Leserstimmen zu
Von Zeit und Macht

Christopher Clark

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Dieses Werk lässt mich zugegebenermaßen zwiegespalten zurück. Zum einen wird das Versprechen, Zusammenhänge zwischen Macht und Zeit aufzuzeigen, durchaus auch eingelöst. So erfährt man, wie sich Machtstrukturen wandeln, wie Macht zu verschiedenen Zeiten legitimiert wird und so weiter. Doch andererseits hatte ich häufig den Eindruck, plakative, an Inhalt jedoch ärmere Phrasen zu lesen. Da in diesem Buch viele geschichtliche Figuren wie Friedrichs II. von Preußen, Bismarck und Weitere thematisiert werden, erhält man auf den 320 Seiten zwar einen guten Überblick; ich befürchte jedoch, dass man mehr Verständnis für "Zeit und Macht" entwickeln würde, nähme man ein paar wenige gute Lektüren zu einzelnen der hier beschriebenen Epochen zur Hand, erführe man über die beiden Schlagworte wesentlich mehr. Besonders die "Narrative", auf die sich ständig bezogen wird, bereicherten für mich nicht gerade die Lektüre. Der Schreibstil war abwechselnd sehr bildhaft-eingänglich und umständlich-demotivierend. "Kein einziges der auf diesen Seiten analysierten Regime änderte formal den Kalender. Kein einziges führte eine neue Zeitordnung ein. Aber jedes einzelne besaß eine markante zeitliche Signatur. Jedes 'tanzte' zu einer anderen zeitlichen Musik." (S.231) Was mir wiederum von der Idee her sehr zusagte, war, dass im Epilog Bezug auf die aktuelle Situation Europas genommen wird. Hier stellt der Autor ein paar Bezüge zu den zuvor herausgestellten Situationen in der Geschichte her.Ab Seite 249 folgen sein Dank, die Anmerkungen und das Register (bis S. 313), was mich persönlich vom Umfang her überraschte. Insgesamt handelt es sich meines Erachtens um ein Buch, das viele Epochen anführt und auf die Stichwörter "Macht" und "Zeit" hin untersucht. Dabei überraschen der doch recht geringe Umfang des Werkes, die häufig einfließenden Modewörter, die leider nicht wirklich mit Inhalt gefüllt werden und der zwischen bildhaft und trocken wechselnde Schreibstil. Obwohl ich ein paar neue Denkanstöße habe erlangen können, vermochte mich das Buch leider nicht zu überzeugen.

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Von Zeit und Macht

Von: Hans H. Hanebuth aus 31515 Wunstorf

01.02.2019

Ich bin interessierter Laie und ich habe das Buch gern gelesen. Es gibt nicht nur Aufschluß über die jeweiligen geschichtlichen Situationen, es regt auch an, die gegenwärtigen politschen Entwicklungen unter den Aspekten Zeit und Macht zu beurteilen. Soweit meine Meinung zum Buch. Ich möchte aber doch einige Anmerkungen machen. • Manchmal scheint mir die Ausdrucksweise "gestelzt". Ich weiß nicht ob das am Autor oder am Übersetzer liegt. Hier ein Beispiel: Seiet 190, letzte Zeilen: Das Fehlen eines kohärenten Programms kann man allerdings kompensieren, indem man einflußreichen Tropen in einer vielzahl von Quellen - [ . . . ] - nachgeht und darin nach den Umrissen eines gemeinsamen Bewußtseins sucht. Diesen Satz muß man - oder mußte ich - mehrere Male lesen, um mit dem Ausdruck "Tropen" den Sinn zu verstehen. Hier noch Hinweise auf Druckfehler: Seite 156, Zeile 16 - muß heißen: . . . mit denen der Staatsmann . . . ; Seite 213, Zeile 26 - muß heißen: . . . des "Thüringisch-sächsischen Vereins für Erforschung des vaterländischen Altertums . . . "

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