Leserstimmen zu
Ein kleines Buch vom Leben auf dem Land

Agnes Ravatn

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Agnes wohnt mit ihrem Lebensgefährten und einem neugeborenen in Oslo, als sie sich entschließen, die Elternzeit in einem seit Generationen im Besitz der Familie gehaltenen Haus auf dem Lande zu verbringen. Hier spricht sie enorm viel mit dem bekannten Dichter Einar Økland, lässt Internet und Freundschaften hinter sich, um die Welt in einem anderen Licht zu erkennen. Immer wieder werden Vergleiche zum Stadtleben gezogen. Dabei wird aber nie das eine oder das andere in ein schlechtes Licht gerückt. Vielmehr ist das Buch mit einem angenehmen Humor geschrieben, vielleicht so typisch für die Region, wie Ravatn es proklamiert. Das kurze, 140-Seiten-lange Büchlein birgt zudem so manchen Ansatz für Gedanken über seinen eigenen Lebensstil, Prokrastination, Weltsicht und Prioritäten. Ein schönes und kurzes Lesevergnügen, das bei genauerem Hinschauen so manchen Gedanken entstehen lässt und mich als Stadtmenschen in vielen Beschreibungen der Unterschiede noch neugieriger auf einen solchen Versuch macht. Wer eine lediglich auf eine Beschreibung der Unterschiede der Lebenswelten hofft, ist mit diesem Buch weniger gut beraten. Allen, die sich für den merklichen Unterschied aus Sicht der Protagonistin und ihre übertragbaren, selbsterkennenden und philosophischen Ansätze interessieren, sei dieses kurze vergnügsame Buch wärmstens empfohlen.

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