Leserstimmen zu
Der Outsider

Stephen King

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Fazit DER OUTSIDER ist im HEYNE-Verlag erschienen und kommt im Hardcover mit stilvoll gestaltetem Umschlag in dunkelblau und weiß daher. Mit 747 Seiten hält man einen ordentlichen Folianten in den Händen. Leider konnte mich die Geschichte nicht in ihren Bann ziehen und das Buch blieb zwischenzeitlich oft liegen und setzte Staub an. Solltet ihr Krimileser sein und Geschichten mit polizeilicher Ermittlungsarbeit und einer Spur Horror lieben, dann seid ihr hier genau richtig. Für alle anderen, die nach Stephen King greifen, weil sie SHINING, ES und FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE verschlungen haben, ist DER OUTSIDER wahrscheinlich nicht das Richtige. Doch vergesst nicht: „Das Universum hat kein Ende.“ und es lohnt sicher immer, einen Schritt außerhalb der eigenen Komfortzone zu wagen.

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Was soll ich sagen? Stephen King lässt mich in letzter Zeit leider immer ein wenig sprachlos zurück, was in diesen Fällen leider nicht positiv gemeint ist. Nur die Tatsache, dass ich weiß, dass er wahre Hammerwerke schon auf den Markt hat werfen können, bringt mich dazu seinen Büchern immer und immer wieder neue Chancen zu geben. Beim Outsider habe ich es nicht bereut, wobei ich erwähnen muss, dass sich auch keine wirkliche Freude einstellen wollte. King geht auch in diesem Werk seinen gewohnt grausamen Weg: die Beschreibung des Leichenfundorts beziehungsweise die des Zustands des toten Jungen konnten mir einige Schauer über den Rücken jagen. Das große Rätsel wie jemand zur selben Zeit an verschiedenen Orten sein kann, hat auch mich die ersten Seiten gänzlich am Ball bleiben lassen. Jetzt folgt allerdings mein großes ABER: Die sich doch recht schnell einstellende Lösung ist für King-Leser einfach nur vorhersehbar. Auch die immer mehr auftretenden Parallelen zu Kings Meisterwerk "ES" wurden mit voranschreitender Geschichte immer mehr - nur so viel: Das Ende spielt in einem unterirdischen Tunnelsystem. Hinzu kommt noch, dass der "Showdown" für mich ein bisschen übers Knie gebrochen wirkte. Positives Goodie für Fans: ein Charakter aus der "Mr. Mercedes"-Trilogie steigt gegen Mitte des Buches ein und übernimmt einen wichtigen Part. Fazit: Wenn auch nicht sein bestes Buch, habe ich es nicht bereut, den Outsider gelesen zu haben.

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Schon oft gesehen und nun auch gelesen, reihe ich mich zu denen ein, die mit viel Spannung an dieses Buch herangingen. Doch konnte es mich überzeugen? Ich sage mal na ja, denn irgendwie wollte die Idee zum Buch nicht so richtig bei mir zünden.  Schon von außen war ich etwas gespaltener Meinung, obwohl ich wusste, wie das Buch aussah, denn ich hätte mir schon gewünscht, dass man sie im Stile der vorangegangen Neuauflagen gestalten würde. Ihnen nun wieder andere Formate und Schreibstile zu verpassen ist gerade für mich als liebevolle Regalgestalterin schon irgendwie schade.  Kommen wir aber nun zum Inhalt, welcher gerade zu Anfang eine sehr ergreifende Stimmung aufbringen konnte. Dies lag besonders daran, das man den größten Teil aus Akten erlesen konnte, was ich seit "Carrie" sehr zu schätzen gelernt habe. Hier wird dann auch die Art des Falles verraten mit welchem wir uns schließlich beschäftigen. Zu diesem möchte ich nur sagen, das er wirklich sehr brutal war, zumal es sich bei dem Opfer um ein Kind handelte. Aber selbst einem Erwachsenen würde ich das nicht wünschen. Ein Täter war schnell gefunden, doch Unstimmigkeiten zeugen davon das hier etwas nicht passt.  Ab hier nimmt die Story rasant an Fahrt auf, wobei die Geschichte aus den verschiedensten Charakteren erleben darf. Zum Glück ist ein der großen Stärken von King, der selbst dutzende Personen einbauen kann ohne das man sich auch nur einen nicht merken könnte. Von Kindern bis zu älteren Herrschaften ist alles dabei und noch immer habe ich sie im Kopf und könnte sagen, wer sie waren. Dabei wurde explizit auf zu viele Details verzichtet, was ich zudem sehr zu schätzen weiß, da dies eine Menge kaputt machen können. Man konzentrierte sich ganz auf die Dinge, die dem Leser helfen, sich in dieser Buchwelt zurechtzufinden. Dazu noch ein wenig die eigene Fantasie einsetzen und das Kopfkino läuft förmlich von selbst.  Einen Vorteil erhalten übrigens diejenigen, welche die Reihe um Bill Hodges gelesen haben, da im Buch eine sehr vertraute Person auftaucht und in diesem Fall mit ermittelt. Ich freute mich sehr auf deren Einspannung, zumal sie eine hervorragende Leistung vollbrachte.  Das Wichtigste am Buch war wohl der Outsider selbst, welcher diesmal kein frei erfundenes Wesen darstellte, sondern eine unheimliche Sagengestalt, welche weltweit verschiedene Formen hat. Das war genau das, was ich nicht erwartet hatte. Ich freute mich auf ein unbekanntes Wesen, welches den Gedankensprüngen, dieses genialen Autors entstammte und nicht auf ein mir bekanntes. So begann schließlich meine Lesefreude etwas abzukühlen. Dies wurde auch nicht besser, da mir zum einen die Entdeckung dieses Ungetüms zu eigentümlich vorkam und schließlich damit endete, wie es an weiteren Schandtaten gehindert werden sollte. Gerade zu letzteren fehlten mir erhebliche Informationen. Sehr schade, denn sonst waren die Ausführungen zu Wesen immer sehr klar.  Schließlich war es, aber der letzte Abschnitt, der mich doch etwas stutzig machte. Denn wer "Sleeping Beauties" gelesen hat, wird sich daran erinnern, dass das Ende mit viel Munition eingeläutet wurde. Tja, Überraschung, denn diesmal war es wieder so. Gepaart mit dem Auffinden des Outsiders, war das Ende für mich eine einzige Enttäuschung. Trotz viel Geschimpfe habe ich es wieder sehr genossen einen King in den Händen zu halten. Bei der Schreibweise schaffte es der Übersetzer, genau den richtigen Flair einzufangen und brachte mich so dazu, das Buch in einem Atemzug zu lesen.  Mein Fazit Ich ging zwar etwas enttäuscht aus dem Buch, erfreute mich aber an der Thematik, die nicht nur spannend war, sondern, mir auch liebgewonnene Personen zurückbrachte. Als Meisterwerk würde ich es nicht betrachten, aber auch nicht als Lektüre für zwischendurch. Dafür gab es einfach zu viele denkwürdige Momente.

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Schon lange habe ich keinen 750 Seiten-Schinken mehr gelesen. So bevorzuge ich doch eher die kurzen und knackigen Romane mit einem fesselnden und rasanten Schreibstil. Man könnte jetzt fragen, warum in Allerwelt liest sie dann einen „King“? Berechtigte Frage, denn der Meister des Horrors schreibt ja grundsätzlich sehr ausführlich und ist bekannt für die „Dicke“ seiner Bücher. Tatsächlich kenne ich nur die ganz alten Werke des Autors und die liebe ich. Irgendwann bin ich aber gänzlich von dem Horror-Genre abgekommen und dachte mir nun: hey, ich muss mal wieder einen „King“ lesen, warum nicht also gleich den ganz aktuellen! „Der Outsider“ hat mich tatsächlich sehr neugierig gemacht, denn der Klappentext verspricht ja viel mehr einen Kriminalroman, der in allen möglichen Richtungen enden könnte und weniger eine extreme Horror-Geschichte. Die Story hat mich auch sofort mit den ersten Seiten gefesselt, was ohne Frage an dem einnehmenden und absolut unverkennbaren Schreibstil des Autors liegt. Da war für mich auch absolut kein Unterschied zu seinen früheren Werken zu erkennen, was ich kritik-technisch schon öfter bemängelnd gehört habe. Stephen King schafft es, sämtlichen Charakteren einen so natürlichen und einzigartigen Raum zu geben, dass ich mich durchaus so gefühlt habe, als stilles, stalkendes Mäuschen mitten im Geschehen zu sein. Klar schreibt der Autor wirklich sehr umfassend, detailliert und wiederholt sich sehr oft, was ich eigentlich nicht so mag, aber in diesem Fall hatte ich so auch das Gefühl gleich ein Filmdrehbuch vor mir liegen zu haben! Ein Filmdrehbuch, wo ich den Film eigentlich gar nicht mehr schauen brauche, denn es war beim Lesen ja alles schon mehr als real und visuelle Bilder waren in meinem Kopf. Wir haben hier also einen Kriminalroman vor uns liegen. Ein Kind wurde in einer Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, auf bestialische und perverse Art und Weise ermordet. Der mutmaßliche und eigentlich eindeutige Täter war aber gleichzeitig an einem anderen Ort und hat auch mehr als eindeutige Beweise dafür! Wie nur kann das sein??? Tja, genau das gilt es herauszufinden! Wir begeben uns mit Detective Ralph Anderson auf genau diesen Weg und grübeln, rätseln vor uns hin und wollen diesen Fall auflösen. Hier spielt aber nicht nur der mehr als mysteriöse Fall eine wesentliche Rolle. Die Atmosphäre ist einfach mega, denn die ganze Kleinstadt ist durch die Abartigkeit des Mordes und die Ungläubigkeit, dass ausgerechnet Terry Maitland, der Lieblingsbürger schlecht hin der Täter sein soll, so schockiert, angewidert und voller Hass, dass alle darauf reagieren. So überstürzen sich die Ereignisse und eins kommt zum Nächsten. Zudem werden die Fragezeichen immer größer und die Vermutung liegt immer näher, dass der Ursprung vielleicht im Übernatürlichen zu finden ist. Ob das dann tatsächlich auch so ist, müsst ihr selbstverständlich selber heraus finden. ;-) Fazit Tatsächlich waren die ersten 600 Seiten fesselnd und sehr spannend für mich, obwohl ich hin und wieder ein paar Zeilen überlesen habe, denn Herr King hat schon den Hang zum Wiederholen und Erwähnen von Nebensächlichkeiten. Das war auf der einen Seite grandios, weil ich mir so alles sehr bildlich vorstellen konnte, aber hin und wieder war es einfach to much für mich. Viele würden jetzt sagen, dass das eine Geschichte erst lebendig macht, mich langweilt das leider eher. Allerdings hat der Autor für mich immer wieder die Kurve bekommen, indem er kurz bevor ich genervt war, mit etwas sehr Interessantem und Neuem raus gerückt ist und schon saß ich wieder kerzengerade und gespannt auf meiner Couch! Als es dann allerdings auf die eigentliche Zielgerade zu ging, wo man quasi vor des Rätsels Lösung steht, da hatte das Buch irgendwie den Reiz etwas verloren für mich. Das Finale hatte viel Grauenvolles, hat mich aber leider nicht mehr gänzlich erreicht, da ich an einem gewissen Punkt irgendwie abgeschaltet habe. Vielleicht lag es doch an der Langatmigkeit? Ich weiß es nicht. Da ich aber bis Seite 600 tolle und spannende Lesestunden hatte, bekommt „Der Outsider“ dennoch eine gute Leseempfehlung von mir. Für Fans des Autors ist es sicher automatisch ein Muss, auch wenn weniger Horror zu vermuten ist. Klassischen Thriller-Lesern dürfte das Buch auch gefallen, allerdings sollten sie es mögen, sich mit dem Mythischen auseinander zu setzen. Ich vergebe 3,5 Sterne!

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Inhalt Ein elfjähriger Junge wird tot aufgefunden. Misshandelt und ermordet. Viele Zeugen melden sich, dass sie den hiesigen Coach gesehen hätten. Doch dieser streitet alles vehement ab. Immer mehr Beweise und Zeugenaussagen sammeln sich. Daraufhin wird der Coach verhaftet. Der zuständige Detective, und außerdem der Vater von einem der Schützlinge des Coaches, leitet die Ermittlungen und gewinnt immer mehr die Befürchtung, dass die Zeugen recht hätten. Doch Ist der Coach wirklich schuld oder steckt jemand (oder etwas) anderes dahinter. Meine Meinung über dieses Buch/ Hörbuch Ich habe das Hörbuch gehört. Es wurde wieder von David Nathan vertont. Er hat eine sehr tiefe, aber auch angenehme und auch spannungsverbreitende Stimme. Man hört gern zu. Doch durch seine Stimme verfalle ich sehr oft dazu, an der Story vorbei zu hören, was nicht so praktisch ist. Aber dennoch mag ich sie sehr gern anhören. Der Start hat mir sehr gut gefallen. Da gab es den Anfang, wo das Kind gefunden wird und die ganzen Vernehmungen und Ermittlungen. Dazwischen wurde auch geschaut, ob der Coach wohl doch die Wahrheit sagt. Es wurde alles überprüft. Bisher hatte ich noch nie das perfekte Buch von Stephen King für mich gefunden und am Anfang dachte ich, dass das genau die Richtung ist, die ich sehr gerne mag. Doch dann kam der Umschwung und es erinnerte mich plötzlich an ES, was mir nicht gut gefallen hat. Wäre der Anfang nicht so super gewesen, hätte es wohl schlechter abgeschnitten. Was mich diesmal gar nicht so sehr gestört hatte, wie bei anderen Büchern: Die langen Umschreibungen und Erklärungen von Orten, Dingen, Gegebenheiten usw. Das passte sehr gut hier rein. Ich finde es jedenfalls sehr schade, dass ich letztendlich nur 3 Sterne vergeben kann.

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