Leserstimmen zu
Mauerpost

Maike Dugaro, Anne-Ev Ustorf

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Zum Inhalt: Berlin 1988: Juli ist fast sechzehn Jahre alt und lebt schon immer im ostdeutschen Teil der geteilten Stadt. Durch ihre ältere Nachbarin „Oma Ursel“ bekommt sie per Brieffreundschaft Kontakt zu der dreizehnjährigen Ines, die in Kreuzberg in Berlin lebt. Kein ungefährlicher Kontakt. Die Briefe zwischen den beiden Mädchen müssen heimlich über die Grenze gebracht werden. Ines war noch nie im Ostteil der Stadt, um ihre Oma zu besuchen. Ihre Mutter hat seinerzeit unerlaubt die DDR verlassen und hat sämtliche Kontakte in die DDR abgebrochen. Zwischen Ines und Julia wächst das Vertrauen und immer häufiger hinterfragt Julia das System. Auch Ines versucht, etwas über die damaligen Vorkommnisse um ihre Mutter herauszufinden und bald sind die Mädchen kurz davor, ein dramatisches Familiengeheimnis aufzudecken, nichtsahnend, dass sie sich und ihre Lieben damit in Gefahr bringen…. Meine Meinung: Als sich damals die Grenzen öffnete war ich gerade 10 Jahre alt und habe davon kaum etwas mitbekommen. Ich habe zwar früher ab und an eine entfernte Verwandte in der DDR besuchen dürfen und war als Kind immer wieder erstaunt, wie merkwürdig dort die Supermärkte bestückt waren, aber mehr hatte ich dann damit auch nicht zu tun. Und nun verbringe ich alle paar Wochen immer mal wieder Zeit in Berlin und fand das Buch unheimlich interessant, gerade, weil ich die Orte, an denen die Geschichte spielt, nun auch persönlich kenne – wenngleich auch erst 30 Jahre nach dem Mauerfall. Ines und Julia fand ich unheimlich mutig. Ich weiß nicht, ob ich den Mut der beiden Mädchen jemals aufgebracht hätte. Je weiter sie dem dramatischen Geheimnis auf die Spur kommen, desto mutiger werden die beiden. Das Buch „Mauerpost“ ist in Briefform geschrieben und beleuchtet die historischen Ereignisse und das Leben Ende der 80iger Jahre in beiden Teilen Berlins sehr detailliert. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam geschrieben und zieht den Leser bereits nach ein paar Seiten in den Bann. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie grausam es in der damaligen Zeit gewesen sein muss. Seine Lieben nicht mehr sehen können, niemals frei entscheiden können, wo man sein möchte. Nicht einfach mal sagen dürfen, was man denkt. Immer Angst davor zu haben, denunziert zu werden. Niemandem wirklich trauen zu können. Die Erzählung wird am Ende ergänzt durch eine Stadtkarte, um sich die örtlichen Gegebenheiten von Ines und Julia leichter vorstellen können, ein ausführliches Glossar und eine sehr ausführliche Aufstellung der wichtigsten geschichtlichen Ereignisse der DDR bis zum Mauerfall. Mein Fazit: Ein wichtiges Stück Geschichte in einen fesselnden Briefwechsel verpackt. Lesenswert – nicht nur für junge Leser.

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In „Mauerpost“ lernen wir Ines und Julia kennen. Sie beide wohnen in Berlin, aber können sich nicht besuchen oder sich auch nur sehen, denn sie trennt die Mauer. Die beiden haben eine Brieffreundschaft, die durch Ines Oma Ursel entstanden ist. Oma Ursel wohnt in der DDR, im gleichen Haus wie Julia und vermittelt den Kontakt. Sie selbst hat ihre Enkelin durch die Mauer noch nie gesehen, denn ihre Tochter ist damals in den Westen gegangen und hat jeglichen Kontakt zur DDR abgebrochen. Beide Mädchen finden es aufregend mit einander zu schreiben und merken schnell, wie unterschiedlich ihre Leben sind und das obwohl sie eigentlich in der gleichen Stadt leben. Zu Anfang schreiben sie über Schule, Freunde und Familie, doch dann stellt Julia´s beste Freundin einen Ausreiseantrag und alles wird irgendwie anders. Julia und Ines verstehen nicht, was daran so schlimm sein soll, lieber in den Westen zu gehen und nach und nach informieren sie sich. Sie bekommen mehr von der Politik mit und dann ist da noch die Vergangenheit von Ines Mutter... die Mädchen wollen herausfinden, was tatsächlich passiert ist und ahnen nicht, was passieren wird.... Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Eine Wendung mag zwar sehr eindeutig sein, aber dennoch hat das Buch mich vollkommen mitgerissen. Jeder von uns hatte das Thema DDR in der Schule, doch dieses Buch hätte ich liebend gern in der Schule gelesen, denn es bringt das Thema einem ganz anders Nahe und man muss öfter mal schlucken! Es ist kaum vorstellbar, dass eine Mauer in einer Stadt wirklich zwei unterschiedliche Welten und Lebensstile trennen kann. Am Ende des Buches gibt es sogar noch ein kleines Lexikon, welches gewisse Begriffe erklärt. So macht es das Buch noch verständlicher für Jugendliche und selbst mich. Alles, aus der Schulzeit, kann man sich ja nicht merken ;-) Also mein Fazit ist einfach nur „wow“. Es ist wirklich mal was anderes und bringt uns unsere deutsche Geschichte einfach etwas näher!

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Erschütternd!

Von: Wuschel

13.05.2019

Beschreibung: Die 15 Jahre alte Julia lebt 1988 im Osten von Berlin, direkt an der Mauer. Durch ihre Nachbarin „Oma Ursel“ entwickelt sie eine innige Brieffreundschaft mit deren 13 jährigen Enkelin Ines, welche im Westen von Berlin lebt. Weder Julias Vater, noch Ines Mutter dulden diese Freundschaft, weshalb beide alles dafür tun, dass diese geheim bleibt, denn neben den üblichen Alltagsproblemen von Jugendlichen, kommen die beiden Mädchen einem Geheimnis auf die Spur. Dem Grund, weshalb Ines Mutter nichts mehr mit dem Staat zu tun haben möchte, aus dem sie einst floh – und noch viel mehr. Meinung: Das Buch ist komplett in Briefform verfasst. Einerseits käme dies vermutlich glaubwürdiger rüber, wenn man mehr auf die direkte Rede verzichtet hätte – denn wer kann sich schon etliche Dialoge im Detail merken?! Auf der anderen Seite, durfte ich bei Jugendbüchern in Tagebuch- oder Briefform feststellen, dass dies häufiger vor kommt. Schließlich ist so das Lesen und Aufnehmen des Geschehenen für den jugendlichen Leser einfacher, weswegen ich gar nicht meckern möchte – es jedoch auch nicht unerwähnt lassen möchte. Die Briefe zwischen den beiden Mädchen fand ich meist recht unterhaltsam, doch aufgrund der Hintergründe machte sich gelegentlich auch ein beklemmendes Gefühl breit. Wer all dies nicht mit erlebt hat, kann es nur schwer nachvollziehen wie es damals war, aber mir geht es trotz allem immer wieder unter die Haut. Heute finde ich es schon extrem schwer, wenn man seine Meinung – egal wie diese ausfällt – laut auszusprechen, denn es gibt immer einen, der einen falsch oder gar nicht versteht. Dennoch sind die Konsequenzen dafür weniger weit reichend wie damals. In dieser Zeit musste man stets damit rechnen, dass man womöglich noch im Gefängnis landete. Da interessierte es keinen ob es ein Missverständnis war oder nicht. Da der Vater von Julia zu allem Übel auch noch Polizist in der DDR war, macht es die Sache nicht wirklich einfacher. Ihr merkt, ich konnte mich recht gut in die Geschichte und die Charaktere versetzen - auch ohne eigene Erfahrungswerte. Habe des öfteren mit gebangt und Fingernägel gekaut. Dieses Buch zeigt sehr gut auf, was damals alles schief lief. Sehr informativ ist außerdem das beigefügte Glossar sowie die Geschichte Berlins. Vieles weiß man vielleicht noch aus dem Geschichtsunterricht und bei anderen Anekdoten denk man sich einfach nur: Wer hätte das gedacht. Der Schreibstil war im allgemeinen einfach und jugendlich – authentisch zur damaligen Zeit. Entsprechend schnell rauschte ich auch über die Seiten. Zudem wird es irgendwann sogar so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Man entwickelt seine ganz eigene Theorie zu dem großen – im Klappentext angepriesenen – Familiengeheimnis und möchte entsprechend dran bleiben um es zu lüften. Entsprechend gut gefiel mir auch das Buch, da ich alles geboten bekam. Geschichte, Unterhaltung und Spannung. Zwar fehlte die Schoki und der Tee, aber die hat ja der typische Bücherwurm sowieso irgendwo gebunkert. Das Highlight war für mich dann das Ende, da man buchstäblich von Glücksgefühlen überschüttet wird. Vielleicht könnte man sagen: Ende gut, alles gut. Doch das fände ich dann schon extrem weit her geholt, denn aus meiner Sicht wiegt dieses Geheimnis so schwer, dass man es nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen kann. Hier sind der Fantasie des Lesers keine Grenzen gesetzt was im verlauf der Zukunft noch passieren könnte, da die Geschichte dies nicht mehr preis gibt. Dennoch konnte ich das Buch, mehr oder weniger, beruhigt zuschlagen, wenn auch – wie so oft – erschüttert von den damaligen Zuständen. Fazit: Ein schönes Jugendbuch, das einem die prekäre Situation von Ost- und Westdeutschland vor Augen führt, aber dennoch unterhaltsam und spannend geschrieben sowie gestaltet ist.

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Mauerpost

Von: Mara

19.04.2019

nhalt: Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur … Meine Meinung: das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend gestaltet und ansprechend dargestellt, und es wieder spiegelt den Inhalt der Geschichte wieder.. Der Schreibstil: Das ganze Buch ist in Briefform gehalten welche sich die beiden Mädchen hin und her schicken, weshalb es sehr interessant zu lesen war, Allerdings fand ich das die Geschichte in der Mitte erst rasant wurde,und man kam den Geheimnissen auf die Spur. Aber die Autorin schafft es die Konflikte zwischen Ost und West wurden sehr gut dargestellt. Ansonsten war es eine süße Geschichten mit einem wichtigen Thema, für mich war es dennoch eine sehr berührende Geschichte um Freundschaft, Sehnsüchte und Freiheit vor der historischen Kulisse der beiden deutschen Staaten. Fazit; Ich empfehle das Buch weiter es regt dem Leser zum Nachdenken an und beinhaltet einige wichtige Themen die interessant sein könnten. Autorin: Anne-Ev Ustorf hat Geschichte studiert und schreibt als Autorin für Magazine und Tageszeitungen über Themen rund um Psychologie, Geschichte und (politische) Bildung. Genauso gern schreibt sie Kinder- und Jugendbücher.

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Unsere jüngere Geschichte erlebbar

Von: Ursula Crone-Münzebrock aus 49632 Essen

13.04.2019

Als Kind, das 1/2 Jahr nach dem Mauerbau in dem westlichen Teil von Berlin geboren ist,als waschechter Berliner, der bis zur Wiedervereinigung in Berlin lebte, ging mir dieses Buch sehr nah. Das Buch schildert wie eine Familie, deren Freunde und Nachbarn in Berlin sich unter dem DDR Regime verhielten, bzw. gezwungen wurden sich zu verhalten, was sie durchlitten oder auch gemeines anderen angetan haben. Die Geschichte wird aus allen Perspektiven beleuchtet, sie wird zu Ende erzählt. Die Zwänge und die Gefühle der einzelnen Protagonisten werden sehr einfühlsam und ehrlich dargestellt. Auch die größte Verräterin wird mit ihren negativen Beweggründen dargestellt ...Auch die Leiden und Folgen für die Opfer beschrieben. Im Anschluß gibt es Begriffdefinitionen und Datensammlungen, die in dieser Form einen hervorragenden Über- und Einblick geben. Um die Befindlichkeiten der Menschen, die in der ehemaligen DDR lebten und heute noch zwischen uns leben zu verstehen, um zu verstehen wie Unterdrückung, Spitzel, Machtapperate, Systeme funktionieren können, ist dieses Buch vortrefflich geeignet. Ich habe dieses Buch meiner Tochter zum Geburtstag geschenkt, weil ich der Meinung bin, daß die Filme ,Bücher und natürlich die Geschichten derer, die man persönlich kennt, uns allen diesen traurigen Teil unserer Vergangenheit angemessen nahebringt. Die Hoffnung,daß wir deshalb dazulernen, habe ich schon fast aufgegeben. Vielleicht ist das Buch eine Literaturempfehlung für Schulen wert, begleitend zum Geschichtsunterricht Ich hätte mir gewünscht, daß auf dem Buchdeckel noch in etwas soetwas steht wie hier: https://service.randomhouse.de/Presse/Taschenbuch/Mauerpost/pr536855.rhd

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Mauerpost

Von: Michaela

12.04.2019

Mich hat das Buch anhand des Titels und des Covers neugierig gemacht, daher wollte ich es sehr gerne lesen. Ich finde, dass das Cover sehr gut zu dem Thema des Buches passt. Dort sieht man Julia und Ines auf getrennten Bildern, die eine mitten in der Berliner Stadt und die andere auf dem Sofa sitzend einen Brief schreiben. Die Bilder werden getrennt durch die Berliner Mauer. Die Hauptcharakter, Julia und Ines waren mir sehr symphatisch. Ich fand es sehr schön, dass sie sich von anfang an so gut verstanden haben und auch etwa auf einer Wellenlänge waren, obwohl sie sich ja überhaupt nicht kannten. Der Schreibstil hat mir zwar relativ gut gefallen, jedoch hat es mich ein bisschen gestört, dass in den Briefen wörtliche Rede vorkam. Ich habe Briefe nie mit wörtlicher Rede geschrieben, ich habe die Situation mit meinen Worten einfach nur nacherzählt. Das war aber auch das einzige was mich gestört hat. Die Handlung der Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen. Man lernt Julia und Ines schnell kennen und man erfährt während der Geschichte soo viel über die DDR-Zeiten und auch wie das mit der Berliner Mauer ablief. Das war wirklich interessant! Die Geschichte hatte auch eine gewisse Spannung, da die beiden ja versuchten etwas herauszufinden, das mit ihren Familien zu tun hatten. Und als sie es letztenendes herausfanden, war ich schon ziemlich schockiert, da ich mit so einem Ende niemals gerechnet habe. Aber mir hat das Ende gut gefallen und ich hoffe Julia und Ines haben sich dann tatsächlich persönlich sehen können. Vielen Dank an den cbt Verlag und an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

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TITEL: Mauerpost AUTOR/INNEN: Maike Dugaro; Anne-Ev Estorf VERLAG: cbt SEITENZAHL: 336 PREIS: 9,99 Euro INHALT Berlin, 1988: Julia ist fünfzehn Jahre alt und lebt im Osten der Stadt, direkt an der Mauer. Ihre Nachbarin „Oma Ursel“ vermittelt ihr eine Brieffreundschaft mit der dreizehnjährigen Ines aus Westberlin, Ursels Enkelin. Doch die Brieffreundschaft muss streng geheim bleiben: Julias Vater duldet keine Westkontakte und Ines‘ Mutter will nichts mehr zu tun haben mit dem Staat, aus dem sie einst floh. Brief für Brief kommen Ines und Julia einem großen Familiengeheimnis auf die Spur … COVER Die Mädchen auf dem Cover des Buches sind total passend, sie sehen genauso aus wie die beiden Hauptprotagonisten in diesem Buch beschrieben werden. Ich find die Mauer in der Mitte zeigt für mich nochmal deutlich den Hauptgrund dieses Buches. Deshalb finde ich das Cover sehr passend zum Buch. MEINE MEINUNG Zu Beginn war es für mich sehr schwierig an diesem Buch dran zu bleiben, es besteht nur aus Briefen zwischen Ines und Julia, natürlich lässt der Titel darauf schließen aber es fiel mir trotzdem schwer. Doch die Geschichte hat mich interessiert und ich wollte mich darauf einlassen und bin wirklich froh es getan zu haben. Ich bin ohne Einfluss der Mauer aufgewachsen und kenne diese nur vom sehen und von Erzählungen oder aus dem Geschichtsunterricht, das Thema hat mich mitgenommen und mich interessiert. Was mir gut gefallen war das man sowohl Ines als auch Julia sehr gut kennenlernen konnte und diese auch Ihr Umfeld und Familie gut beschrieben haben. Was sich aber aus dem harmlosen Briefwechsel über die Mauer entwickelt, endet in einem Familiendrama und ich fand es einfach super, auch wenn der Schreibstil in Briefform sehr gewöhnungsbedürftig war. AUTORINNEN Dugaro, Maike Maike Dugaro (geboren 1977) ist Journalistin, Dozentin und Biographin. Sie war lange als Redakteurin bei GEO.de beschäftigt und schreibt heute freiberuflich Reisetexte und Biographien. Sie unterrichtet Journalismus an der Akademie für Publizistik in Hamburg. Ustorf, Anne-Ev Anne-Ev Ustorf (geboren 1974) ist Journalistin, Dozentin und Sachbuchautorin. Seit 2003 ist sie als freiberufliche Journalistin mit den Schwerpunkten Psychologie und Bildung tätig. Sie unterrichtet Journalismus an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. MEINE BEWERTUNG Ich gebe diesem Buch 4/5 Lesezeichen leider hat der Schreibstil des Buches es manchmal etwas schwer gemacht aber ansonsten kann ich nicht an diesem Buch bemängeln. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom cbt Verlag und dem Bloggerportal zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

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Als Pflänzchen von jenseits der Mauer - sprich als Ossi - musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Zum Zeitpunkt des Mauerfalls war ich 4 Jahre alt, bin zwar zu DDR-Zeiten in den Kindergarten gegangen, kann mich aber an diese Zeit kaum erinnern. Vieles kenne ich also nur aus den Erzählungen meiner Familie. Umso gespannter war ich auf dieses Buch. Ich wurde nicht enttäuscht, einige Dinge waren mir zuvor völlig unbekannt, anderes wurde mir ebenso erzählt ... Der Schreibstil ist toll, man fliegt nur so durch das Buch. Es handelt sich durchweg um einen Briefkontakt zwischen Ines und Julia. Beide leben wenige Kilometer voneinander entfernt, "nur" getrennt durch die Mauer. Dennoch sind ihre Leben grundverschieden und sie müssen eine geheime Brieffreundschaft führen - ohne Hoffnung darauf, sich jemals treffen zu können ... Vieles ist unfassbar beklemmend, das ganze Buch ist absolut berührend. Es stimmt nachdenklich - und auch wenn zu DDR-Zeiten sicher nicht alles schlecht war, überwiegt doch das Negative. Menschen wurden von ihren Freunden, ja sogar von ihren eigenen Familienmitgliedern bespitzelt und verraten, generell lebte man in einer dauerhaften Gefangenschaft. Mit Reisen war es ebenso dünn bestellt wie mit der Meinungsfreiheit ... Dieses Buch zwingt einen förmlich sich einzugestehen, wie gut es einem doch eigentlich geht. Auch wenn heute bereits wieder die Meinungsfreiheit beschnitten wird (dies sollte uns wirklich zu denken geben).... Es gilt dafür Sorge zu tragen, dass solche Zeiten nicht zurück kehren können. Und es gilt, nicht zu vergessen, das es vor gar nicht langer Zeit ein geteiltes Deutschland gab. Vieles wird gerade jungen Menschen aus den alten Bundesländern derart nie erzählt - leider fehlt auch oftmals das Interesse. Ich hoffe, dass es noch mehr Bücher dieser Art geben wird und denke, das dieses hier unbedingt gelesen gehört.

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