Leserstimmen zu
Mauerpost

Maike Dugaro, Anne-Ev Ustorf

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ACHTUNG, MÖGLICHERWEISE SPOILER ENTHALTEN! Es ist eine Konstellation, die die Irrwitzigkeit des geteilten Berlins auf Alltagsbasis vor Augen führt: Eine Fünfzehnjärige auf der einen Seite der Mauer. Im Osten Berlins wachsen in ihr die Zweifel an dem System, in dem sie lebt. Da vermittelt die nette Oma Ursel aus ihrem Haus ihr eine Brieffreundschaft nach Westberlin. Ihre Brieffreundin, die dreizehnjährige Ines, ist die Enkelin von Ursel und hat ihre Oma noch nie im Leben gesehen. Erst ist es nur der Reiz des Anderen, der die Mädchen schreiben lässt. Doch schnell merken die beiden, dass sie sich viel mehr zu sagen haben. „Mauerpost“ vereint ihre Geschichte vom geteilten Berlin. Die Geschichte beginnt 1988 und endet am 9. November 1989, so wie es sich für ein Jubiläumsjahr gehört. Die Briefe der Mädchen sind glaubhaft und erzählen nah an der Zielgruppe von allen möglichen Alltagsproblemen: Jungs, Freundschaft, Konflikte mit den Eltern. Julia hat daran zu knabbern, dass ihre beste Freundin Tina mit ihrer Familie einen Ausreiseantrag gestellt hat und deswegen auf das Abstellgleis gestellt wird. Julias streng linientreuer Vater erlaubt ihr nicht mehr, Tina zu besuchen, Julia macht es trotzdem und muss sich vor ihrem Bruder Mirko in Acht nehmen, der sie nur zu gerne verpetzen würde. Ines dagegen hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Vom Judo begeistert ist sie eine Außenseiterin in der Schule, wohnt bei ihrem Vater und versteht sich kaum mit ihrer Mutter, die aus dem Osten Berlins kommt, aber ihre Vergangenheit völlig von sich wegschiebt. Schnell wird klar: Hier ruhen Familiengeheimnisse, die dringend aufgeklärt werden müssen. Und so schicken die beiden Mädchen fleißig Briefe hin und her, die Ines’ Großtante Christa im BH über die Grenze schmuggelt. Was hier als kleiner Nervenkitzel beginnt, steigert sich, als die Geheimnisse um Ines‘ Mutter sich immer dichter spinnen und der Kontakt zwischen den Mädchen immer brenzliger wird. Dugaro und Ustorf erzählen eine spannende Geschichte von Ost und West, die viele Details aufgreift und nicht eindimensional wird, sondern auch die guten Seiten eines Lebens in der DDR, die Hoffnung auf schonende Reformen genauso wie auf einen schnellen Wandel erzählt. Verschiedenste Perspektiven kommen zu Wort durch die Menschen, die die Mädchen treffen. Diese Vielschichtigkeit wird durch das ausführliche Glossar am Ende des Buches sowie eine Zeittafel gelungen ergänzt. Ein bisschen schade ist allerdings, dass das Buch an manchen Stellen konstruiert wirkt und nicht voll in der emotionalen Tiefe erreicht.

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Julia und Ines sind Brieffreundinnen. Die eine wohnt in Ostberlin, die andere in Westberlin. Zwischen ihnen die Mauer. Wir schreiben das Jahr 1988. Zwei Mädchen gefangen zwischen dem DDR-Regime und einem großen Geheimnis, das die beiden Autorinnen Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf ihren Lesern spannend näher bringen. Lesestoff, wie er Jugendliche begeistert. Und Lesestoff, der zugleich Erwachsene fesselt, die sich noch an die Zeit des Mauerfalls erinnern können und durch Julia und Ines noch einmal ganz nah herangebracht werden. Alles gespickt mit politischem Wissen, so dass die Mauerpost viel Diskussionspotential hat und sich hervorragend als Unterrichtslektüre für die Mittelstufe eignet. Besser als durch Julia und Ines werden die Jugendlichen wohl kaum in die späten 80er hineinversetzt werden können. Die Handlung der "Mauerpost" Wir schreiben das Jahr 1988. Der Handlungsort ist Berlin. Dort wohnen die fünfzehnjährige Julia und die dreizehnjährige Ines. Julia im Osten der Stadt, ganz in der Nähe der Mauer, und Ines in Westberlin. Gäbe es keine Mauer, könnten die Mädchen sich innerhalb weniger Minuten besuchen. So aber starten sie eine geheime Brieffreundschaft, die "Oma Ursel" vermittelt hat. "Oma Ursel" ist die Oma von Ines und wohnt im gleichen Haus wie Julia. Bis auf wenige Eingeweihte darf jedoch niemand von der Brieffreundschaft erfahren. Julias Vater ist gegen Westkontakte und Ines' Mutter, die zuvor in der DDR gewohnt hat, möchte mit der anderen Seite der Mauer nichts mehr zu tun haben. Die Mädchen tauschen sich über ihre Erfahrungen als Schülerinnen, über Jungs und ihre Familien aus. Sie vermitteln einander einen Eindruck davon, wie es ist, auf der jeweils anderen Seite der Mauer zu leben und kommen irgendwann gemeinsam einem großen Familiengeheimnis auf die Spur, das für beide ihr Leben drastisch verändern wird. Das alles in einer Zeit, in der der Mauerfall immer näher rückt... Deshalb spricht die "Mauerpost" auch Erwachsene an Aufgewachsen in Westdeutschland und zum Zeitpunkt des Mauerfalls noch ein Kind, ist die "Mauerpost" ein Buch, das auch vielen Erwachsenen wie mir eine Zeit näherbringt, die man aufgrund des damals noch jungen Alters nie so detailreich mitbekommen hat. Doch die beiden Autorinnen Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf schildern das damalige Berlin aus der Sicht zweier Jugendlicher so eindrucksvoll, dass man sich gleich in die damalige Zeit zurückversetzt fühlt. Ines und Julia sind zwar mit 13 und 15 Jahren noch sehr jung, bekommen aber beide die Auswirkungen des Eisernen Vorhangs hautnah zu spüren. Sie wissen, warum Westkontakte gefährlich sein dürfen, haben großen Respekt vor Mitarbeitern der Stasi und sind durch die Mauer und den Todesstreifen voneinander getrennt. Begrifflichkeiten, die für viele Jugendliche heute weniger bekannt sind, die durch die "Mauerpost" aber nicht nur gut erklärt werden, sondern auch im Kontext der Romanhandlung wieder an Bedeutung gewinnen. Das alles ergänzt durch eine Chronik der Ereignisse, die mit Ende des 2. Weltkrieges beginnt und geschichtliches Wissen so vertieft. Der Briefaustausch der beiden Teenager beginnt im Februar 1988 und zieht die Leser in eine ganz besondere Zeit des politischen Umbruchs. Gerade das macht die "Mauerpost" auch als Unterrichtslektüre so interessant. Denn durch die Einbettung ins Geschehen des Romans werden die politischen Änderungen greifbar. Warum also sollte man auf stumpfes Referieren und Auswendiglernen geschichtlicher Daten setzen, wenn es doch eine Möglichkeit gibt, die damaligen Ereignisse durch die "Mauerpost" für Jugendliche erlebbar zu machen? Schullektüre für die Mittelstufe  Jugendliche zu fesseln, ist in der Mittelstufe oft sehr schwierig. Anders wird das mit der "Mauerpost". Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: - Berichtet wird aus der Erfahrungswelt zweier Mädchen, die zu Beginn ihrer Brieffreundschaft 13 und 15 Jahre alt sind. - Begriffe, Personen und Orte, die in der DDR relevant waren, sind in Fettschrift gedruckt und können im Glossar nachgeschlagen werden. - In der "Mauerpost" findet sich eine komplette Chronik des Mauerfalls. Auch eine Berlin-Karte ist mit abgebildet. - Das Buch bietet viel Diskussionspotential. - Jugendliche fiebern mit den Mädchen mit. Deren Schicksal wird stark durch die politischen Geschehnisse beeinflusst und somit authentischer. Kitamaus-Einschätzung Bei der von Maike Dugaro und Anne-Ev Ustorf geschriebenen "Mauerpost" handelt es sich um einen Jugendroman mit Tiefgang, der sich hervorragend für die Besprechung im Schulunterricht eignet.

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Das Cover Das Cover ist getrennt durch eine Mauer, um genau zu sein die Berliner Mauer. Man sieht weiterhin zwei junge Mädchen, welche in die Kamera der Fotografin lächeln. ch finde das Cover unglaublich passend für das Buch, denn man hat hier die Idee, die das Buch umgesetzt hat auch für das Cover genutzt. Der Aufbau Das Buch ist komplett in einer Art Briefe aufgebaut. Man lernt nur durch die Briefe die Gegebenheiten und die Personen kennen, welche eine wichtige Rolle in dem Buch spielen. Erst denkt man, vielleicht kann es dadurch schnell langweilig werden, doch ich finde den Schreibstil der Autorin sehr angenehm und man kann die Briefe entspannt lesen. Nachdem man sich in die Geschichte reingelesen hat, wird es sehr spannend. Die beiden Mädchen haben eine Freundschaft geschlossen, die einmalig ist. Charaktere Die Hauptcharaktere sind Julia und Ines. Julia wächst in Ostberlin auf. Sie ist geprägt durch ihre Familie, die sehr politisch aktiv ist. Doch man merkt schnell, dass es ihr nicht gut geht und sie sich von ihrer Familie erdrückt fühlt. Durch die Brieffreundschaft mit Ines und den Gesprächen mit Oma Ursel fängt sie aus meiner Sicht an, aufzublühen. Ines wächst in Westberlin auf. Sie ist eine sehr taffe Persönlichkeit. Man merkt aber ihre Unzufriedenheit was die Schule betrifft. Außerdem merkt man, dass sie durch die Geschichte ihrer Familie ein wenig zerrissen ist, da ihre Oma seit sie denken kann in Ostberlin lebt und sie diese aufgrund der Ängste ihrer Mutter nicht kennenlernen konnte. Umso freudiger sind ihre Nachrichten an Julia. Mit ihr gewinnt sie eine Freundin, die zwar durch die Mauer von ihr getrennt ist aber sie gleich auf einer Wellenlänge sind. Story Ich finde die Story einfach wundervoll und habe mit deren Ausgang nicht gerechnet. Eine Familie die durch die Mauer getrennt wurde und trotzdem irgendwie zusammenfindet. Denn durch die Brieffreundschaft mit Julia lernt Ines endlich ihre Oma kennen, wenn auch nur durch Erzählungen. Es entsteht eine wundervolle Freundschaft zwischen den beiden Mädchen und gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wieso Ines ihre Mutter aus Ostberlin geflohen ist, doch was sie dann alles erfahren wussten sie zu Beginn nicht. Mein Fazit: Sooo toll! Ich finde die zwei Mädchen toll. Ich fand es interessant zu sehen, wie unterschiedlich das Leben in Ost und Westberlin war. Aber auch Beweggründe zu lesen, wieso Familien fliehen und die Gefahr auf sich nehmen, dabei erwischt zu werden. Ich finde dieses Buch sehr bewegend und aufrüttelnd. Es ist einfach lesenswert und mit dem Ende habe ich nicht gerechnet, was umso schöner war!

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Berlin im Jahr 1988. Julia lebt in der DDR und Nachbarin „Oma Ursel“ schlägt ihr eine Brieffreundschaft mit Ursels Enkelin Ines vor. Natürlich ist dies sehr gefährlich und niemand darf wissen, dass Ines Großtante Christa die Briefe über die Grenze schmuggelt, wenn sie Oma Ursel besucht. Dabei entsteht zwischen den Beiden eine enge Freundschaft. Sie vertrauen sich viel an und kommen dabei auch noch einem geheimnis auf die Spur. Schon allein das Cover hat mich angesprochen. Ist ist farblich dem Jahr angepasst und hat doch eine moderne Note. Schon allein dass ich selbst seit 17 Jahren Briefe schreibe, hat mich zu diesem Buch hingeführt und dennoch hatte ich nicht so große Erwartungen an dem Buch. Was ich aber dann zu lesen bekam, machte mich sprachlos. Am Anfang hatte man noch nicht diese Tiefe, aber mt jeder Seite bzw jedem Brief, entwickelte es sich weiter. Es war unfassbar, wie es sich wandelte und was man alles in diese Briefe verpackte. Ich war wirklich gefesselt. Vor allem war aber auch viel Wissenswertes über Berlin dabei und wie damals der Schulaltag war. Als Leser hatte man Quasi eine Zeitreise erlebt, da es sich anfühlte als wäre man mitten dabei, oder es gäbe die Beiden wirklich. Durch eine kleine Karte hatte man auch eine gewisse Vorstellung, wie die Beiden leben und viele Begriffe von Früher, waren hervorgehoben und wurde weiter hinten erklärt. Dies empfand ich als sehr hilfreich, da ich nicht so viel Wissen über diese Zeit besaß. Betonung auf besaß. Lach. Denn durch dieses Buch habe ich wirklich viel erfahren. Was ich allerdings noch gerne erfahren hätte, wäre was danach passiert? Allerdings würde es auch nicht ins Buch passen. Na ja, man kann nicht alles haben und so kann ich meine Gedanken schweifen lassen und habe noch ein wenig vom Buch, nach der Lesezeit. Eine Geschichte, die einen informativ, nachdenklich und gut unterhalten zurück lässt.

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Zum Inhalt: Berlin 1988: Juli ist fast sechzehn Jahre alt und lebt schon immer im ostdeutschen Teil der geteilten Stadt. Durch ihre ältere Nachbarin „Oma Ursel“ bekommt sie per Brieffreundschaft Kontakt zu der dreizehnjährigen Ines, die in Kreuzberg in Berlin lebt. Kein ungefährlicher Kontakt. Die Briefe zwischen den beiden Mädchen müssen heimlich über die Grenze gebracht werden. Ines war noch nie im Ostteil der Stadt, um ihre Oma zu besuchen. Ihre Mutter hat seinerzeit unerlaubt die DDR verlassen und hat sämtliche Kontakte in die DDR abgebrochen. Zwischen Ines und Julia wächst das Vertrauen und immer häufiger hinterfragt Julia das System. Auch Ines versucht, etwas über die damaligen Vorkommnisse um ihre Mutter herauszufinden und bald sind die Mädchen kurz davor, ein dramatisches Familiengeheimnis aufzudecken, nichtsahnend, dass sie sich und ihre Lieben damit in Gefahr bringen…. Meine Meinung: Als sich damals die Grenzen öffnete war ich gerade 10 Jahre alt und habe davon kaum etwas mitbekommen. Ich habe zwar früher ab und an eine entfernte Verwandte in der DDR besuchen dürfen und war als Kind immer wieder erstaunt, wie merkwürdig dort die Supermärkte bestückt waren, aber mehr hatte ich dann damit auch nicht zu tun. Und nun verbringe ich alle paar Wochen immer mal wieder Zeit in Berlin und fand das Buch unheimlich interessant, gerade, weil ich die Orte, an denen die Geschichte spielt, nun auch persönlich kenne – wenngleich auch erst 30 Jahre nach dem Mauerfall. Ines und Julia fand ich unheimlich mutig. Ich weiß nicht, ob ich den Mut der beiden Mädchen jemals aufgebracht hätte. Je weiter sie dem dramatischen Geheimnis auf die Spur kommen, desto mutiger werden die beiden. Das Buch „Mauerpost“ ist in Briefform geschrieben und beleuchtet die historischen Ereignisse und das Leben Ende der 80iger Jahre in beiden Teilen Berlins sehr detailliert. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam geschrieben und zieht den Leser bereits nach ein paar Seiten in den Bann. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie grausam es in der damaligen Zeit gewesen sein muss. Seine Lieben nicht mehr sehen können, niemals frei entscheiden können, wo man sein möchte. Nicht einfach mal sagen dürfen, was man denkt. Immer Angst davor zu haben, denunziert zu werden. Niemandem wirklich trauen zu können. Die Erzählung wird am Ende ergänzt durch eine Stadtkarte, um sich die örtlichen Gegebenheiten von Ines und Julia leichter vorstellen können, ein ausführliches Glossar und eine sehr ausführliche Aufstellung der wichtigsten geschichtlichen Ereignisse der DDR bis zum Mauerfall. Mein Fazit: Ein wichtiges Stück Geschichte in einen fesselnden Briefwechsel verpackt. Lesenswert – nicht nur für junge Leser.

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In „Mauerpost“ lernen wir Ines und Julia kennen. Sie beide wohnen in Berlin, aber können sich nicht besuchen oder sich auch nur sehen, denn sie trennt die Mauer. Die beiden haben eine Brieffreundschaft, die durch Ines Oma Ursel entstanden ist. Oma Ursel wohnt in der DDR, im gleichen Haus wie Julia und vermittelt den Kontakt. Sie selbst hat ihre Enkelin durch die Mauer noch nie gesehen, denn ihre Tochter ist damals in den Westen gegangen und hat jeglichen Kontakt zur DDR abgebrochen. Beide Mädchen finden es aufregend mit einander zu schreiben und merken schnell, wie unterschiedlich ihre Leben sind und das obwohl sie eigentlich in der gleichen Stadt leben. Zu Anfang schreiben sie über Schule, Freunde und Familie, doch dann stellt Julia´s beste Freundin einen Ausreiseantrag und alles wird irgendwie anders. Julia und Ines verstehen nicht, was daran so schlimm sein soll, lieber in den Westen zu gehen und nach und nach informieren sie sich. Sie bekommen mehr von der Politik mit und dann ist da noch die Vergangenheit von Ines Mutter... die Mädchen wollen herausfinden, was tatsächlich passiert ist und ahnen nicht, was passieren wird.... Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Eine Wendung mag zwar sehr eindeutig sein, aber dennoch hat das Buch mich vollkommen mitgerissen. Jeder von uns hatte das Thema DDR in der Schule, doch dieses Buch hätte ich liebend gern in der Schule gelesen, denn es bringt das Thema einem ganz anders Nahe und man muss öfter mal schlucken! Es ist kaum vorstellbar, dass eine Mauer in einer Stadt wirklich zwei unterschiedliche Welten und Lebensstile trennen kann. Am Ende des Buches gibt es sogar noch ein kleines Lexikon, welches gewisse Begriffe erklärt. So macht es das Buch noch verständlicher für Jugendliche und selbst mich. Alles, aus der Schulzeit, kann man sich ja nicht merken ;-) Also mein Fazit ist einfach nur „wow“. Es ist wirklich mal was anderes und bringt uns unsere deutsche Geschichte einfach etwas näher!

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Erschütternd!

Von: Wuschel

13.05.2019

Beschreibung: Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, welche im Westen von Berlin lebt. Weder Julias Vater, noch Ines Mutter dulden diese Freundschaft, weshalb beide alles dafür tun, dass diese geheim bleibt, denn neben den üblichen Alltagsproblemen von Jugendlichen, kommen die beiden Mädchen einem Geheimnis auf die Spur. Dem Grund, weshalb Ines Mutter nichts mehr mit dem Staat zu tun haben möchte, aus dem sie einst floh – und noch viel mehr. Meinung: Das Buch ist komplett in Briefform verfasst. Einerseits käme dies vermutlich glaubwürdiger rüber, wenn man mehr auf die direkte Rede verzichtet hätte – denn wer kann sich schon etliche Dialoge im Detail merken?! Auf der anderen Seite, durfte ich bei Jugendbüchern in Tagebuch- oder Briefform feststellen, dass dies häufiger vor kommt. Schließlich ist so das Lesen und Aufnehmen des Geschehenen für den jugendlichen Leser einfacher, weswegen ich gar nicht meckern möchte – es jedoch auch nicht unerwähnt lassen möchte. Die Briefe zwischen den beiden Mädchen fand ich meist recht unterhaltsam, doch aufgrund der Hintergründe machte sich gelegentlich auch ein beklemmendes Gefühl breit. Wer all dies nicht mit erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen wie es damals war, aber mir geht es trotz allem immer wieder unter die Haut. Heute finde ich es schon extrem schwer, wenn man seine Meinung – egal wie diese ausfällt – laut auszusprechen, denn es gibt immer einen, der einen falsch oder gar nicht versteht. Dennoch sind die Konsequenzen dafür weniger weit reichend wie damals. In dieser Zeit musste man stets damit rechnen, dass man womöglich noch im Gefängnis landete. Da interessierte es keinen ob es ein Missverständnis war oder nicht. Da der Vater von Julia zu allem Übel auch noch Polizist in der DDR war, macht es die Sache nicht wirklich einfacher. Ihr merkt, ich konnte mich recht gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen - auch ohne eigene Erfahrungswerte. Habe des öfteren mit gebangt und Fingernägel gekaut. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, was damals alles schief lief. Sehr informativ ist außerdem das beigefügte Glossar sowie die Geschichte Berlins. Vieles weiß man vielleicht noch aus dem Geschichtsunterricht und bei anderen Anekdoten denk man sich einfach nur: Wer hätte das gedacht. Der Schreibstil war im allgemeinen einfach und jugendlich – authentisch zur damaligen Zeit. Entsprechend schnell rauschte ich auch über die Seiten. Zudem wird es irgendwann sogar so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Man entwickelt seine ganz eigene Theorie zu dem großen – im Klappentext angepriesenen – Familiengeheimnis und möchte entsprechend dran bleiben um es zu lüften. Entsprechend gut gefiel mir auch das Buch, da ich alles geboten bekam. Geschichte, Unterhaltung und Spannung. Zwar fehlte die Schoki und der Tee, aber die hat ja der typische Bücherwurm sowieso irgendwo gebunkert. Das Highlight war für mich dann das Ende, da man buchstäblich von Glücksgefühlen überschüttet wird. Vielleicht könnte man sagen: Ende gut, alles gut. Doch das fände ich dann schon extrem weit her geholt, denn aus meiner Sicht wiegt dieses Geheimnis so schwer, dass man es nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen kann. Hier sind der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt was im verlauf der Zukunft noch passieren könnte, da die Geschichte dies nicht mehr preis gibt. Dennoch konnte ich das Buch, mehr oder weniger, beruhigt zuschlagen, wenn auch – wie so oft – erschüttert von den damaligen Zuständen. Fazit: Ein schönes Jugendbuch, das einem die prekäre Situation von Ost- und Westdeutschland vor Augen führt, aber dennoch unterhaltsam und spannend geschrieben sowie gestaltet ist.

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Mauerpost

Von: Mara

19.04.2019

nhalt: Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur … Meine Meinung: das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend gestaltet und ansprechend dargestellt, und es wieder spiegelt den Inhalt der Geschichte wieder.. Der Schreibstil: Das ganze Buch ist in Briefform gehalten welche sich die beiden Mädchen hin und her schicken, weshalb es sehr interessant zu lesen war, Allerdings fand ich das die Geschichte in der Mitte erst rasant wurde,und man kam den Geheimnissen auf die Spur. Aber die Autorin schafft es die Konflikte zwischen Ost und West wurden sehr gut dargestellt. Ansonsten war es eine süße Geschichten mit einem wichtigen Thema, für mich war es dennoch eine sehr berührende Geschichte um Freundschaft, Sehnsüchte und Freiheit vor der historischen Kulisse der beiden deutschen Staaten. Fazit; Ich empfehle das Buch weiter es regt dem Leser zum Nachdenken an und beinhaltet einige wichtige Themen die interessant sein könnten. Autorin: Anne-Ev Ustorf hat Geschichte studiert und schreibt als Autorin für Magazine und Tageszeitungen über Themen rund um Psychologie, Geschichte und (politische) Bildung. Genauso gern schreibt sie Kinder- und Jugendbücher.

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