Leserstimmen zu
Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.

Neal Stephenson, Nicole Galland

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Ein Vorwort Manchmal springen mich Cover ja förmlich an. Nicht besonders oft, weil meiner Ansicht nach doch viele Cover sehr ähnlich aussehen oder einfach sehr lieblos gestaltet werden, doch ab und an kommt es vor. So zog mich der Dodo auf dem Cover beinahe magisch an. Auch der Klappentext machte sofort Lust darauf es zu kaufen. Doch mit fast 900 Seiten im Hardcover war das Buch auch so ein Werk mit dem man Leute erschlagen kann. Hinzu kam der stolze Preis von 30 Euro. Also legte ich es erst einmal wieder weg. Doch der Gedanke an die Geschichte ließ mich nicht los. Umso erfreuter war ich, als mir der Goldmann Verlag ein Rezensionsexemplar zukommen ließ und ich nun nicht mehr grübeln musste, ob der Preis gerechtfertigt war. Falls ihr wissen wollt, was es mit Dodo auf sich hat und ob es sich lohnt ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen, ist hier meine Kritik dazu. 9783442314904_Cover Die Handlung Die Linguistin Melisandre Stokes wird überraschend vom geheimnisvollen Tristan Lyons angeworben für eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung zu arbeiten, die unter dem Decknamen D.O.D.O. operiert. Das Ziel ist es die Magie mit Hilfe von Zeitreisen zurückzuholen, die seit 1851 vollständig erloschen ist. Meine Meinung Es ist schwierig eine Handlungswiedergabe zu geben, ohne zu viel zu verraten. Kurz gesagt geht es um den Aufstieg und Fall des Departments of Diachrone Operations – also um Zeitreisen. Zu Anfang besteht das Team aus Tristan und Melisandre (im weiteren kurz Mel genannt). Nach und nach treffen sie auf immer mehr Leute, die sich dem Team anschließen. Hier sind noch liebenswerte Charaktere, wie Rebecca und Frank Oda dabei, oder auch Erszebet, die letzte verbliebene Hexe der Welt. Nach und nach lernen Sie eine Maschine zu bauen, in der Magie noch wirksam ist und die ersten Zeitreisen zu unternehmen. Nach den ersten Erfolgen wird D.O.D.O. durch das Pentagon erst richtig wahrgenommen und mit finanziellen Mitteln unterstützt. So verfolgt man innerhalb von fünf Jahren die gesamte Unternehmensgeschichte immer wieder gespickt mit den Berichten von verschiedenen Zeitreisen. Besonders bemerkenswert ist die Liebe zum Detail. Nicht umsonst fasst das Werk 850 Seiten. So wird die Geschichte nirgendwo gekürzt, sondern wirklich von Anfang bis Ende erzählt. Dies erfordert gerade zwischenzeitlich eine Menge Durchhaltevermögen. Zwischendurch gab es immer wieder Entwicklungen, die mir weniger gefielen, weswegen ich das Buch wieder für ein bis zwei Tage aus der Hand legen musste. Letztendlich gewann aber immer die Neugier und ich versank weiter in der Geschichte. Gerade am Anfang wird viel Physikalisches diskutiert. Da Tristan und Frank Oda beide Physiker sind, sprechen sie viel in einem Kauderwelsch für Normalsterbliche. Aber da es auch genug Charaktere gibt, die das ebenfalls nicht verstehen, wird es dann doch noch halbwegs verständlich erklärt. Dafür sind diese Charaktere dann wieder an anderer Stelle für das Erklären zuständig, so dass niemand nur für das Verstehen des Lesers da ist. Ich möchte hier noch einmal in aller Form den Hut heben für die sehr guten Recherchen des Autorenteams! Denn egal um welche Wissenschaft es ging, Physik, Geschichte, Linguistik, Waffenkunst, etc. jedes Detail war ordentlich recherchiert und bis zum Ende in teilweise sehr komplexen Zeitreisesträngen verknüpft. Aber auch hier wurde alles logisch durchdacht. Jede Änderung in der Vergangenheit hatte logische Konsequenzen für die Gegenwart oder auch für andere Zeitreisen. Hier wurde nicht einfach auf die Erklärung „wegen der Magie“ vertraut, sondern Erklärungen gefunden, die wissenschaftlich und logisch vereinbar sind. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Mels Sicht als eine Art Erlebnisbericht. Je größer die Organisation jedoch wird, desto weniger konnte sie selbst alles miterleben. So fungieren auch diverse Briefwechsel, Tagebucheinträge oder Unterhaltungen im D.O.D.O. Intranet als Erzählmittel. Gerade im Mittelteil sind es fast nur noch die Einträge im Intranet, was den Handlungsfluss etwas ins Stocken geraten lässt und sehr gewöhnungsbedürftig ist. Letztendlich aber auch das einzige Mittel, um den Leser glaubwürdig alle möglichen Vorkommnisse mitzuteilen, die Mel einfach nicht alle wissen kann. Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist ein Buch, wie ich noch keines zuvor gelesen habe. Die Geschichte ist so weit gestrickt und wird doch geradlinig erzählt. Das Autorenteam hat so viel Stolpersteine geschickt überwunden und gerade durch ihre erstklassige Recherche auch eine glaubwürdige Geschichte – ja trotz des Vorkommens von Magie! – gestrickt. Hier hat man wirklich den Aufbau einer neuen Geheimorganisation mit den Motiven der Wissenschaftler, der Hexen und des Militärs durchdacht und bis zu ihrem Fall zu Ende erzählt. Zwischendurch gab es zwar auch einige Entwicklungen, die sehr stereotypisch verliefen und die man schon vorab erahnen konnte, dennoch bleibt die Geschichte bis zum Ende spannend. Das Fazit Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. ist ein Buch, das man selbst erleben muss. Ein solch komplexes, durchdachtes, logisches, gut recherchiertes und doch magisches Buch habe ich noch nie gelesen. Selbst wenn man mit ein paar Wendungen nicht einverstanden ist oder der Schreibstil zwischendurch merkwürdig erscheint, bleibt es im Ganzen doch ein sehr gutes Buch. „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O.“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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Heute habe ich "Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O" aus dem @goldmann_verlag beendet. Es geht dabei um eine Geheimorganisation der amerikanischen Regierung, die sich mit Zeitreisen und Magie beschäftigt. Dabei verschwand 1851 die Magie. 🔸️ Das Buch ist in fünf Teile eingeteilt und durch deutliche Kapitelüberschriften geteilt. Die Kapitellänge finde ich sehr passend, wodurch man auch gut Lesepausen machen kann. Das erste Kapitel hat mich eigentlich schnell begeistert, wobei der Schreibstil meiner Meinung gleichzeitig detailreich und technisch ist. Die Details waren mir an manchen Stellen zu viel, aber dennoch sehr interessant. Die Story hatte mich beim Klappentext sehr angesprochen und passt gut zu dem gut. Es wird dabei in vielen Epochen erzählt, es ist also wie eine Mischung aus historischem Roman und Fantasy. Außerdem gibt es auch oft Tagebucheinträge, Berichte, etc. Diese waren sehr schön illustriert in dem Buch. Es gibt ziemlich viele Charaktere, weshalb es am Ende des Buchs auch eine Übersicht gibt und das Lesen erleichtert, falls man mal eine Figur vergessen hat. Die Charaktere haben mir insgesamt aber gut gefallen. Manche Szenen fand ich etwas überflüssig, wodurch sich das Buch teilweise gezogen hat. Das Cover gefällt mir sehr gut, auch das Katzen abgebildet sind passt zu einem Teil der Story. Insgesamt gebe ich daher 4 von 5 Sternen.

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Melisande Stokes wird als Linguistin für die geheimen Regierungsbehörde D.O.D.O angeworben. Da im Jahre 1851 ein Ereignis die Magie aus unserer Welt verbannt hat, hat es sich D.O.D.O zur Aufgabe gemacht durch Zeitreisen die Magie in unsere Welt zurückzubringen. Mit Hilfe von Erszebet die von einem alten Hexengeschlecht abstammt versuchen Melisande und Ihr Partner Tristan alles um die Magie zu retten. Nun sitzt Melisande im London 1851 fest mit keiner Hoffnung auf Rettung. Hier beginnt unsere Geschichte und die D.O.D.O Akten erzählen wie es zu dem Schlamassel kam und was Kurtisanen,Vikinger, die Fugger und Schrödingers Katze damit zu tun haben. Vorweg schon mal das Buch hat mich echt aus den Socken gehauen. Ich wußte ungefähr auf was ich mich einlasse aber auf das was die Geschichte bereit hält war ich nicht vorbereitet. Es wird anfangs viel über die Physik gefachsimpelt aber nie so dass man nicht mehr folgen kann. Die Geschichte ist sehr spannend erzählt vorallem da man durch die Zeitreisen auch immer wieder in andere Epochen reist um dort Aufträge zu erfüllen. Das hat mich ein wenig an Assassins Creed erinnert. gerade die historischen Aspekte waren gut recherchiert und interessant in die Geschichte verwoben. Aber auch die Vorkommnisse die sich im 21 Jahrhundert abspielt und in der man mehr über D.O.D.O und seine Mitarbeiter erfährt weiß sehr gut zu unterhalten. Die vier Protagonisten: Tristan, Melisande, Erszebet und Grainne sind alle sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich gut in die Personen hineinversetzen und ihre Bewegründe verstehen. Einige Charaktere und Storylines hätte es nicht unbedingt gebraucht das hat das Buch nur unnötig in die Länge gezogen. Vorallem durch den Humor in der Geschichte wurden mir die Charaktere näher gebracht und ich konnte oft ein lachen nicht unterdrücken. Die Story wird über Akten, Protokolle, Tagebucheinträge oder Briefe erzählt was dem Buch nochmal einen besonderen Touch gegeben hat. Für mich hat diese Erzählweise auch sehr gut funktioniert und den Lesefluss immer wieder etwas aufgelockert. Der Schreibstil ist sehr flüssig, stilistisch anspruchsvoll aber leicht zu folgen was bei einem Buch von etwa 850 Seiten nicht verkehrt ist. Alles in allem konnten mich die Geschichte und die historischen Aspekte von sich überzeugen. Ich hoffe das wir noch mehr von D.O.D.O lesen und eventuell sehen werden. Der Stoff würde sich hervorragend für eine TV Serie eigenen.

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Vorweg muss ich einmal sagen, das ich von diesem Buch absolut überrascht wurde. Der Klappentext hat mich unglaublich neugierig gemacht aber kaum darauf vorbereitet, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet hat. Aus Melisande Stokes´Sicht erzählt erlebt man die Geschichte rund um eine Frau, die äußerst intelligent und schlagfertig ist. Die Linguistin bekommt das Angebot für ein geheimes Unternehmen der Regierung zu arbeiten um einen Weg zu finden die Magie wieder in die Gegenwart zu holen. Was vollkommen abwegig angefangen hat, wird schon bald zu ihrem Alltag: Zeitreisen, Magie und Hexen. Da Mel sehr wissenschaftlich arbeitet, wundert es auch nicht, das die Geschichte mit allerlei Berichten, Biografien von Mitarbeitern etc., Aufzählungen und Geschprächsmitschnitten gespickt ist. Diese sind zwar oft sehr informativ, störten mich persönlich aber hier und da schon im Lesefluss, da hier einige Gedanken abschweifen und gefühlt die Handlung nicht weiter gebracht haben. Auch, und da muss ich ehrlich sein, habe ich einige physikalische Zusammenhänge nicht verstanden, da ich dafür nicht genug Grundwissen für die Materie habe. Aber: Diese kleinen Störungen habe ich gerne für das Gesamtbild in Kauf genommen. Das Buch ist unglaublich intelligent geschrieben und hat sehr viel Witz, der sich einem aufmerksamen Leser entfaltet. Wer sich die Zeit nimmt und damit klar kommt, das es viele eher trockene Einschübe gibt, wird mit einer tollen Geschichte, witzigen Charakteren und einem Schreibstil belohnt, der mal so gar nicht von der Stange ist. Der Autor schreibt sehr wortgewandt und man merkt das er besonders im Bereich der Physik über viel Wissen verfügt bzw. gut recherchiert hat. Physik-interessierte Leser kommen hier bestimmt voll auf ihre Kosten. Fazit „Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O“ war eine kleine Überraschungskiste, die zu öffnen es sich für mich gelohnt hat. Toller Schreibstil, geniale Grundidee und witzige Charaktere lassen über kleine Schwachstellen gerne hinweg sehen.

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Was kommt heraus, wenn man einen historischen Roman mit Sci-Fi und Magie vermischt? Genau - dieses geniale Buch! Von dem Ideenreichtum der Autoren bin ich einfach nur begeistert und es werden definitiv weitere Bücher folgen. ☆ Was sehr gut ist, sind die vielen Perspektiven, die durch verschiedene Medien voneinander abgetrennt sind, z.B. die Diachronik, ein Tagebuch, Briefe an eine "Herrin", Kopien von PowerPoint Präsentationen, Mitteilungen im Intranet und Protokolle. Wobei die Protokolle nicht so toll waren - es sind eben Protokolle.. aber fehlen sollten sie auch nicht, da sie eine zusätzliche Perspektive eröffnen. Gerade anfangs sind die meisten Einträge von einer gewissen Dr. Melissande Stokes verfasst und ich glaube von ihr sind auch allgemein die meisten Einträge - wobei ich mich da auch täuschen kann. ☆ Die Protagonistin verfasst diese Episode ihres Lebens, welche wir lesen können, selbst und lässt uns dadurch an einem großen Abenteuer teilhaben. Denn früher gab es Magie - wirklich - aber seit Mitte des 19. Jahrhunderts schlagartig nicht mehr. Und damit ist man mittendrin! Sie erzählt sehr angenehm. Dabei lebt der Schreibstil auch von vielen Einschüben und so manchen Gedanken, die aufgeschrieben, aber wieder durchgestrichen wurden. Also definitiv etwas anspruchsvoller geschrieben, aber durch ihre humorvolle Art wunderbar zu lesen. So fallen auch die vielen Seiten, über 800!, nicht weiter auf. Aber auch die anderen Einträge haben alle ihren eigenen Charme und ihre eigene Weise, wodurch man sich jede beitragende Figur noch besser vorstellen kann und die Geschichte immens bereichert wird. ☆ Vielleicht sollte man noch erwähnen, da es zwischenzeitlich recht technisch und wissenschaftlich wird, da man versucht Magie über diese Kanäle zu erklären bzw. auch ein Gerät gebaut wird, welches eine tragende Rolle spielt.

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Wer und was genau „D.O.D.O.“ genau ist, das ist eine der durchlaufenden, spannenden Fragen, die Stephenson in seinem neuen Roman gleich zu Beginn aufwirft, sich mit der konkreten Beantwortung aber Zeit lässt und währenddessen den Leser auf einen temporeichen Ritt ins Reich der Magie (zumindest, dieses überhaupt zu finden) mitnimmt. Mit der Frage im Hintergrund, die durchaus beachtenswert ist, ob nicht die moderne Technik dem Menschen mehr genommen hat, als nur dumpfen Aberglauben, sondern auch vielfache, verschiedene Zugänge zum Leben und dessen Sinn, zu Möglichkeiten der Bewältigung des Lebens und manches mehr verschlossen hat. Dass dabei, wie im Roman, das „Verschwinden der Magie“ zeitlich ziemlich genau eingegrenzt werden kann (1851), dass die weibliche Hauptfigur des Romans dazu eingespannt wird (von einem merkwürdigen „Geheimagenten“, bei dem alles, was nähere Informationen geben könnte über seine genaue Suche, seine Behörde und das Ziel all dessen, was da in einem kärglichen Büro in Boston beginnt als „Verschlusssache“ gekennzeichnet ist). Nicht nur für Melisande Stokes, sondern natürlich auch für den Leser über geraume (Lese-) Zeit hinweg. Beginnend zu einer „neuen Zeitrechnung“ (Jahr 0) in der Moderne, durch die Zeit sich zurücktastend (und, das weiß der Leser vom Prolog an, mit Schwierigkeiten, denn da ist schon etwas gewaltig schief gelaufen oder, besser gesagt, wird später in der Zukunft des Prologs gewaltig schieflaufen werden). „An dem ich Tristan Lyons kennenlernte und auf der Stelle einwillige, in größere Schwierigkeiten zu geraten, als ich mir damals hätte vorstellen können“. Wobei Stephenson zwar vom gewählten Thema her hier eher den Fantasy Bereich betritt, das ganze aber dennoch, wie gewohnt, eher als Science Fiction verpackt, ebenfalls wie gewohnt Nebengeschichten und, vor allem, seinem „Personal“ viele Platz und Zeit zur Entwicklung zur Verfügung stellt und, auch das nicht ungewohnt, nicht unbedingt einfach schreibt, sondern mit vielfachen Wendungen die Fantasie des Lesers anregt und diese als einen Teil der Lektüre quasi mit einplant. Was, ebenfalls gewohnt, dennoch aber im Stil auch wieder nicht einfach, ein stückweit „mäandert“, sprich sich vor allem im mittleren Drittel des Werkes verzweigt in Ereignisse und Erläuterungen, die nicht unbedingt den roten Faden des Buches temporeich vorantreiben. Diese Breite der Erzählweise muss man dann auch mögen oder zumindest auf dem Weg zum Finale ein stückweit ertragen. So erweist sich das Werk als eher „echter Stephenson“, bei dem die Teile der beiden Autoren sich nicht erkennbar voneinander abheben. Und wenn sich dann der Stil in Richtung „Puzzlestücke“ aus verschiedensten Quellen im mittleren Teil des Werkes beginnt, durchzusetzen, bedarf es durchaus erhöhter Konzentration, um den roten Faden nicht aus dem Blick zu verlieren. Dennoch, ein anregendes Thema, mit vielfachem Humor verarbeitet (Begegnungen mit Hexen sind nicht immer einfach) und episch in der Breite mit vielfachen Ideen größerer und kleinerer Natur ausgeschmückt. Flüssig und abwechslungsreich erzählt, so dass sich eine lohnenswerte Lektüre ergibt. „Und das sind alles Verschlusssachen, stimmts“? „Ob sie das sind oder nicht, ist Verschlusssache“.

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Inhalt (in meinen Worten): Verschlusssache. Geheimhaltung. Darüber darf ich nicht reden. Ja, und wie soll ich nun eine Rezension schreiben, wenn der gute Tristan Lyons nichts verrät? Doch das Angebot, welches er Dr. Melisande Stokes gemacht hat, ist einfach zu verlockend, um es abzuschlagen. Oder vielleicht nicht verlockend, sondern macht neugierig. Denn Dr. Stokes ist Linguistin und soll für Tristan Schriften übersetzen, die er ihr mitbringt. Irgendwas sucht er oder besser, seine Auftraggeber suchen etwas. Nach und nach wird Melisande fündig und entdeckt, dass die Magie im Jahr 1851 verschwunden ist – für immer. Doch wie ist das überhaupt möglich? Wie wollen sie sie zurückholen und warum? *Verschlusssache* Um all das herauszufinden, brauchen sie Hilfe und holen sich mehr Leute ins ‚Boot‘ oder besser in die ‚Odek‘, um der Wahrheit näher zu kommen. Es gibt nur eine Lösung, um dem entgegenzuwirken: Sie müssen in der Zeit zurück reisen. Idee: Die Idee, eine Geschichte über das verschwinden der Magie zu schreiben, hat mich sehr interessiert. Wie könnte man sie zurückholen und welche Auswirkung hat das auf unsere Zeit? Welche Konsequenzen muss man fürchten und wieso ist das Buch so verdammt dick? Erwartungen an das Buch und den Autor: Meine Erwartungen waren gar nicht hoch, muss ich gestehen. Ich hatte noch nie etwas von dem Autor gelesen, somit wusste ich nichts vom Schreibstil – der beiden, muss ich wohl sagen, denn zwei Autoren haben mitgewirkt. Anhand der länge des Buches vermutete ich zumindest, dass hier etwas sehr gigantisches auf mich wartet. Charaktere: Ein Dank an die Macher des Buches, denn am Ende ist jeder Protagonist erneut aufgezählt. Somit gibt es eine gute Übersicht und das ist auch gut so, denn in diesem Buch sind wahnsinnig viele Personen vorzufinden. Aus vielen Zeiten. Und doch lernt man am Anfang Melisande Stoke und Tristan Lyons kennen. Man spürt zwischendurch immer wieder einen Funken zwischen beiden, doch in diesem Buch geht es nicht (nur) um dieses Thema. Die zwei Protagonisten sind auf ihre Art interessant und ich hab sie, nach all den Seiten, ins Herz geschlossen. Nervig fand ich allerdings Gráinne, eine irische Hexe aus dem Jahr 1601, die ständig über William Shakespeare herzog und … *Verschlusssache* Stil: Episch, heroisch und spannend. Ja, es ist sehr lang, aber irgendwie hat es immer wieder Szenen gegeben, die alles aufgelebt haben. Zudem gibt es immer wieder einen Wechsel zwischen den Protagonisten und dem allgemeinen Bild im Buch. Mal Brief, mal Nachrichten und Chats. *Verschlusssache* Hat mir gut gefallen – auch das Hörbuch war wahnsinnig gut aufgebaut, mit all den unterschiedlichen Stimmen. Fazit: Ich mag Zeitreise Geschichten. SyFi und verrücktes. Das hier ist genauso verrückt, wie man es sich vorstellt und doch unfassbar intelligent. Es gibt Daten, Personen, Szenen, Wortspiele und mehr, die mich sehr oft verblüfft haben. Ich bin froh, mich an dieses Buch herangetraut zu haben, auch wenn es verdammt lang und schwer ist. Manchmal war es zwar etwas too much, aber irgendwie konnte ich nicht mehr aufhören – zu hören (die Hälfte) und zu lesen. Und doch gab es am Ende des Buches eine Schocksituation: Das war erst Teil 1! WAAAAS? Teil 1? Fast 860 Seiten hat es und ich möchte nicht wissen, wie viele Seiten nun die Fortsetzung aufweist, oder halt … Doch würde ich gerne wissen, aber ist vermutlich … Verschlusssache. Hörbuch: Durch die Abwechslung der Stimmen, passend zu den Charakteren, hab ich immer wieder gut in die Geschichte gefunden. Die Stimmen waren nicht nervig, sondern klangen genauso, wie ich mir sie vorgestellt hab. Gesamtbewertung: Cover: Das Cover ist wirklich wahnsinnig genial! Titel: Macht neugierig. Was ist ein D.O.D.O.? Oder eine DODO? Inhalt: Verrückt, interessant und clever. Es hat mich in den Bann gezogen und macht neugierig, Spaß und man kann gut antauchen, zumindest ich konnte es. Trotz der Länge hat es mich nicht gelangweilt, wenngleich ziemlich stark über William Shakespeare hergezogen worden ist – aber hey, nicht jeder weiß ihn zu schätzen!

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Brilliant!

Von: Yanthara

22.01.2019

Beim lesen war ich überrascht, wie komplex das Buch ist und wie detailreich. Das Buch kann man eigentlich sowohl in die Kategorie Sci-Fi stecken, als auch historischer Roman. Gerade in dem ersten Teil des Buches braucht man schon etwas physikalisches Verständnis, sonst kommt man nicht weit, bzw versteht sonst nicht alles. Ich sag nur Quantenphysik und Schrödingers Katze. Und für den historischen Teil: der ist sehr gut recherchiert. Es macht Spaß in beide Bereiche einzutauchen. Mir hat gefallen wie greifbar alles ist und wie logisch und schlüssig alles erklärt wird. Hut ab sowohl vor den Autoren, als auch für die Übersetzerin, die sich sehr viel Mühe gegeben hat, damit der Witz erhalten bleibt! Das Buch besteht aus mehreren Abschnitten. Die alle unterschiedlich aufgebaut sind. Größtenteils handelt es sich um Briefe/Aufzeichnungen von Strokes. Sie geht chronologisch vor und spricht den Leser direkt an. Witzig finde ich, dass sie sich immer mal 'verschreibt' - die Stellen sind dann durchgestrichen und es wird noch mal neu geschrieben. Diese Verschreiber sind aber eigentlich nur vulgäre Bezeichnnungen, die sie durch die Korrektur entschärft. Irgendwann kommen noch Tagebucheinträge von Frau East-Oda dazu. Um noch ein paar andere Infos und Handlungsstränge in die Geschichte zu bringen. Im letzten Drittel das Buches tauchen dann auch Chatverläufe der Charakter auf, Unterlagen von D.O.D.O., Powerpoint Präsentationen und ähnliches. Es macht Spaß die verschiedenen Unterlagen zu lesen und auch zu sehen wie die Charakter mit einander interagieren. Sehr witzig, fand ich den historischen Text über Walmart, welcher einem Wikinger stammt. Ich fand, die Wendung gegen Ende des Buches sehr gut. Als Mitstreiter zu Feinden wurden und vermeintliche Feinde zu Freunden wurde. Gefallen haben mir auch die Charakter und wie sie sich entwickelt haben. Besonders mochte ich Erzesbeth  (wie auch immer man das ausspricht), sie ist griesgrämig, hat aber am Ende doch ihr Herz am richtigen Fleck. Witzigerweise beinhaltet das Buch auch eine Liebesgeschichte, aber nur total am Rande, sodass es kaum eine Rolle spielt. Was ich gut finde, weil man davon nicht erschlagen wird und es nur seicht nebenbei vor sich hinplätschert. Am Ende des Buches gibt es  noch einen Anhang, dort werden noch mal alle Abkürzungen erklärt- da es mehr als reichlich in dem Buch gibt, sowie alle Charakter und einige Fremdwörter. Alles in Allem finde ich das Buch besonders lesenswert. Es darf gern mehr davon geben! Auch wenn das Buch über 800 Seiten hat, es hätte ruhig noch etwas länger sein können.

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