Leserstimmen zu
Die Tote mit dem Diamantcollier - Ein Fall für Jackie Dupont

Eve Lambert

Die Jackie-Dupont-Reihe (1)

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Eine dekadente Gesellschaft

Von: Tina

05.11.2019

Gleich vorweg will ich darauf hinweisen, dass Jackie Dupont, die Heldin der Geschichte, wahrhaft glamourös, wahnsinnig clever, unglaublich einfallsreich, unerhört geschickt, entsetzlich  unangepasst und beispiellos selbstbewusst ist. Aber sie ist halt so gar nicht realistisch und genau das hat das Buch für mich so unterhaltsam gemacht :-) Extrem smart Sie ist so etwas wie ein weiblicher James Bond. Sie kann alles, hat eine Maschinenpistole im Beautycase und kennt anscheinend wirklich alles und jeden, Sie macht im Abendkleid eine genauso gute Figur wie im Taucheranzug, läuft ketterauchend durch Krankenhausflure oder verspeist genüsslich Kaviar auf einem exklusiven Empfang und man nimmt ihr das auch alles gerne ab :-) Interessante Mischung Die Story bzw. der Kriminalfall ist im Stil von Agatha Christie aufgebaut und geschrieben. Es ist eine Mischung aus klassischen Whodunit und Locked Room Mystery, was ja beides schon direkt zum mitraten einlädt. Dazu hat die Autorin noch sehr viel wissenswertes aus der damaligen Zeit und der entsprechenden Gesellschaft in den Text einfließen lassen, was ich sehr interessant fand. Überraschende Auflösung Nach all den spannenden Entwicklungen und Plottwist und liebevollen, sehr ausführlichen Charakterbeschreibungen der handelnden Personen kam die Auflösung dann irgendwie ein bisschen überraschend. Aber vielleicht kam mir das auch einfach nur so plötzlich vor, denn ich hätte wirklich noch stundenlang und seitenweise in Monaco verweilen können :-) Elitäre Gesellschaft Mir hat das Buch, die Geschichte und vor allem der Schreibstil wirklich extrem gut  gefallen. Ich mochte es, mich in eine andere Zeit und in eine andere Gesellschaft versetzen zu lassen und manchmal hatte ich so ein bisschen das Gefühl zu dieser elitären Gesellschaft zu gehören, die sich da an Bord versammelt hatte :-) Mein Fazit: Die Tote mit dem Diamantcollier von Eva Lambert ist ein ausgesprochen unterhaltsamer Krimi aus der Zeit kurz nach dem Ende des ersten Weltkrieges. Man sollte keine wirklich realistische Ermittlerin erwarten - dann ist das Buch aber ein echter Genuß!

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Monaco 1920: Der Krieg ist vorbei und langsam zieht es die Schönen und Reichen wieder an die Riviera, wo sie ausgelassene Partys feiern wie vor den dunklen Jahren. Auch Carla Tush lädt ein paar Bekannte auf ihre nagelneue Yacht ein, um zu protzen, auf die alten Zeiten anzustoßen und ein berühmtes Diamantcollier zu präsentieren, das sie neu erworben hat. Die Gäste kennen sich aus alten Tagen, scheinen die Zusammenkunft zu genießen, bis, ja bis Carlas Mann seine Frau tot im Schlafzimmer findet. Das Collier ist weg. Gut, dass gerade Jackie Dupont, eine Meisterdetektivin aus den USA, die die gesamte Hautevolee im Fürstentum zu kennen scheint, bei Prinz Albert verweilt. Kurzerhand übernimmt sie mit ihrem weißen Terriermix Sargent die Ermittlungen. Welche Geheimnisse haben die Partygäste? War Carla Tush so freundlich wie sie vorgab? Und bildet sich Christopher St. Yves es nur ein oder hat die Detektivin verdammt viel Ähnlichkeit mit seiner verstorbenen Frau? Eve Lambert – dieses Pseudonym hat eine erfolgreiche Hamburger Autorin für den Jackie-Dupont-Roman „Die Tote mit dem Diamantcollier“ gewählt – kreiert mit ihrer Meisterdetektivin eine unabhängige, glamourliebende, toughe, zwischen Flapper und Femme Fatale rangierende Dame, die weiß, was sie will und eigentlich alles kann. Selbstbewusst ermittelt sie und lässt Männer wie Frauen gleichermaßen sprachlos zurück. Geschickt springt die Autorin zwischen Schilderungen, Briefen und Ich-Passagen der Jackie Dupont, ohne jedoch ihre Leser zu verwirren. Ein tolles Buch, das einen so guten Lesefluss hat, dass man es an einem Tag verschlingt – es geht gar nicht anders.

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Ich muss sagen, ich habe einen typischen Krimi in historischem Setting erwartet, habe aber etwas besonderes bekommen. Unsere Protagonistin Jackie Dupont ist einfach nur herrlich. Mit ihrerer bestimmenten, einige würden wahrscheinlich sagen unsympathische, Art und der liebe zu ihrem Hund Sargent ist sie mir doch sehr ans Herz gewachsen und ich habe sie bei der Lösung des Falles sehr gerne begleitet. Ich weiß nicht, ob das von der Autorin so vorgesehen ist, aber für mich persönlich war das Buch mit einer gewissen Komik versehen. Alleine die Szenen in denen Jackie mit Sargent agiert, wie Jackie mit ihrem Umfeld umgeht und auch ihre Memoiren, die in der ich-Perspektive erzählt sind, haben mich doch teilweise sehr schmunzeln lassen. Auch die anderen Charaktere sind auf ihre Art speziell. Was ich auch gut gewählt finde, sind die Briefe als Unterteilung vor den Kapiteln. Diese haben mich doch sehr in die Irre geführt und somit die spannung aufrecht erhalten. Auch die Umsetzung des Falles hat mir gut gefallen, allerdings war mir doch recht schnell klar, wer als Täter in Frage kommen könnte...nur das Warum hat mich dann doch überrascht. Ich gebe dem Buch eine dicke Leseempfehlung und 4,5 Sterne

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Der Krimi, der im Monaco der 20er-Jahre spielt, beginnt mit einem Paukenschlag. Während einer Dinnerparty an Bord einer Yacht geschieht ein Mord. Ein kostbares Diamantcollier ist spurlos verschwunden. Der Mörder muss einer der Gäste gewesen sein. In der Tradition von Agatha Christies Meisterdetektiv Hercule Poirot ermittelt die knallharte Jackie Dupont an der Cote d’Azur. Die Männer liegen der eleganten Privatdetektivin zu Füßen. Und ihr verwöhnter Spürhund Sargent ist immer an ihrer Seite. Wer eine liebvolle und warmherzige Protagonistin erwartet, ist hier falsch. Dupont weiß, was sie will und sagt, wo es langgeht. Ihre Sprüche sind trocken wie ein Martini. Ihr Kommentar auf die Frage, ob sie vor dem Tauchen keine Angst habe: »Glauben Sie mir, das Meer hält keine Schrecken für mich bereit. Man taucht einfach immer tiefer und anschließend sehr langsam wieder auf. Hochinteressant. Das Einzige, was mich an den Geräten stört, ist die Tatsache, dass man darin nicht rauchen kann.« In dieser Welt von Status und Geld ist nichts, wie es scheint. War die Filmgöttin Maya Fay die Täterin? Oder einer der Bediensteten? Und welches Geheimnis verbirgt der Deutsche? Durch Rückblicke über Briefe und Tagebucheinträge, fügt sich langsam ein Puzzlestück zum anderen und hält den Leser bis zur unerwarteten Auflösung in Atem. Zu diesem Buch empfehle ich eine gepflegte Tasse Lady-Grey-Tee und schottisches Shortbread.

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