Leserstimmen zu
Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung

Petra Durst-Benning

Fotografinnen-Saga (2)

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"Die Fotografin - Die Zeit der Entscheidung" ist der zweite Teil der Reihe von Petra Durst-Benning um Mimi Reventlow. Im ersten Teil hatte ich mit der Person der Mimi Reventlow so meine Probleme, wurde erst gegen Ende des Buches mit ihr warm und habe ernsthaft überlegt, ob es für mich sinnvoll wäre, den zweiten Band zu lesen. Der Klappentext klingt etwas abstrakt und theatralisch, was Handlung und Personen nicht gerecht wird. Denn das Leben in Laichingen und seine Bewohner sind definitiv lebensecht und fest in ihrer meist harten Realität verankert. Mittlerweile bin ich sehr froh, es noch einmal mit Mimi versucht zu haben, denn in "Die Zeit der Entscheidung" kommen Mimi und ich wunderbar zurecht. Möglicherweise, weil auch sie sich in eine Realität und eine Welt einfindet, die so gar nicht ihre ist. Als Pfarrerstochter aus gutem Hause aufgewachsen, wird sie hier nun mit bitterer Armut, teils unmenschlichen Arbeitsbedingungen und wenig Hoffnung konfrontiert. All das klingt schrecklich deprimierend, aber das ist die Handlung meistens gar nicht, denn der Mensch versucht in der Regel, das Beste aus seiner Lage zu machen und so haben auch die Charaktere im Buch ihre positiven Seiten, ihre schönen Momente und ihre Hoffnungen in die Zukunft, die manchmal tatsächlich Wirklichkeit werden. Der Lesefluss ist sehr gut, was mich gefreut hat; die Handlung abwechslungsreich und mitreißend und gegen Ende dermaßen traurig, dass man gar nicht weiterlesen möchte, aber das Buch dennoch nicht beiseite legen kann - sehr ergreifend! Am Ende steht ein Umbruch, sodass man gleichzeitig hoffend und bangend auf die Fortsetzung wartet.

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Die Geschichte der Wanderfotografin geht weiter: Mimi Reventlow musste ihre Reiserei unterbrechen, um ihren todkranken Onkel zu pflegen. In dem Leinweberstädtchen Laichingen herrscht 1912 Armut. Doch nicht nur die harten äußeren Umstände machen Mimi das Leben schwer – vor allem sind es die gesellschaftlichen Zwänge, die sie einengen. Sie bekommt mit, wie den Webern immer mehr Arbeit aufgebürdet wird, wie die Frauen die harte Feldarbeit allein verrichten müssen, wie Kinder ohne Zukunftsperspektive aufwachsen. In all diesem Leid arbeitet Mimi als Fotografin und schenkt den Leuten mit ihren Kunstwerken ein wenig Träumerei und Schönheit. Und sie rebelliert gegen die dörfliche Engstirnigkeit auf ihre Art … Petra Durst-Benning hat mit Mimi Reventlow eine starke und mutige Hauptfigur geschaffen, die selbstbewusst ihren Weg geht und dabei liebevoll und fürsorglich ist. Wie schon der erste Band ist „Die Fotografin – Zeit der Entscheidung“ ein wunderbarer Roman über eine beherzte Frau, die sich allein durchschlägt und anderen hilft. Hervorragend führt die Autorin historische Fakten und Fiktion zusammen und spinnt eine ergreifende Geschichte. Mit Sicherheit eines der schönsten Bücher, die es in den vergangenen Jahren auf den Buchmarkt geschafft haben.

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Die Autorin Petra Durst Benning hat es wieder einmal geschafft mich mit ihrem Roman auf eine neue Reise zu schicken. Eine Reise die mir viel Vergnügen bereitet hat. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig, daher ist es ein leichtes ihren Worten zu folgen. Dies ist der zweite Band von >Die Fotografin< und es bereitet keine Schwierigkeit wieder in die Geschichte abzutauchen. Gleich zu beginn werden wir von alten Bekannten begrüßt und unsere Emotionen sind bereit zu fließen. Empfehlen würde ich Band 1 auch zu lesen.

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Die Fotografin Teil 2 hat den Untertitel "Die Zeit der Entscheidung" - geht genauso spannend weiter, wie Teil 1 geendet hatte. Mimi Reventlow - diese mutige Frau, die allen immer helfen möchte, die aber auch für sich das umsetzen möchte, was sie sich in den Kopf gesetzt hat, hat es nicht leicht, pflegt den Onkel aufopferungsvoll, ist eigentlich nicht zur Hausfrau geboren - übernimmt das Fotoatelier des Onkels, gibt ihre Eigenständigkeit und Unabhängigkeit auf und fügt sich in ihr Schicksal, dann ist da aber auch noch dieser Mann, den sie irgendwie liebt, aber möchte sie ein Leben als Ehefrau ??? Onkel Josef wird wohl nicht wieder gesund werden, seine letzten Monate möchte sie ihm so gut es geht verschönen. Es gilt, Entscheidungen zu fällen. Leseprobe: ======== Es war seine Idee gewesen, nicht ihre. "Ich kann dir derzeit nicht auf dem Acker helfen, aber wenn du mir zeigst, wie ich mit Nadel und Faden umzugehen habe, helfe ich dir gern beim Sticken. Es braucht ja niemand zu wissen", hatte er neulich zu ihr gesagt. Schön zu lesen, wie es mit Mimi weitergeht, aber auch mit den Bewohnern Laichingens, die mir als Leserin ans Herz gewachsen sind. Mimi ist heimisch geworden im Dorf, wer hätte das gedacht .... Dann sind da noch die jungen Charaktere, die versuchen, ihren Weg zu gehen, die ausbrechen möchten aus dieser engstirnigen Welt, die nicht ihre ist. Die nicht das Gasthaus übernehmen wollen von den Eltern, die lieben und dafür alles geben würden, die ihrer Zeichenkunst frönen möchten, deren Vater sich umbringt .... mehr möchte ich nicht verraten ... Lest selbst !!! Es lohnt sich unbedingt. Die Geschichte ist lebendig, sie ist spannend konstruiert und flüssig unterhaltsam zu lesen.

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Mutige Frauen

Von: Ira

21.07.2019

Endlich habe ich es geschafft Band 2 der Reihe zu lesen. Und ich könnte nicht genug von Mimi haben. Diese Frau ermutigt einen zum helfen und zum durchsetzen. Trotz allen Schwierigkeiten macht sie weiter und schaut positiv nach vorne. Aber auch eine andere Frau im Buch ist mir persönlich ans Herz gewachsen. Eveline. Ihre Lebenseinstellung und ihre Ausdauer, die Liebe zur ihren Kindern gibt einem Hoffnung und macht Mut allen Frauen. Ihre Worte und Gedanken habe ich mir notiert. Zum Beispiel: " Ankunft und Abschied. Leben und Vergehen. Liebe erblühte. Liebe starb. Eine neue Liebe erwachte. Es war überall dasselbe." Die Autorin hat mich geschafft wieder mal mit ihrem Buch zu begeistern. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen. Ich freu mich auf Band 3 der MIMI Reihe.

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INHALT: Die Fotografin Mimi Reventlow kümmert sich weiterhin um ihren pflegebedürftigen Onkel in Laichingen. Nach und nach findet sie Freundschaften, tut sich aber immer noch schwer mit der Armut, die auf der Schwäbischen Alb herrscht. Die Einwohner müssen hart arbeiten um irgendwie über die Runden zu kommen. Im Dorf scheint der Werdegang eines jeden vorherbestimmt zu sein: Ist der Vater Weber, so soll auch der Sohn einer werden. Doch in manch einem von ihnen erkennt die junge Fotografin verborgene Talente. Sie macht den jungen Menschen Mut, für ihre Träume zu kämpfen, während die anderen Bewohner nur verärgert die Köpfe schütteln. Der Weberei-Besitzer macht nicht nur Mimi das Leben schwer. Und schließlich ist da ja auch noch ihre geheime Liebe zu einem der Weber... MEINUNG: Der zweite Band der Reihe knüpft direkt an die Handlung des vorherigen Bandes an. Dabei werden einige Inhalte erneut aufgegriffen, so dass man als Leser auch nach einigen Monaten wieder relativ gut in die Geschichte zurückfinden kann. Ein paar Seiten habe ich schon benötigt, vor allem, bis ich die Beziehungs-Konstellationen zwischen den Bewohnern wieder verinnerlicht hatte. Doch dann war ich wieder mitten im Geschehen und habe gerne verfolgt, wie es mit Mimi in Laichingen weitergeht. Erneut empfand ich das beschwerliche Dorfleben als sehr bildlich geschildert. Die Armut und die harte Arbeit war beim Lesen regelrecht spürbar. Anschaulich und ein bisschen beeindruckend fand ich (als Schwäbin) auch, wie die damaligen materiellen & gesellschaftlichen Unterschiede zwischen der ärmeren Schwäbischen Alb und den wohlhabenderen Menschen in Stuttgart, von den Figuren wahrgenommen wurden. Wieder wurden auch einige künstlerische und handwerkliche Tätigkeiten thematisiert. So spielten neben der Fotografie z.B. auch das Zeichnen & Malen eine größere Rolle (Themen, die ich in Romanen liebe!). Aber auch die Leinenweberei im Dorf und die dortigen Arbeitsbedingungen, kamen im Buch zur Sprache. Erneut habe ich den Schreibstil als eher einfach empfunden. Für mich war es eine lockere und etwas leichtere Lektüre für zwischendurch, so dass ich im Buch recht schnell voran kam. Mimi war mir mit ihrer hilfsbereiten Art wieder ziemlich sympathisch. Ein bisschen mehr Tiefe hätte ich mir bei manchen Figuren noch gewünscht. Und unter der "Katastrophe" im Dorf (in der Inhaltsbeschreibung) hätte ich mir etwas anderes vorgestellt - den Begriff finde ich hier nicht ganz passend gewählt. Aber insgesamt ist es eine schöne Fortsetzung die ich gerne gelesen habe. Ich bin gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird! FAZIT: Wieder eine leichte, lockere Lektüre für zwischendurch. Eine gelungene Fortsetzung für diejenigen, die bereits den ersten Band mochten! 4/5 Sterne!

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Man sollte hier unbedingt Band 1 zuerst lesen, weil die Handlung von Band 2 darauf aufbaut "Die Fotografin - Zeit der Entscheidung" knüpft nahtlos an das Ende des ersten Bandes an. Noch immer befindet sich Mimi im Leinweberdorf Laichingen auf der Schwäbischen Alb, wo sie ihren schwerkranken Onkel Josef pflegt. Ihr Fotoatelier beginnt langsam anerkannt zu werden und auch die Einwohner des Dorfes legen teilweise ihre Misstrauen ab. Trotzdem bleibt bei fast allen eine Hemmschwelle gegenüber der toughen Frau bestehen, die die Laichinger aus dem gewohnten Trott herausholen möchte. Ihr Ziel, sich gegen dem alleinigen großen Arbeitgeber und Fabrikanten Hermann Gehringer aufzulehnen, der die Menschen ausbeutet, steht noch immer auf sehr wackeligen Füßen. Mit ihrer Überzeugung den jungen Menschen beizubringen, dass sie auch andere Möglichkeiten haben, als nur die traditionelle Weberei, stößt Mimi aber auch auf so einigen Widerstand. Hilfe scheint sie einzig und allein von Johann zu bekommen, den sie als Hannes in Ulm kennengelernt hat und dem seitdem ihr Herz gehört. Doch der junge Mann, der nie wieder in seinen Heimatort zurückkehren wollte, hat nicht nur das Wohl der Menschen im Auge.... Die meisten Figuren kennen wir bereits aus dem ersten Band der Trilogie. Die jungen Menschen, wie Anton, Alexander und Fritz wollen nicht der Tradition folgen und wie ihre Väter ein Gasthaus führen oder in der Weberei arbeiten. Mimi unterstützt Alexanders zeichnerischen Talent und Fritz Fähigkeiten mit Holz zu arbeiten. Anton hingegen sieht Mimi als Sprungbrett für seinen Weg in die Stadt. Die Charaktere sind liebevoll und detailliert beschrieben. Man hat das Gefühl jeden von ihnen zu kennen, was ja auch teilweise stimmt, da wir fast alle Figuren bereits im ersten Band kennengelernt haben. Wie in allen ihren Romanen überzeugt Petra Durst-Benning mit lebendigen und ausdrucksstarken Charakteren. Auch die Ausbeutung vieler Familien durch den Fabriksbesitzer Gehringer, der seine Machtspielchen als einziger großer Arbeitgeber in dieser ärmlichen Gegend zur Gänze ausspielt, wird sehr gut veranschaulicht. Vorallem die Frauen haben neben dem Haushalt, den Kindern und der schweren Arbeit auf den Feldern am Abend noch Stickereiarbeiten zu erledigen, um überhaupt über die Runden zu kommen. Die bittere Not ist allgegenwäritg, während Gehringer immer mehr von den Menschen fordert. Der Unterschied zwischen der Land- und der Stadtbevölkerung, aber vorallem das Leben auf der Schwäbischen Alb, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ist enorm. Sehr gut gefallen haben mir auch die Einblicke in die damalige Fotografie und die Kunst der Retusche. Wie viel Zeitaufwand man damals für ein Foto aufbringen musste und wie sich die Zeiten in nicht ganz hundert Jahren geändert haben, ist faszinierend. Im Vergleich zum ersten Band waren für mich einige Wendungen vorauszuahnen und der Spannungsbogen lässt im MItelteil etwas nach. Trotzdem konnte mich der wunderbare Schreibsil und vorallem die großartige Charakterisierung der Figuren wieder überzeugen. Fazit: Mit "Die Fotografin - Zeit der Entscheidung" kommt die Autorin nicht ganz an den ersten Teil heran, hält aber am Ende noch eine Überraschung bereit, die viel Spielraum für den Abschluss der Trilogie beinhaltet. Ich bin schon sehr gespannt!

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„Die Fotografin – Die Zeit der Entscheidung“ ist der zweite Teil der Saga um eine Fotografin und ihrer Berufsausübung zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit voraussichtlich fünf Bänden von Petra Durst-Benning. Die Titelfigur und Protagonistin Minna Reventlow, genannt Mimi, ist eine fiktive Figur, die 1879 geboren wurde und in Esslingen als Tochter eines Pfarrers und seiner Frau aufgewachsen ist. Der zweite Band spielt in den Monaten April bis Dezember im Jahr 1912. Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Teil an und spielt durchgehend in der Leinenweberstadt Laichingen auf der Schwäbischen Alb. Eine Vorkenntnis der vorigen Bands ist nicht unbedingt erforderlich, steigert aber das Lesevergnügen. Mimi hat sich bei ihrem Onkel Josef häuslich niedergelassen und verantwortet die Pflege für den Erkrankten. Immer mehr wächst sie in die Ortsgemeinschaft hinein und findet Freunde. In ihrer Zeit als Wanderfotografin hat sie in Ulm Johann kennengelernt und sich mit ihm befreundet. Er ist in Laichingen aufgewachsen, hat aber einige Jahre in Amerika gelebt. Jetzt ist er wieder in seine Heimatstadt zurückgekehrt und arbeitet wie die meisten männlichen Bewohner des Dorfs als Weber für den Unternehmer Gehringer, wo er seine Kollegen im Laufe der Zeit von der Notwendigkeit einer Gewerkschaft überzeugen möchte. Gehringer nutzt seine Macht als Arbeitgeber immer mehr aus. Sogar Mimi versucht er, für sich einzuspannen. In ihrer Freundschaft kommt sie Johann gefühlsmäßig immer näher und denkt zum ersten Mal nach einigen Enttäuschungen darüber nach, eine Familie zu gründen. Das Jahr 1912 wird für die Fotografin zu einer Zeit der Entscheidung, bei der sie zwischen Wanderschaft und Ortsansässigkeit mit Verstand und Gefühl entscheiden muss. Mimi ist dem Misstrauen der Ortsbewohner mit ihrer offenen, selbstbewussten Art entgegengetreten und hat sich auch von Rückschlägen nicht von ihrem Vorhaben, sich um ihren todkranken Onkel zu kümmern und dennoch ihren Beruf auszuüben, abbringen lassen. Auch im zweiten Band macht Petra Durst-Benning es ihrer Protagonistin nicht immer leicht. Durch den eingetretenen Alltag wird Mimi immer mehr geerdet. Sie lernt die Notwendigkeit kennen, den eigenen Haushalt selbst zu führen, denn mit ihrem geringen Verdienst kann sie sich kaum Hilfe leisten. Neben dem Kochen lernt sie auch zu gärtnern, was nochmal einiges Geld einspart. Ihre für die damalige Zeit moderne Weise, Personen auf Fotos zu arrangieren, trifft nicht bei jedem auf Zustimmung. Auch die Öffnung ihres Ateliers am Sonntag wird kritisiert. Selbst ihr Onkel bemängelt ihre Einmischung bei Problemen der Nachbarn, Freunden und Bekannten. Mimi ist sich dessen zwar durchaus bewusst, doch sie bleibt sich selber treu und handelt manchmal nur nach ihrem Herzen. In einer Nebenhandlung lässt Petra Durst-Benning den Sohn einer Laichinger Witwe den Wunsch verspüren, an der Kunstschule in der nächstgelegenen Stadt Stuttgart studieren zu wollen. Dieser Zweig der Geschichte zeigt deutlich die Unterschiede zwischen dem Leben in einer quierligen Stadt und einem beschaulichen Ort auf. „Die Fotografin – Die Zeit der Entscheidung“ von Petra Durst-Benning steht dem ersten Band der Reihe in nichts nach. Das Thema Fotografie wird auch diesmal wieder von Fotos aus dem eigenen Bestand der Autorin untermalt, die im Anhang zu finden sind. Obwohl ihre Figuren nur fiktiv sind, wirkt dank der guten Recherche die Erzählung lebendig. Die Handlung ist vorstellbar, bewegend und unterhaltsam. Daher empfehle ich den Roman gerne weiter und freue mich auf die Fortsetzung.

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