Leserstimmen zu
Dark Lake

Sarah Bailey

Detective Gemma Woodstock ermittelt in Australien (1)

(0)
(4)
(3)
(3)
(0)
€ 15,00 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Australien. Hier läuft einiges anders. Es sind noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten. Das Klima macht allen zu schaffen. Es ist unerträglich heiß ... ... was zunächst, auf die Lektüre bezogen, eher weniger passt. Ein Jogger findet eine Leiche und irgendwie geht alles den gewohnten Weg. Die üblichen Ermittlungen laufen an, wobei sich selbige natürlich in alle Richtungen bewegen. Die üblichen Protagonisten werden nebenbei vorgestellt - ausgiebig und seitenfüllend. Hauptperson Detective Sergeant Gemma Woodstock kannte die ermordete Lehrerin, was zu ersten Komplikationen führt. Nicht ohne Probleme geht es auch in ihrem Privatleben zu, was sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart betrifft. Die aktuelle Problematik läuft dem sich schleppend entwickelnden Fall fast den Rang ab. Spannend ist, wie sie sich wohl aus dem Dilemma herausbugsieren will. Entscheidungen sind angesagt, wenn das Familienleben "vermintes Gebiet" ist. Spannender macht dies die Haupthandlung weniger. Einige Nebendarsteller dann schon. Die Gerichtsmedizinerin Anna zum Beispiel. Diese fällt nicht etwa durch ebenso schaurige wie schräg gestaltete Autopsien auf, sondern durch ihr Privatleben. Während Sarah Bailey Annas berufliche Pflichten eher für zart Besaitete gestaltet, so wie fast das komplette Buch ebenso, legt sie beim "Eingemachten" einen Gang zu. Mit ihren Partnern klappt es nämlich gar nicht. Sie lebt "von einem Date zum anderen" und sucht im Internet weiter "nach Versagern". Wobei wir in der Abteilung Humor angekommen wären. Hier hat die Autorin einiges zu bieten, wovon sie leider nur recht sporadisch Gebrauch macht. Witzig sind ein "Kater", der sie "von innen abzumurksen" droht, eine Abhandlung über die Unterschiede zwischen jungen Polizisten und alten Detectives, sowie "keckernde" Kookaburras, die sich über "den komischsten Witz der Welt" zu amüsieren scheinen. Mehr davon bitte. Ebenfalls von jenen Passagen, mit welchen Sarah Bailey über sich selbst hinauswächst. Neben kurzweiligen Metaphern hat sie durchaus mehr zu bieten, wenn es gilt, sich langsam aber unaufhaltsam in menschliche Abgründe zu wagen. Es können schlicht und einfach Enten sein, "die Köpfe schön gezeichnet, wie Theatermasken", Ansichten ihrer männlichen Kollegen, jenem "Soundtrack aus anzüglichem Grinsen und dummen Kleinmach-Sprüchen" oder die abgründigen Selbstmordphantasien von Gemmas Jugendfreund Jacob: "Die Versuchung, fort zu sein ..." Das Buch "in einem Atemzug" zu lesen, wie es der Klappentext verspricht, oder "bis tief in die Nacht" wachgehalten zu werden, erscheint weit übertrieben. Man lässt sich eher Zeit für den tatsächlich immer komplizierter werdenden Fall, sowie das ebensolche und ausführlich geschilderte Privatleben Gemma Woodstocks. Selbiges kann in seiner Weitschweifigkeit mitunter die Nerven von Leserinnen und Lesern strapazieren. Man möchte fast ihre privaten Wirren und Befindlichkeiten, insbesondere das ständige Hinterfragen ihres Handelns, überspringen, um sich endlich dem Kern der Sache und natürlich der Auflösung zu nähern. Jene kann dann endlich punkten, so dass am Ende tatsächlich so etwas wie Spannung entsteht. Da sich hier Überraschungen sogar in mehrfacher Art ergeben, muss man die Lektüre dieser leichten Krimiunterhaltung letztlich dann doch nicht bereuen.

Lesen Sie weiter

Titel: "Dark Lake" Autor: Sarah Bailey Verlag: C. Bertelsmann Seitenzahl: 512 Cover: Ein dunkler See, ein düsterer Hintergrund und dazwischen rote Blumen…ohhhaa das ist ein interessantes Buch. Rein optisch ist es ein richtiger hingucker und man muss es hochnehmen und kurz rein schmökern. Schreibstil: Die Geschichte ist sehr nach Struktur geschrieben und fortlaufend. Es gibt kaum Handlungsbeiträge, die in die Vergangenheit gehen oder verwirrend geschrieben sind. Die Erzählform ist in der Ich-Form und alles ist sehr bildnerisch Beschrieben. Inhalt: Sie war so schön. Jetzt ist sie tot. In einem Badesee bei einer australischen Kleinstadt wird die Leiche einer wunderschönen Frau gefunden. Der Tatort ist mit Rosenblättern geschmückt. Für Detective Gemma Woodstock und ihren Partner Felix McKinnon ein komplexer Fall. Denn die Tote, Rosalind Ryan, war Gemmas Klassenkameradin und immer von Geheimnissen umgeben. Alle behaupten, Rosalind geliebt und bewundert zu haben: der Direktor der Schule, an der sie unterrichtete; die Schüler, denen sie den Kopf verdrehte; ihr wohlhabender Vater und ihre drei Brüder. Stück für Stück entfaltet Sarah Bailey in ihrem packenden Thriller die Abgründe ihrer Figuren, jede auf ihre Weise gefangen in einem Netz aus Lügen und verdrängter Schuld. Meinung: Ich fand das Buch gut, aber nicht als Thriller, mehr als Roman. Warum? Für einen Thriller fehlte mir die Spannung, welche kaum vorhanden war. Es wurde viel zu viel romantisches Handlungen erzählt und Einblicke in die Familie von der Protagonistin. Ich möchte nicht streiten, ja es gehört dazu, aber es sollte nicht das Buch beherrschen. Die Charaktere waren sehr gut ausgewählt, beschrieben und harmonierten sehr gut mit einander. Gemma (sehr ungewöhnlicher Name) ist Polizistin durch und durch. Familie steht für sie an erster Stelle, aber sie hegt ein Geheimnis… (nein ich spoilere nicht) und dieses versucht sie natürlich zu schützen. Ich fand sie taff, der Beruf sehr passend, aber mir gefiel nicht wie sie mit ihrem Lebenspartner umgegangen ist. Aber das nur am Rande. Sie und ihr Partner lösen den Fall, so perfide systematisch das es leicht langweilig wurde…aber ich war vom Täter überrascht. In dem Verlauf der Geschichte wurde mir auch bewusst wie schön es ist anonym zu leben, ja ihr habt richtig gelesen…in einer Stadt wo jeder jeden kennt, das ist nicht einfach. Keine Geheimnisse, alles wird durch Mundpropaganda weitergegeben ohne Rücksicht auf Verluste…. Lange Rede kurzer Sinn…lest das Buch, es ist nicht das schlechteste was ich gelesen habe.

Lesen Sie weiter

Dies war mein erstes Buch der Autorin und ich wurde aufgrund des Spannung versprechenden Covers darauf aufmerksam. Das erste Kapitel begann auch schon recht spannend und die Ermittlungen begannen. Leider erfährt man sehr viel über Detective Gemmas Privatleben und der eigentliche Fall rückt in den Hintergrund. Das hat mich schnell gelangweilt, da die Polizeiarbeit langsamer voranging. Gegen Ende nahm es wieder etwas Spannung auf,aber alles in allem hat es mich nicht überzeugt. Die Schreibweise ist locker und leicht zu lesen. Fazit: Für mich war es ein Krimi im Mittelfeld, der mich nicht begeistert hat. Ich vergebe 3/5 🌟

Lesen Sie weiter