Leserstimmen zu
Ultimatum

Christian v. Ditfurth

Kommissar de Bodt ermittelt (5)

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Deutschland im Herbst 2019. Terroristen entführen den Mann der deutschen Kanzlerin. Kurz darauf verschwindet die Frau des französischen Präsidenten spurlos. Die Forderung der Entführer in beiden Fällen: Deutschland soll die Schulden der südlichen EU-Länder übernehmen. Noch ehe die Regierungen eine Entscheidung fällen können, gehen neue Forderungen ein. Rettet Kommissar de Bodt Deutschland? Wie schon beim letzten Angriff auf die Regierung, beschließt die Kanzlerin, Hauptkommissar Eugen de Bodt als Externen zu ihrem Beraterstab hinzuzuziehen. Sein Rat: Die Kanzlerin soll auf die Forderungen nicht eingehen. Wenn sie es tut, wird ihr Mann sterben, denn die Erpresser gehen nicht davon aus, dass ihre Forderungen erfüllt werden. Ihnen geht es darum, Unfrieden zu stiften. Wie zu erwarten, stößt de Bodts Handlungsempfehlung im Ministerstab auf Entrüstung, doch erneut schlägt sich die Kanzlerin auf seine Seite. Da geht die nächste Drohung ein. Ein deutsches Atomkraftwerk soll in die Luft fliegen. Für Eugen de Bodt und sein Team beginnt ein Rennen mit der Zeit. Und die Hoffnung, dass sie mit ihren Vermutungen richtig liegen. Was weiß der Autor, was ich nicht weiß?! Wieder perfekt recherchiert und so gut weitergesponnen, dass ich mir nicht sicher bin, ob das Ende von Ultimatum fiktiv ist oder ob Christian v. Ditfurth nur mehr weiß, als ich. Jedenfalls bin ich einige Tage mit einem mulmigen Gefühl durch die Gegend gelaufen, weil auch ich von hochintelligenten, perfekt organisierten, finanziell potenten Drahtziehern ausgehe, die für die Entwicklungen der letzten Jahre verantwortlich sind. Dieses flaue Gefühl im Magen habe ich nicht zum ersten Mal nach der Lektüre von Ditfurths Büchern. Ursache dafür ist die sehr enge Orientierung der Story an der Zeitgeschichte. Auch ohne Namen zu nennen, weiß ich beim Lesen genau, wer gemeint ist und bei dem ein oder anderen Seitenhieb konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verbergen. Klar gibt es auch Schwächen, zum Beispiel was die Folgen des Atomunfalls angeht, aber dennoch ist Ultimatum von Christian v. Ditfurth ein sehr intelligenter Thriller, der ob seines Bezuges zur Zeitgeschicht auf ganz spezielle Art unter die Haut geht. Erneut ein klares Daumen hoch für Christian v. Ditfurth! Inhaltlich und stilistisch kein Alltagsbrei.

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Der Ehemann, Professor Süß, der Kanzlerin wird entführt. Die Entführer stellen Forderungen, die erst noch erfüllt werden können. Doch dann wollen die Attentäter, dass Deutschland die Schulden anderer europäischer Staaten übernehmen soll. Die Forderung ist unerfüllbar. Beauftragt mit dem Fall wird der Hauptkommissar de Bodt mit seinem Team. Sie versuchen Licht in die Sache zu bringen. Doch während sie noch versuchen die Täter zu finden, wird die russische Kulturattachée tot im Landwehrkanal gefunden. Haben die beiden Fälle etwas miteinander zu tun? Und was wollen die Entführer von Süß eigentlich wirklich bewirken? „Ultimatum“ ist der fünfte de Bodt Thriller aus der Feder des Autors Christian v. Ditfurth. Das Cover verspricht einen rasanten Thriller, die Inhaltsangabe gibt den Rest dazu. Ich dachte, das muss ein wahnsinnig spannender Thriller werden mit ungewöhnlichem Hintergrund. Leider hat mich das Buch komplett enttäuscht. Am Anfang fand ich die vielen Minikapitel unheimlich gut. Ich mag kurze Kapitel, die lassen mich meistens wie süchtig durch das jeweilige Buch fliegen. Hier haben die kurzen Kapitel mehr gestört. Man wurde von einem zum anderen Kapitel geworfen, dass man nicht mehr wusste, wo man sich gerade mit welchen Personen befand. Manche Kapitel bestehen gerade mal aus einer Handvoll Sätzen. Da eine große Menge an Personen in dem Thriller mitspielt, hab ich den Überblick total verloren, wer jetzt wer ist. Dazu kommt, dass meistens nur mit Nachnamen gearbeitet wurde. Wenn ich einen Roman lese, weiß ich gerne gleich zum Anfang, ob ich eine Frau oder einen Mann vor mir habe. Ich kann mich nicht einmal an den Namen der Kanzlerin erinnern, soweit sie überhaupt einen hatte. So wie die Absätze waren auch die Sätze des Autors gehalten. Was man eigentlich in einem Satz hätte sagen können, packte der Autor in mehrere einzelne Sätze die oftmals nur zwei bis drei Worte enthielten. Mir kam es gerade so vor, als kenne der Autor keine Kommata. Vielleicht war auch die Tastatur defekt und er konnte keine Kommata drücken und musste jeweils einen Punkt setzen. Diese abgehackten Minisätze fand ich einfach nur müßig zu lesen. Hauptkommissar de Bodt war selbst einfach nur nervig. Die typische Person, die alles weiß, alles kann und schlauer ist als alle anderen Personen auf dem Planten, nebst seinem eigenen Team. Die ständigen Sprüche von Nitsche und Co machten das Ganze dann auch nicht besser. Der Mensch ist so schlau, dass er auf der einen Seite noch nach einer Geisel sucht und kaum zwei Seiten weiter die Geisel gefunden hat. Wie er es geschafft hat, in den Kellern von Berlin innerhalb Minuten die Person zu finden, wird in dem Thriller natürlich nicht erwähnt. Ich hab extra nochmal Seiten zurück geblättert, ob ich etwas übersehen hätte. Nein, es war dann so. Die Ermittlung war so geheim, dass sie selbst dem Leser nicht offenbart wurde. Auch war es Professor Süß recht egal, ob eine seiner Hände entfernt wurde. Es war doch zumindest chirurgisch perfekt und die Wunde super behandelt, also kein Grund zur Panik. Auch der wehrten Gattin, war dies eigentlich recht gleichgültig. Ich könnte noch mehr anführen, aber dann wird die Rezension zu lange und ich müsste noch spoilern. Kurz und gut, ich habe das Buch erst gar nicht fertig gelesen. Nach der Hälfte der Seiten war mir der Text zu müßig, die Personen zu unsympathisch, die Handlung zu diffus. Ich habe mich dann noch auf die letzten paar Seiten beschränkt, was mir beim Endkampf noch einen leichten Lachkrampf bescherte. In typischer ein-bis-drei-Wort-Sätze des Autors wurde dann der Endkampf auf zwei-einviertel Seiten ausgekämpft. Sorry, es war mehr als lächerlich, aber mehr sage ich dazu nicht. Wenn das Buch verfilmt werden würde, hätte SchleFaZ wohl seine wahre Freude daran.

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Zum Buch: Der Mann der Kanzlerin wird entführt. Die erste Forderung der Entführer: ein gefährlicher Verbrecher soll freigelassen werden. Kurze Zeit später wird die Frau des französischen Präsidenten entführt. Europa steht Kopf, während die Regierungen ratlos sind. Meine Meinung : Soweit klingt alles ganz toll. Spannend. Geradezu faszinierend. Selbst das schlichte Cover verspricht in seinem verwaschen Stil Spannung pur. Aber leider ist dieses Buch das gesamte Gegenteil. Gleich zu Anfang wird man mit zig Namen bombardiert, ohne Einführung irgendwelcher Charaktere. Dazu kommt, dass diese Figuren anscheinend nur Nachnamen haben. Männlein oder Weiblein? Das darf man sich zusammen reimen. Aber das ist lang nicht alles. Auf 2 Seiten 4 - 6 Kapitel rauszuhauen, jedes mit anderer Perspektive, teilweise nur 1-2 Sätze lang; wer soll dem denn noch folgen können? Der hingeklatschte Schreibstil tut sein übriges. Die Darstellung der Kanzlerin ist, gelinde gesagt, unter aller Sau. Eine gebrochene Frau, die dauernd von Rücktritt faselt, völlig hilflos ist und anscheinend ganz knapp vor der Klapsmühle steht. Dieses Buch ist absolut NICHT empfehlenswert. Die Idee macht eben keinen Top-Thriller.

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Dr. Süß, der Ehemann der Kanzlerin wird entführt und die Regierung wird mit nicht erfüllbaren Forderungen erpresst. Kurze Zeit später wird der deutschen Regierung ein Paket mit brisantem Inhalt zugespielt. De Bodt und sein Team nimmt die Ermittlungen auf. Zwischenzeitlich wird die Ehefrau des französischem Präsidenten entführt. Es wird nicht nur Deutschland erpresst, sondern auch Frankreich. Selbst russische Diplomaten sterben auf mysteriöse Weise. De Bodt gelingt zwar die Befreiung von Dr. Süß, aber er findet nicht heraus, was die Erpresser denn wirklich Großes vorhaben. Er und sein Team stehen vor einem Rätsel. Als sich Dr. Knorr an de Bodt wendet, wird ihm klar, dass ganz Europa in Gefahr ist. Lange scheint nicht klar, wer die Fäden im Hintergrund zieht. Kann er und sein Team die Katastrophe verhindern? Christian von Ditfurth hat hier einen absolut dramatischen Politthriller geschrieben. Die Hochspannung ist von Anfang an vorhanden. Durch die kurzen Kapitel und die prägnanten knappen Sätze wird das Tempo bis zum Schluss hochgehalten. Das Politwissen des Autors spürbar. Eugen de Bodt ist ein brillianter Protagonist. Sein Scharfsinn, seine kriminalistischer Instinkt und seine Liebe zu Hegel Zitaten machen ihn absolut sympathisch. Auch die anderen Ermittler sind ausgereift und durch die unterschiedlichen Charakteren bemerkenswert abwechslungsreich. Erst zum Ende erfährt man, was die Erpresser wirklich vorhaben. Wir können nur hoffen, dass dieses Szenario nie wirklich geschieht. Das Buch regt zum Nachdecken an und lässt mich nicht mehr los. Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen. 💥💥💥💥💥

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Brisant, rasant, actiongeladen, mit Intelligenz und Humor

Von: Elisabeth Bulitta aus Donaueschingen

09.08.2019

Sollte sich der Staat erpressen lassen? Spätestens seit der Schleyer-Entführung ein Thema, das die Nation immer wieder bewegt. Christian von Ditfurth hat sich dieser Frage in seinem neuen, 447-seitigen Politthriller „Ultimatum“, der im August 2019 bei Bertelsmann erschienen ist, angenommen. Hierbei handelt es sich um den fünften Fall für den Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt. Der Mann der Kanzlerin, Professor Süß, ist gekidnappt worden. Die Entführer stellen unerfüllbare Forderungen. Um ihren Druck zu erhöhen, schicken sie kurz darauf Süß‘ Hand an das LKA. Als etwas später auch noch die Gattin des französischen Ministerpräsidenten entführt wird und zeitgleich weltweit eine Reihe russischer Diplomaten auf unnatürliche Weise stirbt, machen sich Hauptkommissar de Bodt und sein Team, unterstützt von der französischen Polizei und dem russischen Geheimdienst, daran, das Übel von Europa abzuwenden. Dieses ist der erste Politthriller Christian von Ditfurths, den ich gelesen habe, und ich muss sagen: Ich bin sehr begeistert. Mit Eugen de Bodt hat von Ditfurth einen Ermittlertypus geschaffen, der aufgrund seiner Arroganz und seiner unorthodoxen Ermittlungsmethoden bestimmt streitbar ist, der aber nicht zuletzt wegen seines trockenen, oftmals scharfen Humors und seiner Vorliebe für (philosophische) Zitate sehr sympathisch rüberkommt. Selbiges gilt zudem für sein Team und die übrigen Ermittelnden. Auch als Neueinsteigerin in die Reihe habe ich mich in dieser Runde gleich wohlgefühlt, lediglich einige Anspielungen auf ältere Fälle waren schwer zu verstehen; dieses hat dem Lesevergnügen an sich allerdings keinen Abbruch getan. Russen, Deutsche, Franzosen, Italiener … nichts, was in Europa Rang und Namen hat, lässt von Ditfurth hier aus. Ebenfalls thematisch ist der Roman sehr breit gefächert - genannt seien hier nur die Geheimdienste oder die Sicherheit von Atomkraftwerken. All dies lässt den Thriller zu einem komplexen Werk werden, das auch zum Nachdenken über die Zusammenhänge in unserer doch sehr komplizierten Welt anregt. Ein gewisser Schauer angesichts der bestehenden Gefahren ist dabei nicht ausgeschlossen und bestimmt auch intendiert. Die zahlreichen Handlungsebenen, die teils sehr kurzen Kapitel mit ihren daraus resultierenden schnellen Szenenwechseln und die schon minimalistisch anmutende Sprache, erwähnt möchte ich hier nur die kurzen, abhackten Sätze, verleihen dem Lesen höchste Rasanz und lassen Leserinnen und Leser kaum zur Ruhe kommen. Ein wenig enttäuscht indes hat mich das Ende, das für mich so ganz und gar nicht vorbereitet war: Zwar schlummert in de Bodts Kopf die ganze Zeit über eine Idee, die nicht zu greifen ist, doch tritt sie dann so abrupt zutage, dass die Auflösung mich eher unbefriedigt zurücklässt. Nichtsdestotrotz präsentiert Christian von Ditfurth hier einen Thriller, der von Anfang bis Ende begeistert und die Leser/innen in seinen Bann zieht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und für mich steht fest: Dieses war bestimmt nicht das letzte Buch der de Bodt-Reihe, das ich gelesen habe.

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