Leserstimmen zu
On The Come Up

Angie Thomas

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Ich möchte dem Verlag auch danken, dafür, dass er das englische Cover übernommen hat. Ich finde es absolut passend. Andere Farben sowie Motive etc. oder ein deutscher Titel hätten für mich nicht gepasst. Denn so ist es authentisch! Und nicht nur das Cover ist DAS... nein auch die Protagonistin Brianna, die übrigens auf diesem Cover zu sehen ist... Die Autorin Angie Thomas hat mich mit Bri total überzeugt. Anfangs noch recht naiv, indem sie trotzig und stur durch die Welt geht...geht sie mit jeder weiteren Seite der Geschichte ein Stück weit als sie selbst weiter. Sie findet sich! Sie findet ihre Persönlichkeit! Sie wächst! Und genau das hat mir wahnsinnig gut gefallen. Etwas verwirrend fand ich anfangs die vielen verschiedenen Personen, die die Autorin erwähnt. Denn nicht immer haben sie riesig viel mit der Story zu tun...das hat mich verwirrt. Auch hatte ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten mit einigen Begrifflichkeiten (waren mir nicht geläufig), was evtl. am Alter liegen könnte ;) Am Ende des Buches findet man ein Glossar, dass einem die Begriffe erklärt..habe ich leider erst beim Beenden des Buches gesehen 😅 Genial fand ich, dass die Raptexte in englisch belassen wurden... auch wenn ich selber öfter mal den Übersetzer fragen musste ;). Aber ich schätze eine deutsche Übersetzung hätte hier einiges kaputt gemacht. On the come up ist eine Geschichte, die uns erzählt, wie es sich in den ärmeren Gegenden von Garden Hights (fiktiver Ort) lebt. Rassismuss, Gewalt, Diskriminierung, Kriminalität und viele Vorurteile sind dort an der Tagesordnung. Und dort lebt Bri und möchte ihren Traum einer erfolgreichen Rapperin leben. Und genau das macht dieses Buch aus. Wie ein junges Mädchen versucht, alles dafür zu tun, um das zu machen was sie möchte... trotz aller Schwierigkeiten, trozt aller Widerstände. On the come up ist aber auch eine Geschichte über die Liebe zur Musik, über ein Lebensgefühl, über Freundschaften, über Zusammenhalt und über Hoffnung. Angie Thomas hat all diese Themen sehr gut umgesetzt. In einer rauhen und harten Schreibweise bringt sie uns all das näher. Der Schreibstil passt gut zu dieser Geschichte, denn sie ist keine Seifenoper, es ist harte Realität...Leider immer noch und überall. Alles in allem ist On the come up WICHTIG!! Wichtig gelesen zu werden. Wichtig gezeigt zu werden. Wichtig, weil On the come up uns zeigt und sagt: Sei du selbst und mach woran du glaubst!

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Die sechzehnjährige Bri wächst gemeinsam mit ihrem älteren Bruder bei ihrer Mutter auf. Ihr Vater wurde getötet, als Bri gerade einmal fünf Jahre alt war, woraufhin ihre Mutter Trost und Vergessen suchte, indem sie Drogen nahm. Doch sie schaffte den Absprung ihren Kindern zu Liebe. Bri hingegen hegt einen Traum, denn sie möchte in die Fußstapfen ihres Vaters treten und eine Karriere als Rapperin starten. Als ihre Mutter arbeitslos wird, wird ihr Wunsch so eindringlich, dass sie beginnt, alles für diesen Traum der Karriere zu tun. Aber der Weg zum Rapstar ist steinig, trotz allen Talents und Bri muss feststellen, dass es ganz schön schwer ist, sich auf diesem Weg nicht selbst zu verlieren. Meine Meinung Schon das einfache Cover, das perfekt zum Inhalt passt, machte mich neugierig. Doch hier sprach mich allein schon der Klappentext dazu noch einmal mehr an. Angie Thomas ist es hier sehr gut gelungen, ein realistisches Bild zu zeichnen, wie schwer es auch heute noch für Jugendliche und Kinder oder vielmehr für Menschen allgemein ist, die eine andere Hautfarbe haben als weiß. Ich musste beim Lesen des Buches oft an Filme aus den neunziger Jahren denken, wie z. B. Menace II Society oder Boyz ‘n the Hood, und habe dabei festgestellt, dass sich in all den Jahren wenig bis gar nichts an der Situation geändert hat. Noch immer leben viele People of Color abgegrenzt in Ghettos, bilden Gangs, die sich gegenseitig bekriegen und finden nur schwer den Absprung in ein “bürgerliches” Leben. Vorurteile und ungerechte Behandlungen sind hier Tagesordnung und Träume müssen meist der Realität weichen. Mit ihrer Protagonistin Bri, die hier aus ihrer Sicht in der Ich-Form erzählt, hat Angie Thomas eine ganz besondere Protagonistin erschaffen, mit der sich gerade Jugendliche sehr gut identifizieren können. Dadurch, das Bri erzählt, ist es sprachlich sehr jung, lässt sich dabei aber flüssig lesen und wirkt absolut authentisch. An dieser Stelle auch ein Kompliment an die Übersetzerin, die Bris HipHop Texte nicht übersetzt hat, sondern im Original hat stehen lassen, denn genau das macht es noch einmal mehr greifbar. Diese Texte spiegeln sehr gut wieder, was in der jungen Protagonistin vor sich geht, wie ihre Sicht auf die Welt wirklich ist und wie sie selbst sich verändert. Auch die Welt des HipHops, der Gedanke dahinter wird hier sehr gut vermittelt. Anspielungen auf vergangene Zeiten mit großen Namen wie Notorious BIG oder Tupac Shakur, aber auch Bris Vater, der selbst ein aufsteigender HipHop Star war, lassen die Welt rund um Bri authentisch wirken. Bri ist authentisch und selbst als Erwachsene konnte ich nachempfinden wie es ihr geht und warum sie wie handelt. Sie ist vorlaut und zielstrebig und nimmt auch im Unterricht kein Blatt vor den Mund. Für solche Handlungen wird sie aggressiv genannt und findet sich mehr als einmal beim Direktor der Schule wieder. Genau solche Momente machten mich wütend, zeigen sie doch, wie sehr Vorurteile auch heute noch gelten. Sind wir nicht mittlerweile so weit, endlich mal den Mensch als ganzes zu sehen und nicht als verschiedene Rassen? Doch nicht nur Bri wurde hier lebendig, sondern auch die Nebencharaktere bekamen sehr viel Tiefgang. Seien es ihre Mutter, die mit allen Mitteln versucht, etwas aus ihrem Leben zu machen oder ihre Aunt Pooh, Bris beste Freunde, ihr Bruder und viele mehr. Alle zusammen machten das Buch glaubwürdig, lebendig und auch ein wenig erschreckend. Erschreckend, weil ich hier immer noch Vergleiche ziehen kann mit Ereignissen, die bereits zwanzig Jahre her sind und die darauf schließen lassen, das es höchste Zeit für Veränderung ist. Mein Fazit Hut ab, Angie Thomas, denn mit diesem Buch ist es der Autorin gelungen, ein aktuelles Thema ohne zu verharmlosen, zu verpacken. Ein Spiegelbild der Gesellschaft, dabei aber mit ganz viel Emotionen gespickt und nachdenklich machend und nicht nur für jugendliche Leser geeignet. Wahrscheinlich ist es für Leser, die ein wenig Hintergrundwissen über HipHop haben leichter, aber das Glossar am Ende macht es auch sonst sehr gut verständlich, was die Autorin mit ihrer Geschichte ausdrücken will. Ein tolles Buch, über das ich noch viel mehr schreiben und erzählen könnte, über das ich bestimmt nicht genug gesagt habe, aber das ich gerne ans Herz legen möchte.

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On the come up konnte mich richtig begeistern. Angie Thomas gelingt es Bris Geschichte glaubwürdig zu erzählen und authentisch schildert sie Bris schwierige Lage. Die Geschichte zieht den Leser von der ersten Seite an in den Bann. Bri lebt in einer schwierigen Gegend und hat aufgrund ihrer Hautfarbe in der Schule mit Vorurteilen zu kämpfen. Das Thema Vorurteile wird hier stark behandelt und man merkt in Bezug darauf, dass die Autorin weiß worüber sie schreibt, weil nichts aufgesetzt wirkt. Die Situationen wirken echt und so wie aus dem Alltag entsprungen. Deshalb bewegt die Geschichte den Leser auch sehr. Da Bri Rapperin werden möchte und für die Musik lebt, steht das Thema im Fokus. Bevor ich On the come up gelesen habe, kannte ich mich kaum mit Rapmusik aus, weshalb ich es toll finde, dass ich durch das Buch mehr zu dieser erfahren konnte. Angie Thomas räumt Vorurteile aus dem Weg, zeigt wie Klischees entstehen und wirft ein klares Bild auf die Musikszene. Auch die Charaktere wirken authentisch und werden lebensecht beschrieben. Bri ist eine selbstbewusste Person, die weiß was sie will und dafür einsteht. Mit ihr ist es nie langweilig, weshalb ich gerne aus ihrer Sicht gelesen habe.Die weiteren Charaktere kann man sich ebenfalls alle gut vorstellen und bringen die Geschichte voran. Die Handlung entwickelt sich eher langsam, aber das finde ich gut, weil dadurch alles nachvollziehbar geschildert wird. Während der 500 Seiten taucht man komplett in die Geschichte ein und wird Teil von ihr. Die Entwicklung der Handlung gefällt mir sehr gut, weil gezeigt wird, wie sich Bris Leben und sie selbst durch den Song verändern. Dabei werden keine Fragen offen gelassen, weil sich Angie Thomas Zeit lässt, um alles zu beschreiben. On the come up ist aufgrund der Themen und Bris Erlebnissen sehr bewegend und konnte mich auch in emotionaler Hinsicht berühren. Somit kann ich das Buch empfehlen, weil es einzigartig ist und schwierige Themen nachvollziehbar behandelt. Meiner Meinung nach sollte es mehr Bücher wie On the come up geben. Fazit: Eine bewegende Geschichte über schwierige Themen, die authentisch erzählt wird.

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Am Donnerstag kam endlich ‚on the come up‘ von Angie Thomas bei mir an!! Ich hab mich so unglaublich gefreut, als ich gesehen habe, dass das Bloggerportal von Random House mir dieses Buch bestätigt hat. Also hiermit ein ganz großes Dankeschön an das Bloggerportal und den cbj Verlag für das Rezensionsexemplar! You´ll never silence me and you´ll never kill my dream, just recognize when you say brilliant that you´re also saying Bri. Ich hab vorher schon die ein oder andere Rezension gelesen und musste mich dann selbst davon überzeugen. Außerdem wollte ich einfach mal in diese Welt eintauchen, die man sonst nur aus Bilder von den Medien kennt. Da Angie Thomas selbst als Jugendliche Rapperin war, bin ich auch überzeugt davon gewesen, dass es echt ist, was sie schreibt. Ihr erster Roman ‚the hate u give‘ wurde sogar mit dem Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Unarmed and dangerous, but America, you made us, only time we famous, is when we die and you blame us. Schon nach den ersten paar Seiten, war ich direkt im Buch, bei Bri, in den Garden Heights. Angie Thomas hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der den Leser wirklich in die Vorstädte Amerikas bringt. Vielleicht nicht unbedingt etwas für Leser, die Anglizismen nicht mögen, aber unglaublich real. Hier darf ich auch ein großes Lob an die Übersetzerin Henriette Zeltner aussprechen, für diese grandiose Übersetzung. Wörter wie Bro, Spitten, Nah’mean wurden in der Muttersprache beibehalten, was ich persönlich klasse finde, genauso, dass die Rap Texte Englisch geblieben sind. Für all die jenigen, die mit dem ein oder anderen Wort nichts anfangen können, ist im hinteren Teil des Buches sogar ein Glossar! Finde ich unglaublich klasse. Die Rap Texte sind auch nicht allzu schwer zu verstehen und im Notfall gibt es ja auch noch das gute alte Wörterbuch oder Google Übersetzer! Silencer is a must, they ain’t heard us. Ich hab das Buch trozt seiner 500 Seiten nur so verschlungen, da ich mit Bri zusammen ihren Traum verwirklichen wollte. Ich wollte sichergehen, dass sie es schafft und hab auf jeder Seite mitgefiebert. Außerdem hab ich einen verdammt realitätsnahen Einblick in diese Welt bekommen. Here’s the kicker, they get richter, only of we take that picture, as the truth, and as us. It’s not just rap, this shit is bigger. ‚On the come up‘ ist vielleicht kein Buch für jeden, aber ein Buch, dass ich jedem nur so ans Herz legen kann, ob Jugendlicher oder Erwachsener. Die Geschichte ist authentisch und erzählt über die bittere Realität, Rassismus, Gewalt, Vorurteilen und Armut. Eines meiner absoluten Jahreshiglights, und wir haben erst März! Und wer Fans von Buchzitaten ist, wird hier ebenfalls nicht enttäuscht. Ich brauch jetzt nämlich dringend neue Post-Its!

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Meinung: ''On the come up'' ist ganz anders als ''the hate u give'' aber nicht weniger wichtig. Tatsächlich bin ich hier auch gar nicht mit den Erwartungen an ein wichtiges Buch heran gegangen sondern wollte viel mehr miterleben, wie Bri ihren Weg macht, sich durch beißt. Und das hat sie getan. Es fiel mir nicht schwer Bri in mein Herz zu lassen, sie hatte diese Art, die einem sofort sagt, dass sie ihr Herz am rechten Fleck hat und ich mochte den Schreibstil und die Charakterzüge, die sie ausmachten einfach so, so sehr. Natürlich war sie nicht perfekt, bei Weitem nicht aber das ist vollkommen normal mit 16 Jahren und es machte sie tatsächlich nur authentischer. Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn sie gefühlstechnisch nicht so hart war wie ''The hate u give'' welches mich damals wirklich beeindruckt hat, das musste es allerdings auch nicht, denn diese Geschichte steht für sich selbst und sie ist auch genau das. Eine eigene Geschichte ganz unabhängig von dem anderen Buch. Zwar wusste Bri von den Ereignissen die geschahen aber mehr hatte sie damit nicht gemeinsam und ich fand das tatsächlich echt gut, weil ich so vollkommen unvoreingenommen mich auf all das einlassen konnte, was Bri ausmachte. Sie verfolgte eisern einen Traum, den Rapperin zu werden und das mit einer Unerbittlichkeit, die einfach mitreißt. Natürlich ist es nicht einfach, aber irgendwie rockt sie es trotzdem. Die Texte sind mega, sie stehen im Buch als Englische Texte (Gott sei dank), denn das macht es einfach richtig großartig, man bekommt ein Gefühl dafür, wie Bri sich dabei gefühlt haben könnte und ich habe mich das ein oder andere mal beim mitsummen erwischt. Es ging aber nicht nur um das. Denn auch gab es wieder all die Konflikte, mit denen sich Bri und ihre Freunde herum schlagen mussten, Dinge die tief gingen und weit unter der Gürtellinie waren. Zustände wie im Knast mussten sie an der eigenen Schule erdulden und ich selbst konnte darüber nur staunen und den Kopf schütteln. Doch Fakt ist, dass es die Wahrheit ist selbst wenn sie für uns nicht ganz so einfach vorstellbar ist. Es war traurig, dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe schon wie eine Verbrecherin behandelt wurde obwohl sie nie zu einer wurde. Das lässt einen nachdenken und macht diese Geschichte, die zwar mitreißend und cool ist so wahnsinnig ernst. Sie leben im Ghetto und was dort an der Tagesordnung ist ist teilweise ziemlich erschreckend, was Angie Thomas auch genau so dargestellt hat. Das ist ihr so authentisch und echt gelungen, einfach großartig. Von der Armut möchte ich am liebsten gar nicht reden, es hat mich so unfassbar traurig und wütend gemacht und das obwohl es Bri und ihrer Familie im Gegensatz zu anderen Familien auf der Welt noch gut geht obwohl sie oft nicht mal wirklich wussten wann sie wieder etwas zu essen bekommen werden. Dieses Buch behandelt nicht nur den großen Traum von Bri sondern auch wichtige Themen wie Rassismus, Armut und einige mehr, die mich nachdenklich gemacht haben, die weh taten und trotzdem nicht totgeschwiegen werden dürfen. Angie Thomas schreibt so nah am Leben, wie es nur geht. Sie schafft es, dass man sich 1:1 in ihre Figuren hinein fühlen kann und mit ihnen leidet ohne Abstand zu ihnen nehmen zu können. Das ist etwas besonderes, etwas das ich an dieser Autorin wahnsinnig schätze. Außerdem schafft sie es auch noch Liebe in eine solche Geschichte zu streuen und zwar so, dass es die perfekte Mischung aus allen möglichen Emotionen wird.

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Hallo heute kommt eine Rezension zu On the come up. • Daten: -Autor/in: Angie Thomas - Verlag: Cbj - Preis: Hardcover: 18 € - Seiten: 509 - Erscheinungsjahr: 2019 - Sonstiges: \ • Inhalt: In dem Buch geht es um die 16 jährige Bri und sie hat nur einen Traum. Bri möchte als Rapperin erfolgreich sein. Jedoch ist dies nicht so einfach oder etwa doch? Den als ihre Mutter arbeitslos wird, setzt Bri alles aufs Spiel, um mit der Musik Geld zu verdienen. Sogar selbst als Sie fast die Kontrolle über ihr Leben verloren hat. Geht es Bri gut? Gelingt Bri es Geld zu verdienen mit der Musik? Wie gefällt dies ihrer Mutter? • Meine Meinung! Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und es war so schön und berührent geschrieben. Gegen Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und plötzlich hatte ich es beendet. Dieses Buch ist eins meiner Lesehighlights für 2019 und hat sich die 5 von 5 Sterne einfach nur verdient💫. Das Cover ist schlicht und passt ebenfalls sehr gut dazu. • Habt ihr das Buch schon gelesen? Wenn nicht dann lest es❤. Nun wünsche ich euch noch einen schönen Tag. Bis bald😊.

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Allgemein Titel: On the come up Autor/in: Angie Thomas Verlag: cbj Verlag Format: Hardcover Seitenzahl: 512 Genre: Roman Erscheinungstermin: 04.03.19 ISBN: 978-3-570-16548-5 Preis: 18.00 € / 29.90 CHF Klappentext Jeder hat ein Recht auf Redefreiheit – aber nicht jeder wird gehört… Die 16-jährige Bri wünscht sich nichts sehnlicher, als eine berühmte Rapperin zu werden. Als Tochter einer Rap-Legende ist das nicht leicht: Ihr Vater starb, kurz bevor er den grossen Durchbruch schaffte, und Bri tritt in riesengrosse Fussstapfen. Dann verliert ihre Mutter ihren Job. Plötzlich gehören Essensausgaben, Zahlungsaufforderungen und Kündigungen ebenso zu Bris Alltag wie Reime und Beats. Als sich die unbezahlten Rechnungen stapeln und ihre Familie kurz davor ist, ihre Bleibe zu verlieren, wird klar: Eine berühmte Rapperin zu werden, ist für Bri nicht länger nur ein Wunsch, sondern ein Muss … Meine Meinung ( spoilerfrei ) Ich hatte von der Autorin Angie Thomas bisher nur Gutes gehört, hatte aber noch nichts von ihr gelesen. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ich „On the come up“ zugeschickt bekommen habe. Im Buch geht es um Bri (abgekürzte Form von Brianna), die sechzehn Jahre alt und dunkelhäutig ist. Sie lebt mit ihrer Familie in den Garden Heights und liebt das Rappen. Ihr Vater, der, bevor er starb, ein bekannter Rapper gewesen war, ist ihr grosses Vorbild. Es ist ihr Traum sich der Welt zu beweisen und eine erfolgreiche Rapperin zu werden. Als ihre Mutter plötzlich ihren Job verliert und die Familie grosse Geldprobleme bekommt, ist ihr Traum nicht nur ein Wunsch, sondern wird zu einer Notwendigkeit. "You'll never silence me and you'll never kill my dream, just recognize when you say brilliant that you' re also saying Bri." S.491 Ich finde Bri ist eine sehr starke Protagonistin, jedoch konnte ich ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen, da sie oft ein wenig unüberlegt handelt. Sie ist ehrgeizig und gibt immer alles um das zu erreichen, was sie will. Sie ist sehr talentiert und das Rappen ist ihr wichtiger als alles andere, weil sie der Welt mitteilen möchte, was sie zu sagen hat. Bri hat schon in ihrer Kindheit viel Schreckliches durchleben müssen und muss auch während der Geschichte noch mit Vorurteilen und Rassismus kämpfen. Es passieren so viele ungerechte Dinge und Bri ist fest entschlossen den Leuten ihre Geschichte, ihr Leben und ihre Probleme zu erzählen. Sie will bewirken, dass sich etwas in den Köpfen der Menschen ändert, dass alle die Ungerechtigkeit und all das Falsche sehen. Im Buch wird das sehr gut beschrieben und das Ganze hat mich manchmal geschockt und auch wütend und traurig gemacht. Es ist beeindruckend und auch ein wenig beängstigend, mit was für Problemen Bri kämpfen muss und wie sie damit umgeht. Wenn man dieses Buch liest, wird man auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt. "Ich schliesse die Augen. In mir warten jede Menge Worte." S.489 Der Schreibstil der Autorin ist speziell und eigen und das macht die Geschichte sehr authentisch. Ich muss jedoch sagen, dass ich diesen speziellen Schreibstil nur so halb mochte. Es werden sehr viele Slangausdrücke aus der Rap-Szene und aus dem Alltag der Menschen in den Garden Heights in den Text eingebaut, was die Geschichte zwar sehr lebendig, glaubhaft und real gemacht hat, mich aber nicht so angesprochen hat. Ich muss gestehen, dass ich mich dadurch nicht wirklich mit den Charakteren im Buch identifizieren konnte, weil das in meinem Leben so gar nicht meine Szene ist und ich auch eigentlich nie Rap höre. Was mir sehr gefallen hat, war, dass die Raptexte im Buch nicht übersetzt worden sind und man so die Originale lesen konnte! Ein anderer Kritikpunkt am Buch ist, dass sich die Geschichte manchmal ziemlich in die Länge zieht. Es passiert nicht so viel, wie in anderen Büchern, wen auch das die Geschichte noch realer macht. "You can't stop me on the come up." S.126 Fazit Man fühlt während des Lesens mit den Charakteren mit und wird zum Denken angeregt. Ich finde die Geschichte behandelt ein überaus wichtiges Thema und auch die Moral der Geschichte, die am Schluss des Buches zustande kommt, hat mich sehr berührt. Mir persönlich war leider der Schreibstil etwas zu viel, die Geschichte etwas zu langatmig und ich konnte mich nicht so gut mit den Charakteren identifizieren. Ich würde das Buch aber allen weiterempfehlen, die eine Geschichte über Rassismus, Ungerechtigkeit, Liebe und Hass mit einer starken weiblichen Protagonistin anspricht. Das Buch bekommt von mir: 3,5/5 🌟 Noémie Vielen Dank ans Bloggerportal für das Rezensionexemplar!

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"The Hate U give" der Autorin Angie Thomas hat mich schwer begeistert, daher freute ich mich auf sehr auf ihr neustes Wer "On The Come Up". Auch hier werden Konflikte groß geschrieben, innerhalb von Schulen und Familien. Mitunter wird auch Bezug zu "The Hate U Give" genommen, wobei es nicht zwingend notwendig ist, dieses Buch zu kennen. Brianna (kurz Bri) ist eine sehr starke Persönlichkeit. Ihr Vater erschossen, die Mutter wird innerhalb des Geschehens arbeitslos und Trey ihr Bruder versucht durch diverse Jobs die Familie am Leben zu erhalten. Da die finanzielle Lage sich zuspitzt, ist es Bris dringender Wunsch durch Musik Geld zu verdienen. Sie bekommt dazu auch die Möglichkeit, muss aber letztendlich dafür ihre Seele verkaufen. Es ist definitiv eine Begabung zu erkennen und das soll schamlos ausgenutzt werden, um Bris Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Bris Rap "On The Come Up" erhält im Internet viele Klicks und sie wird plötzlich gesehen, wobei ihre Texte missverständlich wirken. Für sie war es eine Verarbeitung der Gewalt die ihr widerfahren ist. Da Bri erst 16 Jahre alt ist, bedarf es der Unterschrift der Mutter um Plattenverträge einzuheimsen, aber diese ist nicht sonderlich darüber erbaut, das ihre Tochter in die Fußstapfen ihres Vaters treten will. Letztendlich zeigt sich, das dieser die Rolle, die er annehmen musste für den Erfolg, mit dem Leben bezahlt hat. Es ist ein Blick in eine beängstigende Welt, die mir fremd und unbekannt ist. Die Unterschiede der Hautfarben in den USA wird verdeutlicht und die verschiedenen Gruppierungen und Gangs hervorgehoben. Waffen und Drogen sind ein großes Thema und auch nicht nebenbei dargestellt, sondern immer wieder in die Story einfließend. Bri selbst hat keine unbeschwerte Kindheit. Der Vater tot und die Mutter Drogenabhängig. Bri und ihr Bruder wachsen zum Teil bei ihren Großeltern auf und hätten auch jetzt dort einen geschützten Ort, zumindest in der Darstellung ihrer Oma. Letztendlich ist es ein Tauziehen, wobei Bri nun selbst bestimmend einwirken kann, wie sie leben möchte. Angefüllt mit vielen Probleme und Konflikten lesen wir von einem jungen Mädchen und ihrem Traum. Bri hat ständig und immerzu Worte in ihrem Kopf, die sie zu Raps umformuliert. Erste Erfolge stellen sich relativ schnell nach einem gewonnenen Battle gegen Milez ein. Wohin aber wird dieser Erfolg führen? Geld kann nicht das Mittel zum Zweck sein, um dabei alle bisher gelebten inneren Werte zu verdrängen, auch wenn es zum Erhalt und Unterstützung der Familie dient. Der Zwiespalt in dem sich Bri befindet wird schnell deutlich und es erfüllt mich fast schon mit Stolz als sie sich zu einer noch stärkeren Persönlichkeit entwickelt als zuvor dargestellt. Die Brisanz der Thematik ist mitunter belastend und dennoch geht von "On The Come Up" ein starker Sog aus, dem ich mich nicht entziehen konnte. Ein Roman, der der angegebenen Zielgruppe junger Leser_innen absolut angemessen ist. Es ist ein gewaltig dargestelltes Bild einer anderen Lebensart. Kultur und Religion, die auf uns einströmt, die aber wichtig ist zu kennen und zu erkennen, um dann daraus dann zu lernen. Ich bin begeistert von dem dargestellten Bild der Autorin, die es erneut geschafft hat, mich in ihren Bann zu ziehen. Ein komplett anderes Buch als "The Hate U give" , aber definitiv nicht unbedeutender. Absolute Leseempfehlung! Natürlich hat "On The Come Up" hier und da kleine Schwachstellen, wenn man in den Vergleich gehen würde, aber dem mag und will ich mich nicht stellen. Ich las einen Jugendroman mit einer außergewöhnlich Protagonistin deren innere Stärke mich letztendlich überzeugt hat. Ich konnte mitleiden und mich freuen darüber, das am Ende Aussprache und Versöhnung stattgefunden hat und ein Neuanfang der Familie möglich gemacht wurde. In meinen Augen eine sehr gelungene Botschaft und ein Roman, der mich sehr zum Nachdenken anregen konnte. Offizielle Playlist zum Buch auf Spotify!

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