Leserstimmen zu
Toskana

Katie Caldesi, Giancarlo Caldesi

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Venedig hatten wir hier schon, Rom auch und natürlich Neapel, was allerdings noch fehlt, ist die Küche Florenz’s, also toskanische Rezepte. Diese gibt es zum Glück mit „Toskana. Authentische Rezepte aus Italien“ von Katie & Giancario Caldesi erschienen im südwest-Verlag. Nach einer sehr umfangreichen Einleitung, die unter anderem die Toskana als Region mit ihrer Landschaft, Küche und Mentalität sowie deren historische Geschichte beleuchtet, werden uns in „Toskanische Küchengeheimnisse“ Familiengeschichten, Wissenswertes zu Olivenöl, Grundrezepte („Soffritto“, „Battuto“, „Hühnerbrühe“, „Garnelenbrühe“, „Polenta“, „Hausgemachte Tomatensacue“) aber auch Infos zum Einsatz von Salz, Chili und Kräutern in der Küche geliefert. Das erste richtige Kapitel befasst sich dann mit „Frühstück“, wozu man in der Toskana unter anderem „Geröstetes Brot mit Tomaten & Olivenöl“, „Babbos Eier“, „Crostini mit Mascarpone oder Ricotta, Feigen & Honig“, „Brombeerkompott“, „Mandelgebäck aus Siena“, „Florentiner Kuchen“ und „Eingelegtes Gemüse“ reicht. Daneben gibt es in dieser Rubrik Informationen zur Bedeutung des Frühstücks in der Region und den unterschiedlichen Kaffeevariationen der Italiener. Was mich am Anfang sehr gestört hat war, dass es keine Bilder zu den Rezepten gab, sondern nur zu der Landschaft, den Menschen und dem Lebensumfeld. Erst mit dem Frühstück folgen auch Bilder zu den Gerichten, wobei auch hier weiterhin Eindrücke von Land und Leuten eingebracht werden. Danach geht es weiter mit dem Mittagessen und „Ragù aus Zucchini & Tomaten“, „Frittata mit Kräutern“, „Bohnensalat mit Sardinen & Sellerie“, „Emmersalat mit Zucchini, Minze & Walnüssen“, „Schnelle Spaghetti mit Venusmuscheln“, „Linguine mit Krebsfleisch &Sahne“, „Livias Putenbrust mit Salbei-Pecorino-Füllung“, „Kaninchentopf“, „Risotto mit Fasan & Lauch“. Neben den ganzseitigen Bildern zu den meisten Rezepten gibt es zu jedem einzelnen auch eine kleine Erklärung, was es damit auf sich hat, wo es herkommt oder, welche Erinnerungen die Autoren damit verbinden. Das verleiht dem Ganzen eine persönliche Note – sehr sympathisch. Bei „Aperitivo“ geht es dann um die Kleinigkeiten, die man zur Abenddämmerung genießt wie „Cantuccini mit Käse & Körnern“, „Crostini mit Hühnerleberpastete“, „Crostini mit Tomaten-Venusmuschel-Sauce“ oder auch „Kichererbsen-Rosmarinkuchen“. Aber natürlich gibt es als Hauptgericht keine Kleinigkeit, sondern eine Kombination aus „Primi“ (Vorspeise wie Suppe, Gnocchi oder Pasta) und „Secondi“ (Hauptgang mit Beilage), worunter in der Toskana zum Beispiel „Emmersuppe mit Garnelen“, „Winterliche Tomatensuppe mit Brot“, „Erbsensuppe mit Estragon“, „Mangolsuppe mit Ei“, „Windbeutel mit Hühnerleber, Sahne & Zitrone“, „Toskanische Gemüseflans mit Pecorinosauce“, „Grünkern-Ricotta-Gnocci mit Salbei-Speck-Butter“, „Esskastanien-Kartoffel-Gnocci“, „Ravioli mit Tomaten-Brot-Füllung in warmer Mozzarella-Sahne“, „Wildtauben-Ragù“, „Große Ravioli mit Spinat & Eigelb“ gefolgt von „Florentiner Pfannkuchen“, „Geschmorter Tintenfisch mit Spinat & Chili“, „Kaninchen in Weißwein“, „Pilzbraten mit Walnüssen“, „Rinderschmortopf mit schwarzen Pfefferkörnern“ nebst „Tomaten-Gurken-Salat mit Kräutern“, „Sautiertes Blattgemüse mit Chili & Knoblauch“, „Röstgemüse“, „Weißkohl, Fenchel & Zwiebeln mit Safran“ und „Gemüsepäckchen“ fallen. Alles sehr bodenständig, ehrlich und in der Toskana wohl perfekt mit regionalen Produkten umsetzbar. Probieren würde ich das sicher alles, aber ich gebe ehrlich zu, dass bei mir der Funke nicht so überspringt, dass ich die Gerichte unbedingt selbst zubereiten wollen würde. Auch die „Desserts“ wie „Süße Tarte mit Mangold“, „Apfelkuchen mit Safransauce“, „Mascarpone-Käsekuchen alla Port Ellen Clan“, „Esskastanien-Pfannkuchen mit Ricotta & Zitrone“, „Aprikosenkuchen mit Mandeln“ oder auch „Rotweinpfirsiche“ klingen alle gut, aber wie leider doch zu oft in diesem Buch fehlen mir gerade bei den Rezepten, die mich reizen würden dann leider doch Fotos. Also alles in allem leider nicht mein Buch. Für alle, die gerne ein Buch hätten, das neben Rezepten auch Infos über die Region und Bilder mitten aus dem Leben dort bietet ist es sicherlich ein richtig guter Tipp, für alle, die eigentlich nur die Gerichte interessieren dann nicht unbedingt, weil hier Abstriche zu Gunsten anderer Aspekte gemacht werden.

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