Leserstimmen zu
Ultimatum

Christian v. Ditfurth

Kommissar de Bodt ermittelt (5)

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„Ultimatum“ ist ein spannender und rasanter Politthriller vom Christian von Ditfurth. In seinem fünften Fall hat es der eigenwillige und brillante Ermittler, Hauptkommissar de Bodt, mit einem Fall von Erpressung zu tun. Erpresst wird die deutsche Regierung und nicht nur die. Steht Europas Zukunft auf dem Spiel? Herbst 2019. Im Regierungsviertel und in ganz Berlin kommt es zu einem totalen Stromausfall, gleichzeitig wird der Ehemann der Kanzlerin gekidnappt. Mit ihren Forderungen stellen die Entführer die ermittelnden Behörden vor große Rätsel. Erst soll ein Krimineller freigelassen werden und der Innenminister abtreten, dann soll Deutschland die Staatsschulden Italiens und anderer südeuropäischer Staaten übernehmen. Eine schier irrwitzige Forderung. Zudem lässt sich eine deutsche Regierung nicht erpressen oder doch? Mit einer abgetrennten Hand des Kanzleringatten verleihen die Kidnapper ihrer Forderung Nachdruck. Die Kanzlerin bittet persönlich Hauptkommissar Eugen de Bodt, den Fall zu übernehmen. Bald weitet sich die Krise aus. In Frankreich wird die Gattin des Präsidenten entführt. Russische „Diplomaten“ kommen unter mysteriösen Umständen in Berlin und anderorts zu Tode. Gibt zwischen den Fällen einen Zusammenhang? Was planen die Erpresser als Nächstes? Sie schlagen in einem technisch empfindlichen Bereich zu. Europa scheint nach und nach immer mehr im Chaos zu versinken. Kann der erfolgreiche Hauptkommissar Eugen de Bodt mit seinen unkonventionellen Ermittlungsmethoden den Fall lösen? Doch was wollen die Täter wirklich? Spannende Story mit unkonventionellem Ermittler „Ultimatum“ ist, genau wie die anderen Fälle mit Hauptkommissar de Bodt, mehr als nur ein rasanter Thriller. V. Ditfurth treibt mit seinen Staccatosätzen, mehreren Handlungssträngen und den vielen Cliffhängern die Handlung gnadenlos voran. Und sein Hauptkommissar de Bodt ist einfach nur herrlich unangepasst und manchmal auch ziemlich aufsässig. Der Teeliebhaber, der stets nur den dritten Aufguss von grünem Tee trinkt und nicht nur bei seiner Vorliebe für philosophische Exkurse kein Blatt vor dem Mund nimmt. Mit seinen unkonventionellen Alleingängen eckt er bei seinen Chefs und Kollegen gleichermaßen an. Doch bei seinen Ermittlungen ist er so erfolgreich wie kein anderer. Für kurzweilige Unterhaltung sorgen besonders die Gespräche mit seinen beiden Assistenten, der beharrlichen Silvia Salinger und dem frechen Ali Yussuf. Sie gönnen dem Leser kleine Atempausen, bevor die Handlung wieder an Fahrt aufnimmt. Erschreckendes Szenario Gelungen auch die vielen ironischen Seitenhiebe zur politischen Situation in Deutschland und Europa sowie über die politischen Hauptakteure der letzten Jahre. Neben der rasanten Handlung, die klar auf Spannung ausgelegt ist, entwirft v. Ditfurth aber ein erschreckendes Szenario, das unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist. V. Ditfurth gelingt es, eine explosive Mischung aus Realität und Fiktion zu schaffen, die unterhaltsam verpackt ist und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Ein intelligenter und kurzweiliger Thriller nicht nur für regnerische Herbsttage. Kurz&Knapp: Empfehlenswert. Ein unterhaltsamer Polit-Thriller, spannend und mit einem erschreckenden Szenario für Deutschland und Europa.

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Ultimatun

Von: Nati88

16.09.2019

Es war mein erstes buch von dem Autor und ich fand es es ging so war jetzt nicht berauschend wie ich es mir vorgestellt habe. Der Konzept der Geschichte fand ich gut nur die Umsetzung fand ich nicht gut umgesetzt, es hat sich von der ersten Seite bis zu der letzten Seite hingezogen ohne das sich was ergibt oder passiert, so schlecht fand ich es jetzt auch nicht es gab schon Momente wo es spannend war aber, es verging auch recht schnell wieder. Did Charaktere wurden gut umgesetzt auch die Hintergrund Beschreibungen fand ich gut. Im ganzen fand es es gut aber, jetzt nicht so gut das ich das ganze 5 Sterne geben kann. Von mir bekommt es 3,5 Sterne von 5 Sternen Ich kann es weiterempfehlen die ruhige Geschichten mögen wo es wenig was passiert. Dankeschön an den Verlag von C.Bertelsmann für die Bereitstellung des Buches

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Band 5 war für mich der erste Teil der Reihe und auch das 1 Buch vom Autor und ich muss sagen, das ich durch den Einstieg in diesem Teil bestimmt einiges verpasst habe. Sei es in geschichtlicher Hinsicht oder der Charakterentwicklung. Wechselnde Perspektiven sorgen dafür, das beim Lesen keine Langeweile aufkommt. Auch mag ich den Schreibstil. Er hat ein angenehmens Tempo und zeichnet sich durch eine bildhafte Erzählweise aus . Am Anfang finde ich die Story mässig, dann nimmt sie Fahrt auf und ist dann sehr schnell zu Ende. Genug Thrill ist aber vorhanden, das ist mega gelungen. Zur Story erzähle ich nichts, denn der Klappentext verrät schon Einges.

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Ultimatum ist in unzählige kleine Kapitel und ebenso viele Perspektiven aufgeteilt. Diese wechseln sich rasch ab, was auf der einen Seite für sehr viel Tempo sorgt, auf der anderen Seite aber auch sehr viel Konzentration beim Leser einfordert. Zu den vielen Kapitel und wechselnden Perspektiven kommen recht schnell auch wechselnde Orte und eine Unmenge an Personen hinzu.Zwischendurch stellte ich immer mal wieder fest, dass mir irgendein Hinweis wohl entgangen war - was ich ein bisschen ärgerlich fand. Durchblick Eugen de Bodt ist dagegen so etwas wie ein beständiger Fels in der Brandung. Er ist wie immer ziemlich arrogant, besserwisserisch, unbelehrbar und hat immer den Durchblick. Seine Art polarisiert, aber ich habe mich über die letzten vier Bände hinweg an seine Liebe zu klugen Zitaten und seine unangepasste Art mehr als gewöhnt. Er hat nach wie vor so gar keine Angst vor seinen Vorgesetzten oder sorgt sich um seinen Posten. Realität Natürlich ist auch dieses Thriller-Handlung reine Fiktion, sie bewegt sich aber schon sehr nah an der Realität. Während des Lesens passierte es mir aber immer wieder, dass ich die Menschen vor Augen hatte, die tatsächlich auf den entsprechenden Posten sitzen. Die grundsätzliche Thematik, ob der deutsche Staat - oder später eben auch andere europäische Staaten - erpressbar sind, ist wie immer bei Ditfurth sehr aktuell und wird von verschiedenen Seiten beleuchtet. Lesespaß Um wirklich Spaß an diesem Thriller - und auch den anderen vier Bänden - zu haben, sollte man sich auf jeden Fall für die aktuelle Politik interessieren. Da es immer wieder Anspielungen auf Geschehnisse in den anderen Büchern gibt, ist es sicher von Vorteil, diese auch zu kennen. Das ist kein Muss, erhöht aber auf jeden Fall den Lesespaß, wenn man die vielfältigen kleinen Hinweise versteht. Mein Fazit: Ultimatum von Christian von Ditfurth ist wie seine Vorgänger ein intelligent konstruierter, sehr nah an der Realität kratzender, spannender Polit-Thriller. Er erfordert einiges an Konzentration, belohnt dies dann aber auch mit anspruchsvoller, spannender Unterhaltung.

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Brisant, rasant, actiongeladen, mit Intelligenz und Humor

Von: Elisabeth Bulitta aus Donaueschingen

09.08.2019

Sollte sich der Staat erpressen lassen? Spätestens seit der Schleyer-Entführung ein Thema, das die Nation immer wieder bewegt. Christian von Ditfurth hat sich dieser Frage in seinem neuen, 447-seitigen Politthriller „Ultimatum“, der im August 2019 bei Bertelsmann erschienen ist, angenommen. Hierbei handelt es sich um den fünften Fall für den Berliner Hauptkommissar Eugen de Bodt. Der Mann der Kanzlerin, Professor Süß, ist gekidnappt worden. Die Entführer stellen unerfüllbare Forderungen. Um ihren Druck zu erhöhen, schicken sie kurz darauf Süß‘ Hand an das LKA. Als etwas später auch noch die Gattin des französischen Ministerpräsidenten entführt wird und zeitgleich weltweit eine Reihe russischer Diplomaten auf unnatürliche Weise stirbt, machen sich Hauptkommissar de Bodt und sein Team, unterstützt von der französischen Polizei und dem russischen Geheimdienst, daran, das Übel von Europa abzuwenden. Dieses ist der erste Politthriller Christian von Ditfurths, den ich gelesen habe, und ich muss sagen: Ich bin sehr begeistert. Mit Eugen de Bodt hat von Ditfurth einen Ermittlertypus geschaffen, der aufgrund seiner Arroganz und seiner unorthodoxen Ermittlungsmethoden bestimmt streitbar ist, der aber nicht zuletzt wegen seines trockenen, oftmals scharfen Humors und seiner Vorliebe für (philosophische) Zitate sehr sympathisch rüberkommt. Selbiges gilt zudem für sein Team und die übrigen Ermittelnden. Auch als Neueinsteigerin in die Reihe habe ich mich in dieser Runde gleich wohlgefühlt, lediglich einige Anspielungen auf ältere Fälle waren schwer zu verstehen; dieses hat dem Lesevergnügen an sich allerdings keinen Abbruch getan. Russen, Deutsche, Franzosen, Italiener … nichts, was in Europa Rang und Namen hat, lässt von Ditfurth hier aus. Ebenfalls thematisch ist der Roman sehr breit gefächert - genannt seien hier nur die Geheimdienste oder die Sicherheit von Atomkraftwerken. All dies lässt den Thriller zu einem komplexen Werk werden, das auch zum Nachdenken über die Zusammenhänge in unserer doch sehr komplizierten Welt anregt. Ein gewisser Schauer angesichts der bestehenden Gefahren ist dabei nicht ausgeschlossen und bestimmt auch intendiert. Die zahlreichen Handlungsebenen, die teils sehr kurzen Kapitel mit ihren daraus resultierenden schnellen Szenenwechseln und die schon minimalistisch anmutende Sprache, erwähnt möchte ich hier nur die kurzen, abhackten Sätze, verleihen dem Lesen höchste Rasanz und lassen Leserinnen und Leser kaum zur Ruhe kommen. Ein wenig enttäuscht indes hat mich das Ende, das für mich so ganz und gar nicht vorbereitet war: Zwar schlummert in de Bodts Kopf die ganze Zeit über eine Idee, die nicht zu greifen ist, doch tritt sie dann so abrupt zutage, dass die Auflösung mich eher unbefriedigt zurücklässt. Nichtsdestotrotz präsentiert Christian von Ditfurth hier einen Thriller, der von Anfang bis Ende begeistert und die Leser/innen in seinen Bann zieht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und für mich steht fest: Dieses war bestimmt nicht das letzte Buch der de Bodt-Reihe, das ich gelesen habe.

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