Leserstimmen zu
Willkommen in Lake Success

Gary Shteyngart

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„Willkommen in Lake Success“ von Gary Shteyngart hat mich um ehrlich zu sein anfangs erstmal ein paar Nerven gekostet. Ich brauchte eine kleine Weile, ehe ich richtig in das Buch reingefunden hatte, denn die Art wie diese Geschichte erzählt wird und die Charaktere sind doch sehr speziell, ich glaube das ist eines der Bücher die man entweder mag, oder nicht. Ich fürchte hier gibt es wenig Grauzone. Letztlich wollte ich dem Buch aber absolut eine Chance geben und das hat sich auch gelohnt! Unser Protagonist Barry Cohen, millionenschwerer Master of the Universe ist auf der Flucht vor seinem scheinbar perfekten Leben. Er steigt in einen Greyhound-Bus und fährt durchs Land, auf der Suche nach seiner College-Liebe Layla. Schnell wird im Verlauf der Geschichte klar, dass nicht alles Gold ist was vermeidlich glänzt und das dasnLeben, sowie jeder einzelne Mensch Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten hat. Shteyngart zeigt hier viele Fassetten und Charakterzüge der einzelnen Protagonisten und schaffte es letztlich für mich als Leser einen detaillierten Blick auf die Protagonisten werfen zu können und zwar auf eine humoristische, zynische und dann wieder ernste Art und Weise. Mein Fazit: Absolut lesenswert, wenn auch speziell! Trotz anfänglicher Schwierigkeiten gefällt mir das Buch im gesamten wirklich gut und hatte einfach mal eine andere Art zu erzählen, für mich letztlich auf positive Art und Weise!

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Greyhound meets Hedgefondmanager

Von: Waiako

28.05.2019

Das Buch ist definitiv eine moderne amerikanische Lektüre, welche direkt und indirekt die Gesellschaft Amerikas skizziert. Es geht um Familie, Zugehörigkeit, Autismus, Eheprobleme, Geldangelegenheiten, Uhren, das Scheitern der Hauptfigur als Ehemann, Vater und Manager und vor allem um Selbstfindung via einer Busreise mit Greyhound. Es ist sehr eingehend geschrieben, so dass man sich oft mit der Hauptfigur identifizieren kann, auch wenn man nie diese "Probleme" hatte. Fazit: Auf jeden Fall lesen, teilweise sehr ironisch und witzig!!!

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Sehr interessanter Einblick ins Leben eines Fondmanagers

Von: Kristina Freyer aus Zeuthen

25.05.2019

Der Roman beschreibt den Ausstieg eines amerikanischen Fondsmanagers aus seinem momentan sehr schwierigen Leben. Im Privatleben wird seine Ehe sehr stark dadurch belastet , dass bei seinem dreijährigen Sohn Autismus diagnostiziert wurde. Seine Ehefrau beginnt eine Affäre mit einem Nachbarn. Beruflich hat er Probleme mit der Börsenaufsicht. Um den Kopf klar zu kriegen, beschließt er, mit dem Bus durchs Land zu reisen, um Land und Leute und das normale Leben der Amerikaner kennenzulernen. Der Autor gibt einen Einblick in die Welt der Finanzen und die zwischenmenschlichen Beziehungen in dieser Arbeitswelt.

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Uhren

Von: mayada

25.05.2019

Dieses Buch ist wunderbar zu lesen aber auch verstörend. Wenn Amerika wirklich so tickt - und ich hoffe doch sehr dass der Autor da "überspitzt" hat - muss einen an der dortigen Politik nichts mehr wundern. Es geht den meisten Menschen wohl hauptsächlich um Geld, Sex und Drogen, so auch der Hauptperson. Er begibt sich auf eine Reise auf der Suche nach Liebe zu der aber nicht fähig ist. Für dieses Buch sollte man Uhren- und andere Luxusmarken kennen, da ansonsten einiges an Lesespass verloren geht.

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Sehr entspannend!

Von: Lena_C300

25.05.2019

Mit seinem humorvollen Schreibstil und seinen bildhaften Beschreibungen schafft es der Autor, dass der Leser sich in die Rolle des Protagonisten hinein versetzen kann. Spannend zu lesen uns entspannend nach einem anstrengenden Arbeitstag.

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Milliardär im Greyhound

Von: Eve

24.05.2019

Gary Shteyngarts Buch: "Willkommen in Lake Success" nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Reise durch Amerika zur Zeit der letzten Präsidentschaftswahlen. Barry Cohen, ein Hedgefond Milliardär flieht eines Nachts, nachdem er mit einem Nachbarn eine Flasche Whisky im Wert eines Kleinwagens geleert hat, aus seinem bisherigen Leben. Einem Leben, das perfekt zu sein scheint. Seine Frau hat er nach bestimmten Kriterien ausgewählt, in seine Vorstellung hat er drei perfekte Kinder. Doch sein Sohn passt nicht in dieses Schema, Spektrum wie der Autor es bezeichnet. Sein Sohn ist Autist. Blutend und mit einem Rollkoffer, der keine Kleidung aber dafür eine Auswahl seiner sehr teuren Lieblingsuhren enthält, steht er am Busbahnhof und hat die Idee per Greyhound-Bus zu seiner Jungendliebe zu reisen. Doch bereits das Kaufen des Tickets schafft er nicht ohne seine Sekretärin. Als diese versucht, ihm zu folgen und seine Aufenthaltsorte durch seine Kreditkartenbuchungen ermittelt, wirft Barry diese in den nächsten Mülleimer, genauso wie sein Handy. Nun muss er mit dem bisschen Bargeld, das er in den Taschen hat, seine Reise bestreiten. Auf seiner Reise, die zur Zeit der Präsidentschaftswahlen Clinton vs. Trump stattfindet, trifft er Menschen aller Gesellschaftsschichten, kontroverserer Einstellungen. Barry lernt, aber reflektiert er auch? Insgesamt ist das Buch sehr flüssig geschrieben, lässt sich leicht lesen, hat witzige und traurige Momente. Es ist kein gesellschaftskritischer Roman, aber ein sehr schön zu lesender.

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aberwitzig

Von: welikaja

20.05.2019

Das Buch hat mir gut gefallen. Ich mag Satire und dieses überzeichnete Bild von dem heutigen Amerika ist einfach köstlich. Sehr kurzweilig und nebenbei noch lehrreich. Ich empfehle es gern weiter.

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Auf der Suche nach dem Glück

Von: Angel

19.05.2019

Barry Cohen hat es geschafft. Er managt einen Hedgefonds, schwimmt in Geld, hat eine sündteure Wohnung in New York, eine schöne, junge Frau und ein Kind. Doch was auf den ersten Blick wie der amerikanische Traum schlechthin aussieht, entpuppt sich Stück für Stück als Fassade hinter der eine nicht ganz so heile Welt auf ihre Chance zum Durchbruch lauert. Der Fonds steckt in Schwierigkeiten, ja mehr noch, es droht die Pleite. Das Kind liegt "im Spektrum", wie es Barry gerne nennt. Es hat eine schwere Form von Autismus und mit drei Jahren immer noch kein Wort gesprochen. Barrys Frau ist wieder schwanger, aber es steht zu befürchten, dass auch das zweite Kind wieder als Autist zur Welt kommt. Bei einer Einladung bei Nachbarn beginnt es zu brodeln und schließlich eskaliert ein Streit so sehr, dass Barrys Frau handgreiflich wird und Barry überstürzt eine Tasche packt, ein paar seiner geliebten, selbstverständlich achteuren, Uhren hineinwirft und sich mit dem Greyhound Bus in Richtung Süden aufmacht. Er hofft, mit seiner Collegeliebe ein neues Leben beginnen zu können, doch noch den Traum von den drei fröhlichen und gesunden Kindern zu verwirklichen und all seine Sorgen los zu werden. Barry will seine Spuren verwischen, nicht zuletzt, um auch den Fahndern der Börsenaufsicht zu entkommen, die wegen Insiderhandel gegen ihn ermitteln. Er wirft sein iPhone weg und später auch die schwarze Amex. Zu spät erkennt er, dass er zu wenig Bargeld hat und nun auf die Hilfe Fremder angewiesen ist, wenn es bis zu seiner Ex-Freundin schaffen will. Ganz anders als in dem Haifischbecken in dem er sich sonst bewegt, bekommt er nun aber Hilfe, hier mal eine Mahlzeit geschenkt, dort ein Dach über dem Kopf organisiert und man hat ein offenes Ohr für ihn. Während Barry noch auf dem Weg ist, beginnt seine Frau ein Affäre mit dem Nachbarn, einem gehypten Schriftsteller, der sein Geld aber eher mit den Reden macht, zu denen er eingeladen wird, als mit seinen unverständlichen Büchern. Auch das ist nicht von Dauer. Das Baby treibt sie ab. Gleichzeitig freundet sie sich mit der Frau des Schriftstellers an, die ein gutes Händchen für das autistische Kind hat. Eine schwierige Situation für alle... Das Buch ist rasant geschrieben, hat auch witzige Momente. Es ist sehr amerikanisch und man muss die Art mögen, wie Menschen aufsteigen, zu fallen drohen oder auch wirklich fallen. Die Welt des Barry Cohen ist weit ab von dem was man als normaler Mensch erlebt. Man jagt als Leser mit Barry im Greyhound dem kleinen, stillen Glück nach, das am Ende doch noch irgendwie erscheint, wenn auch ganz anders, als Barry sich das erträumt hatte.

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