Leserstimmen zu
Westwall

Benedikt Gollhardt

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Dieser Roman beginnt schon gleich auf der ersten Seite so spannend, daß ich ihn sehr zügig durchlesen musste. Der erfahrene Drehbuchautor Benedikt Gollhardt entwirft einen komplexen Thriller mit mehreren Handlungsebenen und einem reichhaltigen Personentableau: Julia, die unbedingt wissen möchte, warum Nick mit ihr zusammensein möchte – wir Leser*innen wissen lange vor ihr, daß er auf sie angesetzt wurde. Ohne zu ahnen ist sie der Mittelpunkt, um die sich alles dreht. Ihr Vorgesetzter, ein Polizist mit Leib und Seele, der jedoch einen wunden Punkt hat und sich dem rechten Netzwerk nicht mehr entziehen kann, in das er geraten ist und das Verbindungen bis in den Verfassungsschutz hinein hat. Wolfgang, Julias Vater, der schreckliches ahnt, als Julia ihm von Nick erzählt. Und schließlich Nick, ein Aussteiger aus der Neonaziszene, der sich Straffreiheit verspricht, wenn es seinem Verbindungsmann im Verfassungsschutz gelingt, mit seiner Hilfe in den Kern der rechten Szene vorzudringen. Das alles liest sich wirklich sehr spannend und ich hatte beim Lesen das Gefühl, daß sich so etwas wirklich zutragen könnte. Während der Arbeiten an seinem Buch erlebte der Autor mit, wie aktuell seine Themen sind und wie seine Fiktion teilweise bestätigt wurde: Die Affäre um den ehemaligen Präsidenten des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen kochte hoch, eine rechte Chatgruppe wurde im hessischen Polizeiapparat entdeckt und die Polizei in Sachsen und Thüringen geriet in den Verdacht, von Nazis unterwandert zu werden. Fazit: Mit seinem Roman wollte der Autor nach eigener Aussage einen Thriller schreiben, mit dem er den Nerv dieser unruhigen Zeit treffen will. Zumindest bei mir hat er diesen Nerv voll getroffen!

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Das ist endlich nochmal ein Thriller mit vielen unerwarteten Wendungen und einem unvorhersehbarem Ende! Hat mir sehr gut gefallen! Ich würde mich freuen, mehr von dem Autoren zu lesen!

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Westwall ist das Thrillerdebüt des deutschen Drehbuchautoren Benedikt Gollhardt. Das Buch ist mir schon durch das schöne Cover aufgefallen, richtig begeistert hat mich aber die Karte am Anfang des Buches. Bei Fantasyromanen ist es ja mittlerweile normal eine Karte einzufügen, aber bei Thrillern habe ich das noch nie gesehen. Schon vor dem Lesen habe ich dadurch etwas Neues gelernt, denn über den Westwall und dessen Verlauf wusste ich vorher noch nicht viel. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der einige Wochen nach dem Beginn des eigentlichen Thrillers spielt und mich schon extrem neugierig stimmte. Man könnte sogar sagen, dass es bereits im Prolog einen kleinen Plottwist gab und das habe ich noch nicht häufig erlebt. Der Großteil des Buches ist aus Julias Sicht geschrieben, Zwischendurch sind aber auch Passagen aus der Sicht von Anderen geschrieben, so lernt der Leser zum Beispiel Julias Ausbilder Roosen, ihren Vater Wolfgang, Nick und weitere Protagonisten näher kennen. Die Polizeischülerin Julia ist sehr ehrgeizig, kümmert sich aber auch liebevoll um ihren Vater, der nach einem Unfall zum Pflegefall geworden ist. Leider kam sie mir an manchen Stellen etwas zu naiv vor und es hat mich ein wenig genervt, dass sie nie auf die Ratschläge von anderen hört. Ihr Vater Wolfgang hat sein Leben lang versucht seine Tochter zu beschützen und ist dafür mit ihr in eine abgelegene Kommune gezogen. Nun plagen ihn jedoch große Ängste, denn er hat seiner Tochter nie das Geheimnis anvertraut, dass der Grund für ihre isolierte Kindheit war und fürchtet, dass die Vergangenheit die beiden nun einholen wird. Die vielen einzelnen Erzählstränge und der flüssige Schreibstil sorgten schon früh dafür, dass mich das Buch fesseln konnte, auch wenn es ein bisschen gedauert hat sich an die rasch wechselnden Handlungsstränge zu gewöhnen. Gegen Mitte des Buches wurden bereits viele der „Geheimnisse“ gelüftet, doch in der zweiten Hälfte des Buches wurde die Spannung trotzdem noch mehr gesteigert, bis das Buch in einem gelungenen Showdown am Westwall endet. Rechtsextremismus ist ein hochaktuelles Thema, dass Gollhardt auf interessante Weise mit der deutschen Geschichte verknüpft hat. Auch die Anfälligkeit von Kindern und Jugendlichen für politische Ideologien wurde gut in das Buch eingebracht und gehörte für mich zu einem der spannendsten Aspekte. Abgerundet wurde das Ganze durch einen Anhang mit vielen geschichtlichen Hintergründen zum Westwall. Insgesamt konnte mich das Buch wirklich fesseln, sodass ich definitiv auch das nächste Buch von Benedikt Gollhardt lesen würde. Die Handlung war durchweg temporeich und die Umgebung rund um den Westwall klasse beschrieben. Ich gebe diesem gelungenen Debüt 4.5 Sterne und kann es jedem Thrillerfan empfehlen, insbesondere denen, die gerne geschichtliche Hintergründe in Büchern haben.

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Julia Gerloff ist anders. Aufgewachsen in einer ländlichen Kommune strebt sie einen anderen Lebenswandel als ihr Vater, Lupo, ein Althippie an. Als Überläufern will sie bei der Polizei Karriere machen und ist eine begeisterte Schülerin. In der S-Bahn lernt sie Nick kennen, der sie gekonnt um seinen Finger wickelt. Julia kann es kaum fassen, dass sie endlich in einem normalen Leben ohne Bauwagen, Selbstversorgung und Lagerfeuer angekommen ist. Doch das anerzogene Misstrauen lässt sie stutzen. Sie lässt ihre Beziehungen spielen und überprüft Nick. Nick, der sich ebenfalls als Aussteiger betrachtet, hat es gewagt, bei Julia einen Schritt zu weit zu gehen. Mit der Wahrheit im Gepäck löst er eine ungeahnte Lawine aus, der erst im dunklen schwelt und dann gewaltig hervorbricht. Ausbilder Roosen sorgt sich um Julia. Als diese sich ihm anvertraut, steht der nächste Anschlag bereits bevor. Ab sofort explodiert die Welt um Julia. Als ihr Vater brutal von einem Jugendlichen ermordet wird, bricht die dunkle ungeahnte Wahrheit aus der Vergangenheit ans Licht. Für die junge Frau ist nichts mehr so, wie es mal war. Wer ist noch Freund? Wer ist Feind? Nick, der sich ebenfalls aus den Fängen des Verfassungsschutzes befreit und wiedererwarten seines dortigen Betreuers nun ganz eigene Ziele verfolgt, zieht sich das Netz immer enger zusammen. Fein webt Benedikt Gollhardt hier die Maschen zusammen. Aus Polizei, Verfassungsschutz und Terroristen wird ein Bündel von Menschen, die der Leser erst sortieren muss. Wie auch schon Julia fragt sich der Leser ständig, wer ist der Gute und wer der Böse. Die Szenerie, finster im alten Bunkerviertel rund um den Westwall gelegen, umgibt sich mit alten Nazis, Ewiggestrigen und zu neuem Leben erwachten Terroristinnen. Zu spät begreift Julia, wer hier den Takt vorgibt und die entscheidenden Fäden in diesem Netz zieht. Ein Thriller, der aktueller und brisanter nicht sein könnte!

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Der Klappentext verrät ja schon sehr viel. Das möchte ich nicht wiederholen und ich möchte auch nicht mehr verraten, das würde dieser richtig guten Geschichte die Spannung nehmen. Die Story fängt auf jeden Fall sehr spannend an und die Spannung fällt auch überhaupt nicht ab. Die Charaktere sind durchweg interessant und sehr lebendig. Natürlich gibt es sehr sympathische Figuren, wie die Hauptfigur Polizeischülerin Julia, die nicht weiß, wie ihr geschieht und bald nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Die junge Frau ist aufgewachsen bei ihrem Vater, der mit ihr in einer Bauwagensiedlung lebte. Julias Kindheit war sehr behütet und idyllisch. Ihre Mutter hat sie nicht kennengelernt. Bei manchen Figuren, wie z. B. Nick schwappt man hin und her, da bei ihm gut und böse dann doch etwas verschwimmt, wie bei einigen weiteren Figuren, z. B. Julias Ausbilder. Natürlich gibt es auch so richtige Bösewichte, wie die charismatische Ira oder Karl, der Ira schon fast hörig zu sein scheint. Die Story ist aktuell und ziemlich realistisch, voller Action und sehr fesselnd geschrieben. Mit Wendungen und Überraschungen hat der Autor nicht gespart. Ich kann euch dieses grandiose Debüt nur empfehlen. Ich freue mich schon auf einen neuen Fall mit Julia.

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Die Polizeischülerin Julia trifft scheinbar zufällig den sympathischen Nick. Sie kommen sich näher, doch nach einer gemeinsamen Zeit entdeckt Julia Ungereimtheiten bezüglich seiner Identität. Das große Hakenkreuz-Tattoo auf seinem Rücken ist nur eines der Dinge, die sie aufhorchen lassen. Ihre Suche nach der Wahrheit führt sie in die Wälder der Eifel. „Westwall“, der Titel des Debütromans von Benedikt Gollhardt hat mich direkt angesprochen. Das Verteidigungssystem des Nazis ist bekannt, die alten Panzersperren noch heute in der Eifel zu entdecken. Einen Roman in diese Umgebung anzusiedeln finde ich packend. Das Thema ist ein aktuelles, es geht um V-Männer, eine rechtsextremistische Terrorgruppe, Geheimdienste und alt-Nazis. Das alles ist sehr spannend, rechtsradikale Netzwerke sind heutzutage leider noch immer ein Thema, weswegen ich die Story plausibel fand. Sehr zu empfehlen ist auch der Anhang des Buches, in dem ein Interview mit dem Autor, sowie weiter Informationen zum Westwall stecken. Ein spannendes Lesevergnügen mit geschichtlichem und aktuellem Hintergrund.

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Westwall - Benedikt Gollhardt Verlag: Penguin Taschenbuch: 15,00 € Ebook: 3,99 € ISBN: 978-3-328-10412-4 Erscheinungsdatum: 25. März 2019 Genre: Thriller Seien: 497 Inhalt: Manche Spuren führen tiefer in die Vergangenheit, als uns lieb ist … Scheinbar zufällig lernt Polizeischülerin Julia den attraktiven Nick kennen. Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht entdeckt sie, dass er ihr einen falschen Namen genannt hat und ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo auf dem Rücken trägt. Julia ist geschockt – warum hat Nick sie angelogen? Mit einem Mal gerät ihr Leben in einen alptraumhaften Strudel, der droht, ihr alles zu nehmen, was ihr lieb ist. Die Suche nach der Wahrheit führt Julia in die menschenleeren Wälder der Eifel bis hin zum Westwall, einem alten Verteidigungssystem aus dem Zweiten Weltkrieg. Und damit zurück in ihre eigene Vergangenheit ... Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover war hier wirklich einmal nicht ausschlaggebend dafür, dass ich das Buch lesen wollte. Es ist ok, reißt mich jetzt aber nicht vom Hocker. Allerdings ist es sehr passend zur Geschichte gewählt. Zum Buch: Wir haben hier eine Geschichte, dich ich wirklich sehr interessant fand. Nachdem Julia, anscheinend zufällig Nick kennenlernt, verändert sich auf einen Schlag ihr Leben. Sie kommen mit Dingen in Verbindung, die sie nie für möglich gehalten hätte. Ein Abstieg in die Abgründe der Menschlichkeit. Der Schreibstil ist ruhig und nimmt nach und nach an Fahrt auf, was mir hier sehr gut gefallen hat. So rutscht man ganz langsam ab, in die Abgründe. Klar haben wir alle schon mal davon gehört und auch manches schon mitbekommen, sei es im eigenen leben oder durch den Nachrichten, aber bei lesen kamen so viele verschiedene Emotionen hoch. Es ist schon traurig, dass man immer noch so viel hört über Rassismus und das es immer noch Grüppchen gibt, die dies ausleben. Jeder Mensch ist gleich und das sollte jeder einmal verinnerlichen. So komme ich wieder zum Buch. Die Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet und dargestellt. Bei nick war ich anfangs zwiegespalten, aber nach und nach fand er seinen Weg. Julia ist von Anfang an sympathisch und das ändert sich auch im Laufe der Geschichte nicht. Aber es gibt viele Charaktere in dieser Geschichte, die ich gar nicht mochte, wer das Buch gelesen hat, kann mir da sicher beipflichten. Ich empfinde die Geschichte als sehr realistisch, auch wenn ich selbst nie wirklich nah mit solchen Menschen in Verbindung kam, fand ich es hier sehr realistisch. Das Buch ließ mich mit einen Gefühl zurück, das ich nicht richtig beschreiben kann. Wut und Zorn, sind nur zwei der Emotionen, die ich während des Lesens empfand. Ich spreche hier eine klare Leseempfehlung aus. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen, es ist ein Buch, das mich mit gerissen hat.

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Die junge Polizeischülerin Julia erfüllt sich mit der Wahl ihres Berufes einen lang ersehnten Traum. Mit ihrem Vater Wolfgang, der mittlerweile an den Rollstuhl gefesselt ist und auf die Hilfe von Julia angewiesen ist, hat sie ihr Leben in einer Hippiekommune verbracht, behütet und abgeschottet von den Gefahren der Großstadt. Eines Tages lernt die junge Frau scheinbar zufällig Nick kennen und fühlt sich gleich zu ihm hingezogen. Doch Nick hat ein dunkles Geheimnis, das Julia nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht entdeckt. Ein riesiges Hakenkreuz-Tattoo bedeckt Nicks Rücken. Und plötzlich überschlagen sich alptraumhafte Ereignisse, Julias Leben gerät aus den Fugen und sie weiß nicht, wem sie noch trauen kann… Meine Meinung: „Westwall“ ist das Thriller-Debüt des Radio- und Fernsehjournalisten Benedikt Gollhardt. Gekonnt lässt er in seinem fesselnden Debüt die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und greift zudem ein hochaktuelles und politisches Thema auf. Schon der Prolog zu Beginn wirft viele Fragen auf und macht neugierig auf mehr. Benedikt Gollhardt präsentiert eine undurchschaubare und rätselhafte Geschichte. Nicht nur die Protagonistin Julia, auch der Leser weiß nicht, wer ist gut und wer ist böse, welcher der Charaktere steht mit wem im Zusammenhang, wem kann man trauen, wer spielt ein falsches Spiel? Nach zahlreichen Wendungen und Spurwechseln werden alle Geheimnisse langsam und Stück für Stück aufgelöst und es kommt zu einem nervenaufreibenden Schlussakt. Auch wenn der Autor überwiegend auf turbulente Actionszenen und Blutvergießen verzichtet, die Geschehnisse, Entwicklungen und Geheimnisse die im Laufe der Geschichte zutage treten, sind schockierend und erschreckend genug und bieten Spannung und nervenzerreißende Anspannung. Der Autor erzählt die Geschichte rasant und mit angenehm klarem Schreibstil. Das Setting im Wald, der Westwall und viele andere Szenen werden bildhaft und sehr atmosphärisch beschrieben. Neben Julia als Hauptprotagonistin, gibt es noch zahlreiche andere Charaktere, die alle ihren Platz in diesem ausgereiften Plot verdient haben. Obwohl manche der Figuren nur Nebenrollen bekleiden, besitzt jeder Charakter einen gewissen Tiefgang, ist jeder für sich mit seinem Wesen und Eigenschaften etwas Besonderes. Das hat mir sehr gut gefallen. Mein Fazit: Jedes Buch, dass sich in irgendeiner Form mit dem Nationalsozialismus beschäftigt ist wichtig, damit man die Brisanz dieser Thematik nie aus den Augen verliert. In seinem Thriller-Debüt „Westwall“ vereint Benedikt Gollhardt eine erschreckend aktuelle Problematik mit packender und kurzweiliger Unterhaltung. Zudem greift er mit der Einbeziehung des Westwalls ein Stück deutscher Geschichte auf. Das auf 630 km verteilte militärische Verteidigungssystem verlief entlang der Westgrenze des Deutschen Reiches und wurde von Zwangsarbeitern unter der Aufsicht der deutschen Wehrmacht erbaut. Ein interessantes, abwechslungsreiches, gut recherchiertes und wirklich spannendes, aber auch nachdenklich stimmendes Buch, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann.

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