Leserstimmen zu
Casablanca

Nargisse Benkabbou

(3)
(1)
(0)
(0)
(0)
€ 25,00 [D] inkl. MwSt. | € 25,70 [A] | CHF 35,90* (* empf. VK-Preis)

Ich weiß nicht wie viele Länderkochbücher in den letzten 3 Jahren in der Hand hielt, wobei mir die Autoren stets versprachen, es wird einfacher, aber immer mindestens so lecker wie das Original. Manche haben das sogar recht ordentlich hinbekommen, manche haben es sich dabei jedoch recht einfach gemacht und einfach fertige Würzpasten eingesetzt, voll mit Konservierungsstoffen und häufig eklig vorschmeckend oder mit einer Essig-Note (wie beim Harrissa), die mir immer viel zu dominant daher kam. Nargisse Benkabbou zeigt sehr viel Fingerspitzengefühl und serviert beileibe nicht nur Burger, die auf marokkanisch getrimmt wurden. Das können viele, aber die Interessenten von Anfang an abzuholen und sie mit Rezepten für qualitativ hochwertige Grundprodukte von eingelegten Zitronen, über typische Würzmischungen, bis hin zu wirklich leckeren Harissa-Varianten zu versorgen, eben nicht! Dazu muss man tief in einer kulinarischen Tradition verwurzelt sein und mit viel Leidenschaft und vor allem mit Konzept und viel Expertise unterwegs sein! Dieses wunderschöne Kochbuch kann man mit Fug und Recht, als sehr gelungenes modernes marokkanisches Kochbuch bezeichnen. Man sollte aber dabei nicht verkennen, dass die Autorin ebenfalls sehr bemüht war, die Klassiker aus der Küche ihrer Mutter und Großmütter weiterzuentwickeln, so dass diese Gerichte auch in 2019 bei uns zu Hause gelingen. Hier passt alles perfekt zusammen, deshalb ist es für mich ein außergewöhnliches marokkanisches Kochbuch, für alle die es lecker und alltagstauglich mögen!

Lesen Sie weiter

Nargisse Benkabbou ist in Belgien geboren und aufgewachsen. Ihre Familie kommt ursprünglich aus Marokko. In ihrer Familie kochte und aß man schon immer mit großer Leidenschaft und man legte großen Wert darauf, dass sie die traditionelle marokkanische lernte und an ihre Wurzeln erinnert wurde. Als Erwachsene zog Nargisse Benkabbou nach London. Dort absolvierte sie nicht nur eine Ausbildung zur Köchin an der Leith’s School of Food and Wine, sondern sie begann auch ihren Blog über die marokkanische Küche. Vor mir liegt nun ihr erstes Buch. Ich fange mal von außen an: das ist ein hübsches, hochwertig gestaltetes Hardcover mit Fadenbindung. Das Layout ist schön übersichtlich und nicht zu verspielt, hat aber dank Farbwahl und kleiner Grafiken schöne Anleihen an das Thema Marokko genommen. Es gibt zu jedem Rezept ein Foto – meist ganzseitig, manchmal auch eine Doppelseite. Die Fotos sind hübsch, aber nicht überstylt – das Essen bleibt auf dem Teller und steht im Mittelpunkt. Jetzt zu den Rezepten: da gibt es zunächst wichtige Grundrezepte, zum Beispiel für Harissa oder Ras El Hanout. Dann folgen Kapitel über Mezze, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch, Brot und Süßes. Wir finden zum Beispiel Süßkartoffel-Feta-Plätzchen im Ausbackteig, Florentiner Eier mit Harissa-Hollandaise, Tajine mit Rindfleisch, Zucchini und Thymian, Brasse mit Mangold-Rosen-Füllung, Harissa-Zitronenhähnchen, klassisch marokkanisches Brot (Khubz) oder Mandelzigarren aus Filo-Teig mit Honig-Glasur. Die Rezepte sind eine schöne Mischung aus marokkanischen Klassikern, marokkanischen Gerichten, die modernisiert wurden und europäischen Gerichten, denen man ein marokkanisches Gewand verpasst hat; die persönliche Handschrift der Autorin ist immer sichtbar. Alle Rezepte sind gut gegliedert und problemlos nachkochbar. Was für mich wichtig ist, ist, dass es nicht bei bloßen Rezepten bleibt: es gibt zu jedem Rezept eine kleine Einführung, in der die Autorin etwas über das jeweilige Gericht erzählt. Außerdem sind im Buch wieder kleine Kapitel eingestreut, die uns typische Produkte wie Blütenwasser oder Couscous beibringen oder erklären, was eine Tajine wirklich ausmacht. Ich bin ja eine großer Fan von Registern – und hier gibt es ein nach Zutaten geordnetes, in dem man findet, was man sucht. Fazit: Marokkanisches Essen scheint gerade sehr im Trend zu liegen; entsprechend gibt es nicht wenige Bücher, die sich damit befassen. “Casablanca” hebt sich da angenehm aus der Masse ab: Nargisse Bakabbou ist verwurzelt in der traditionellen Küche, gleichzeitig aber sehr modern. Und so stehen in diesem Buch klassische Gerichte neben solchen, die modernisiert und weiterentwickelt wurden.

Lesen Sie weiter

Marokko ist für mich ein Sehnsuchtsort! Ich war vor vielen, vielen Jahren dort und immer noch seufze ich, wenn mir jemand Fotos von dort zeigt oder ich daran denke. Irgendwann schaffen wir es hoffentlich wieder, dass wir hinfliegen. Bis dahin koche ich immer wieder marokkanisch, daher kam mir dieses Buch sehr gelegen. Die Autorin Nargisse Benkabbou hat marokkanische Eltern, ist aber in Brüssel aufgewachsen. Sie studierte in London und entdeckte dort, dass man Tajine auch mit Couscous essen kann − ein No Go in Marokko, denn dort wird Tajine nur mit Brot gegessen. So entdeckte sie Schritt für Schritt die westliche Variation der marokkanischen Küche, die bald zu "ihrer" Küche wurde und die sie in ihrem Blog festhält. Wer die ganz klassischen marokkanischen Rezepte in dem Buch sucht, wird nicht fündig werden, denn das sind Neuinterpretationen. Sie sind durchwegs gelingsicher und schmecken hervorragend. Da finden sich Erdäpfeln, die in Marokko selten gegessen werden, Ras el Hanout kommt auch in den Kuchen, der ein sehr westliches Icing oben drauf bekommt, Grüntee und Minze kommen in den Schokopudding und alles schmeckt sehr nach Urlaub! Das Buch besteht neben der Einleitung aus den Kapiteln Grundrezepte, Vorspeisen, Gemüse, Fleisch, Geflügel, Fisch & Meeresfrüchte, Brot und Süßes. Ein Stichwortregister macht das Buch schön übersichtlich. Die Grundrezepte sind ledigliche eingelegte Zitronen (also die von mir so geliebten Salzzitronen), Ras el Hanout und Harissa. Das klingt jetzt nicht nach viel, aber von der Harisssa gibt es gleich drei verschiedene Varianten, einmal klassisch, zweimal neu interpretiert. Das ist gleich ein Vorgeschmack auf den Rest des Kochbuchs in Bezug auf die Gewichtung klassisch − westlich-marokkanisch. Noch ein Beispiel: Im Kapitel Brot finden sich klassische Fladenbrote, aber auch Varianten mit Saaten oder marokkanisch gewürzte Scones. Auch Germteigschnecken mit Mandelmus gefüllt finden sich in diesem Kapitel und kamen prompt noch auf die Nachkochliste. Ganz besonders fein finde ich die süße Abteilung des Buches, denn in der klassischen marokkanischen Küche gibt es meist sehr süße Kuchen, daher gibt es da schon eine arge Gewichtung in meinen nachgekochten Rezepten: einen Kuchen nachgebacken und schon war der nächste auf meiner To-Do-Liste. Es ist aber schon so, dass bei mehr als 220 Seiten keine Kategorie zu kurz kommt. Die Fotos sind hell und klar und man erkennt ein wenig die Foodbloggerin: Es gibt etliche Fotos mit Händen drauf, die nach dem Essen greifen oder den Teller halten, wie das einige Zeit üblich war in Foodblogs. Es gibt zu jedem Rezept ein Foto, also sollte man nicht wissen, wie man das Gericht gekonnt in Szene setzt, bekommt man auch hier Hilfe. Generell sind die Rezepte gut nachkochbar. Die Zutatenlisten verlangen nicht nach einer Reise nach Marokko (schade irgendwie ...), sondern die sind auch bei uns gut erhältlich. Die Abläufe beim Kochen sind gut strukturiert beschrieben.

Lesen Sie weiter

Nargisse Benkabbou sammelt in ihrem Kochbuch „Casablanca“ Marokkos schönste Rezepte. Design und Präsentation der Gerichte gefallen mir ausgesprochen gut. Die Bilder machen sofort Lust aufs Ausprobieren und Genießen. Es gibt verschiedenste Gerichte, von Vorspeisensammlungen (die es mir besonders angetan haben), Fleisch und Fisch bis zu vegetarischen Rezepten und Nachspeisen. Die Rezepte sind einfach und gut verständlich beschrieben, sodass beim Nachkochen eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Vielleicht hat man nicht immer alle Gewürze gleich griffbereit, aber sonst erscheinen mir die Rezepte auch nicht zu aufwändig, wenn man sich ein bisschen Zeit zum Ausprobieren nimmt. Man bekommt beinahe Fernweh, wenn man so durch die Seiten blättert.

Lesen Sie weiter