Leserstimmen zu
Homo faber

Max Frisch

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Wirklich gelungenes Audio Book

Von: Anja S.

07.08.2019

Eine große Herausforderung einen Homo Faber Fan mit einem Hörbuch überzeugen zu können. Doch dieses hat es tatsächlich geschafft. Die Leserstimme, die Hintergrundgeräusche, die Musik, alles so als wäre man live dabei gewesen. Großartige Umsetzung.

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Die tiefgründige Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Großartige Erzähler, die die Erlebnisse durch ihre Sprecherleistung lebendig machen und die dezente akustische Untermalung lassen das Hörspiel zu einem rundum gelungenen Hörerlebnis werden und schaffen eine hochklassige Atmosphäre. Abgerundet wird es durch die Bonus-CD mit ausgezeichneter Musik der hr-Bigband. Der Roman, der gerade in der heutigen Zeit nicht an Aktualität verloren hat, hat durchaus seine Längen, doch die verschiedenen Sprecher lassen die teils schwermütige Erzählung immer wieder aufleben, machen sie begreifbar und realistisch und holten mich als Hörer immer wieder ab. Den verschiedenen authentischen Charakteren wird von ihren Sprechern eindrucksvoll Leben eingehaucht. Ich konnte gut mit den einzelnen Personen mitfühlen und wurde immer wieder von ihren Gedanken und den Geschehnissen mitgerissen. Ein empfehlenswertes Hörerlebnis mit hervorragenden Sprechern und passender musikalischer Gestaltung zum Immer-wieder-genießen.

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Die tiefgründige Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Großartige Erzähler, die die Erlebnisse durch ihre Sprecherleistung lebendig machen und die dezente akustische Untermalung lassen das Hörspiel zu einem rundum gelungenen Hörerlebnis werden und schaffen eine hochklassige Atmosphäre. Abgerundet wird es durch die Bonus-CD mit ausgezeichneter Musik der hr-Bigband. Der Roman, der gerade in der heutigen Zeit nicht an Aktualität verloren hat, hat durchaus seine Längen, doch die verschiedenen Sprecher lassen die teils schwermütige Erzählung immer wieder aufleben, machen sie begreifbar und realistisch und holten mich als Hörer immer wieder ab. Den verschiedenen authentischen Charakteren wird von ihren Sprechern eindrucksvoll Leben eingehaucht. Ich konnte gut mit den einzelnen Personen mitfühlen und wurde immer wieder von ihren Gedanken und den Geschehnissen mitgerissen. Ein empfehlenswertes Hörerlebnis mit hervorragenden Sprechern und passender musikalischer Gestaltung zum Immer-wieder-genießen.

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Das Hörspiel basiert auf dem weltbekannten Roman "Homo Faber" von Max Frisch. Es geht um den Ingenieur Walter Faber, der für die UNESCO arbeitet. Er ist ein sehr rational denkender und technisch begabter Mensch. Im Verlauf der Geschichte trifft Walter Faber unterschiedliche Personen, die auf scheinbar zufällige Weise mit seiner Vergangenheit verknüpft sind. Somit holt diese ihn immer mehr ein und er ist gezwungen sich mit dieser auseinanderzusetzen. Homo Faber ist ein Buch, das oft in der Schule behandelt wird, so auch bei mir. Leider hatten wir damals aus zeitlichen Gründen nur Ausschnitte des Buches gelesen. Während ich in der Schulzeit noch nicht so begeistert davon war, bin ich es jetzt umso mehr. Die Geschichte war spannend, mitreißend und es viel mir sehr schwer die Kopfhörer wegzulegen, wenn ich auf dem Weg zur Uni war und angekommen bin. Aber dass der Roman gut ist, ist wahrscheinlich für die meisten nicht neu, nicht umsonst ist er so bekannt geworden. Auch die Umsetzung des Buches in ein Hörspiel hat mich begeistert. Die Musik hat eine großartige Atmosphäre geschaffen, die immer passend zu den Geschehnissen und der Umgebung war. Die Stimmen der einzelnen Figuren waren gut gewählt, auch wenn mich die Stimme der Geliebten in New York von Walter Faber etwas genervt hat, hat auch diese sehr gut zu ihrem Charakter gepasst. Durch die gute Arbeit der Sprecher, hatte man einen lebhaften Eindruck der einzelnen Personen. Deshalb finde ich es auch sehr gut, dass man sich hier für ein Hörspiel und nicht für ein Hörbuch entschieden hat. Auch der beigefügte Anhang am Ende, in dem über die Aussage der Geschichte und die Entstehung des Hörspiels gesprochen wurde, war ein nettes Extra. Zwei kleine Kritikpunkte sind, dass an ein paar Stellen die Musik im Vergleich zu den Stimmen etwas zu laut war. Und zum anderem es meiner Meinung nach an einzelnen Stellen zu große Sprünge zwischen den Geschehnissen gab. Im Großen und Ganzen kann ich das Hörspiel jedem ans Herz legen, der spannende Romane mag, die in die Tiefe gehen und zum Nachdenken anregen. Egal ob man es in der Schule behandelt, von dem Buch begeistert ist oder schon immer den Klassiker "Homo Faber" lesen wollte, aber nie dazugekommen ist.

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Das Hörbuch „Homo Faber“ ist ein ganz besonderes Hörbuch. Das bemerkt man schon bei den ersten Kapiteln. Es hat mich von Anfang an sehr in seinen Bann gezogen. Doch um was geht es? (der Inhaltsangabe entnommen) Die Welt des Ingenieurs Walter Faber wird durch eine unwahrscheinliche Kette von Zufällen erschüttert: Auf seinen Reisen trifft er eine junge Frau, in die er sich verliebt – und bald beginnt er zu ahnen, dass sie seine eigene Tochter sein könnte. Aus dieser ungeheuren Konstellation erwächst die wichtigste und mit Sinn gefüllteste Zeit seines restlichen Lebens … Ich bin sehr davon beeindruckt, welch tolle Atmosphäre jeder einzelne der Sprecher, sei es Matthias Brandt, Eva Mattes, Ueli Jäggi oder Paula Beer, mit seiner Stimme schafft. Jeder gibt hier den einzelnen Personen seine spezielle, ausdrucksstarke Tonnote. Besonders hervorzuheben ist meiner Meinung nach Matthias Brandt in seiner Sprecherrolle als Walter Faber. Das Hörbuch „Homo Faber“ von Max Frisch in der Bearbeitung von Heinz Sommer ist im Hörverlag erschienen. Es umfasst 6 CDs mit einer Laufzeit von insgesamt 7 Stunden und 11 Minuten. Die sechste CD ist eine Bonus-Musik-CD der hr-Bigband unter der Leitung von Jörg Achim Keller. Die Musik wurde eigens für die Hörspielfassung komponiert. Zusätzlich umfasst die Hörbuchausgabe ein Booklet, in dem u.a. die einzelnen Sprecher aufgeführt und näher erläutert werden und in dem ein Bericht von Heinz Sommer zu finden ist, in dem er sehr gelungen seine Gedanken zur Hörspielbearbeitung darlegt. Fazit: Ein tolles Hörerlebnis, das von seiner aktuellen Thematik nichts eingebüßt hat und gekonnt und anspruchsvoll umgesetzt wurde. Die einzelnen Rollen sind hochkarätig besetzt und die Geräusche wurden sparsam aber genau an der richtigen Stelle eingesetzt und schaffen eine tolle Atmosphäre. Die Musik umrahmt und unterstützt wunderbar. Absolut zu empfehlen!

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Fabers Comeback

Von: Linda S.

05.11.2018

Max Frischs "Homo faber" erzählt die Geschichte von Walter Faber, einem technikaffinen Mann mittleren Alters, dessen rationales Denken seinen Alltag bestimmt. Vorsicht Spoiler! Durch einen Zufall trifft er auf einer Geschäftsreise den Bruder eines alten Freundes. Kurzerhand beschließt Faber diesen zu einer Tabak-Plantage nach Guatemala zu begleiten, statt seine Geschäftsreise fortzusetzen. Dort hofft er seinen alten Freund Joachim wiederzusehen. Im Laufe seiner Reise, die noch ungeahnte Wendungen annimmt, werden immer weitere Details aus Fabers Vergangenheit klar. Schneller als geahnt wird ihn diese Vergangenheit einholen. Spoiler Ende. "Homo faber" kenne ich noch gut aus der Schulzeit. Damals haben wir die Lektüre von vorne bis hinten analysiert, sogar eine Theaterinszenierung besucht - beides gefiel mir. Von daher war ich sehr gespannt auf die Hörspiel-Version. Vorab muss ich gestehen, dass ich kein großer Hörspiel-Fan bin und mit "Homo faber" meine Hörspiel-Premiere feiere. Leider konnte mich diese Version aber nicht zum großen Fan machen. Die Musik erinnert anfänglich eher an eine Gangster-Geschichte, die von verqualmten Hinterräumen und Männern mit langen Trenchcoats erzählt. Weiterhin ist anfangs – trotz meiner Vorkenntnisse! – oftmals nicht deutlich, wer gerade spricht. Zudem wirkt die Story, auch durch die künstlich verlängerten Dialoge bedingt, enorm langatmig. Gut gemacht ist das Wechselspiel zwischen dem Erzähler und Walter Faber. So wirkt die Handlung lebendiger und der Charakter Fabers kommt deutlicher hervor. Außerdem sind die Sprecher, insbesondere der Sprecher Fabers, gut gewählt. Seine Erzähl-Stimme ist angenehm und wirkt nachdenklich, aber nicht träumerisch, was meiner Meinung nach sehr gut zur Figur Walter Faber passt. Abschließend konnte mich das Hörspiel zwar nicht zum großen Hörspiel-Fan machen, begeistert aber sicherlich eingefleischte Hörspiel-Liebhaber. Insbesondere solche, die Max Frischs "Homo faber" kennen und lieben.

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Die erfolgreiche Wiederentdeckung einer Schullektüre

Von: Franz Josef Stumpf

04.11.2018

Ich erspare mir die Wiedergabe des Inhalts, der an vielen Stellen im Internet in mehr oder weniger gleichen Worten nachzulesen ist und im Übrigen meist etwas zu viel verrät, denn das Buch/Hörspiel ist -wie ich jetzt weiß- durchaus spannend. Vor 50 Jahren habe ich das Buch im Deutschunterricht erstmals gelesen, ohne dass viele Erinnerungen übrig geblieben waren. Zudem war ich bisher kein begeisterter Hörbuch- /Hörspielhörer. Eigentlich schlechte Voraussetzungen für einen Erfolg dieser CDs bei mir. Aber dank der Hauptsprecher dieses Hörspiels, aber auch dank des fast vergessenen Inhalts, der durchaus auch in unserer Zeit hätte geschrieben werden können, habe ich es bis zum Ende mit Spannung und gerne gehört. Es finden sich darin viele heute immer noch aktuelle Themen wie die technokratische Weltanschauung des Walter Faber, gesellschaftliche Probleme wie Gleichberechtigung, Kommunikationsprobleme zwischen den Geschlechtern, Umgang mit Fremden usw. Ich habe mir zwischendurch auch die Schullektüre wieder hervorgekramt, da ich kaum glauben konnte, das ich damals kein größeres Interesse daran hatte. Aber das Hörspiel hält sich, soweit das die „kurze“ Zeit erlaubt, sehr genau an die Vorlage. Mit den Sprechern, allen voran Uli Jäggi, der in einem ruhigen Reportagestil mit sehr sympathischem, leicht schweizerischem Akzent den Max spricht, Mathias Brandt als Walter und Eva Matthes als Hanna, die beide wundervoll die jeweilige Stimmungslage der beiden Hauptakteure durch ihre Sprechdynamik und Tonlage wiedergeben. Auch die anderen Besetzungen sind optimal. Gut gefallen hat mir auch die Musik, die eigens für das Hörspiel komponiert wurde und die Stimmungen schön wiederspiegelt. Als Dreingabe gibt es auf der 5. CD Werkstattberichte der verschiedenen Beteiligten, die gute Einblicke in das „Making of“ bieten und dazu verlocken, das Ganze mit diesen Gedanken im Kopf noch einmal zu hören. Wenn es überhaupt etwas zu kritisieren gibt, sind das drei kleine technische Details: Es wäre schön gewesen, wenn eine CD mit MP3-Tracks dabeigelegen hätte, dann hätte ich mir die zeitraubende Umwandlung für das Hören über Handy ersparen können. Die vorgegebenen Tracks (alle sehr kurz -bis ca. 5 Minuten) erleichtern zwar das Wiedereinsteigen nach Hörunterbrechungen, hätten aber alle in Sprechpausen gelegt werden sollen. Das ist nicht immer gelungen. An einigen Stellen war die Musik für mich ein wenig zu laut. Aber all das ist klagen auf höchstem Niveau. Alles in allem, kann ich dieses Hörspiel allen wärmstens empfehlen -auch „Hörmuffeln“ wie mir, die dann auf den Geschmack dieses Mediums zum Literaturgenuss kommen werden.

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Zufall oder Schicksal

Von: Marcella A.

27.10.2018

Das tiefsinnige Werk von Max Frisch wird in diesem Hörbuch lebendig erzählt und spannend umgesetzt. So wird der Stoff dem Hörer eingängiger dargeboten. Da viele Schüler dieses Werk in der Schule gelesen haben, bietet dieses Hörspiel die Chance, neu in die Welt des Walter Faber einzutauchen. Begleitet von der hr-Bigband welche die Geschichte mit zeitgenössischer Musik der 20er bis 50er Jahre atmosphärisch untermalt. Eine Bonus-CD der hr-Bigband liegt der Box bei. Eine Besonderheit der Hörbuchfassung ist der zusätzlich eingeführte Erzähler mit schweizerischem Akzent (Ueli Jäggi). Mit objektiver Erzählweise führt er uns durch diesen autobiografisch gefärbten Roman. Walter Faber ist Technokrat und versucht sich die Welt nüchtern zu erklären und verdrängt seine eigene Sterblichkeit. Anzeichen einer schweren Erkrankung ignoriert er. Bei wesentlich jüngeren Frauen versucht er das Rad der Zeit zurückzudrehen. So begegnet der 50 Jährige eines Tages seiner eigenen Tochter, auf einer Schiffsüberfahrt von Amerika nach Europa, von deren Existenz er bis dato nichts weiß, da er davon ausgeht, dass seine ehemalige Geliebte, die Halbjüdin Hanna, das gemeinsame Kind nicht bekommen hat. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die Musikalische Untermalung führt uns zwar gekonnt durch die Epoche und die Orte des Geschehens, jedoch lenken manche schrille Töne (Marimba, Trompete) etwas vom Text ab. Den Cast der Sprecher fand ich gelungen, vor allem Matthias Brand in seiner Sprechrolle als Walter Faber. Eine gelungene Hörbuchinszenierung für Ersthörer aber auch Wiederentdecker dieses zeitlosen Romans.

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