Leserstimmen zu
Orbs

Nicholas Sansbury Smith

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Im Jahr 2061 wird die Erde immer unbewohnbarer, so dass die Menschheit Pläne schmiedet, sich auf dem Mars eine neue Heimat zu suchen. Dr. Sophie Winston lässt mit ihrem Team in einem Biosphären-Habitat in den Rocky Mountains einschließen, um die Mission vorzubereiten. Doch schon nach ein paar Tagen zwingt sie ein Notfall, die Türen des Habitats wieder öffnen. Dr. Winston und ihre Mitarbeiter erwartet eine schreckliche Realität, denn Menschen und Tiere sind ebenso verschwunden wie die Wasserreservoirs des Planeten. Und überall schweben mysteriöse Kugeln in der Luft, die höchstwahrscheinlich die Ursache der Katastrophe sind … . Schon die Ausgangssituation der neuen Reihe von Nicholas Sansbury Smith ist sehr stimmungsvoll und lässt schon auf den ersten Seiten eine ungemeine Spannung entstehen. „Orbs“ ist der Einstieg in eine neue Romanserie des Autors, der bereits mit seinem siebenbändigen, im Festa Verlag erschienenen Reihe „The Extinction Cycle“ eine dystopische Welt erschuf. Mit „Orbs“ wendet er sich thematisch aber eher der Science Fiction zu, wobei auch hier der Horrorfaktor nicht zu kurz kommt. Smith hält sich nicht lange mit Vorgeplänkel auf, sondern wirft den Leser sofort und ohne Umschweife in eine deprimierende Zukunftswelt. Seine ‚wissenschaftlichen‘ Ausführungen erinnerten mich so manches Mal an Michael Crichton und verleihen dem Plot eine sehr glaubwürdige Seite. Wie in einem Film begleitet der Leser die Protagonisten und fiebert mit ihnen mit, wenn sie in die einsame und von Aliens bevölkerte Welt treten. Klar ist die Story nicht neu und man fühlt sich des öfteren an bekannte und weniger bekannte Bücher und Filme erinnert, aber Smith besitzt einen sehr flüssigen Schreibstil, der über darüber hinwegsehen lässt, dass man solch eine Geschichte schon woanders gelesen hat. Wichtig war für mich auch die Atmosphäre, die der Autor mit seiner Dystopie geschaffen hat. Und die ist wirklich richtig, richtig gut und lässt einen die Seiten nur so verschlingen. Die manchmal ruhigen Sequenzen wechseln sich hervorragend mit actionlastigen Szenen ab, so dass niemals Langeweile aufkommt. Sicherlich sind die Charaktere oftmals stereotyp gehalten, aber das hat mich keineswegs gestört, denn es geht in erster Linie um den spannenden Plot und die verlassene Welt, die Smith hier aufgebaut hat. Die Bedrohung durch die Außerirdischen wird auch sehr intensiv und authentisch dargestellt, so dass man beim Lesen hin und wieder eine leichte Gänsehaut verspürt, wenn man sich überlegt, dass eine solche Konfrontation zwischen der Menschheit und einer außerirdischen Intelligenz durchaus genau so stattfinden könnte. Schade finde ich persönlich wieder einmal, dass von Verlagsseite nicht darauf hingewiesen wird, dass es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt. Ähnlich wie bei „Arkane: Das Haus der Drachen“ von Pierre Bordage (bei dem übrigens ebenfalls nicht auf eine bevorstehende Reihe hingewiesen wurde 😦 ) merkt man aber schnell, dass es sich bei „Orbs“ nicht um einen abgeschlossenen Roman handeln kann. Zu episch ist der Plot aufgebaut, als dass er nach 400 Seiten ein Ende finden könnte. Ich habe mich in der Endzeit-Welt von Nicholas Sansbury Smith sehr wohl gefühlt, wenn man das bei solch einer erschreckenden Bedrohung überhaupt sagen kann, und freue mich schon sehr, wenn die Geschichte um Dr. Winston weitergeht. Smith lässt seine Leser sehr neugierig zurück, wenn er seinen Einstiegsroman zu Ende bringt. Das Finale ist zwar nicht unbedingt unbefriedigend, weil es nicht wirklich einen Cliffhanger darstellt, aber man ist dennoch sehr ungeduldig auf die Fortführung der Geschichte, wenn man das Buch zuschlägt. Aus meiner Sicht eine unbedingte Leseempfehlung für Menschen, die dystopische und atmosphärische Science Fiction-Romane mögen. Wie oben schon erwähnt, erinnert mich auch der leicht wissenschaftlich angehauchte und sehr flüssig zu lesende Schreibstil an Michael Crichton. . Fazit: Stimmmungsvolle, düstere und spannende Science Fiction-Dystopie. Erster Teil einer Reihe. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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