Leserstimmen zu
Mit Burka und Bikini

Qarnita Loxton

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Der Titel und die Tatsache, dass die Handlung in Südafrika spielt, das Land, in das meine Schwester in Kürze für 4 Jahre umziehen wird, machte das Buch für mich interessant. Vorweg, ich habe es nicht bereut. In ihrem Debütroman versteht es Qarnita Loxton uns die muslimische Bräuche näher zu bringent und das keineswegs unkritisch. Wie ist es für eine moderne muslemische Frau sich plötzlich wieder verschleihern zu müssen und nach uralten Konventionen zu leben? Machen diese Bräuche nicht das Leben auch leichter, weil sie immer von einem unsichtbaren Leitfaden geführt wird? Die Autorin zeigt uns, dass muslemische Frauen durchaus stark sind und dass ihr Glaube, bei aller Kritik, die sie übt, durchaus auch schöne Seiten hat. Mein Fazit: Ein sehr guter Debütroman, der auf amüsante und kurzweilige Art mit so manchen Vorurteilen aufräumen kann. Allen Interessierten möchte ich emfehlen, dieses Buch zu lesen. Viel Spaß dabei.

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Schon kurz nachdem ich das Buch angefragt habe, habe ich es bereut. Jetzt bereue ich, dass ich es jemals bereut habe. Als junge Erwachsene ist Karina zu Kari geworden, aus einer Burka ist ein Bikini geworden und statt Gebetszeiten gab es regelmäßige Treffen mit neuen Freunden. Sie ist ausgezogen, um die Welt gereist und hat das Leben genossen. Mit zu dem neuen Leben kam auch ein Mann, Dirk. Sie sind glücklich, haben ein gemeinsames Haus und teilen ihr Leben. Bis zum Valentinstag , als Dirk Kari gesteht, dass er sie mit einer Kollegin betrogen hat. Sie flüchtet, erst zu einer Freundin und nach dem überraschenden Tod von ihrer Oma zurück in ihr Elternhaus. Die Probleme sind natürlich sofort da, aber in Kari steckt wohl immer noch ein bisschen Karima, und die war verlobt mit dem netten Jungen von nebenan aus dem längst ein junger Mann geworden ist... Das Cover des Buches hat mich nicht unglaublich angesprochen, aber auch nicht abgeschreckt. Viel mehr habe ich vom Inhalt auch nicht erwartet. Ganz nett. etwas für zwischendurch. Kann man mal lesen, muss man aber nicht. Schon nach den ersten Seite ist es ganz anders gewesen. Es sind insgesamt 347 Seiten, und das sind auf keinen Fall zu viele. Die Geschichte spielt sich in Kappstadt ab, schon darin liegt ein Reiz für mich. Mal gegen den Strom, aber bei dem Inhalt hatte ich sehr viele Klischees erwartet. Wie das halt so ist, ein Thema von dem ich, zugegebenermaßen, nur ein schlechtes Halbwissen habe. Über fremde Religionen zu lesen kann genauso spannend wie ermüdend sein, man denkt immer, man wüsste schon ganz viel. Und dann habe ich leider doch nichts gewusst. Die Teile des Romans von Karima im Haushalt ihrer Familie sind unglaublich. Man wird selber für ein paar Stunden Teil dieser völlig fremden Kultur. Der Schreibstil sorgt dafür, dass der Leser ganz nah am Karima und ihren Emotionen ist, aber sich trotzdem seine Meinung zu allen fremden Bräuchen und Traditionen bilden kann. Mein Fazit: Ein Buch mit einer Geschichte, die längst überfällig ist, und es schafft, eine wichtige Botschaft zu vermitteln, ohne belehrend zu wirken.

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Ein wirklich wunderschönes Buch. Zu Beginn wird nicht lange rumgelabert, sondern die Geschichte nimmt sofort ihren Lauf, wodurch ich gut in das Buch reingefunden habe und sofort in die Welt von Kari eingetaucht bin. Die Protagonistin ist eine tolle Frau mit einem für mich sehr spannenden familiären Hintergrund und Lebenslauf. Für mich ist sowohl ihr Leben in Südafrika als Karin, als auch ihre Vergangenheit bei ihrer traditionell Muslimischen Familie sehr weit von meinem Alltag entfernt. Dennoch konnte ich mich gut in ihre Lage hineinversetzten und habe mich durch sie bei der Reise durch die Welten, "an die Hand genommen" gefühlt. Dass mir ihr Bruder und Teile ihrer Familie unsympathisch waren, ist denke ich normal und durchaus so gewollt. Aber der Bezug, den ich zu den einzelnen Figuren hatte, hat eine wirklich Erstaunliche Entwicklung vollzogen. Aber auch, wenn ich Karimas Welt und auch ihr Verhalten darin verstehen konnte, hätte ich sie ab und an gerne einmal geschüttelt und angeschrien. Genau von diesem Denkprozess und dem Einblick in die mir so fremde Kultur bin ich letzten Endes aber so begeistert gewesen. Das Buch erzählt die Geschichte einer Frau, mit ihrem Umfeld, ihrer Familie und ihren Problemen. Es sollte also nicht verallgemeinert werden, dass das was dieser Charakter erlebt der Standard ist. Aber auch diesen Aspekt hat das Buch sehr gut vermittelt und als eine Geschichte für sich fand ich es sehr eindrucksvoll und bewegend. Der Leser/ die Leserin bekommt in dem Buch einen kurzen Eindruck in das Leben der Charaktere. Für sie sicherlich ein bedeutender Abschnitt, aber es wird auch die Botschaft mit vermittelt, dass dieser Ausschnitt nicht für das gesamte Leben eines Menschen steht. Es wird eine Geschichte erzählt, die aus dem Leben kommt und genau so fühlt es sich auch an. Sehr echt und sehr nah an dem, wie Leben tatsächlich ist und sein kann. Dabei ist aber nicht nur Kari sondern auch ihre Freunde und Freundinnen wirken wie Menschen aus dem echten Leben. Dadurch wirkt die Geschichte sehr leicht und locker, obwohl sie einige ernste und tiefgründige Probleme behandelt. Einige Handlungsstränge sind ziemlich vorhersehbar. Dadurch kann ich von dem Buch nicht behaupten, dass es besonders spannend ist. Aber die Geschichte selbst und der sehr lebensnahe Schreibstil haben mich dennoch an das Buch gefesselt. Fazit: 4,5 Sterne

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Grandios!

Von: Renate Sabine

20.04.2020

Dieses faszinieredes Buch ist eine klare Empfehlung von mir. Ich habe dieses Buch in einem Zug durchgesuchte. Liebe, Familiensinn, Kritik, Spannung, alles in perfekten Verhältnis zueinander in einem Buch. Echt grandios!

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Am Valentinstag wird Kari gleich mit zwei schlechten Nachrichten konfrontiert, die ihr Leben aus der Bahn werfen: Ihr Mann Dirk beichtet ihr verzweifelt, dass er sie mit einer Kollegin betrogen hat und am selben Tag stirbt Karis Großmutter, eine gläubige Muslima. Ihr Bruder Dzhamal bittet Kari, nicht nur zum letzten Geleit der Ouma zu kommen, sondern für die nächsten sechs Wochen in ihr Elternhaus zurückzukehren, um ihre schwangere Schwägerin und ihre kranke Mutter zu unterstützen. Kari verschleiert sich, wird wieder zu Karima und passt sich den islamischen Konventionen an. Zehn Jahre hatte sie ihre Familie nicht mehr gesehen, nachdem sie in Schande geflüchtet war. Zuhause trifft sie ihren Exfreund Rafiq wieder, der ganz offen sein Interesse an ihr signalisiert, während Dirk versucht ihre Ehe zu retten. "Mit Burka und Bikini" ist ein sehr unterhaltsames Buch, das in Kapstadt handelt und den Gegensatz von Tradition und Moderne, von einem weltlichen, freiheitsliebenden Leben und einem gottesfürchtigen, streng islamischen Leben anschaulich darstellt. Kari hatte vor zehn Jahren Burka gegen Bikini getauscht und aus Scham vor einem Fehler nie wieder zurückgeblickt. Reumütig kehrt sie zurück und passt sich bereitwillig den Vorstellungen ihrer Familie an, unterwirft sich gar den Anweisungen ihres patriarchalischen Bruders. In der Ausnahmesituation, der Trauer um die geliebte Ouma und der Enttäuschung über den Vertrauensbruch des Ehemannes gibt ihr das traditionelle Zuhause und die Geborgenheit der Familie Halt. Als westlich geprägter Leser erhält man einen guten Einblick in die muslimische Lebenswelt, die authentisch und weitgehend ohne Klischees beschrieben wird. Insbesondere die Darstellung der Muslima überzeugt dabei, die beweist, dass unter dem Schleier starke Frauen stecken können, die die Familie zusammenhalten. "Mit Burka und Bikini" ist ein Buch über Familie, über Zusammenhalt, Toleranz und Freundschaft, das zeigt wie bunt und vielfältig das Leben ist und das eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Kulturen möglich ist.

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Es gibt viele Bücher, in denen es um muslimische Frauen geht, die in strengen Familien aufwachsen und aus diesen auszubrechen versuchen. Mit Burka und Bikini beschäftigt sich quasi mit dem Gegenteil, denn es geht um die Muslima Kari, die bereits aus so einem Elternhaus geflüchtet ist und dann plötzlich wieder Gefallen an den Konventionen findet. Das macht die Idee sehr spannend. Man lernt Kari zu Beginn des Buchs als moderne junge Frau kennen, die die Vergangenheit hinter sich gelassen hat und wird während dem Lesen Zeuge ihrer Entwicklung. Man kann dabei nicht einmal sagen, dass sie rückläufig ist, denn Mit Burka und Bikini zeigt, dass es kein Richtig und Falsch gibt, was das angeht. Der Seitensprung ihres Manns Dirk verletzt Kari zutiefst und dann erhält sie auch noch eine weitere traurige Nachricht, die ihre Wer-Bin-Ich-Frage zur Folge hat. Der Autorin gelingt es ihr Innenleben nachvollziehbar zu beschreiben, sodass man ihre Gedanken verstehen kann und mit ihr mitfühlt. Die Geschichte fesselt den Leser und ist spannend. Zum einen, weil man wissen möchte für welches Leben sich Kari entscheidet und zum anderen, weil es sehr interessant ist von den Werten ihrer traditionellen Familie zu lesen, die die Autorin authentisch beschreibt. Mit Burka und Bikini ist außerdem weniger ernsthaft als man erwarten würde. Stattdessen ist es sehr unterhaltsam, da es der Autorin gelingt die Mitte zu treffen und Karis moderne Leben nicht in Vergessenheit gerät. So spielen zum Beispiel ihre Freunde eine wichtige Rolle, die eine Stütze für Kari bilden und sie das neue Leben, das sie nach ihrer Flucht aufgebaut hat, nicht vergessen lassen. Neben Karis Entwicklung gefällt mir auch das Ende sehr gut. Die Konflikte zeigen, dass es kein perfektes Ende geben kann und die Autorin hat sich für ein Ende entschieden, das schön, aber auch realistisch ist, wodurch die Geschichte Echtheit präsentiert. Fazit: Mit Burka und Bikini präsentiert nicht nur eine spannende und ungewöhnliche Idee, sondern auch eine authentische Hauptperson, deren Entwicklung glaubwürdig und realistisch beschrieben wird.

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Der Titel, der Klappentext und die Tatsache, dass „Mit Burka und Bikini“ in Südafrika spielt, haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Ich sollte nicht enttäuscht werden. Der Tod ihrer Großmutter sowie der Betrug ihres Ehemanns schleudert Kari in eine Identitätskrise. Wie viel Kari und wie viel Karima steckt in ihr? Kari lebt zwischen zwei Welten und zwischen zwei Kulturen. Obwohl sich beide Leben in Kapstadt abspielen, berühren sich ihr früheres Leben und ihr heutiges Leben nicht. In 10 Jahren hat sich viel getan und nicht nur Kari hat sich verändert. Es gefällt mir gut, wie uns Qarnita Loxton muslimische Bräuche und Konvention näher bringt. Mit Kari nimmt sie dabei einen kritischen Standpunkt ein. Die, nach unseren westlichen Vorstellungen, moderne Kari tut sich schwer damit sich plötzlich wieder zu verschleiern und ihr vorgesehene Rolle als Frau einzunehmen. Dennoch zeigt uns Qarnita Loxton, dass Bräuche in schweren Zeiten Sicherheit und Halt geben können. Sie stellen einen Art Leitfaden dar, um ohne große Überlegungen einen Schritt vor den anderen zu setzen. Ich habe das Gefühl, dass Qarnita Loxton gute Einblicke in die Funktionsweisen und Abläufe muslimischer Gemeinden und Familien gibt. Sie thematisiert feinfühlig die Rolle der Frau und zeigt, dass muslimische Frauen stark sind, wenngleich auf eine etwas andere Art und Weise. Qarnita Loxton zeigt auch, wie sich Frauen ihren Platz in der Gesellschaft erarbeiten und emanzipieren. Sie spart nicht mit Kritik und zeigt dennoch auch die schönen Seiten, wie den riesigen Zusammenhalt. „Mit Burka und Bikini“ ist ein starkes Buch. Ein mitreißendes Buch, dass ich beinahe in einem Atemzug inhaliert habe. Ein Buch, das tiefe Einblicke gewährt und ein Stückchen mehr Verständnis schafft. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für „Mit Burka und Bikini“, da es mir viel Lesefreude bereitet hat.

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Das Cover ist ganz unscheinbar, doch sticht es mit seiner Farbe und dem Muster bei den ganzen „Bilder“ Covern heraus. Der Titel fiel mir bei der Betrachtung direkt ins Auge und hat mich magisch angesprochen. Ich wollte sofort wissen, was sich hinter der Burka und dem Bikini versteckt. Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar aus dem Bloggerportal bezogen. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Ich wurde von meinen Eltern zu seinem weltoffenen Menschen erzogen. Und so hatte ich schon immer keine Berührungsängste zu anderen Religionen. Bei dem Titel ahnte ich sofort, dass ich ein wenig in den Glauben und das Leben der Muslime eintauchen würde. Die Geschichte wird aus der Ich- Perspektive der Protagonistin erzählt. Kari bzw. Karima ist dreizig Jahre jung und lebt in Südafrika. Der Islam wurde ihr in die Wiege gelegt. Doch als junge Frau möchte sie mehr vom Leben und entscheidet sich gegen das Leben bei ihrer Familie und für ein Studium. Doch dann bricht zehn Jahre später am Valentinstag die Welt für Kari zusammen und sie flüchtet in ihr Elternhaus. Für mich war es eine faszinierende Geschichte zweier Welten. Zum Einen gibt Karima einen Einblick in die muslimischen Gepflogenheiten ihrer Familie. Zum Anderen erlebe ich die ersten Gehversuche von Kari in der christlichen Welt. Dabei ist mir der gelbe Bikini mit weißen Punkten besonders in Erinnerung geblieben. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nur schweren herzens zur Seite legen. Qarnita Loxton ist „Mit Burka und Bikini“ ein nachdenklicher und spannender Liebesroman geglückt, der zwischen den Welten vermittelt. Ich hoffe das sie mich nach ihrem Debütroman ein weiteres Mal in eine andere Welt entführen wird. Ich habe meine virtuelle Reise nach Südafrika sehr genossen. Die Lesezeit ging viel zu schnell vorbei. Möchtest du mal wieder in eine spannende Geschichte abtauchen und der Liebe eine Chance geben, dann machst du mit diesem Buch nichts verkehrt. Es ist eine Geschichte voller Liebe, Verzeihen und Familiensinn.

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