Leserstimmen zu
Tod in Porto

Mario Lima

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Kriminalromane von deutschen Autoren, die in Portugal verortet sind, gibt es einige, aber leider meist von zweifelhafter Qualität. Die einzigen, die mich bisher überzeugen konnten, waren die drei Leander-Lost-Krimis von Gil Ribeiro (aka Holger Karsten Schmidt), deren Handlungsorte ausnahmslos an der östlichen Algarve zu finden sind. Umso gespannter war ich auf Mario Limas „Tod in Porto“, dieser Hafenstadt an der Atlantikküste im Nordwesten, nach Lissabon zweitgrößte Stadt Portugals und wirtschaftliches und industrielles Zentrum. Denn auch dort gibt es offenbar jede Menge kriminelle Aktivitäten, die Inspektor Fonseca samt Team einiges an Ermittlungsarbeit abverlangen. Der deutsche Autor lebt schon lange in Portugal, was sich äußerst positiv auf die Authentizität seiner Schilderungen auswirkt. Ein toter Brasilianer, ein Video mit drastischem Bildmaterial, verschickt an sieben weitere Empfänger, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber Fonseca lässt nicht locker, auch wenn er dafür seine Ermittlungen in der Unterwelt der malerischen Küstenstadt durchführen muss. Und was er dort erfährt, gefällt ihm überhaupt nicht. Es ist das Primeiro Comando da Capital, eine brasilianische Organisation mit mafiösen Strukturen, die mit brutaler Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Sowohl in Portugal, als auch in ihrem Heimatland. Und wer sich mit deren Mitglieder anlegt, spielt mit seinem Leben… Ich bin ein großer Fan von Romanen, deren Thematik an die gesellschaftspolitische Realität angelehnt ist und mich zu weiteren „Nachforschungen“ anregt. Und das ist Mario Lima mit diesem Krimi gelungen. Dass es durch die koloniale Vergangenheit Portugals Beziehungen zu Brasilien gibt, ist/war zu vermuten. Allerdings war mir nicht klar, dass auch die brasilianische Mafia sich in der portugiesischen Unterwelt tummelt und nicht nur dort über jede Menge Einfluss verfügt, sondern auch in Politik und Wirtschaft Fäden zieht. Das Team ist sympathisch, die Story schlüssig aufgebaut und vermittelt neben spannender Unterhaltung jede Menge Erkenntnisgewinn. Dabei erzählt Lima aber nicht staubtrocken, sondern sehr lebendig mit viel trockenem Humor und Lokalkolorit. Eine klare Empfehlung - nicht nur für Portugal-Urlauber sondern auch die Daheimgebliebenen! ,Kriminalromane von deutschen Autoren, die in Portugal verortet sind, gibt es einige, aber leider meist von zweifelhafter Qualität. Die einzigen, die mich bisher überzeugen konnten, waren die drei Leander-Lost-Krimis von Gil Ribeiro (aka Holger Karsten Schmidt), deren Handlungsorte ausnahmslos an der östlichen Algarve zu finden sind. Umso gespannter war ich auf Mario Limas „Tod in Porto“, dieser Hafenstadt an der Atlantikküste im Nordwesten, nach Lissabon zweitgrößte Stadt Portugals und wirtschaftliches und industrielles Zentrum. Denn auch dort gibt es offenbar jede Menge kriminelle Aktivitäten, die Inspektor Fonseca samt Team einiges an Ermittlungsarbeit abverlangen. Der deutsche Autor lebt schon lange in Portugal, was sich äußerst positiv auf die Authentizität seiner Schilderungen auswirkt. Ein toter Brasilianer, ein Video mit drastischem Bildmaterial, verschickt an sieben weitere Empfänger, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Aber Fonseca lässt nicht locker, auch wenn er dafür seine Ermittlungen in der Unterwelt der malerischen Küstenstadt durchführen muss. Und was er dort erfährt, gefällt ihm überhaupt nicht. Es ist das Primeiro Comando da Capital, eine brasilianische Organisation mit mafiösen Strukturen, die mit brutaler Gewalt ihre Ziele durchsetzt. Sowohl in Portugal, als auch in ihrem Heimatland. Und wer sich mit deren Mitglieder anlegt, spielt mit seinem Leben… Ich bin ein großer Fan von Romanen, deren Thematik an die gesellschaftspolitische Realität angelehnt ist und mich zu weiteren „Nachforschungen“ anregt. Und das ist Mario Lima mit diesem Krimi gelungen. Dass es durch die koloniale Vergangenheit Portugals Beziehungen zu Brasilien gibt, ist/war zu vermuten. Allerdings war mir nicht klar, dass auch die brasilianische Mafia sich in der portugiesischen Unterwelt tummelt und nicht nur dort über jede Menge Einfluss verfügt, sondern auch in Politik und Wirtschaft Fäden zieht. Das Team ist sympathisch, die Story schlüssig aufgebaut und vermittelt neben spannender Unterhaltung jede Menge Erkenntnisgewinn. Dabei erzählt Lima aber nicht staubtrocken, sondern sehr lebendig mit viel trockenem Humor und Lokalkolorit. Eine klare Empfehlung - nicht nur für Portugal-Urlauber sondern auch die Daheimgebliebenen!

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Brasilianische Affäre in Porto

Von: eiger aus Berlin

28.07.2019

„Tod in Porto“ von Mario Lima, erschienen um Wilhelm Heyne Verlag, ist der zweite Fall für Inspektor Fonseca und sein Team. Ein Brasilianer wird in Porto vor einer Diskothek erschossen. Er war als Immobilienmakler tätig. Kurze Zeit später geschieht ein weiterer Mord. Dieses Mal handelt es sich wieder um einen Brasilianer, der im Investmentgeschäft arbeitete. Beide Firmen haben die gleiche Adresse. Die Ermittlungen führen Fonseca zu einem alten Bekannten, Puga, aus der portugiesischen Unterwelt, der jetzt den seriösen Geschäftsmann gibt. Seine junge brasilianische Ehefrau ist Geschäftsführerin der Investmentgesellschaft. Mario Lima erzählt eine faszinierende und spannende Geschichte, die es dem Leser nicht leicht macht. Wer ist verdächtig? Wer hatte ein Motiv? Der rote Faden ist versteckt zwischen Lügen, Intrigen und Halbwahrheiten. Sehr verwirrend sind die Spuren, die verfolgt werden müssen. Sie führen direkt nach Brasilien und der Leser taucht tief ein in die Konflikte des Landes. Die Realität zeigt eine Härte und Grausamkeit, die in Europa noch nicht angekommen ist. Die Ermittler werden mit Fakten konfrontiert, die sie an die Grenzen ihrer psychischen Belastbarkeit bringen. Insbesondere Ana Christina, die sich sehr gut ins Team integriert hat, arbeitet eigenständig und verfolgt eine interessante Spur. Die geschilderten Personen sind authentisch und charakterlich sehr differenziert ausgearbeitet. Mit Talita, der Halbschwester von Pugas brasilianischer Ehefrau, ist dem Autor eine faszinierende Person gelungen, die den Leser anregt mehr über Brasilien zu erfahren. Die komplexe Geschichte fesselt bis zu Schluss, der ungewöhnlich für einen Krimi ist. Dennoch ist das packende Finale in sich logisch und schlüssig. Inspektor Fonseca ist eine Persönlichkeit, die den Mut hat schwierige Entscheidungen zu treffen. Aus meiner Sicht ist „Tod in Porto“ eine klare Leseempfehlung für alle, die einen gut durchdachten Krimi mit authentischen Persönlichkeiten, spannenden Ermittlungen und einem Blick über Portugal hinaus lesen möchten. Gern vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Fall.

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Meine Meinung: Vor einiger Zeit lernte ich Inspektor Fonseca und sein Team kennen und nun freute ich mich, dass ich sie alle bei der Klärung eines weiteren Falles begleiten konnte. Wobei er und seine Leute gar nicht so glücklich waren, standen sie doch quasi sehr kurz vor ihrem Urlaub, als ein Toter gefunden wurde. Zu allem Überfluss entwickelte sich alles anders, als sie es sich gedacht hatten. Mir kam es zunächst etwas sehr verzwickt vor und es tauchten sehr viele Beteiligte auf. Ich war mir nicht sicher, was ich von verschiedenen Personen halten sollte. Mitleid haben oder doch besser sehr misstrauisch bleiben? Natürlich werde ich hier nicht verraten, zu welchem Schluss ich selber gekommen bin. Zumal ich auch das Gefühl hatte, nicht jeder der Ermittler wusste, wie er und sie sich gegenüber bestimmten Personen verhalten sollten. Auf jeden Fall hat mir der Autor einiges geboten, in erster Linie natürlich Spannung und dann ein wirklich überraschendes Ende. Fazit: Auch dieser Fall hat mich ans Buch gefesselt und ich bin natürlich gespannt, ob ich noch weitere Folgen zu lesen bekomme. Aber jetzt empfehle ich erst einmal dieses Buch.

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Inhalt: Endlich Urlaub. Chefinspektor Fonseca und sein Team haben den letzten Fall erfolgreich abgeschlossen und feiern bei einem guten Essen. Entspannt erzählen sie sich von ihren Urlaubsplänen: Rui Pinto hat Karten für ein wichtiges Fußballspiel, Ana Christina will an die Algarve und Fonseca plant sich, um seine Weinreben zu kümmern. Einzig Inspektor Dinis unkt: Sie hätten noch bis zum nächsten Morgen Bereitschaft. Und natürlich kommt es, wie es kommen muss. In einem Industriegebiet fallen Schüsse und ein Mann wird tot aufgefunden. Es handelt sich um Nilton de Souza Wanderley, einem brasilianischen Immobilienmakler. Auf einem seiner Handys findet die Polizei ein Video, das eine Verbindung zu einer brasilianischen Verbrecherorganisation herstellt. Und es bleibt nicht bei einem Toten. Meine Meinung: Fast drei Jahre ist es her seit ich Barco Negro, den ersten Band rund um Chefinspektor Fonseca und seinem Team, gelesen habe. Drei Jahre, in denen ich immer mal wieder geschaut habe, ob es Neuigkeiten aus Porto gibt, als es dann jetzt endlich soweit war, habe ich mich sehr gefreut, gleichzeitig war ich aber auch etwas ängstlich ob Mario Lima meine Erwartungen erfüllen kann, die Messlatte lag nach Barco Negra schon recht hoch. Eins darf ich euch gleich verraten: Ich hätte die Latte noch höher legen können. Der Autor hat meine Erwartungen noch übertroffen, in meinen Augen hat er alles richtig gemacht. Tod in Porto kann man auch ohne Vorwissen des 1. Buches lesen, sein Schreibstil ist noch flüssiger und ausgefeilter gefeilter geworden, die Protagonisten, allen voran Ana Christina haben eine positive Entwicklung durchgemacht, die Hauptsache aber ist der Fall, dessen Lösung das Team fast an seine Grenzen bringt und die mich wirklich überrascht hat. Während des Lesens hat es mich manchmal gereut, das Buch während meiner Internetpause zu lesen, vieles von dem Mario Lima erzählt hat mich neugierig gemacht und so habe ich bei der ersten Gelegenheit recherchiert um genaueres über die Polícia Militar do Estado de São Paulo und über die im Buch eine wichtige Rolle spielende kriminelle Vereinigung, Primeiro Comando da Capital (PCC) portugiesisch – „Erstes Kommando der Hauptstadt“, zu erfahren. Aber auch wer nicht so neugierig ist wie ich, bekommt genügend Informationen. Zum Ende des Buches fügt sich alles zu einem runden und stimmigen Bild zusammen. Tod in Porto bekommt von mir eine absolute Leseempfehlung.

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