Leserstimmen zu
Westwall

Benedikt Gollhardt

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Die Polizeischülerin Julia verliebt sich in ihre Zufallsbekanntschaft Nick. Nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht muss sie erkennen, dass er nicht der ist wer er vorgibt zu sein. Er hat ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken und heißt gar nicht Nick. Warum hat er sie angelogen? Julia ermittelt auf eigene Faust und trifft auf eine rechtsextreme Gruppe, die sich in einem Haus in der Nähe eines alten Verteidigungswalls versteckt. Die Grenzen von Gut und Böse drohen zu verschwimmen und schon bald weiß sie nicht mehr wer Freud oder Feind ist. Mit diesem Debüt hat Benedikt Gollhardt einen Thriller geschrieben, der beängstigend realitätsnah tief in das Milieu des Rechtsextremismus eintaucht. Die Geschichte ist sehr realistisch geschrieben und ich durchlebt während des Lesens ein Wechselbad der Gefühle. Es fällt mir sehr schwer eine Rezension zu diesem Thriller zu schreiben. Das Thema Rechtsextremismus hat mich sehr aufgewühlt und manche Stellen haben mich zugleich wütend und traurig gestimmt. Der Schreibstil des Autors besticht mit viel Liebe zu Details, somit fühlt man sich direkt in das Geschehen hinein versetzt.  Da ich nicht zuviel verraten möchte über die Handlung empfehle ich dieses Werk unbedingt selbst zu lesen, da mir kein Grund einfällt warum man es nicht tun sollte. Es sei denn, jemand stößt dieses sehr sensible Thema zu sehr ab.

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Ich würde mich nicht unbedingt als großen Thrillerfan bezeichnen, habe mich mit diesem Genre aber in letzter Zeit intensiver auseinander gesetzt, da sich für mich diese spannende Unterhaltung sehr gut eignet für lange Fahrten. In diesem Sinne war "Westwall" für mich eine vollkommen neue Erfahrung. Bisher haben Thriller für mich immer weit weg gespielt, sei es in Amerika, wo (geht man nach den Büchern) nur Verrückte rumlaufen, oder in der skandinavischen Region, wo die Weite des Landes und die ständige Dunkelheit zur nötigen Stimmung der düsteren Thriller beitragen. Deutschland als Handlunsgort eines Thrillers konnte ich mir nicht so richtig vorstellen und dann auch noch im politischen Bereich angesiedelt. Doch was Spannung und Thematik angeht, hat mich Westwall schnell eines besseren belehrt. Schnell taucht man gemeinsam mit Protagonistin Julia in das spannungsgeladene Milieu aus linker und rechter Szene ein, zwischen der der Staat in Gestalt von Polizei und Verfassungsschutz stehen. Gemeinsam mit der scheinbar ahnungslosen jungen Frau erfährt man von Verstrickungen und überraschenden Verbindungen, lernt verschiedene Mit- und Gegenspieler kennen, deren Ziele und Orientierung im Laufe der Geschichte verschwimmen. Insofern wartet das Buch mit vielen, teilweise überraschenden Wendungen auf und weiß gut zu unterhalten. Allerdings wirkte das Buch für mich an manchen Stellen doch recht vorherhsehbar. Die Spannung konnte aber dank des Erzählstils gut aufrecht gehalten werden. Der Charakterentwicklung der Figuren hat die Geschichte erfreulicherweise genügend Raum gelassen. Auch wenn einige der Nebenfiguren recht schablonenhaft wirkten (besonders negativ ist mir dabei der dümmlich wirkende Nazi Karl aufgefallen) und sich mir vor allem dank der Dialoge der auftretenden Jugendlichen die Zehennägel gerollt haben, konnten mich vor allem die Hauptfiguren überzeugen. Uve Teschner als Leser des Buches hat mich in der Erzählung des Buches gut abholen können, überzeugte aber leider bei der Umsetzung einzelner Figuren nicht immer. Warum er zum Beispiel Karl (ja, ich weiß, an ihm habe ich einen negativen Narren gefressen) eine solche Fistelstimme verliehen hat, ist mir unbegreiflich und trägt nur zusätzlich zum übertrieben dümmlich wirkenden Klischee bei. Authetischer hätte ich es gefunden, hätte er eine männlichere Stimme bekommen und somit der Figur einen interessanten Twist verliehen. Sehr gut haben mir aber vor allem die ausgewählten Handlungsorte gefallen. Der Thriller spielt sich einmal quer durch Deutschland und bezieht dabei Städte und Landschaften mit ein, mit denen ich Erinnerungen und Bilder im Kopf verbinden kann. Dadurch wirkt das Buch umso realer und wird zu einem "fühlbaren" Erlebnis für mich. Insgesamt ist "Westwall" ein solider Thriller, der mir mit seinem Handlungsort und den damit verbundenen Verknüpfungen etwas Neues und positiv überraschendes bieten konnte.

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Zum Inhalt: Die junge Polizeischülerin Julia trifft auf Nick und verliebt sich sehr schnell in ihn, obwohl es viele Anzeichen gibt, die ihr zu schaffen machen. Auch ihr Ausbildungsleiter Herr Roosen, der Julia sehr nahesteht, scheint dies am meisten zu beunruhigen. Während ihre Freundin Daria Julia ermutigt, mit Nick auszugehen, verlaufen im Hintergrund andere Machenschaften innerhalb des Verfassungsschutz, der auch über Leichen geht, um zu bekommen, was er will. Im Laufe des Romans ergeben sich weitere Verknüpfungen, die alle mit der nationalsozialistischen Gruppierungen zu tun haben. Letztlich muss Julia herausfinden, was das alles mit ihr und ihrer Herkunft zu tun hat. Meine Meinung: Das Cover ist total schön, irgendwie atemberaubend. Und ausserdem finde es mega cool, dass es in Köln und Umland spielt (ich wohne in Düsseldorf). Am Anfang hat es echt lange gedauert, bis ich in die Geschichte reinkam. Das lag vor allem daran, dass in so vielen Perspektiven gesprochen wird und man erstmal nicht ganz versteht, wer was wie wo macht. Manchmal habe ich auch einige Sequenzen (zb. Julias Träume) als 'unnötig' empfunden: es hat nicht wirklich was zur Handlung oder zur Stimmung beigetragen. Dennoch haben die Charaktere mir sehr gut gefallen und die Handlung hat ab der Hälfte etwas Fahrt aufgenommen. Die ganze Storyline rund um Ira und ihre 'Kinder' hat mich irgendwie fasziniert und wie sich das Verhalten derer auch in der Geschichte weiterentwickelt hat. Zusätzlich finde ich die Geschichte rund um den Westwall (der wirklich existiert) sehr interessant. Das Thema ist auch sehr aktuell und lässt einen nachdenken, wie nah die rechte Szene uns doch sein könnte. Und auch wie nah rechts und links beinander liegen und es einfach nur darum geht, gegen das System zu sein. Das Ende hat mich über aus zufrieden gestellt. Zu diesem Thriller kann ich nur eine klare Leseempfehlung abgeben : ) Mein Fazit zu Westwall ⭐⭐⭐⭐

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Westwall ist der Debüt-Thriller von Benedikt Gollhardt und ich muss sagen, dass er ihm sehr gut gelungen ist. Das Cover ist sehr schön gestaltet und zeigt das Haus im Wald, das auch im Thriller spielt. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt, sodass man von jedem Charakter einen Einblick bekommt. Am Anfang hab ich gar nicht durchgeblickt, aber nach und nach wurden die Vermutungen bestätigt und die Puzzleteile aufgedeckt. Es ist erschreckend, wie teils „normale“ Leute in der Nazi-Szene sein können und das ist sicher nicht nur in dem Thriller so, sondern das gibts auch im „echten“ Leben. Man sieht hier auch an mehreren Charakteren, dass ein Aussteigen aus der Szene fast unmöglich ist. Die Charaktere hierzu waren sehr plausibel und man versteht ihre Beweggründe. Es ist aber auch erschreckend, wie schnell man in so eine Szene abrutschen kann. Die Geschichte war sehr spannend, mit viel Hintergrund, denn ich habe noch nie was vom Westwall gehört und von den „Drachenzähnen“. Im Anhang befinden sich außerdem noch mehr Hintergrundinformationen, was ich sehr cool finde, denn in der Schule haben wir zwar die NS-Zeit behandelt, aber da war nie die Rede vom Westwall und den Panzersperren. Ich kann den Thriller jedem empfehlen, der Thriller mag und zusätzlich bekommt man noch geschichtlichen Hintergrund. 4 Sterne

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Dieser Roman beginnt schon gleich auf der ersten Seite so spannend, daß ich ihn sehr zügig durchlesen musste. Der erfahrene Drehbuchautor Benedikt Gollhardt entwirft einen komplexen Thriller mit mehreren Handlungsebenen und einem reichhaltigen Personentableau: Julia, die unbedingt wissen möchte, warum Nick mit ihr zusammensein möchte – wir Leser*innen wissen lange vor ihr, daß er auf sie angesetzt wurde. Ohne zu ahnen ist sie der Mittelpunkt, um die sich alles dreht. Ihr Vorgesetzter, ein Polizist mit Leib und Seele, der jedoch einen wunden Punkt hat und sich dem rechten Netzwerk nicht mehr entziehen kann, in das er geraten ist und das Verbindungen bis in den Verfassungsschutz hinein hat. Wolfgang, Julias Vater, der schreckliches ahnt, als Julia ihm von Nick erzählt. Und schließlich Nick, ein Aussteiger aus der Neonaziszene, der sich Straffreiheit verspricht, wenn es seinem Verbindungsmann im Verfassungsschutz gelingt, mit seiner Hilfe in den Kern der rechten Szene vorzudringen. Das alles liest sich wirklich sehr spannend und ich hatte beim Lesen das Gefühl, daß sich so etwas wirklich zutragen könnte. Während der Arbeiten an seinem Buch erlebte der Autor mit, wie aktuell seine Themen sind und wie seine Fiktion teilweise bestätigt wurde: Die Affäre um den ehemaligen Präsidenten des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen kochte hoch, eine rechte Chatgruppe wurde im hessischen Polizeiapparat entdeckt und die Polizei in Sachsen und Thüringen geriet in den Verdacht, von Nazis unterwandert zu werden. Fazit: Mit seinem Roman wollte der Autor nach eigener Aussage einen Thriller schreiben, mit dem er den Nerv dieser unruhigen Zeit treffen will. Zumindest bei mir hat er diesen Nerv voll getroffen!

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Das ist endlich nochmal ein Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen und einem unvorhersehbarem Ende! Hat mir sehr gut gefallen! Ich würde mich freuen, mehr von dem Autoren zu lesen!

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Westwall ist das Thrillerdebüt des deutschen Drehbuchautoren Benedikt Gollhardt. Das Buch ist mir schon durch das schöne Cover aufgefallen, richtig begeistert hat mich aber die Karte am Anfang des Buches. Bei Fantasyromanen ist es ja mittlerweile normal eine Karte einzufügen, aber bei Thrillern habe ich das noch nie gesehen. Schon vor dem Lesen habe ich dadurch etwas Neues gelernt, denn über den Westwall und dessen Verlauf wusste ich vorher noch nicht viel. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einige Wochen nach dem Beginn des eigentlichen Thrillers spielt und mich schon extrem neugierig stimmte. Man könnte sogar sagen, dass es bereits im Prolog einen kleinen Plottwist gab und das habe ich noch nicht häufig erlebt. Der Großteil des Buches ist aus Julias Sicht geschrieben, Zwischendurch sind aber auch Passagen aus der Sicht von Anderen geschrieben, so lernt der Leser zum Beispiel Julias Ausbilder Roosen, ihren Vater Wolfgang, Nick und weitere Protagonisten näher kennen. Die Polizeischülerin Julia ist sehr ehrgeizig, kümmert sich aber auch liebevoll um ihren Vater, der nach einem Unfall zum Pflegefall geworden ist. Leider kam sie mir an manchen Stellen etwas zu naiv vor und es hat mich ein wenig genervt, dass sie nie auf die Ratschläge von anderen hört. Ihr Vater Wolfgang hat sein Leben lang versucht seine Tochter zu beschützen und ist dafür mit ihr in eine abgelegene Kommune gezogen. Nun plagen ihn jedoch große Ängste, denn er hat seiner Tochter nie das Geheimnis anvertraut, dass der Grund für ihre isolierte Kindheit war und fürchtet, dass die Vergangenheit die beiden nun einholen wird. Die vielen einzelnen Erzählstränge und der flüssige Schreibstil sorgten schon früh dafür, dass mich das Buch fesseln konnte, auch wenn es ein bisschen gedauert hat sich an die rasch wechselnden Handlungsstränge zu gewöhnen. Gegen Mitte des Buches wurden bereits viele der „Geheimnisse“ gelüftet, doch in der zweiten Hälfte des Buches wurde die Spannung trotzdem noch mehr gesteigert, bis das Buch in einem gelungenen Showdown am Westwall endet. Rechtsextremismus ist ein hochaktuelles Thema, dass Gollhardt auf interessante Weise mit der deutschen Geschichte verknüpft hat. Auch die Anfälligkeit von Kindern und Jugendlichen für politische Ideologien wurde gut in das Buch eingebracht und gehörte für mich zu einem der spannendsten Aspekte. Abgerundet wurde das Ganze durch einen Anhang mit vielen geschichtlichen Hintergründen zum Westwall. Insgesamt konnte mich das Buch wirklich fesseln, sodass ich definitiv auch das nächste Buch von Benedikt Gollhardt lesen würde. Die Handlung war durchweg temporeich und die Umgebung rund um den Westwall klasse beschrieben. Ich gebe diesem gelungenen Debüt 4.5 Sterne und kann es jedem Thrillerfan empfehlen, insbesondere denen, die gerne geschichtliche Hintergründe in Büchern haben.

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Julia Gerloff ist anders. Aufgewachsen in einer ländlichen Kommune strebt sie einen anderen Lebenswandel als ihr Vater, Lupo, ein Althippie an. Als Überläufern will sie bei der Polizei Karriere machen und ist eine begeisterte Schülerin. In der S-Bahn lernt sie Nick kennen, der sie gekonnt um seinen Finger wickelt. Julia kann es kaum fassen, dass sie endlich in einem normalen Leben ohne Bauwagen, Selbstversorgung und Lagerfeuer angekommen ist. Doch das anerzogene Misstrauen lässt sie stutzen. Sie lässt ihre Beziehungen spielen und überprüft Nick. Nick, der sich ebenfalls als Aussteiger betrachtet, hat es gewagt, bei Julia einen Schritt zu weit zu gehen. Mit der Wahrheit im Gepäck löst er eine ungeahnte Lawine aus, der erst im dunklen schwelt und dann gewaltig hervorbricht. Ausbilder Roosen sorgt sich um Julia. Als diese sich ihm anvertraut, steht der nächste Anschlag bereits bevor. Ab sofort explodiert die Welt um Julia. Als ihr Vater brutal von einem Jugendlichen ermordet wird, bricht die dunkle ungeahnte Wahrheit aus der Vergangenheit ans Licht. Für die junge Frau ist nichts mehr so, wie es mal war. Wer ist noch Freund? Wer ist Feind? Nick, der sich ebenfalls aus den Fängen des Verfassungsschutzes befreit und wiedererwarten seines dortigen Betreuers nun ganz eigene Ziele verfolgt, zieht sich das Netz immer enger zusammen. Fein webt Benedikt Gollhardt hier die Maschen zusammen. Aus Polizei, Verfassungsschutz und Terroristen wird ein Bündel von Menschen, die der Leser erst sortieren muss. Wie auch schon Julia fragt sich der Leser ständig, wer ist der Gute und wer der Böse. Die Szenerie, finster im alten Bunkerviertel rund um den Westwall gelegen, umgibt sich mit alten Nazis, Ewiggestrigen und zu neuem Leben erwachten Terroristinnen. Zu spät begreift Julia, wer hier den Takt vorgibt und die entscheidenden Fäden in diesem Netz zieht. Ein Thriller, der aktueller und brisanter nicht sein könnte!

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