Leserstimmen zu
Willow in Deutschland

Stefan Rensch

Die Willow-Serie (1)

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Das grundlegende Setting weist deutliche Parallelen zu Per Anhalter durch die Galaxis auf, weshalb ich überhaupt zu dem Höruch griff: Ein Alien ist inkognito auf der Erde und gerät aufgrund seiner Ahnungslosigkeit in die seltsamsten Alltagssituationen. Allerdings ohne festen irdischen Sidekick, sondern alleine. Als Hörer*in folgt man Willows Tagebucheinträgen durch seinen Alltag, während er versucht, sich an das Leben unter Menschen anzupassen. Willow hat nämlich eine zusätzliche Mission: Er ist hier auf Studienreise, möchte möglichst viel über die menschliche Lebensweise erfahren und verbringt daher jeweils ein Jahr in einem Land. Für das erste Jahre steht also Deutschland auf dem Plan, was seine ganz eigenen Tücken bereithält. Die Anekdoten mit den Abenteuern des menschlichen Alltags sind kurzweilig und unterhaltsam, wenn auch die Figuren stellenweise zu überspitzt gezeichnet waren und der Humor auf Dauer etwas mehr Tiefgang vertragen könnte. Das Hörbuch würde in meinen Augen sehr von ein bisschen mehr Welttveränderungsdrang bei Willow profitieren. Es muss ja nicht immer der Kommunismus die Lösung sein, ein einsames Alien mit geheimen Plänen zur Welteroberung könnte auch ganz lustig sein. Oder man stellt ihm/ihr einen Sidekick oder Partner zur Seite, egal ob wechselnd wie bei Doctor Who oder fest wie beim Känguru, bei Sherlock oder bei Per Anhalter durch die Galaxis. Es braucht nur jemanden, der oder die Willows Aktionen und Erfahrungen bewertet und in Kontext bringt und auch mal ein bisschen mehr Emotionen zeigt als das fremde Wesen Willow. Christian Ulmen ist für Willow der perfekte Sprecher, der sowohl die Naivität als auch die Überheblichkeit des Aliens wunderbar in Szene setzt. Alles in allem bietet das Hörbuch eine nette Unterhaltung für ein paar Stunden. Perfekt um es Nebenbei zu hören, ich würde daher auf jeden Fall die Hörbuchfassung empfehlen.

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Gelesen wird das Hörbuch von Christian Ulmen und ich muss sagen er liest es sehr gut. Ich habe es mir angemacht direkt nach dem es angekommen ist,um einfach mal reinzuhören aber das war nix den ich musste weiter hören den allein der Anfang war super genial. Die zweieinhalb Stunden vergingen wie im Flug und ich musste dann auch sofort anfangen zu schreiben um dieses Hörbuch Euch vorzustellen. Willow ist ein junger Außerirdischer der in einem Körper von einem 40 Jährigen steckt der ein durchschnittliches Aussehen hat. Womit er aber erst mal nicht zufrieden ist als er sich im Schaufenster sieht wie er überhaupt nun aussieht.Als er sich aber umsieht stellt er aber fest es hätte Schlimmer kommen können. Das Hörbuch ist super Lustig es ist aber auch was zum Nachdenken den all die Fragen die sich Willow stellt und was ihn alles Merkwürdig vorkommt nehmen wir einfach so dahin aber wen man drüber nachdenkt ist es wie auch für Willow schon Merkwürdig. Alles was Willow erlebt schreibt er fein säuberlich auf und macht sich Gedanken dadrum. So macht er sich Gedanken um das Essverhalten von uns Menschen wieso Essen wir Eier die doch aus dem Hinter teil eines Tieres kommen. Beim Einkaufen macht er sich Gedanken warum wir Leichenteile kaufen und was wir Menschen damit zu Hause wohl machen und was wohl die Angehörigen denken das wir die abgepackten Teile einfach so da rum liegen haben. Alle Charaktere die mitmachen sind unterschiedlich und das bringt der Sprecher echt auch super rüber. So gibt es da unter andrem die Veganerin die immer etwas rau ist,den Rapper Chicago Hurensohn,den Pornofan Torben. In der ganzen Zeit die Willow nun in Deutschland ist passt er sich immer mehr den Menschen an auch wen er die Sachen nicht immer ganz nachvollziehen kann. Das Hörbuch hat eine Länge von 2Std und 35Min es ist eine gekürzte Lesung. Das geht wirklich auf die Lachmuskeln. Für uns sind die Sachen die Willow komisch findet normal und wir nehmen es alles als normal hin aber man überlegt wirklich wie kurios das alles eigentlich ist. Ich muss aber auch sagen das Hörbuch ist super gelungen,es hat mich echt auf das Buch neugierig gemacht. Auch kann man das Hörbuch öfter mal hören den man überhört bestimmt das ein oder andere. Ich kann das Hörbuch einfach nur Empfehlen es ist mal ein ganz andere Sicht auf eigentlich normale Dinge. Ich bin ein Mensch aber ich konnte mich manchmal echt super in Willow rein versetzen und teilweise verstand ich Willow besser als unser eigentliches Verhalten.

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Willow ist ein junger Außerirdischer und besucht – als erster seiner Spezies – den Planeten Erde. Damit er wirklich ohne Beeinflussung forschen kann, nimmt er die Form eines menschlichen Mannes an – mit allen Vor- und Nachteilen, die ein Mensch eben an sich hat: Von Gefühlen bis hin zur Verdauung. Gar nicht so einfach da heraus zu finden was man eigentlich wann zu tun oder zu sagen hat (oder eben auch nicht). Für Willow beginnt eine aufregende, wie auch verwirrende Zeit zwischen den Erdenbewohner – seien sie nun nackt, schuppig oder haben Fell. Nicht immer kommt die Neugierde des „Mannes“ gut an. - Außer vielleicht beim Hörer, mit dem Willow seine Erlebnisse, in Form von Tagebucheinträgen, teilt. Als Mensch führt das zuweilen zu Lachern, Kopfschütteln und dem (eigenen) Kopf auf die Tischkante hauen. ;-) Manche „Gags“ sind leider sehr flach, so dass nicht alles meinen Geschmack traf. Generell jedoch ein leichter Zeitvertreib, der die Stimmung hebt. Gelesen wird von Christian Ulmen, bei dem man (fast) das Gefühl hat, er könne glatt selbst ein Alien sein, so gut – und teilweise trocken – wie er die Tagebucheinträge rüberbringt.

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Ein Außerirdischer landet auf der Erde, genauer: in Deutschland, um die Menschheit zu erforschen. Er nennt sich Willow, ist eigentlich hochintelligent, wird aber quasi auf "Menschenlevel" zurück gesetzt, um diese im Vergleich doch eher minderintelligente Spezies artgerecht erforschen zu können. Dazu soll er sich 1 Jahr lang in Deutschland aufhalten, dort unters Volk mischen und eben leben wie einer von ihnen und unter ihnen. Das - grob zusammengefasst - ist die Geschichte von diesem Hörbuch. Willow schließt auch recht flott Bekanntschaft mit allen möglichen, unterschiedlichen Leuten. In seinem Haus wohnen die unterschiedlichsten Menschen, allesamt keine typisch deutschen Spießer und mit ihnen freundet er sich auch recht flott an. Der Autor umschreibt hier wirklich gekonnt die einzelnen Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein können und Willows Blick auf sie. Er geht herrlich unbedarft und unbekümmert seine "Aufgaben" an, die da z.B. wären: Frauenbekanntschaft schließen (also Sexualität), sich einen Job suchen, sich ein Haustier zulegen. Er erlebt in diesen gerade einmal etwas mehr als 2,5 Stunden so viele schräge, schöne und lustige Dinge, die kann ich gar nicht alle hier aufzählen. In diesen 2,5 Stunden schafft es Stefan Rensch, dass wir wirklich über uns selbst lachen, uns selbst erkennen und vielleicht auch das eine oder andere mit anderen Augen sehen. Er hält den Deutschen wirklich den Spiegel vor, auf eine oft übertriebene, aber immer irgendwie passende Art und Weise. Gelesen wird das Hörbuch von Christian Ulmen. Und er macht das hervorragend! Ich würde sogar sagen, man hätte für dieses Hörbuch keinen besseren Sprecher engagieren können. Seine saloppe, lockere, witzige Art, mit Sprache umzugehen passt wirklich wie die Faust auf´s Auge. Christian Ulmen IST Willow. Mein Fazit: "Willow in Deutschland" ist kurzweilige, teils derbe Unterhaltung im Tagebuchstil. Mir haben die Ideen und der Blick quasi von außen auf die Deutschen sehr gut gefallen, allerdings lies das ab CD Nr. 2 ein wenig nach, da es dann schon irgendwie eher langweiliger wurde, weil er nichts wirklich Neues mehr erlebte sondern sich dann alles fast nur noch um die bereits bekannten Charaktere handelte und die Interaktion mit diesen. Aber alles in allem: gelungen und für den einen oder anderen bzw. auch mehrere Lacher gut. Danke an Randomhouse, dass ich dieses Buch hören und rezensieren durfte.

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Erstaunlich gut! Dazu hat vor allem die Interpretation von Christian Ulmen beigetragen, der macht seine Sache wirklich extrem gut! Eigentlich sind solche Bücher ja nicht so ganz mein Genre - das geht ein bissle Richtung "Resturlaub"* >> oder "Hummeldumm" * >> , das ist mir oft zu klamaukig. Aber dieses Buch war einfach sehr kurzweilig und amüsant zu hören! Es gibt jede Menge skurille Figuren, wie z.B. der Rapper Chicago Hurensohn oder der Kampfhund Heinz Erhard. Es gab mehrere Szenen, in denen ich laut aufgelacht habe, als Willow z.B. eigentlich einen Weihnachtsmann spielen soll, aber die Kostüme sind aus... Da nimmt er was anderes mit "jahreszeizlichem Bezug" - was glaubst Du, was das ist? Kleiner Tipp: Es ist ein Nagetier mit langen Ohren.... Heinz-Erhard ist auch involviert, der spielt mit Geweih-Haarreif ein Rentier. Hübsch fand ich auch die Anekdoten aus der "Task Force" in der Stadtverwaltung, in der Willow mitarbeitetet und für die Chicago (vom Abteilungsleiter immer sehr korrekt mit "Herr Hurensohn" angesprochen) einen Stadt-Rap komponiert und textet. Das gedruckte Buch wäre sicher nix für mich gewesen, aber Christian Ulmen ist als Vorleser einfach genial! Da werde ich gleich mal gucken, ob ich noch mehr von ihm finde!

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Willow ist ein Außerirdischer, der auf die Erde gekommen ist um die menschliche Intelligenz und Art erforschen zu können. Er legt sich die Tarnung als Mensch zu, ist ein kluger, schöner, wagemutiger und äußerst gewissenhafter Mensch. Als erstes ist er nach Deutschland gekommen – und über all das, was er hier erfährt und erlebt führt er nun Tagebuch. Somit darf man an seinem Leben teilhaben. Die Geschichte klang für mich sehr unterhaltsam, wobei ich bei Christian Ulmen als Sprecher erst ein bißchen skeptisch war. Ob es nicht vielleicht doch zu abgedreht wäre, habe ich überlegt, habe mich dann aber aufs Hörbuch eingelassen und muss sagen: es ist ein Hörbuch, das man unbedingt hören muss. Aber mal langsam. Den Klappentext sollte man sich vorher schon einmal durchgelesen haben um zu wissen, worum es im Hörbuch dann genau geht. Denn es geht auch gleich so richtig los, man steigt in die Geschichte von Willow ein, der sich erst einmal mit seiner neuen Umgebung, den Menschen und all deren Gepflogenheiten auseinander setzen muss. Es ist sehr interessant zu hören, wie er all diesen Dingen ja zum ersten Mal gegenüber steht, hier neue Sachen lernt – und kennenlernt – und eben seine ganz eigene Sicht der Dinge hat. Diese Sicht ist oftmals sehr kurios und mehr als unterhaltsam. Auch die Menschen, auf die er trifft, sind so unterschiedlich wie sie nur sein könnten. Da trifft er auf die Veganerin, die mit im Haus wohnt, die aber immer etwas kratzbürstig ist. Thorben weiht ihn in die „Geheimnisse“ der Sexualität ein, durch den Rapper Chicago Hurensohn und seinen Kumpel lernt er auch immer wieder Neues kennen. Die Charaktere sind also wirklich sehr verschieden – und alle für sich sehr interessant, aber auch ungemein unterhaltsam. Es ist sehr amüsant wie der Autor Namen einwirft oder auch „verwendet“ (möchte hier nicht mehr verraten), für mich war es quasi teilweise zum „tot lachen“. (Und auch zum Aufschreiben – soviele Dinge, die ich nun auch nochmal nachlesen möchte, wen gibt es wirklich, etc.) Mit Christian Ulmen als Sprecher hat man hier den perfekten Mann dafür gefunden. Es ist genial, wie er Willow und alle anderen Personen spricht, wie er die gewisse Betonung hat und verwendet – für mich war das wirklich absoluter Hörgenuss. Es hat einfach gepasst wie „Arsch auf Eimer“. Was für dieses Buch auch passend ist, denn inhaltlich nimmt man hier wirklich kein Blatt vor den Mund. Manchmal ist es vielleicht entsprechend ein bißchen plump, oftmals sehr direkt, aber eigentlich immer passend. Vielleicht sollte man sich als Hörer schon in einer gewissen Altersgruppe befinden und spätestens Mitte der 80er geboren sein, damit man manche Erläuterung im Buch bzw. Anspielungen noch besser versteht. Das nur als kleiner Hinweis am Rande. Mir hat dieses Hörbuch wirklich super gut gefallen, die Zeit verging wie im Flug, gute zweieinhalb Stunden können sehr schnell vorbei sein, wenn man die Geschichte von Willow dabei hört. Ich kann dieses Hörbuch wirklich nur empfehlen, ein unterhaltsames, sehr lustiges und kurioses Hörbuch, das in gewisser Weise abgedreht ist, aber eben vielleicht auch manche Eigenarten von uns Menschen bzw. Deutschen mal wieder genauer aufzeigt. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.

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Willow ist eigentlich total unbedarft, was die Menschheit angeht und wundert sich zu Beginn vor allem, auch nach einem Jahr, hat er noch nicht alle Feinheiten durchschaut, aber schon eine Menge kennengelernt und sich gut angepasst. Das Schöne an Willow ist die Unbekümmertheit, mit dem er alles aufnimmt und sich an seine Aufträge heranwagt. Der Humor ist hier nicht von der Sorte, daß der dumme Außerirdische über Lichtschalter und Klospülungen staunt. Nein, Willow bekommt z.B. den Auftrag Kontakt zu Frauen aufzunehmen. Der Kioskbesitzer hält sich gleich für den optimalen Ansprechpartner, der Willow auch sogleich zu Weiterbildungszwecken sämtliche Frauenzeitschriften seines Sortiments aufs Auge drückt. Nach eingehender Lektüre begibt sich dann Willow an den Feldversuch. Seine Sprüche aus den Frauenzeitschriften, kommen bei der realexistierenden Damenwelt ebenso wenig an, wie die Aufreißsprüche, der er nach Filmabenden mit Pornofan Torben vom Stapel lässt. Klar, man weiß, daß Willow nun Blödsinn loslassen wird, wenn er versucht sich den Frauen zu nähern, aber wie Christian Ulmen das mit naiv-treuer Art so an die Frau bringt, da mußte ich sowohl hinterm Steuer, als auch beim Kochen laut loslachen. Das Schöne ist, daß man Christian Ulmen kennt und sein Image entspricht dem von Willow ganz herrlich. Er ist für mein Empfinden die absolut perfekte Wahl. Dadurch ist es nie schmierig oder anrüchig. Willow versucht stets seiner Aufgabe gerecht zu werden und sich einzudenken. Sei es bei seinen Versuchen Geld zu verdienen oder als Weggefährte des Old-School-Rappers Chicago. Stefan Rensch trifft dabei den Ton der zu parodierenden Gruppe hervorragend, aber ohne das man sagen muß „ja, so isses halt, ja und?“, er kombiniert die Phrasen und Clichés herrlich neu. So, wie auch Willow das Stadt-Marketing neu erfindet. Dabei kommen auch Themen wie das deutsche Vereinsleben, Oper, Kultur, Shoppingmalls, Köln-Chorweiler, Berlin und seine Party-Kultur, der Weihnachtsmann, die Gentrifzierung, Gleichstellungsbeauftragte, Sissi, Heinz-Ehrhardt und des Deutschen liebstes Haustier nicht zu kurz. Denn ja, Willow wird auch innerhalb dieses Jahres Halter eines Haustieres, auch wenn ihm dieses Konzept bis zuletzt sehr befremdet. Z.T. Ein herrlicher Nonsens, der uns selbst von außen über uns selbst lachen lässt. Willow ist einfach schräg und wunderbar liebenswert, kein Wunder, daß jeder noch so skurrile Nachbar letztendlich an ihm hängt. Autor Stefan Rensch ist Jahrgang 1979, dessen sollte man sich bewußt sein. Ich denke es hilft ungemein, wenn die Zuhörer so zwischen 1964 bis 1983 geboren sind, um die Anspielungen alle zu verstehen. Gerade die Bands aus dem Metall-Bereich sind jüngeren Zuhörern wahrscheinlich ansonsten kein Begriff, während Ältere wiederum mit Tocotronic herzlich wenig anfangen können. Es hilft auch sehr, das Düsseldorfer Umfeld zu kennen und die WDR-Radiolandschaft, sprich 1 Live. Sprich, o.k. Ich falle absolut ins Raster der Zielgruppe, so kommt es auch daß ich wirklich mehrfach laut und herzlich losgelacht habe, während ich einige gesellschaftskritische Parodien im Kino (z.B. Rossini und Late Night) zum Gähnen fand. Dieses Hörbuch fand ich sehr witzig, auch ohne den beschriebenen Berufsgruppen anzugehören, sondern zu denen, die laut Willows Zukunftsforschung absolut überflüssig, da durch Computer ersetzt werden (wie gut, daß ich bereits ein paar Beitragsmonate absolviert habe ;)) Das Hörbuch ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden, dessen Anspielungen man beim Anhören dieser Geschichte lachend versteht. Viel Spaß innerhalb dieses einen Jahres mit Willow in Deutschland, ehe ihn seine Forschungen wieder weiter führen. Vielen lieben Dank an Random House Audio, da hatte ich dank Euch richtig Spaß bei der öden Hausarbeit!

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Was ist das, dieses Ding, was die Menschen „Leben“ nennen? Wieso unterscheiden sich die Menschen von Schweinen? Sie haben doch beide kein Fell. Und warum reden Haustiere nicht? Willow will die Menschen verstehen, dafür ist er als junger Außerirdischer ein Jahr lang in Deutschland unterwegs. Es ist ein Tagebuch, welches Willow feinsäuberlich führt. Er schreibt jeden Tag, was er alles erlebt hat. Manchmal sind es aufregende, neue Sachen und manchmal nur Träumereien und Ausruhphasen. Neugierig versucht er den Körper, Geist und das Hirn der Menschen zu erforschen. Er verzweifelt am Essverhalten der Menschen – bei dem eingepackten Fleisch muss er an Leichenteile denken. Außerdem sinniert er darüber, wie man Eier essen könne, wenn sie aus dem Hintern von jemanden produziert werden. Willow steckt im Körper eines mäßig gutaussehenden Mannes in den 40ern. Seine merkwürdige Art fällt seinen Mitmenschen sehr rasch auf. Zunächst wird er von vielen ignoriert und beschimpft. Mit der Zeit lernt er jedoch die Zeichen und Verhalten der Menschen immer besser kennen. Seine Unterhaltungen und Interpretationen werden so immer schlüssiger. Er beschäftigt sich schließlich mit dem Thema Arbeit. Und bemerkt, dass viele Menschen negativ und unglücklich auf diese reagieren. Nachdem er selbst eine Arbeit findet, versucht er sich nebenbei auch als Deutsch-Rap Manager. Dort unterstützt er zwei Künstler. Einer davon bedient sich ausschließlich mit Zitaten von dem Philosophen Martin Heidegger. Viele irrwitzige Passagen und Eskapaden sind hiermit vorprogrammiert. Der Autor Stefan Rensch versucht auf witzige Art und Weiße die normalen Dinge des Lebens zu hinterfragen. Manches Mal gelingt es ihm. Sehr oft greift er jedoch daneben und füttert den Inhalt des Buches mit äußerst langweiligen Phrasen. Jeder Monat wird begonnen mit Bildern von Willow und seinen Highlights des Monats. Eine nette Idee, die den Inhalt jedoch wenig vorantreiben kann. Die Idee und viele Ansatzpunkte sind äußerst gelungen. Dennoch schafft es der Autor nicht, fesselnd und spannend zu erzählen. Es liest sich oftmals wie eine Wegbeschreibung ohne Ziel. Die Kernbotschaft hängt in der Luft. Zum Schluss bleibt zumindest die Erkenntnis, dass sich das Buch in knappen zwei Stunden durchlesen lässt.

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