Leserstimmen zu
Wild Flower - Die Gesetzlose

Charlotte Nicole Davis

The Good Luck Girls (1)

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Als Staubgeborene werden Aster und Clementine von der Gesellschaft geächtet. Als Good Luck Girls müssen sie Nacht für Nacht ihren Körper verkaufen und sind dem Willen ihrer Freier schutzlos ausgeliefert. Als Clementine eines Abends versehentlich einem von ihnen das Leben nimmt, bleibt den Schwestern keine andere Wahl als aus Green Creek zu flüchten. Von Raubvögeln und Geistern gejagt ist ihre einzige Hoffnung fortan eine vage Legende... Aufmerksam geworden auf dieses Buch bin ich vor allem durch das wunderschöne Cover. Es wirkt neuartig, fast ein wenig fremd und zeigt die typischen Kokarden der Good Luck Girls. Jene üben eine gewisse Magie auf die Mädchen aus und hindern diese daran, ein neues Leben beginnen zu können. Neben den Kokarden als schlichtes Fantasyelement tauchen immer wieder Geister in der Geschichte auf, abgesehen davon jedoch sind eher Frauenpower aka Feminismus sowie eine interessante Westernatmosphäre treibende Motive des Romans. Ich finde beides ganz wunderbar umgesetzt. Obwohl der Fokus auf starken Frauen mit einer Fülle an Diversity liegt, kommt auch der ein oder andere Mann nicht zu kurz - und nicht alles, was schwarz-weiß erscheinen mag, ist es letztendlich auch. Der Leser wird nicht mit typischen Klischees gelangweilt, sondern durch spannende Charaktere mit ihren eigenen Ecken und Kanten überzeugt. Darunter fällt natürlich Aster, die eher bedacht und mütterlich handelt, aber auch ihre Schwester Clementine. Diese scheint das genaue Gegenteil von Aster zu sein. Sie ist naiv, manchmal ein wenig aufbrausend, im Herzen jedoch ein guter Mensch. Genau diese Ambivalenz zwischen den beiden macht die Flucht so interessant. Aber auch der überaus flüssige Schreibstil trägt dazu bei. Davis schreibt packend, bildhaft und mit einem Fünkchen Magie. Nie lässt sie das Setting aus den Augen, schweift in dessen Beschreibung jedoch gelegentlich ein wenig ab. So haben sich Passagen teils leicht in die Länge gezogen. Des Weiteren hätte ich mir gerne mehr Hintergrundinformationen zu der geschaffenen Welt gewünscht. Das Erzählte darüber klang unheimlich spannend und ich war ein wenig traurig, dass man als Leser so wenig über die tiefergehenden Hintergründe erfahren hat. Nichtsdestotrotz finde ich "Wild Flower - Die Gesetzlose" wirklich empfehlenswert. Wer originelle und atmosphärische feministische Romane mag, wir hiermit sicherlich gut beraten sein. 4,5/5 Sterne

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Wild Flower habe ich über eine Woche versucht zu lesen, aber ich bin weder wirklich reingekommen noch fand ich die Story fesselnd und habe ab S.98 aufgehört zu Lesen. Damit will ich sagen,dass es einfach nichts für mich war, weshalb ich mich erst spät dazu aufraffen konnte, diese Rezension zu schreiben oder überhaupt etwas darüber zu sagen. Den Schreibstil fand ich viel zu fad und ich hatte nicht das Gefühl in der Geschichte anzukommen und die Charaktere waren schlicht und einfach nur langweilig und nicht gerade tiefgründig. Alles war zu sehr in die Länge gezogen, sodass ich mich beim Lesen auch immer wieder ablenken ließ oder das Gefühl hatte beim Weiterlesen in eine Leseflaute zu fallen. Die Grundidee fand ich zwar nicht schlecht, aber nach dem Klappentext zu urteilen hatte ich etwas anderes erwartet. Eine Geschichte, die mich mit ihren Fängen mit sich reißt und mit den Protagonistinnen mitfiebern lässt, aber das war zum Leidwesen meinerseits gar nicht der Fall... Hierbei handelt es sich übrigens um einen feministischen Roman und hey vielleicht habt ihr ja Lust mal reinzuschnuppern?☺️ Vielleicht gefällt es euch besser als mir, man kann ja nie wissen... 1/5⭐️

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Aster und ihre jüngere Schwester Clementine leben unter der Fittiche der zwielichtigen Madame Fleur in Green Creek, einem Ort inmitten einer rauen Wildnis voller gefährlicher Gestalten. Die Dame des Hauses brandmarkt junge Frauen mit einem magischen Blumentattoo, verkauft sie Nacht für Nacht an zahlende Männer und flößt ihnen regelmäßig die Droge Süßdistel ein, um sie gefügig zu machen. Aster konnte sich ihren freien Willen bewahren und versucht um jeden Preis ihre jüngere Schwester zu schützen. Als diese jedoch in ihrer Glücksnacht aus Versehen einen namhaften Freier umbringt, müssen die beiden in die Wildnis fliehen und zu Gesetzlosen werden, denn ansonsten droht Clem der sichere Tod. Auf ihre Spuren heften sich allerdings nicht nur die lebenden, sondern auch die toten Männer auf der Suche nach Vergeltung. Normalerweise mache ich einen großen Bogen um die Fantasyecke, doch nach einiger Zeit hatte ich mal wieder Lust auf eine mitreißende Dystopie. Wenngleich mir das Cover von „Wild Flower – Die Gestzlose“ im Gegenteil zur Originalausgabe überhaupt nicht zugesagt hat, so hat die Geschichte selbst diesen Eindruck allemal wettgemacht. Charlotte Nicole Davis zeichnet ein dystopisches Szenario, das einige fantastische Elemente enthält, jedoch grundlegend auf der in Amerika jahrelang stattgefundenen sexuellen Sklaverei und Ausbeutung von jungen schwarzen Frauen basiert. Es ist gleichermaßen eine aufrüttelnde Erzählung über Female Empowerment wie auch ein mutiges Streben nach Freiheit und Selbstbestimmtheit, das durch Temporeichtum, jede Menge Action und vor allem mit einer knallharten Heldin beeindruckt. Auf der Flucht durch die Wildnis mitsamt ihrer drohenden Gefahren ist Aster die unangefochtene Anführerin der neben ihrer Schwester aus drei weiteren Mädchen bestehenden Gruppe. Ihre Willensstärke wird bereits zu Beginn eindrücklich klar, da sie sich trotz der physischen wie psychischen Misshandlung nicht geschlagen gibt oder sich gar betäubt wie es die meisten Mädchen tun. Vielmehr gelingt es ihr, klare Worte für den Schrecken zu finden, der den Mädchen entgegen jeder Menschlichkeit angetan wird. Doch nicht nur Aster erscheint dank der sprachlich großartigen Erzählweise authentisch echt. Jeder Nebencharakter bekommt eindrucksvoll Leben eingehaucht, sodass sich eine mitreißende Geschichte zwischen Leben und Tod sowie Vertrauen und Verrat entspinnt. Zudem habe ich es als angenehm erfrischend empfunden, dass die Liebesgeschichten lediglich Nebenrollen einnehmen anstelle das Geschehen zu dominieren. „Wild Flower – Die Gesetzlose“ ist der Auftakt einer vielversprechenden dystopischen Reihe, welche mit einem beklemmenden Grundszenario, jeder Menge Action und ausdrucksstarken Charakteren die Frage nach Recht und Moral ergründet.

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Wildflower die gesetzlose von Charlotte Nicole Davis ist ein sehr wildes, abenteuerliches, feministisches und starkes Buch. Es geht um zwei Schwestern die leben in einer unheimlichen Wildnis und beide tragen ein magisches Blumentattoo und das Tattoo hat auch eine große Bedeutung, nämlich die beiden verkaufen sich Nacht für Nacht an Männer. Doch ein Mädchen hat ihren eigenen freien Willen, hat ihre eigene Meinung und will ihre kleine Schwester um jeden Preis beschützen, doch die kleine Schwester hat versehentlich in ihrer ersten Nacht einen Freier umgebracht und das bedeutet für Clementine das Todesurteil. Aster erkennt jetzt nur noch einen Ausweg nämlich die Flucht. Das einzige Problem ist nicht nur die lebenden Männern heften sich an die Fersen sondern auch die Toten. Der Schreibstil von der Autorin war sehr ansprechend sehr unterhaltsam und man konnte es flüssig durchlesen. Die Geschichte an sich war sehr spannend, sehr stark um mal was ganz anderes was ich jemals gelesen habe. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch einmal lesen. Ich möchte es besser auf mir wirken lassen. Trotz allem kann ich das Buch vom Herzen empfehlen und ich hoffe ihr gebt das Buch eine Chance. Da sind manche Situation auch nicht für schwache Nerven sind ist es trotzdem ein Buch was man gelesen haben sollte. Ich gebe das Buch 4 von 5 Sternen.

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Dieses Buch hatte mich schon beim Durchsehen der Neuerscheinungen direkt angesprochen. Als ich es bekam, legte ich also gleich los und stieß auf einen interessanten Genremix. Western trifft Fantasy Dass Western und Fantasy zusammen funktionieren, bewies mir schon die Amani Reihe von Alwyn Hamilton trotzdem kommt die Mischung auch in Wild Flowers noch erfrischend neuartig daher. Und so hart, wie auch das wirkliche Leben im wilden Westen war, so hart ist auch die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat. Der Großteil der Bevölkerung schuftet sich in einem ausbeuterischen System in den Mienen zu Tode. Viele Familien leben in Armut und verkaufen daher ihre Töchter an die sog. Welcome Houses. Man erzählt ihnen, dass sie es dort besser haben, aber in Wirklichkeit, werden die Mädchen mit einem magischen Zeichen, das sich nicht verstecken lässt gebrandmarkt und müssen ohne Lohn ihren Körper Männern zur Verfügung stellen. An dieser Stelle eine Triggerwarnung: Es gibt zwar keine Szene in der eine Vergewaltigung oder überhaupt der Akt an sich näher beschrieben wird, sexuelle Gewalt ist aber trotzdem ein zentrales Thema in diesem Buch. Fünf Frauen und ein Roadtrip In dieser Welt versuchen fünf Good Luck Girls ihren Weg zu finden. Sie entkommen ihre Welcome House und es entspinnt sich eine Flucht, einem Roadtrip zu Pferde gleich, durch den Staub des Grinds. Dabei wechseln sich ruhige Passagen mit knappen Verfolgungsjagden ab, denn den Mädchen sind die Häscher des Welcome Houses stets auf den Fersen. Trotzdem würde ich das Gesamttempo als eher ruhiger bezeichnen, das mag gefallen, oder auch nicht, ich persönlich kann aber nicht sagen, dass mir zu einem Zeitpunkt langweilig war. Ebenfalls anzumerken ist, dass wir hier zwar einen Genremix aus Fantasy und Western haben, sich die Fantasyelemente aber doch stak zurückhalten und mehr einen Rahmen, als den Fokus bilden. Das ist für mich allerdings kein Kritikpunkt, da mir die Geschichte trotzdem gefallen hat, wollte ich aber anmerken,d ami niemand mit falschen Erwartungen an das Buch geht. Besonders gut an diesem Roman haben mir Protagonistin Aster und die undurchsichtige Violet gefallen. Bei beiden bekommt man im Laufe der Handlung einen guten Eindruck ihrer Persönlichkeit und Geschichten und beide machen eine deutliche Entwicklung durch. Die anderen drei Mädchen waren ebenfalls stark, blieben aber in ihrem Charakter und ihren Hintergründen etwas blass. Zu den Mädchen gesellt sich ziemlich schnell ein Junge und als er zuerst auftauchte, dachte ich noch: "Gott, bitte nicht schon wieder ein Held, der die Mädchen in Nöten rettet" Zum Glück hilft er den Good Luck Girls zwar, stiehlt ihnen aber nie die Show. Auch mit ihm bleibt dies ein feministischer Roman, der auf Frauenpower setzt und eine wichtige Botschaft transportiert, nämlich sich als Frau nicht unterkriegen zu lassen, füreinander einzustehen und für die Rechte von Frauen zu kämpfen. Fazit: In einer frauenverachtenden Welt versuchen fünf Mädchen ihren Weg und ihre Freiheit zu finden. In einem Genremix aus Western und Fantasy entfaltet sich hier ein spannendes Abenteuer mit viel Frauenpower, das zwar eins, zwei kleinere Mängel hat, das ich aber dennoch sehr empfehlen kann.

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Junge Mädchen werden Willenlos gemacht mit einer Droge und dienen den in sogenannten Welcome Häusern. Als Clementine versehentlich ihren ersten Freier umbringt bleibt ihr nichts als die Flucht. Gemeinsam mit ihrer Schwester und drei weiteren flieht sie vor dem Gesetz. Doch in der Wildness warten nicht nur die Toten auf ihre Chance sich zu rächen. Der Verlag hat mir dieses Buch zugeschickt und im ersten Moment war ich nicht besonders angefixed von der Geschichte. Der Wilde Westen und Fantasy ist schon ganz nett, aber der Klappentext konnte mich nicht direkt einfangen. *** Dann habe ich angefangen zu lesen. Und plötzlich war ich mittendrin. Ich war direkt begeistert von dem Schreibstil, von der Geschichte, von den Charakteren, von dem Setting und überhaupt...! Ich wollte das Buch nur kurz anlesen und dann auf den 'to read Stapel' legen. Nachdem ich angefangen habe zu lesen habe ich aber einfach nicht mehr aufhören können. *** Ich denke das lag daran dass das Buch wirklich spannend beginnt. Man ist direkt in der Story drin. Es geht also quasi gleich los mit dem 'Unfall' und der Flucht. So hat der Leser quasi gar keine Zeit mehr es sich bequem zu machen und langsam in die Geschichte abzutauchen. Man springt direkt ins tiefe Wasser. *** Die Hauptprotagonisten sind farbig, es gibt homosexuelle Liebe und überhaupt werden hier wenig Klischees bedient. Das macht das Buch gleich nochmal ein bisschen besser. *** Mal eine ganz andere Art von Fantasy für mich! Ich hatte riesen Spaß mit dem Buch!

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Meinung: Mit ihrem Debüt hat Autorin Davis ein Fantasy-Werk vom aller feinsten geschrieben, dem ich nach nur wenigen Kapiteln verfallen bin. Feministisch, schlagfertig und kreativ setzt die Autorin ihre Protagonistinnen in Szene, welche in einer männerdominierenden Welt den Kampf ihres Lebens bestreben. Schnell jedoch wird klar, dass die „Mädels“ auf ihre Flucht nicht nur die Lebenden auf dem Schirm haben müssen, sondern sogleicht ihre Augen auf die richten müssen, die ihr Leben gelebt und nach Rache durstend auf der Jagd befinden. Die Welt in der das Buch spielt ist atemberaubend und mit einer Lebendigkeit versehen, die wahrlich sehr sehenswert und bildgewaltig ist. Auch die Protagonistinnen sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Da haben wir Aster, die von ihrem mütterlichen Instinkten gegenüber ihrer kleinen Schwester Clem und einer gesunden Portion Wut im Bauch geleitet, über ihre eigenen Schatten und Ängste springt. Und auf der anderen Seite Clem, die noch wahrlich grün hinter den Ohren ist und das Herz am rechten Fleck trägt. Knallhart und ohne den Lesern Honig um den Mund zu schmieren spricht die Autorin Klartext und setzt ihre Hauptdarstellerinnen gekonnt in Szene. Hoch explosiv und mega spannend schildert Charlotte Nicole Davis das Abenteuer von Clem und Aster, fesselt mit dem bildgewaltigen Schreibstil und dem dazu passenden Erzählstil ihre Leser/innen und löst ein emotionales Chaos aus. Mit vielen Fantasieelementen, ordentlich Spannung, einem grandiosen Setting und vor allem sehr starken, authentischen und charismatischen Protagonistinnen hat sich Autorin Charlotte Nicole Davis ein Platz in meinem Herzen reserviert, denn dies wird gewiss nicht das letzte Buch von ihre gewesen sein, dass den Weg in mein Bücherregal finden wird. Absolut lesenswert und ein klares Highlight!

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„Ein feministisches Fantasydebüt“ heißt es im Klappentext zu »Wild Flower – die Gesetzlose«, dem Auftakt der »Good Luck Girls«-Saga von Charlotte Nicole Davis. Ein Debüt das mich nicht so sehr überzeugt hat, wie ich es mir gewünscht hätte. SUSPER SETTING. Charlotte Nicole Davis hat deine dystopische (?) Welt geschaffen, die an den Wilden Westen angelehnt ist. Es staubig, es ist dreckig und es ist gefährlich. Eine harte Welt, in der das Überleben ein Kampf ist und deren Gesellschaft von Gewalt, Angst, Diskriminierung und Rassismus geprägt ist. Eine Welt, in der sich tote gequälte Seelen auch manifestieren können und die Lebenden heimsuchen. Worldbuilding und Setting sind sehr ansprechend. Die Atmosphäre ist lebendig und mitnehmend. Es gibt Menschen ohne Schatten, wegen einer Schuld ihrer Vorfahren zu einem Leben als Menschen zweiter Klasse zu Sklaven, manchmal fast als Ware, verdammt. Und es gibt Menschen mit Schatten, die sich deswegen besser fühlen, als sie sind. In dieser Welt sind die Schwestern Aster und Clementine als Good Luck Girls in einem Welcome House gelandet, als Kinder verkaufte Huren in einem Freudenhaus. Bis zu ihrem 16. Lebensjahr arbeiten die Mädchen als Hausmädchen, ab dem 16. Lebensjahr verkaufen sie sich jeden Abend an die Aufschneider, Freier, die ihren Lohn für ein paar Stunden mit den Mädchen hergeben. DIE CHARAKTERE. Charlotte Nicole Davis hat viel Arbeit in ihre Charaktere gesteckt. Neben Aster und Clementine, benannt nach ihrem magischen Blumentattoos, die die Good Luck Girls Zeit ihres Lebens als Eigentum eines Welcome Houses kennzeichnet, gibt es noch Violet, eines der seltenen Mädchen mit Schatten, die ihr Leben als Hure fristen müssen, Mallow und Tansy. Aster ist die Anführerin der Gruppe von Mädchen, die das Unmögliche wagen und aus einem Welcome House fliehen. Sie ist bereits seit einem Jahr 16 und setzt alles daran ihre Schwester zu beschützen. Manchmal entwickelt sie dabei einen fast nervigen Männerhass, der in ihrem Leben im Welcome House begründet sein mag, aber stellenweise von wenig Toleranz und Akzeptanz zeugt und über reine Abneigung und Misstrauen hinausgeht. Aster ist der dominierende Charakter der Geschichte, Clem rückt hinter ihrer Schwester und der sich anbahnenden Liebesgeschichte zwischen Clem und Wegemann Zee, der die Gruppe zu ihrem Ziel begleiten und ihr helfen will, in den Hintergrund. Sie ist jung und gutgläubig, geradezu naiv. Mallow und Tansy sind tolle Nebencharaktere, haben aber wenig Raum für ihre Geschichten, ebenso wie Zee. Wirklich gut gefallen hat mir Violet, das Mädchen, das im Welcome House geboren wurde und einen Schatten hat. Anfangs sehr undurchsichtig entwickelt sie sich mit dem Lauf der Geschichte sehr spannend weiter. DIE SPANNUNG? Hier hat der Roman von Charlotte Nicole Davis eklatante Schwächen. Mal packend und fesselnd, mal eher lahm, fast zäh geht die Geschichte um Aster und die anderen voran. Die Autorin reißt stellenweise sehr viel an – Seelenrückstände, die bedauert werden, Rächer, die gefürchtet werden, Kontrollmechanismen, die die Mädchen der Welcome Houses einengen sollen, u.a. Nette Einzelheiten, die an einigen Stellen die Spannung heben sollen (und das auch tun), an anderen Stellen aber das Tempo rausnehmen und eher Frage aufwerfen, als wertvolle Beiträge für die Geschichte zu schaffen. Möglich, dass einige dieser Punkte in den folgenden Bänden in einen anderen Fokus rücken und damit ein stimmiges Gesamtbild für die ganze Reihe ergeben, im ersten Band betrachtet wirken die einzelnen Punkte manchmal wie ein Instrument, dass die Spannung erzwingen soll. IN KÜRZE »Wild Flower – die Gesetzlose« von Charlotte Nicole Davis ist ein Debüt mit Schwächen. Ein Roman voller junger, starker Frauen, People of Color, die sich ihren Weg in einer von Männern dominierten Gesellschaft erkämpfen. Die Idee der Autorin ist wundervoll, das Worldbuilding und die Atmosphäre wunderbar, der Schreibstil flüssig. Den Spannungsbogen konnte Charlotte Nicole Davis nicht konsequent gelungen aufbauen, Ausführungen zu einigen Wesen und Vorgängen fehlen und machen den ersten Band einer Saga nicht rund. Die Charaktere sind der Autorin gelungen und vor allem Violet hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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