens seit ihrem Debüt The Hate U Give ein Begriff. On the come up ist ihr neuster Roman und knüpft indirekt an das Erstlingswerk an. Dreh- und Angelpunkt ist wieder Garden Heights, doch diesmal geht es um Bri. Sie ist gerade mal 16 und hat einen nicht ganz so ungewöhnlichen Wunsch: sie will mit dem Rappen berühmt werden. Doch was wirkt wie ein normaler Teenie-Traum von Ruhm, Glanz und viel Geld, ist für Bri die Lösung all ihrer Probleme. Denn jeden Monat kämpft ihre Familie erneut um alltägliche, für viele selbstverständliche Dinge wie warmes Essen, Strom oder ein neues paar Schuhe. In der Schule ist es auch alles andere als einfach. Es gibt unnötige Taschenkontrollen, Handgreiflichkeiten der Sicherheitsmänner und immer wieder Verwarnungen, dabei ist Bri nicht sonderlich angriffslustiger oder rebellierender als ihre Mitschüler. Doch trotzdem scheint sie die Probleme geradezu anzuziehen und das kann nur zwei Erklärungen haben: ihre Herkunft und ihre Hautfarbe. On The Come Up ist aber nicht nur die Geschichte über einen Teenager mit Träumen, sondern zeigt anhand von Bris Leben die Problematik des alltäglichen Rassismus und sozialen Ungerechtigkeiten. Aber auch abseits der teils harten, aber so wichtigen XX, geht es eben auch um ein Mädchen im Teenageralter, die rund um ihre Musik tough und schlagfertig wirkt, in Sachen Jungs, Freunde und Familie doch noch sehr pubertär, jung und unbeholfen. So sehr sie die Karriere auch voran treiben will, um das Richtige für sich und ihr Umfeld zu tun, umso mehr steht sie sich selbst durch ihre unreflektierten Handlungen im Weg. Dabei ist es eben das, was Angie Thomas besonders gut hinbekommen hat: Bri als Hauptfigur. Sicherlich ist es nicht einfach Bri durch das Buch hinweg konsequent zu mögen, gerade wenn man etwas älter und vielleicht weiser ist. Doch vielleicht ist es das, was Thomas zeigen will: Bri ist noch ein Kind, das am liebsten sofort berühmt werden will und versucht alleine die Entscheidungen zu treffen, für die sie sowohl Unterstützung als auch fachliche Hilfe gebraucht hätte. Doch typisch Teenager weist Bri die meisten, oft auch die falschen, Hilfsangebote ab. Warum? Weil sie stur ist? Weil sie glaubt das Richtige zu tun? Einfach weil sie noch unerfahren ist und die meisten 16-Jährigen – ja, auch wir – glauben, dass ihnen die Welt gehört und zu Füßen liegt. Doch so einfach ist das nicht. Da sind Manager, die dein Geld wollen. Sicherheitsmänner, die ein Problem mit einer Herkunft haben. Jugendliche, die dich als Vorbild wollen. Eine Mutter, die dein Bestes will. Ein bester Freund, der nicht weiß, was er will. Man selbst, die alles will. Und ehe man sich versieht, gibt es Aufstände, Schulverweise, geplatzte Träume und verletzte Seelen. Das alles thematisiert On The Come Up. Aber leider ist die Message des Buches nicht alles. Ein großes Defizit liegt wohl in der Übersetzung, so wie es eben immer problematisch ist, wenn der Witz und der Tiefgang in Liedern, Gedichten oder Witzen liegen, die durch Sprache geprägt sind. Grundlegend hat cbj zwar auf die Übersetzung aller Liedtexte verzichtet, doch oft kommt die Sprache trotzdem nicht richtig rüber oder wirkt „zu viel“. Leider hemmt das immer wieder den Lesefluß, wenn man ihn gerade gefunden hat. Ebenfalls problematisch ist die Umsetzung On The Come Ups. Die Geschichte ist nicht rund, die Charaktere nicht mit Leben gefüllt. Während Bri als Charakter zu fassen ist, sind es viele andere – auch wichtige Personen – eben nicht. Wer ist Bris Mutter wirklich? Was machen ihre Freunde Sonny und Malik aus? Warum verliebt sich Bri genau in denjenigen? Am Ende bleiben sie doch bleiben sehr blass. Insgesamt lässt sich Angie Thomas‘ Buch gut und schnell lesen, wirkt aber leider in manchen Passagen wie ein Entwurf, an dem man noch die Feinheiten einfügen möchte. Nichts desto trotz ist On The Come Up ein gutes, vor allem gehaltvolles Jugendbuch, das viele wichtige Thematiken zu einer lesenswerten Geschichte vereint.

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