Leserstimmen zu
Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Susanne Hasenstab

(8)
(19)
(4)
(2)
(0)
€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

Sonntagmorgen Lektüre

Von: aboutanotherbooknerd

09.10.2019

Schon lange nicht mehr ein Buch so schnell durch gelesen. Ein super Morgen mit diesem Buch auf der Couch verbracht.

Lesen Sie weiter

Bewertet mit 5 Sternen Zum Buch: Katja lebt mit ihrem Freund Jonas zusammen, ist Redaktionsassistentin beim Sonntags Blitz und noch nicht so ganz angekommen in ihrem Leben. Als Jonas mit ihr zu der langen Nacht der Musterhäuser will, geht sie stattdessen zu dem selbsternannten Mentor des freigeistigen Milieu, Heinrich Waldemar Edel und seiner ersten Soiree "Heinrich, still und leise". Meine Meinung: Eine Geschichte, wie man sie täglich erleben kann, man darf sie nur nicht zu ernst nehmen. Susanne Hasenstab hat einen wunderbaren Humor und ich habe mich herrlich amüsiert. Im Prinzip geht das Buch von der ersten Heinrich, still und leise Soiree bis zur zweiten nur vier Wochen, aber die haben es in sich. Ich fand die Erzählungen, die teilweise schon ausschweifend sind, sehr unterhaltsam und habe uns "Kleinstadtmenschen" zumindest bei den Hausbesichtigungen deutlich erkannt. Die Figuren wurden so authentisch beschrieben, dass ich fast gewillt bin zu fragen, ob die Autorin autobiografische Geschichten mit verarbeitet hat (Wer das Buch gelesen hat, versteht die Anspielung ;D). Fazit: Eine wunderbare, humorvolle Erzählung. Ich musste sehr viel kichern und lachen und war doch froh, es zuhause gelesen zu haben, die Blicke meiner Familie reichten mir. Wer gerne humorvolle alltagsnahe Geschichten mag, ist mit diesem Buch sehr gut beraten. Wer einen gefühlvolle Liebesroman sucht, ist davon wahrscheinlich enttäuscht. Die Gefühle gingen hier eher in Richtung Humor. Und der war großartig.

Lesen Sie weiter

Dieses Buch werde ich zweimal lesen. Eine Pflichtlektüre für jede Frau ab 30 Jahren:) Herrlich ehrlich und man findet sich schnell wieder, wenn auch in anderen Rahmenbedingungen. Manchmal möchte man aus dem gewohnten, geplanten Alltag und seinen Zukunftsaussichten einfach ausbrechen. Humorvolle Darstellung aller Charaktere.

Lesen Sie weiter

Katja ist Anfang 30, hat einen festen Freund namens Jonas und einen Job bei einer lokalen Gratiszeitung, für den sie eigentlich überqualifiziert ist. Ihr Umfeld gibt ihr zu verstehen, dass sich bald etwas tun muss in ihrem Leben: Ihr Freund zerrt sie zu Hausbesichtigungen, ihre Eltern drängen auf Enkel, beruflich sollte sich auch mal was verändern. Aber Katja findet den Gedanken weder an das eine, noch das andere, besonders erbaulich. Klar, Frauen können heute Karriere ud Kinder haben, aber was wenn man keins von beidem will? Auf einer Kleinstadt Soiree, die von dem schmierigen Kunstförderer Heinrich veranstaltet wird, lernt Katja den Krimi-Autor Robert kennen, der durch seinen Roman “Die Geschändeten von Heusenstamm” berühmt wurde, und irgendwie funkt es zwischen den beiden. Doch wäre eine Affäre es wert, all das aufzugeben, was Katja eigentlich ohnehin wicht will, aber laut Gesellschaft wollen sollte? Susanne Hasenstabs Roman “Irgendwo Zwischen Liebe und Musterhaus” ist bevölkert von skurillen Charakteren: Da gibt es Katjas Freundin Inga, eine zierliche Lifestyle Bloggerin, die am liebsten nach Bali reist. Kunstliebhaber Heinrich, der Katja gerne an die Wäsche würde und sich selbst für den Kunstpabst ihrer Kleinstadt hält. Dessen Lebensgefährtin Hermine, die sich selbst verwirklicht, indem sie Brokat Gewänder für kopflose Elfenpuppen schneidert. Die Figuren sind bewusst stark überzeichnet, sie sind wandelnde Klichees. Aber irgendwie erkennt man in Nuancen auch immer wieder Menschen wieder, die man kennt. Die herlichen Dialoge im Buch und Katjas innere Stimme, die diese zynisch kommentiert, haben mich wiederholt zum schmunzeln gebracht. Insagesamt habe ich mich bei der Lektüre des Buchs sehr amüsiert. Hasenstabs Humor, ihre Beobachtungsgabe und ihr Wortwitz haben mich positiv überrascht, denn ich bin ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen. Auch das Katja eine so untypische (Anti-)Heldin ist hat mir sehr gefallen: weder ist sie extrovertiert, noch auf niedliche Art schüchtern. Sie hält sich meist zurück, aber oft aus Mangel an Interesse oder weil sie nichts beitragen will. Der Titel “Irgenwo zwischen Liebe und Musterhaus” ist meiner Meinung nach etwas irrenführend, da er auf ein romantisches Buch hindeutet. Nur vom Titel ausgehend hätte ich daher wahrscheinlich nicht zu dem Buch gegriffen. Da der Verlag mir freundlicherweise ein Exemplar geschickt hat, kam ich trotzdem zu dem Lesegenuss und war positiv überrascht. Wer Lust auf ein parodistisches Buch mit überzeichneten Charakteren und viel Humor hat, sollte definitiv reinlesen. Der Roman umfasst ca. 410 Seiten und ist im Limes Verlag erschienen.

Lesen Sie weiter

Noch nie habe ich ein vergleichbares Buch gelesen. Nicht nur die Geschichte ist auf besondere Art und Weise erzählt, auch der Schreibstil ist einmalig und verleiht der Geschichte zusätzlich einen besonderen Charme. Ich habe mich in der Geschichte so wohlgefühlt, dass ich, wenige Stunden nachdem ich das Buch beendet habe, richtige Sehnsucht danach empfand. Die Geschichte erzählt auf eine äußerst amüsante und charmante Weise vom Gefühl, zwischen unendlich scheinenden Möglichkeiten und einer tickenden biologischen Uhr gefangen zu sein. Ich weiß nicht, wie oft ich während des Lesens laut los gelacht habe, die Dialoge sind einfach unfassbar komisch. Der Roman ist originell, spritzig, leicht und anders als der Titel vielleicht erwarten lässt, kein typisches „Frauen-Buch“. Die Charaktere sind liebevoll und bis ins kleinste Detail perfekt ausgearbeitet: Katja ist an einem Punkt in ihrem Leben angekommen, an dem nichts so richtig vorwärts geht. Sie steckt fest, in ihrer Beziehung, im Job und überhaupt weiß sie nicht, wohin es in ihrem Leben gehen soll. Ihr Freund Jonas und ihre Eltern versuchen, ihr „die Notwendigkeit weiterer Lebensetappen begreiflich zu machen.“ (Zitat Seite 62), wobei Katja bald darauf darüber nachdenkt, „Was bleibt, wenn ich die Optionen Haus, Heirat, Kinder und Karriere allesamt ausschlage?“ (Zitat Seite 151) Katja ist eine tolle Protagonistin, die mir direkt ans Herz gewachsen ist. Katjas Freund Jonas streitet sich mit den Nachbarn um einen Parkplatz, verbringt seine Freizeit mit dem Lesen von blutigen Krimis, geht zum Sport und sucht nach dem perfekten Eigenheim für sich und Katja. Er möchte „einfach ein ganz normales Leben führen.“ (Zitat Seite 359) Statt seine Freundin zu unterstützen, versucht er, sie in eine Richtung zu lenken. Er versucht Katja eine Stelle in der Bank schmackhaft zu machen, in der er auch arbeitet, da sie doch nicht für immer beim Sonntags-Blitz arbeiten könne. Jonas mochte ich überhaupt nicht, er war mir einfach von Anfang an unsympathisch. Inga ist Katjas Freundin aus Schulzeiten, schreibt mit viel Hingabe ihren Blog „Modern Diva Diary“ und ist irgendwie auf der Suche nach einer Erleuchtung. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter, etwas verschroben und eigenwillig, aber sie hat ein gutes Herz. Ihr Freund Borke gibt sich mit viel Hingabe der Welt des Hochprozentigen hin, was das ein oder andere mal etwas ausartet und spätestens mit Aussagen wie „… es wäre das Allerletzte, dass er nicht trinken darf.“ (Zitat Seite 214) entwickelt er sich zu einer unausstehlichen Person. Er fühlt sich in seinem Kuhkaff wohl und versteht nicht, warum Inga nach einem Eigenheim außerhalb seines Heimatorts sucht. Ich habe mir beim Lesen einen besseren Mann für Inga gewünscht, der sie unterstützt und nicht kleinhält, denn eine solche Beziehung hat sie nicht verdient. Heinrich Waldemar Ertl und dessen Freundin Hermine geben samt nervösem Hund ein urkomisches Gespann ab, deren Dialoge und Ansichten mich sehr amüsiert haben. Die beiden, allen voran Heinrich, Künstler durch und durch, sorgen unbewusst für Veränderungen in den Leben aller Charaktere, worauf ich jetzt aber nicht genauer eingehen möchte, um niemanden zu spoilern. Und dann ist da auch noch Krimiautor Robert Klotzky, den man einfach mögen muss. Auf Heinrichs Soiree lernen er und Katja sich kennen und verstehen sich direkt gut. Aus den Gesprächen der beiden erfährt der Leser etwas mehr über Roberts Kindheit und die interessante Geschichte wie er zum Schreiben kam und Autor wurde. Fazit Die Geschichte, die Charaktere, der Schreibstil, alles ist einfach perfekt. „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ hat mein Herz im Sturm erobert und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern, das ich am liebsten jedem empfehlen würde. Schon die ersten Sätze haben mich überzeugt und ich wusste direkt, dass ich die Geschichte lieben werde. Ich kann mich mit der Protagonistin sehr gut identifizieren, nicht nur, weil wir ungefähr im gleichen Alter sind. Ich habe mich oft in ihr wieder erkannt, denn auch ich habe schon überlegt, was ich mit meinem Leben anfangen, welche Richtung ich einschlagen soll und wohin mich mein Weg führt. Ich denke, solche Gedanken macht sich jeder mal in seinem Leben. Aber man muss nicht immer einen Plan haben, manchmal reicht es auch zu wissen, was man nicht will. Unbezahlte Werbung, da ich das Buch als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen habe. Vielen Dank an Katharina und das Random House Team für diesen grandiosen Roman!

Lesen Sie weiter

Über die Liebe in Zeiten des Elitepartnertums

Von: Manfred Klotz

09.04.2019

Meine Tochter (34) hat mir (58) das Buch aufgenötigt, damit ich mal wenigstens ansatzweise etwas von ihrer Gesamtsituation verstehe, sagt sie. Normalerweise interessieren mich „Frauenromane“ nicht, und dem ersten Anschein nach ist das hier ja ein Frauenroman. Ich lese gerne Thomas Bernhard, Dostojewksi, solche Sachen, oder auch mal einen guten Horror-Thriller. Selbstfindungsromatizismus nach dem Motto „Eine Frau geht seinen Weg“ ist mir ein Graus. Doch dann das! „Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus“ein schillerndes Vergnügen, „straight-forward“ und hintergründig zugleich. Ich habe es an einem Wochenende verschlungen. Der Roman ist (auch) eine furiose Satire auf die Situation junger Frauen im Würgegriff der biologischen Uhr, im Kreuzfeuer der Selbstoptimierungsoptionen. Hasenstabs Hauptfigur und Ich-Erzählerin Katja (31) widersetzt sich auf sympathische Art der Überforderungsmaschinerie und der Diktatur des unbedingt einzutreten habenden Beziehungs-/Familienglücks. Zugleich ist der Roman eine Literatur- und Kulturbetriebsfarce, wie ich noch keine gelesen habe. Das Kapitel über die turbulente Provinzkunst-Soiree „Heinrich, still und leise“ ist allein schon den Kaufpreis wert!. Hasenstab schreibt in einer lockeren, dennoch präzisen Sprache, lässt den Leser teilhaben an ihrer offenbar überdurchschnittlich ausgeprägten Beobachtungsgabe. Auf nahezu jeder Seite musste ich herzlich lachen über die feine Situationskomik, die an Loriot erinnert, an Polt, an Valentin, auch an Strunk, Schamoni, Henscheid scheint durch, ebenso Genazino, und sogar Beckett lässt grüßen. Nein, das ist kein „Frauenbuch“, das ist ein höchst amüsantes Sittenbild über der Bedingungen der Liebe in Zeiten des Elitepartnertums, ein Plädoyer für die Entschlackung des zum Performance-“Projekt“ verkommenden Lebens, vorgetragen im Medium eines Humors, für den man(n) sich nicht fremdschämen muss. Ein Riesenspaß! Fünf Sterne!

Lesen Sie weiter

Leben nach Klischee, oder doch nicht?!

Von: EuleHetty

20.03.2019

Super Schreibweise. Ich wollte gar nicht aufhören zu schmunzeln und zu lachen. Man kann sich die Protagonisten leibhaft vorstellen und erkennt den ein, oder anderen seiner Art bestimmt auch im eigenen Umfeld wieder. Ich werde auf jeden Fall mehr von Frau Hasenstab lesen.

Lesen Sie weiter

Irgendwo zwischen Liebe und Musterhaus

Von: Karin W.

01.03.2019

Ein tolles Buch. Man kann es nicht mehr aus der Hand legen, man fühlt sich sofort hinein versetzt in die Hauptperson. Viele Reaktionen von ihr könnten von einem Selbst sein. Sehr humorvoll geschrieben und ich empfehle es gerne weiter.

Lesen Sie weiter