Leserstimmen zu
Orbs

Nicholas Sansbury Smith

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Enttäuschend

Von: unclethom

18.07.2019

Ich kenne die „Extinction Cycle“ Reihe des Autoren und muss aber gestehen, dass es mir hier so vorkommt, als hätte dies ein ganz anderer Autor geschrieben. Wenig Spannung, meist unecht wirkende Figuren, und Längen die einem die Lesefreude nehmen, ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch. Schade, denn die Idee ansich finde ich Klasse und ich denke, dass hier eine große Chance vergeben wurde einen tollen und spannenden Roman zu schreiben. Nicht mal der Schreibstil der Nicholas Sansbury Smith eigentlich auszeichnet, war hier zu erkennen. Für mich lebte die Story davon, was passieren könnte. Was aber dann doch nicht passierte. Okay dadurch war es nicht allzu vorhersehbar, aber aus logikgründen wäre es besser gewesen es wäre voraussehbar gewesen und vielleicht auch so gekommen, wie die Logik einem eigentlich gesagt hätte. Einzig die Schauplätze waren interessant und spannend beschrieben, doch dies reicht leider nicht um aus dieser Story einen guten Roman zu machen. Weil ich aber weiss, dass es der Autor besser kann werde ich auf jeden Fall auch seinen nächsten Roman lesen. Für mich waren das heute leider nur 2 von 5 möglichen Sternen.

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Lächerlich

Von: Buchdrache

03.06.2019

Wenn es den Film »Independence Day« als Buch gibt, dann ist es wohl »Orbs« von Nicholas Sansbury Smith. Und ich hätte darauf verzichten können. Der Roman ist definitiv sehr amerikanisch und der Vergleich mit »Independence Day« kommt ebenfalls nicht von ungefähr. Es gibt eine Menge Geballer und toughe, coole Sprüche. (An »Yipie yah yei, Schweinebacke!« kommt aber keiner heran.) Eben genau das, was man aus einem amerikanischen Hollywood Action-Blockbuster so kennt. Hinzu kommt eine sehr U.S.-amerikanische Einstellung zum Militär und zu Waffen. Für eine Alieninvasion besteht die Erde nun mal grundsätzlich nur aus Nordamerika. Kurzum: Das ist Popcornkino in Buchform. So etwas schaue ich mir nicht wegen der tiefgründigen Storys an, sondern wegen der coolen Actionszenen. In diesem Fall also wegen der Aliens. Leider waren die mal so gar nicht cool. Oder zumindest nicht genug, um diesen Roman in irgendeiner Weise über die fehlende Story hinweg zu tragen. Die Hauptfrage, die sich mir stellte, lautet: Wie stellen die sich vor, das zu überleben? Das sind ne Handvoll Marines und Wissenschaftler und zwei nervige Kinder obendrauf! Wie?! Die Invasion umfasst die gesamte Erde, es gibt so gut wie keine Überlebenden schon wenige Tage nach dem Angriff. Das ganze Setting wirkt für mich ehrlich gesagt ziemlich lächerlich. Der erste Band, um den es sich hier handelt, ist eher ein Setup, der zur eigentlichen Handlung hinzuführen scheint. Mir wird hier aber nichts gegeben, anhand dessen ich sehen kann, dass die Protagonisten auch nur einen Hauch von Chance haben, auch nur noch eine weitere Woche zu überleben. Früher oder später werden sie überrannt, zumal immer wieder angedeutet wurde, dass sie bisher nur die Vorhut der Alienarmee gesehen haben. Und schon gegen die waren sie hoffnungslos unterlegen. Hinzu kommen einzelne Szenen, von denen ich vermute, dass sie Horrorelemente und billige Jumpscares sein sollen. Nur dass Jumpscares auf literarischer Ebene nicht so funktionieren können wie in einem Film. Allerdings ist hier sehr vieles eher filmisch aufgezogen. Hat sich da jemand im Medium geirrt? Jedenfalls konnte ich bei diesen Szenen nur müde gähnen. Augenfällig sind des Weiteren die häufigen Erzählerwechsel, teilweise noch auf derselben Seite und kurz hintereinander. Wir haben keinen wirklichen allwissenden Erzähler, sondern durchaus einen personellen, der jedoch sehr schnell zwischen den Figuren hin und her springt. Mich hat das häufig sehr irritiert, wenn ich plötzlich die Szenerie schon wieder aus einem anderen Blickwinkel betrachtete. Etwas mehr Konsistenz und damit Ruhe hätte der Erzählung hier gut getan. Die Aliens selbst hätten noch einmal einen spannenden Aspekt hinzufügen können. Allerdings hat mich das Setting, dass sie auf die Erde kommen und alles Wasser auf dem Planeten aufsaugen, überhaupt nicht gepackt. Wenn schon Erstkontakt-Geschichten, dann doch eher Cixin Lius »Remembrance of Earth’s Past«-Reihe, das ist wesentlich faszinierender aufgezogen. Des Weiteren fand ich bereits den Ausgangspunkt der Erzählung unlogisch. Den Forschern wurde erzählt, dass sie sich in den völlig autarken Untergrund-Bunker begeben, um dort die isolierten Bedingungen auf der Reise zum Mars zu simulieren. Was ich mich jedoch frage: Macht das überhaupt Sinn? Stehen Raummissionen nicht grundsätzlich im Kontakt zur Erde? Klar, der Übertragungsweg von Mars zu Erde ist weit und nicht unmittelbar. Somit wäre eine völlige Isolation von der Erde aber dennoch nur ein Extremfall. Wäre gesagt worden, dass hier ein solcher Extremfall geprobt werden sollte, hätte ich es glaubhafter gefunden. Am Ende steckt eh mehr dahinter, aber die Erklärung für den Bunker erscheint mir dennoch ungenügend. Der Vergleich mit dem Film »Independence Day« liegt bei »Orbs« sehr nahe. Wer den Film mochte, findet vielleicht seine Popcorn-Freuden an diesem Buch. Für mich schwächelt der Roman jedoch inhaltlich zu sehr und bietet mir auch auf der Action-Seite zu wenig, als das ich mich unterhalten gefühlt hätte. Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Mögliche Trigger - Gewalt gegen Menschen - Blut und Wunden - Tod und Leichen

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Ich hoffe darauf, dass der nächste Band ordentlich an Qualität zulegt, um aus Orbs noch einen wenigstens akzeptablen Zyklus zu machen. Die Idee ist grundsätzlich gut, wenngleich nur eine Variation altbekannter Motive, was ok geht. Doch zum einen mangelt es in diesem Fall den Hauptfiguren deutlich an Sympathiewerten und zum anderen ist das Buch für das, was der Autor sonst vorgelegt hat, einen Tick zu banal geschrieben und und verlässt sich zu sehr auf Standard-Situationen. Der Roman läuft nach Schema ab und das ist frustrierend. Sansbury Smith präsentiert sich auf seine Art als One-Trick-Pony, er fährt ein Schema über alle Bücher, die er bisher verfasst hat. Hielte er jedes Mal die Qualität, könnte man schwer dagegen argumentieren. Aber gerade in dieser Hinsicht ist Orbs gegen den Baum gelaufen und hat sich die Nase blutig geschlagen. Orbs ist pures Junkfood, was grundsätzlich ok ist, es gibt richtig leckere Burger. Orbs ist auch Kommerz, was ebenfalls ok ist - der Autor muss verkaufen und davon leben. Aber Orbs ist eben auch lieblos aus dem Ärmel geschüttelt. Und das schmeckt nach faden, trockenen Pommes. Schade. Aber wie gesagt, vielleicht braucht es einfach dieses Buch, damit der Rest des Zyklus richtig loslegen kann. Wir werden es wohl lesen. Wird interessant.

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In der Tat hat das Buch - wie nach dem Klappentext auf der Rückseite angepriesen - Ähnlichkeiten zu bekannten Kino-Blockbustern. Es bietet ein klassisches Sci-Fi Setting: in einem abgeschlossenen Habitat muss eine Gruppe unterschiedlich (und leider sehr nach Schema konstruierter) Charaktere von der Außenwelt abgeschlossen leben. Als sie dann doch nach draußen "dürfen", ist die Welt entvölkert und mysteriöse blaue Kugeln sind auf der Erde erschienen. Die Geschichte bietet leider keinerlei Neues oder spannendes, die wissenschaftlichen Hintergründe sind nicht ausgearbeitet und die Charaktere - ich erwähnte es - nach klassischem Muster gestrickt ohne großartig neue Ideen beigesteuert zu bekommen. Leider ist die ganze Geschichte einfach zu oberflächlich und zu sehr auf den Massengeschmack zugeschnitten. Für Fans von echter, atmosphärisch dichter und glaubhafter Sci-Fi bietet das Buch keine Reize.

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