Leserstimmen zu
On The Come Up

Angie Thomas

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Bri hat nur einen Traum: Sie will Rapperin werden. Nicht nur, um in die Fußstapfen ihres ermordeten Vaters zu treten, sondern vor allem, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Denn Bri hat es satt mit auseinanderfallenden Schuhen rumzulaufen, ohne was zu essen im Kühlschrank durch den Tag zu kommen, und sich ohne Heizung den Hintern abzufrieren. Aber das alles ist halb so schlimm, im Vergleich zu dem, was sie eines Morgens in ihrer Schule erleben muss. Auf Grund eines Verdachtes wird sie von den hiesigen Security Leuten tätlich angegriffen und auf den Boden geworfen. Dieses Ereignis bringt das Fass zum Überlaufen und Bri lässt ihre ganze Wut in einen Song fließen, den sie veröffentlicht. Und damit setzt sie eine Lawine in Gang, die so einiges mit sich bringt. Ich muss zugeben, nachdem ich von The Hate U Give so begeistert war, hat mich On the Come Up eher enttäuscht. Die Geschichte ist nicht schlecht, aber irgendwie hat sie mich nicht mitgerissen. Mir fehlte der Spannungsbogen. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass noch was Dramatisches passiert. Leider blieb das aus. Was mich auch gestört hat, war der Afro-Amerikanischen Slang. Auf der einen Seite verleiht er den Charakteren Authentizität, aber auf der anderen Seite ist es ziemlich nervig gefühlt jedes dritte Wort im Glossar nachgucken zu müssen. Das stört nämlich den Lesefluss, allerdings sind die wichtig, um die Handlung der Geschichte zu verstehen. Wenn man also nicht nachguckt, verliert man den Faden, meistens jedenfalls. Was mir an Bri nicht gefällt ist ihre Impulsivität. Sie handelt eher bevor sie denkt, was sie in brenzlige Situationen bringt. Zwischendurch hätte ich ihr am Liebsten eine geschallert. Ihre Raps hingegen sind der Wahnsinn. Man bekommt Einblicke in den Entstehungsprozess so eines Songs und man ist quasi live dabei wie sich die Worte in Bris Kopf zu Lines formen. Fazit: Ein solider Roman mit ein paar Schwächen. Entscheidet selbst, ob ihr ihn lesen wollt. Vielleicht seid ihr ja ganz anderer Meinung als ich. PS: Falls ihr herausfindet von wem dieser Tweet am Ende ist, lasst es mich wissen. Kendra

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Da ich über die Autorin schon vieles gehört habe, war ich nun sehr gespannt auf das Buch von ihr. Nach Beendigung kann ich nun sagen, dass ich es richtig toll fand, obwohl es mich jetzt nicht umgehauen hat. Im Mittelpunkt steht Bri, diese hat einen großen Traum und zwar will sie Rapperin werden. Allerdings hat sie es nicht leicht, denn die familiäre Situation ist sehr schwierig und auch in der Schule ist es nicht so leicht für sie. Als dann auch noch ihre Mutter den Job verliert, muss sie sich entscheiden. Der Einstieg in die Geschichte ist mir echt leicht gefallen und das Buch war auch im gesamten sehr gut zu lesen. Persönlich hat mir generell der Spannungsbogen gefehlt, denn dieser war für mich einfach nicht da. Die Handlung war dennoch unterhaltsam und ich finde es auch sehr wichtig, welche Themen von der Autorin hier verarbeitet wurden. Man erfährt, wie Bri in der Schule behandelt wurde und das war nicht immer sehr nett. Ich empfand es auch als recht interessant zu erfahren, wie schnell man in eine Schublade gesteckt wird und zwar nur, weil man nicht die optimalen Songtexte hat. Um es kurz zu sagen, es geht um Themen, wie Gangs, Drogen, Gewalt und noch so einige andere aktuelle Probleme. Bri war eine toll beschriebene Protagonistin, obwohl sie mir einfach nicht sympathisch war. Ihre Art war jetzt nicht so toll, denn sie war sehr eigensinnig und irgendwas hat mir bei ihr gefehlt. Ich konnte zwar verstehen, wieso sie sich für ihre Mutter einsetzt und ihren Traum verwirklichen will, aber ihre Art war mir generell zu eigensinnig. Ich würde sie aber dennoch als authentisch bezeichnen. Ich muss aber auch noch sagen, dass ich kein Verständnis hatte für ihr Verhältnis zu ihrer Tante, denn diese scheint mit Drogen zu handeln und ich möchte keinen Kontakt mit solch einer Person haben. Sie machte auf mich einen undankbaren Eindruck, aber das muss ja jeder für sich entscheiden. Die Nebencharaktere würde ich ebenso als gelungen bezeichnen. Auch diese machten einen sehr glaubwürdigen Eindruck auf mich. Die Schreibweise war im gesamten sehr locker und so lies sich das Buch sehr flott und flüssig lesen. Die Geschichte wird aus Bris Sicht erzählt, was ich toll fand, denn so bekommt man einen tollen Einblick in ihr Gefühlsleben. Der Handlung konnte man auch recht folgen, denn alles war sehr gut verständlich. Einziger kleiner Kritikpunkt waren für mich diese ganzen Slangausdrucke, denn diese musste ich immer wieder nachschauen, wodurch auch mein Lesefluss gestört war. Das Setting war hingegeben wieder definitiv lobenswert, denn man konnte sehr gut in die Handlung eintauchen und ich habe dadurch auch etwas Lebensgefühl für Bris Situation bekommen. Das Cover gefällt mir in der Einfachheit sehr gut. Fazit: Unterhaltsame Geschichte, die ein paar kleine Schwächen hat. Kann ich aber wegen der Thematik dennoch weiterempfehlen. 3 von 5 Sterne

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Allgemein Titel: On the come up Autor/in: Angie Thomas Verlag: cbj Verlag Format: Hardcover Seitenzahl: 512 Genre: Roman Erscheinungstermin: 04.03.19 ISBN: 978-3-570-16548-5 Preis: 18.00 € / 29.90 CHF Klappentext Jeder hat ein Recht auf Redefreiheit – aber nicht jeder wird gehört… Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den grossen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengrosse Fussstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss … Meine Meinung ( spoilerfrei ) Ich hatte von der Autorin Angie Thomas bisher nur Gutes gehört, hatte aber noch nichts von ihr gelesen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ich „On the come up“ zugeschickt bekommen habe. Im Buch geht es um Bri (abgekürzte Form von Brianna), die sechzehn Jahre alt und dunkelhäutig ist. Sie lebt mit ihrer Familie in den Garden Heights und liebt das Rappen. Ihr Vater, der, bevor er starb, ein bekannter Rapper gewesen war, ist ihr grosses Vorbild. Es ist ihr Traum sich der Welt zu beweisen und eine erfolgreiche Rapperin zu werden. Als ihre Mutter plötzlich ihren Job verliert und die Familie grosse Geldprobleme bekommt, ist ihr Traum nicht nur ein Wunsch, sondern wird zu einer Notwendigkeit. "You'll never silence me and you'll never kill my dream, just recognize when you say brilliant that you' re also saying Bri." S.491 Ich finde Bri ist eine sehr starke Protagonistin, jedoch konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, da sie oft ein wenig unüberlegt handelt. Sie ist ehrgeizig und gibt immer alles um das zu erreichen, was sie will. Sie ist sehr talentiert und das Rappen ist ihr wichtiger als alles andere, weil sie der Welt mitteilen möchte, was sie zu sagen hat. Bri hat schon in ihrer Kindheit viel Schreckliches durchleben müssen und muss auch während der Geschichte noch mit Vorurteilen und Rassismus kämpfen. Es passieren so viele ungerechte Dinge und Bri ist fest entschlossen den Leuten ihre Geschichte, ihr Leben und ihre Probleme zu erzählen. Sie will bewirken, dass sich etwas in den Köpfen der Menschen ändert, dass alle die Ungerechtigkeit und all das Falsche sehen. Im Buch wird das sehr gut beschrieben und das Ganze hat mich manchmal geschockt und auch wütend und traurig gemacht. Es ist beeindruckend und auch ein wenig beängstigend, mit was für Problemen Bri kämpfen muss und wie sie damit umgeht. Wenn man dieses Buch liest, wird man auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. "Ich schliesse die Augen. In mir warten jede Menge Worte." S.489 Der Schreibstil der Autorin ist speziell und eigen und das macht die Geschichte sehr authentisch. Ich muss jedoch sagen, dass ich diesen speziellen Schreibstil nur so halb mochte. Es werden sehr viele Slangausdrücke aus der Rap-Szene und aus dem Alltag der Menschen in den Garden Heights in den Text eingebaut, was die Geschichte zwar sehr lebendig, glaubhaft und real gemacht hat, mich aber nicht so angesprochen hat. Ich muss gestehen, dass ich mich dadurch nicht wirklich mit den Charakteren im Buch identifizieren konnte, weil das in meinem Leben so gar nicht meine Szene ist und ich auch eigentlich nie Rap höre. Was mir sehr gefallen hat, war, dass die Raptexte im Buch nicht übersetzt worden sind und man so die Originale lesen konnte! Ein anderer Kritikpunkt am Buch ist, dass sich die Geschichte manchmal ziemlich in die Länge zieht. Es passiert nicht so viel, wie in anderen Büchern, wen auch das die Geschichte noch realer macht. "You can't stop me on the come up." S.126 Fazit Man fühlt während des Lesens mit den Charakteren mit und wird zum Denken angeregt. Ich finde die Geschichte behandelt ein überaus wichtiges Thema und auch die Moral der Geschichte, die am Schluss des Buches zustande kommt, hat mich sehr berührt. Mir persönlich war leider der Schreibstil etwas zu viel, die Geschichte etwas zu langatmig und ich konnte mich nicht so gut mit den Charakteren identifizieren. Ich würde das Buch aber allen weiterempfehlen, die eine Geschichte über Rassismus, Ungerechtigkeit, Liebe und Hass mit einer starken weiblichen Protagonistin anspricht. Das Buch bekommt von mir: 3,5/5 🌟 Noémie Vielen Dank ans Bloggerportal für das Rezensionexemplar!

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