Leserstimmen zu
Willkommen in Lake Success

Gary Shteyngart

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Willkommen in Lake Success

Von: Grundlos

17.07.2019

Diese Buch ist nicht lustig, sondern Langweilig. Würde es als eines der 100 besten Bücher 2018 nicht betiteln. Kann das Buch leider nicht weiter empfehlen.

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Barry Cohen, New Yorker Hegdefond-Manager, erlebt gerade den größten Misserfolg seines Lebens. Sein Fond „This Side of Capital“ fährt durch falsche Investitionen riesige Verluste ein, die Börsenaufsicht ist hinter ihm wegen dubioser Geschäfte her, seine junge Frau liebt ihn nicht mehr und sein bis dahin einziges Kind erfüllt ihm seine Träume von der perfekten Familie auch nicht – er ist Autist oder wie es im Buch so schön heißt „im Schema“. Also was macht Barry in dieser für ihn alles andere als erfreulichen Position? Er schnappt sich in höchster Eile eine Rollkoffer, stopft 4 seiner teuren Lieblingsuhren hinein, wirft Handy und Kreditkarte weg, um seine Spuren zu verwischen und macht sich mit dem Greyhoundbus auf den Weg zu seiner Jugendliebe, wo er sich wahres Glück erhofft. Unterwegs begegnen ihm jede Menge mehr oder weniger verkrachte Existenzen, alte Freunde, die keine sind, neue Freunde(innen), mit denen er sich nicht lang genug beschäftigt, um sie wirklich kennenzulernen und jede Menge Amerika in verschieden Bundesstaaten mit den unterschiedlichsten Meinungen und Vorstellungen des eigenen Landes. Während Barry vor seinem Leben flieht, versucht seine Frau mit der neuen Situation klar zu kommen, hüpft mit ihrem Nachbarn bei anscheinend jeder sich bietenden Gelegenheit ins Bett, ist meist mit ihrem Kind überfordert, bringt es nicht über sich, wenigstens die eigene Familie mit ins Boot zu holen und ist derweil aber wieder schwanger. Und möglicherweise wird auch der zweite Sohn autistisch sein. Das Buch zählte 2018 zu den besten 100. In meinem Bücherschrank wird es wohl leider nicht ganz weit vorn stehen. Ich mag keinen, wirklich keinen der Charaktere im Buch. Der selbstmitleidige Poolreinigersohn Barry, der, nachdem er Millionen gescheffelt hat, sich großartig vorkommt, weil er mit der Unterschicht der USA reist, obwohl er eigentlich nur Angst hat, wegen seiner Geschäfte ins Gefängnis zu kommen und weil er zu feige ist, sich mit der Krankheit seines Sohnes auseinanderzusetzen. Seine Frau, die ihren autistischen Sohn versteckt vor anderen Menschen, ihn rund um die Uhr von Angestellten umsorgen lässt, kaum ist der eigenen Mann weg, mit dem Mann der Nachbarin ins Bett geht. Der verlogene Nachbar, dessen Frau als Ärztin kaum Zeit für etwas anderes als Arbeit hat. Die Ärztin, die schon an ihren 3jährigen Anforderungen stellt, wo ich mir an den Kopf greife und mich frage, wann und ob das Kind denn auch Kind sein darf. Und so geht es für mich durch das ganze Buch. Großherzigkeit und Witz wie in der Buchbeschreibung angekündigt finde ich nur in ganz seltenen Momenten, z. B. als Barry ein Frühstück spediert bekommt, als er nichts mehr hat. Vielleicht verstehe ich aber den Humor der Amerikaner nicht. Und vielleicht verstehe ich auch einfach die Gesellschaft in den USA nicht. Deshalb möchte ich das Buch nicht schlechter schreiben, als es ist. Es lässt sich leicht lesen und man hat schon irgendwie das Gefühl, mit im Greyhoundbus zu sitzen. Dennoch, mich hat das Buch eher deprimiert und aufgeregt als unterhalten und erheitert. Und noch einen Kritikpunkt muss ich unbedingt loswerden. Ich weiß ja nicht, wie es im amerikanischen Original ist: aber müssen wir Studenten jetzt wirklich als Studierende bezeichnen? Das erste Mal ist mir das auf Seite 301 aufgefallen und leider zieht sich das auch über die nächsten Seiten weiter so. Keine Studenten mehr, nur Studierende. Tut mir leid, aber wenn in Zukunft in allen neuen Büchern dieser Neusprech angewendet wird, werde ich wohl keine tollen neuen Geschichten mehr lesen. Denn ich liebe meine Landessprache so wie sie ist. (Man mag mich jetzt verbal steinigen, ist aber so.)

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,,Willkommen in Lake Success''

Von: Maya

28.05.2019

,,Willkommen in Lake Success'' handelt von Barry der eigentlich den typischen ,,American Dream'' lebt. Er ist als Sohn eines jüdischen Poolreinigers aufgewachsen, lebt jetzt aber als Millionär mit seiner Frau Seema und seinem kleinen Sohn in New York. Trotzdem ist Barry nicht glücklich. Sein Sohn hat Autismus, mit seiner Frau läuft es nicht mehr gut und auch in seinem Job ist es gerade schwierig. Somit begibt sich Barry auf einen Roadtrip durch Amerika auf der Suche nach seiner Jugendliebe Layla. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Besonders interessant fand ich zusehen wie sich Barrys und auch Seemas Sicht auf die verschiedenen Gesellschaftsgruppen, einzelne Menschen und Orte verändert hat, nur weil sie jetzt einer höheren Schicht angehören. Barry beurteilt die Menschen nur nach Geld und ihren Uhren. Barry ist nämlich ein riesen Uhrenfanatiker. Doch als Barry auf seinem Roadtrip in einem herunter gekommenen Viertel auf einen armen Jungen trifft, der durch Drogen dealen sein Geld verdienen muss hilft er diesem. Ihm werden die anderen Seiten Amerikas wieder klar. Generell fand ich Barrys Entwicklung sehr faszinierend. Nicht so gut gefallen hat mir hingegen der Erzählstrang über die Beziehung mit seinem Autistischen Sohn. Das Potenzial wurde leider nicht 100%ig genutzt, da die Emotionen nicht wirklich rüber kamen. Im Allgemeinen konnte ich viele Handlungen von Barry und auch von Seema nicht nachvollziehen. Dies war das Grundproblem warum mich das Buch nicht wirklich gepackt hat. Die Charaktere waren zwar interessant aber ich konnte mich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren. Der Schreibstil war an sich sehr schön. Der Autor hat viele tolle Sprachliche Mittel verwendet, jedoch hat er Dinge des öfteren zu detailliert beschrieben. Insgesamt hat der Autor die Themen und die Probleme der ,,Vor-Trump-Ära'' sehr gut aufgegriffen. Mich konnte das Buch aber einfach nicht packen.

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Muss das sein?

Von: Klene123

26.05.2019

Barry, die satirische Verkörperung des amerikanischen Traums, nimmt uns mit auf eine Reise durch Amerika der beginnenden Trump-Ära. Schon zu Beginn muss man sich sehr konzentrieren um in diesen Roman hineinzufinden, denn Barrys Sicht ist in einer sehr ausladenden Gedankenspirale geschrieben. Die Spitzen und interessanten Fakten liegen meist im Detail und sind schnell mal überlesen. Ankommen tut beim Leser: ein erfolgreicher Mann, der sich für seinen autistischen Sohn schämt und gerade vor dem FBI wegläuft, weil er sich bei seinem Hedgefond verkalkuliert hat. Wechselnd dazu lesen wir die Sicht seiner Ehefrau Seema, die mir noch weniger sympathisch als Barry war und sehr kalt. Sie ist nur mit ihm verheiratet um in den Kreisen der Reichen zu verkehren und natürlich das Idealbild einer amerikanischen Familie zu leben, welches leider auch für sie aufgrund des Krankheitsbildes ihres Sohnes nie ganz erreichbar ist.Sie verliert sich in einer Affäre, merkt nicht welche Personen als gute Freunde geeignet sind und flüchtet sich letztendlich zu ihren Eltern, die hintergründig ihr Leben wieder für sie ins Reine bringen. Die Nebencharaktere im Buch haben meist mehr Leben als die Hauptprotagonisten, sind aber auch etwas überzeichnet, stereotyp. Barry lernt verschiedene Gesellschaftsschichten kennen, aber lernt nichts dazu während seiner Reise. Wieso so viele Menschen ihn auf dem Weg unterstützen, ist mir als Leser unbegreiflich. Habe ich zu Beginn noch auf die Feinheiten im Text geachtet, wurden Barrys Beschreibungen zunehmend unerträglich. Geschrieben sind diese Passagen sehr gut, es dreht sich einem zeitweise wirklich der Magen um. Aber man fragt sich doch immer wieder: Muss das sein? Fazit So bin ich leider auch aus diesem Roman raus. Muss das sein? Ich glaube eher nicht.

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Willkommen in Lake Success

Von: Karl-Heinz

25.05.2019

Barry, superreich, superoberflächlich und besessen von seinem Faible für teure Uhren verläßt Hals über Kopf Frau und Kind. Nur mit einem Rollkoffer voller Uhren reist er mit dem Bus quer durch Amerika. Unterwegs lernt er einen einäugigen Mexikaner, ein süßes Mädchen, einen Drogendealer kennen, er lebt eine Weile bei seiner verflossenen Jugendliebe und deren Sohn, wird von der eigenen Frau verraten, angeklagt und verurteilt. Immer wieder kommt er auf die Füße, stürzt niemals ganz ab, doch auf der Suche nach sich selbst bleibt die wahrhaftige Läuterung schließlich aus. Ein unterhaltsames Buch, den vielen Gedankensprüngen ist jedoch nicht immer leicht zu folgen. Eine Geschichte aus einer Welt, die dem durchschnittlichen Leser wohl verborgen bleiben wird. Wer trinkt schon, wie selbstverständlich, mit seinem Nachbarn einen 23000$ teuren Whiskey? Der moderne Schreibstil ist sicher kunstvoll, aber es bleibt am Ende die Frage offen: was will der Autor eigentlich sagen?

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Langwierig, dann aber interessant

Von: Ralf B.

25.05.2019

Das Buch beginnt mit einem Banker, der nur mit Koffer und seinen geliebten Uhren vor seiner eigenen Familie flieht. Es wird am Anfang oft von seinem kranken Sohn geschrieben. Bis aber mal gesagt wird, was er wirklich hat, dauert es mir zu lange. Es gibt anfangs für mich ein zu großes Durcheinander der Geschichte, so dass man nur schwer hinein findet. Gibt man aber nicht auf und hat man diesen etwas langwierigen Teil erst überwunden, entwickelt sich die Story dann doch interessant. Mehr möchte ich aber nicht verraten.

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Roman über skurrilen Roadtrip

Von: Ma73

25.05.2019

Das Buch ist eigentlich gut geschrieben und einfach zu lesen. In zwei Handlungssträngen wird die Geschichte eines frisch getrennten Ehepaars erzählt, einerseits die von Hedgefonds-Manager Barry Cohen, der sich entschließt, mit dem Greyhound-Bus durch die USA zu seiner Jugendliebe zu fahren und andererseits die seiner Frau, die nach der Trennung ein Verhältnis mit einem Nachbarn anfängt. Viele Handlungen der Hauptpersonen waren für mich schwer nachzuvollziehen. Ich konnte mich auch nicht wirklich mit einer Person identifizieren und mich in sie hineinversetzen. Um den Humor des Buchs, Anspielungen und Gesellschaftskritik in Gänze zu verstehen, muss man wahrscheinlich ein besserer Kenner der amerikanischen Gesellschaft sein.

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Barry Cohen, ein Hedgefonds-Manager, kommt morgens betrunken und blutend an einem Greyhound-Busbahnhof an. Er hat nur einen Rollkoffer mit seinen Lieblingsuhren dabei. Seine Ehe ist gescheitert, sein Sohn Shiva schwer autistisch (er kann zu ihm keinen Kontakt aufbauen) und ihm sitzt das FBI wegen Insidergeschäften im Nacken. Er will seine frühere Freundin Layla aus Studienjahren in El Paso besuchen. Er ist ein dermaßen unsympathischer Typ, nur ichbezogen, geldgeil und triebgesteuert. Das Buch spielt 2016, also noch Obama, aber Trump möchte Präsident werden. Als zweiten Handlungsstrang begleiten wir seine Frau Seema durch das Buch. Sie will auf jeden Fall verhindern, dass bekannt wird, dass ihr Sohn Shiva Autist ist. Sie ist schwanger und hat ein Sexverhälnis mit ihrem Nachbarn. Später treibt sie das Kind ab, da sie Angst hat, dass es auch Autist wird, oder was weiß ich aus welchem Grund, denn nähere Umstände werden nicht bekannt. Die einzigen Protagonisten die mir in diesem Buch gefielen, waren Julianna, eine Nachbarin und der Vater von Seema, aber auf beide wurde nicht näher eingegangen. Das Buch hätte wirklich ein tolles Buch werden können, aber dann fällt dem Autor etwas ein, was er noch einfügen könnte und schwupps ist das gute Leseerlebnis vorbei. Die wirklich guten Einfälle wurden nicht vertieft und waren schnell abgearbeitet. Es war alles in allem ein zu viel des Guten und ich war froh, als ich endlich den gerafften Schluss lesen konnte. Was ich dem Autor Gary Shteyngart zu Gute halten muss, war sein Schreibstil, nur leider hat er versucht vieles überflüssige hinein zu interpretieren. Auch war vieles nur einfach an den Haaren herbei gezogen und auch übertrieben. Auch zum Schluss hin, dachte ich, dass mir einige Seiten fehlen. Aber nein, der Autor hat einfach nur gerafft, um möglichst schnell zum Ende zu kommen. Ich verstehe nicht, dass dieses Buch in Amerika so hoch gelobt wurde. Auch den Titel des Buches „Willkommen in Lake Success“ verstehe ich nicht, denn er hat mit dieser Reise im Greyhound-Bus überhaupt nichts zu tun.

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