Leserstimmen zu
Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht

Petra Durst-Benning

Fotografinnen-Saga (4)

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Nun habe ich auch Band 4 um die Fotografin Mimi Reventlow und ihre Weggefährten Anton, Bernadette, Corinna und noch so einige andere gelesen. Und ich kann nur wieder sagen: Wow! Ich liebe diese Reihe einfach total und freue mich auf den 5. und letzten Band, der im kommenden Jahr erscheinen wird. Band 3 hat ja mit einem recht fiesen Cliffhanger geendet, so dass ich froh war, als ich weiterlesen konnte. Mimi und Anton haben es wirklich nicht leicht. Sie müssen sich auf sich verändernde Gegebenheiten einstellen. Auch in diesem Band fällt dies Anton zunächst viel leichter, als Mimi. Aber auch Mimi findet nach und nach zu ihrer alten Stärke zurück und fängt an, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen und sich weiterzuentwickeln. Hilfreich zur Seite steht ihr neben Anton dabei vor allem ihre Freundin, die Unternehmerin mit der großen Schafzucht, Bernadette. Bernadette habe ich in diesem Buch ein bisschen mehr ins Herz schließen können. Die hartherzige Unternehmerin scheint doch ein Herz zu haben. Ob das der Krieg hervorbringt, oder doch eher die schrecklichen Ereignisse, die sich in ihrem und Corinnes Leben zugetragen haben? Ich weiß es nicht ganz genau, was ihre Veränderung ausmacht, aber es gefällt mir. Bernadette als fühlender Mensch macht sie so viel nahbarer für den Leser. Auch Corinne erleben wir sehr menschlich und unglaublich sympathisch. Wie sie das Leben meisterst ist einfach bewundernswert. Auch Alexander (Paon) bekommt wieder seinen Auftritt. Ich kann ihn immer weniger verstehen. Er lässt sich von Mylo von vorn bis hinten manipulieren und merkt es einfach nicht. Schade, dass Alexander so unglaublich unsympathisch geworden ist. Zwischendurch dachte ich, dass er sich doch wieder wandelt, aber so ganz konnte er mich noch nicht von sich überzeugen. Vielleicht im nächsten band? Das Leben der Protagonisten wird durch den Ausbruch des ersten Weltkrieges ordentlich durcheinander gewirbelt. Vor allem Anton, der junge, ungestüme Mann, der das Leben und das Abenteuer liebt, wird in die Ereignisse des ersten Weltkrieges voll hinein gezogen. Man hört förmlich den Kanonendonner auf der anderen Seite des Schützengrabens. Ganz besonders gerührt hat mich die Szene, die sich an der Front zu Weihnachten abspielt. Ich glaube, mir ist selten so eindrucksvoll die Sinnlosigkeit des Krieges vor Augen geführt worden, wie in diesem Buch. Der Schreibstil von Petra Durst-Benning hat sich seit Band 1 nicht verändert. Mitreißend, bildhaft, unglaublich fesselnd berichtet sie aus dem Leben der Protagonisten. In diesem Band bin ich allerdings ganz froh, dass sie nicht zu detailreich schreibt, denn Antons Erlebnisse an der Front werden zwar eindrucksvoll, aber nicht zu grauenhaft geschildert. Wie oben schon geschrieben, berührte mich eher die Sinnlosigkeit des Krieges, als dessen Grausamkeit. Ich hoffe sehr, dass im Band 5 alles zu einem guten, runden Ende für meine Lieblinge, Mimi, Anton, Bernadette und Corinne geführt wird. Das große runde, gute Ende wird zumindest für Bernadette und Corinne in diesem Band eingeläutet. Ich hege da große Hoffnungen in die Autorin. Für Mimi und Anton sieht es im Moment etwas schlechter aus. Unsere beiden Protagonisten werden mal wieder auf harte Proben gestellt. Ich hoffe, dass es ihnen in Band 5 gelingen wird, diese zu meistern. Auch für den vierten Band muss ich 5 Sterne vergeben. Lest diese Reihe!

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Der Brand hat die Druckerei nicht gänzlich vernichtet, sondern es war nur das Warenausgangslager betroffen. Anton kümmert sich als Außendienstmitarbeiter um die Akquise und Betreuung von Neu- und Altkunden, Mimi behält in der Druckerei in Münsingen den Überblick. Die Beiden haben sehr viele neue Ideen, die sie in ihrer Druckerei umsetzen möchten – das größte Projekt im Jahr 1914 soll ein Adventskalender werden. Anton bringt schon im Juni Bestellungen für über 20.000 Kalender mit und die Zukunft der Druckerei scheint gesichert. Am 28. Juni 1914 werden in Sarajevo der Thronfolger Österreich-Ungarns Franz Ferdinand und seine Frau Sophie Chotek ermordet. Was danach passierte, steht in allen Geschichtsbüchern; das Deutsche Reich sichert Österreich-Ungarn seine uneingeschränkte Bündnistreue zu, am 28.07. erklärt Österreich-Ungarn Serbien den Krieg, Russland macht teilmobil und am 01.08. erklärt das Deutsche Reich dem russischen Zarenreich den Krieg. Am 02. und 03.08. marschieren die deutschen Truppen in Luxemburg und Belgien ein und damit begann für die Deutschen der 1. Weltkrieg. Die Mobilmachung macht auch vor Münsingen nicht Halt und so ziehen die Männer von der Alb in den Krieg. Wer nicht eingezogen wird, der meldet sich freiwillig, wie Wolfram und Anton, und die Frauen sind auf einmal auf sich gestellt. In diesen Zeiten zeigt sich nun, dass persönliche Befindlichkeiten überhaupt keinen Platz im täglichen Leben haben, denn Mimi, Bernadette und Corinne müssen nun zusammenhalten um ihr Überleben zu sichern. Bei „Die Fotografin – Die Stunde der Sehnsucht“ handelt es sich um den 4. Teil der Fotografinnen-Saga aus der Feder der Autorin Petra Durst-Benning. Für mich zeugt es von großer handwerklicher Kunst, wenn eine Autorin nach 1.440 bereits geschriebenen Seiten (Band 1 – 3) den Leser noch immer bei der Geschichte zu halten vermag. Und am Ende des Buches fange ich schon an, mich auf den 5. und letzten Teil zu freuen. In diesem Band steht der 1. Weltkrieg im Vordergrund und seine Auswirkungen auf die Menschen. Sowohl auf die Menschen, die zu Hause geblieben sind, als auch auf die, die direkt im Kriegsgeschehen involviert sind. Es ist ja nicht nur so, dass auf einmal in der Druckerei keine Männer mehr sind, die die Arbeit machen können, es gibt nach einiger Zeit auch keine Verbrauchsmaterialien mehr. Druckerfarbe und Papier bekommt Mimi nur noch dann geliefert, wenn sie Propagandamaterial druckt oder Lebensmittelbezugskarten. Auch wenn ihr dieser Job nicht gefällt, so ist es allemal besser, als gar nichts zu tun zu haben. Bernadette und Corinne, die sich beide auf den Tod nicht ausstehen können, stehen auf einmal mit tausenden von Schafen alleine da. Wolfram hat sich freiwillig an die Front gemeldet, die anderen Schäfer und Hirten wurden eingezogen. Der Winter naht und die Schafe müssen auf die weit entfernten Winterweiden. Für diesen Job ist niemand anderer als die hochschwangere Corinne geeignet. Bernadette wird vom Münzinger Bürgermeister als seine Stellvertreterin ernannt und sie ist fortan für die Belange der Bürger zuständig. Kein einfacher Job, schon gar nicht in Kriegszeiten. Recht schnell stellen die 3 Frauen fest, dass es niemandem hilft, wenn sie sich nicht gegenseitig unterstützen und so wachsen sie immer mehr zu einer festen Einheit zusammen. „Uns alle werden die Gräuel des Krieges ein Leben lang begleiten. Ich sage dir – nur wenn wir tot sind, werden wir das Ende des Krieges gesehen haben.“ (Seite 442) Die Geschichte wird in mehreren Handlungssträngen erzählt. Zum einen ist der Leser natürlich tief in die Geschehnissen um die 3 Frauen in Münsingen involviert, zum anderen erzählt Anton von seiner Zeit als Sanitäter an der Westfront (sehr bewegend !!) und natürlich gibt es auch wieder den Handlungsstrang von Paon, Alexander, der als Maler gerade in Kriegszeiten richtig Geld verdient. In diesem Band wird nun auch endlich die Herkunft von Mylo aufgedeckt, der vom 1. Tag in der Kunstschule seine schützende Hand über Alexander gehalten hat. Wer sich noch an den Gewerkschafter Johann Merkle erinnert, in den Mimi einmal über beide Ohren verliebt war. Oder Christel, Antons Freundin, die mit Antons Ersparnissen aus Laichingen verschwunden ist …. in diesem Band gibt es ein Wiedersehen mit ihnen. Petra Durst-Benning erschafft mit ihren Frauenfiguren immer starke aber authentische Persönlichkeiten. Es handelt sich nicht um Übermenschen, sondern um Frauen, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und sich auch schon mal gegen die herrschenden Konventionen auflehnen. In einem Krieg nutzt einem Auflehnung nicht sehr viel, denn es gibt keine Alternativen. Aber Mimi, Bernadette und Corinne schaffen es immer wieder, für sich selbst und für einige andere Frauen aus dem Dorf Lösungen zu finden, die die härteste Zeit ihres Lebens erträglicher machen. Nun gilt es auf den 5. und letzten Teil der Fotografinnen-Saga zu warten. „Die Fotografin – Das Ende der Stille“ erscheint im Frühjahr 2021.

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Mit meinen Outdoor-Lesestündchen ist es aktuell hier im Oktober leider vorbei, aber es wird sich drinnen schon ein Plätzchen finden lassen, um in so ein tolles Buch versinken zu können. Die Fotografin - Die Stunde der Sehnsucht - Petra Durst-Benning Wie oft habe ich wohl schon den Namen meiner Lieblingsautorin hier auf dem Blog nieder geschrieben? Das ist aktuell der vierte Band der Fotografin und ich freu mich jetzt schon total, denn es wird einen fünften Band um die Fotografin Mimi Reventlow geben ! In dunklen Zeiten leuchtet die Liebe am hellsten ... Münsingen, 1914. Mimi und Anton sind inzwischen Geschäftspartner geworden, die sich erfolgreich auf der Schwäbischen Alb etabliert haben. Während auch Mimis Freunde Bernadette, Corinne und Alexander voller Tatendrang sind, verschärft sich das politische Klima in Deutschland zunehmend. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges zerstört jäh ihre Träume, und auf einmal ist nichts mehr, wie es war. Während die Männer an die Front ziehen müssen, ist in Münsingen die Stunde der Frauen gekommen, die das verwalten, was die Männer hinterlassen haben. So werden Corinne und Mimi gar zum einzigen Rettungsanker für ihr Dorf, und ein weiteres Mal ist der starke Zusammenhalt zwischen den Frauen gefragt. In dieser dunklen Zeit erkennt nicht nur Mimi, was zählt im Leben und für wen ihr Herz wirklich schlägt ... Schauplatz ist wieder Münsingen, meine Heimat, doch wir sind im Jahr 1914 angelangt. Durch den ersten Weltkrieg müssen alle Protagonisten vom gewohnten Gang und Alltag lassen und finden völlig neue kräftezehrendste Verhältnisse, die so manchen fast an seine / ihre Grenzen bringen. Während die Männer an der Front ihren Dienst tun (bei diesen Beschreibungen im Buch musste ich mehrmals schlucken) und die volle Frauenpower in der Schäferei, im Betrieb und im Dorf selbst gefragt. Ich fand diesen Band sehr tragisch, manchmal düster, aber doch immer voll Hoffnung! Insgesamt ist es sicher einfacher, und auch unterhaltsamer, wenn man alle Bände liest, ich kann jeden einzelnen nur empfehlen und bedanke mich beim Verlag blanvalet sehr herzlich für das fantastische Rezensionsexemplar. Ich habe euch noch die Titel aller vier Bände zusammengeschrieben: 1. Am Anfang des Weges 2. Zeit der Entscheidung 3. Die Welt von morgen 4. Die Stunde der Sehnsucht

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Ich habe heute die Fortsetzung von der Geschichte um die Fotografin Mimi Reventlow zu Ende gelesen, ein Teil - der 5. - folgt nun noch im Frühjahr nächsten Jahres. Dieser vierte Band hat mir ausnahmslos gut gefallen. Es ist schön, dass in diesem Band die Historie eine große Rolle spielt, die eingesponnen ist in die fiktive Handlung und die Charaktere. Wir befinden uns nämlich im Jahr 2014 - es herrscht bald Krieg, nach und nach werden die Männer eingezogen, so auch der Bürgermeister, Bernadette muss dessen Amt übernehmen, so auch Anton und Mimi steht mit der Druckerei allein und Corinne .... das verrate ich mal nicht, um nicht zuviel vorweg zu nehmen. In jedem Fall wird es sehr spannend, ich fand schön, dass man von den Kriegswirren lesen konnte, von Anton, der als Sanitäter tätig war, aber auch von den Frauen daheim, die es nicht leicht hatten, ihrem Mann stehen mussten ... Kurz nach dem Krieg endet dieser vierte Band der Reihe und ich bin schon sehr gespannt, wie die Autorin diese Geschichte um die vier Hauptcharaktere weiter- und zu Ende spinnt. Ansprechend ist außerdem, dass man von der Landschaft und dem regionalen Charakter viel erfährt und auch die Geschichte um Alexander geht weiter, das ist besonders interessant, was da zutage tritt. Ich habe diese Geschichte mit großem Interesse gelesen, konnte mich in die Charaktere einfühlen, alles ist sehr lebendig und einfühlsam geschrieben. Schön zu lesen ist auch, wie der Zusammenhalt zwischen den Einwohnern sich gestaltet. Alles liest sich, als wäre es genauso passiert, man kann sich so sehr einfühlen, dass es immer traurig ist, wenn man die letzte Seite zu Ende gelesen hat. Wundervolle Lektüre !!!

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Meine Meinung: In ihrer Vita schreibt die Autorin unter anderem, dass sie uns Leser mit ihren Büchern einen Kurzurlaub vom Alltag schenken möchte und hofft, dass ihre Bücher ein bisschen länger bei uns nachklingen. Also, zumindest ich kann das von mir behaupten. Es ist schon eine Ewigkeit her, seit ich zum ersten Mal eins ihrer Bücher in meiner Hand gehalten habe und von meiner Seite aus war es der Beginn einer langen Lesefreundschaft. Auf jeden Fall habe ich mich auf ein weiteres Buch gefreut, in dem ich Mimi Reventlow wieder begleiten konnte. Inzwischen kannte ich sie ja sehr gut und wusste, was sie bereits alles erlebt hatte und vor allem, wie sie alles bewältigen konnte. Mimi lebt und arbeitet in einer Zeit, in der es leider viele Veränderungen gibt und die politische Lage macht es nicht einfacher. Sehr gut hat die Autorin auch diesmal wieder das Zeitgeschehen in die Geschichte um ihre Protagonistin eingebunden. Sie hat wie immer alles sehr fesselnd geschrieben und mir auch wieder die Freude gemacht, alte Bekannte aus anderen Büchern zu treffen. Eine aufregende Zeit musste Mimi erleben und irgendwie war es noch nicht zu Ende, denn mir wurde das fünfte Buch angekündigt, auf das ich natürlich sehnsüchtig warte. Fazit: Eine gelungene Buchserie, die einen fesselt. Ich empfehle sehr, alle Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um das Lesevergnügen zu erhöhen. Natürlich empfehle ich dieses und alle anderen Folgen sehr gerne.

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„Der Krieg fordert von uns allen große Opfer. Ob alles immer gerecht ist? Wahrscheinlich nicht. Doch wir Frauen sind stark! Wie stark – darüber wurde sogar ein Buch geschrieben.“ (Auszug S. 276) Da ist er also nun, der vierte Band der Fotografinnen-Saga rund um Mimi Reventlow, der Band für Band weitere wichtige ProtagonistInnen an die Seite gestellt wurden. In diesem Band erleben wir eine erneut sesshaft werdende Mimi, die ihren Geschäftspartner Anton in den Krieg ziehen lassen und somit alleine die Geschäfte in der Druckerei übernehmen muss – der 1. Weltkrieg steht quasi im Mittelpunkt von „Die Stunde der Sehnsucht“. Ein Titel, der im Roman vielseitig gedeutet und beleuchtet wird: sei es aus Sicht der Frauen, die die Arbeit ihrer Männer übernehmen müssen; sei es aus der Sicht der Männer in verschiedenen Positionen an der Front. Dazwischen werden interessante Geschichten wie z.B. die der Maskenbildnerin eingeflochten oder das heimliche Zusammentreffen der Frauen mit einer Trennwand in der Scheune... Geschichten, die den fiktiven Roman so anschaulich machen, dass man glaubt, mittendrin und dabei zu sein! Diese kleinen und großen Ereignisse beschreibt Petra Durst-Benning in ihrer gewohnt anschaulichen, bildhaften und sehr eingängigen Sprache, die einen das Buch locker und leicht lesen lassen. Es ist erstaunlich, dass bei mir trotz des bereits 4. Bandes keine Langeweile aufkam. Nein, wir LeserInnen werden neugierig gehalten – und das bis zur letzten Seite! Denn geschickt werden auch alte, fast vergessene Charaktere eingeflochten... es gibt also noch viel zu erzählen! Trotz dem düsteren Grundton dieses Romans – was dem thematischen Inhalt rund um den 1. Weltkrieg geschuldet ist – spürt man immer wieder ein Licht am Horizont, ein Fünkchen Hoffnung. Ich empfinde die Geschichte als wirklich gut recherchiert und habe noch einiges dazu gelernt wie eben z.B. das Schaffen der Maskenbildnerin. Auch wenn man „Die Stunde der Sehnsucht“ gut für sich alleine lesen kann, möchte ich euch gerne alle vorherigen Bände ans Herz legen. Mal geht Mimi Reventlow auf Wanderschaft, man hilft sie ihrem Onkel und schlußendlich wird sie sesshaft und die Fotografie rückt in den Hintergrund... für wie lange wohl? ;) Nun, ein wenig dürfen wir erahnen, wie es im letzten Band weiter geht und es scheint sicher, dass Mimi zu ihren Wurzeln zurückkehrt. Was sonst noch alles passieren wird? Ich warte gespannt auf den letzten Teil der Saga – eine packende Buchreihe, die ich sehr gerne weiterempfehle. Haltet also Ausschau nach Mimi auf dem erneut ansprechend gestalteten Cover – sie wird euch auf allen vier Bänden entgegenblicken und zu einer Zeitreise einladen... Einladung angenommen!

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Heute möchte ich dir den vierten Band der Reihe rund um die Fotografin Mimi Reventlow vorstellen. Die Autorin Petra Durst Benning zählt, wie ihr vielleicht schon wisst, seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautorinnen. Deshalb hatte ich auch schon sehnsüchtig auf den vierten Band gewartet, nachdem der dritte Band ein wirklich gemeines Ende hatte. Meine Meinung Inhalt Münsingen 1914: Mimi und Anton führen nun gemeinsam die Druckerei und haben viele Ideen, diese profitabler zu machen. Sie haben viele Pläne und schauen bei dem Neujahrsempfang ganz zu Anfang der Geschichte mit ihren Geschäftspartnern froh und positiv gestimmt in die Zukunft. Doch schon bald wird alles von dem drohenden Ersten Weltkrieg überschattet, der auch das Leben von Mimi und ihren Freunden auf der schwäbischen Alb bedroht und die Zukunft aller verändern könnte. Werden sie alle gut den Krieg überstehen und überleben ihre Hoffnungen und Träume? Schreibstil Ich war wieder sehr schnell gefangen von Petras Schreibstil und konnte das Buch teilweise nicht mehr, auf die Seite legen. Petra hat wieder alles sehr anschaulich beschrieben, sodass ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen konnte. Sie hat wieder abwechselnd aus den Sichten der Hauptprotagonisten Mimi, Anton, Corinne, Bernadette und Paon geschrieben. Dies hat mir wieder sehr gefallen, da man so alle besser verstehen konnte und mit welchen Schwierigkeiten sie während dieser schweren Zeit zu tun hatten. Dies macht die Geschichte auch so vielschichtig und interessant, da man aus verschiedenen Perspektiven den Ersten Weltkrieg erlebt. Einmal erlebt man diesen aus der Sicht der Frauen, wie sie versuchen sich durchzukämpfen und ihre Firmen am Leben erhalten und dann aus der Sicht von Anton der an der Front ist. Doch diesen Teil der Reihe konnte ich nicht so schnell lesen, da die Lage für die Protagonisten, die man doch inzwischen lieb gewonnen hat, teilweise sehr düster und drückend war. Deshalb brauchte ich immer wieder eine Lesepause dazwischen. Eine Sache, die mir an diesem vierten Teil nicht so sehr gefallen hat, war das Ende. Dieses kam mir etwas zu abrupt und wurde so schnell abgehandelt! Fazit Ich kann dir die Reihe rund um die Fotografin Mimi und ihre Freunde sehr empfehlen. In dieser Reihe gibt es viele spannende Themen.

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"Die Stunde der Sehnsucht" ist der vierte Band von Petra Durst-Bennings historischer Romanreihe "Die Fotografin" aus dem Blanvalet Verlag. Schwäbische Alb, Münsingen, 1914. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges zerstört Mimis und Antons Pläne ihrer gemeinsamen Druckerei. Die Männer werden als Soldaten an der Front benötigt und die Frauen sorgen allein um das Überleben ihrer Familien. Der Krieg zieht eine große Hungersnot nach sich, jeder kämpft in dieser Not um das eigene Überleben. Für Mimi eine schwere Zeit, in der sie entdeckt, was wirklich im Leben zählt und wem ihr Herz gehört. Bei diesem Roman sollte man die Vorbände gelesen haben, denn die Entwicklungen der Figuren bauen aufeinander auf. Dieser Roman beginnt auf einem Neujahrsempfang in der Druckerei. Doch durch den Kriegsausbruch ändert sich das Leben auf der Schwäbischen Alb gewaltig. Dabei lief die Druckerei von Mimi und ihrem Geschäftspartner Anton gerade richtig gut. Anton verbringt den Krieg als Sanitäter in Frankreich hautnah mit, seine Erlebnisse sind sehr dramatisch und schockierend und er riskiert mehrfach für die Verwundeten sein Leben. Wir begleiten die Freundinnen Mimi, Corinne und Bernadette, die sich trotz aller Schwierigkeiten mit Mut und viel Willenstärke durch diese schwere Zeit kämpfen. Man taucht in die Lebens- und Gefühlswelt der Frauen ein und kann sie nur für ihre Tatkraft bewundern. Einzig der Erzählstrang um Alexander, der sich in diesem Band Paon nennt, hat mich nicht ganz überzeugt. Petra Durst-Benning schreibt sehr flüssig, bildhaft beschreibend und haucht ihren Figuren echtes Leben ein. Mit viel Ausdruck erlebt man die menschliche Seite der Personen, ihre Gefühle, die zwischen Glück und Leid, Liebe und Trauer schwanken und die Schwere dieser Zeit verdeutlichen. Die Geschichte ist eine abwechslungsreiche Unterhaltung, bei der die Charaktere im Vordergrund stehen. Sie entwickeln sich weiter und werden durch die Kriegsjahre schwer geprüft. Nicht jeder bleibt in Deutschland, manche suchen ihr Glück auch in Übersee wie die Schauspielerin Chrystal. Der vierte Band präsentiert sich sehr unterhaltsam, vielschichtig und durch die vielen Figuren auch sehr abwechslungsreich. Die Reihe wird mit dem Hintergrund des Krieges sehr interessant fortgesetzt und doch hat mir das gewisse Etwas für 5 Sterne gefehlt.

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