Leserstimmen zu
Mein Jahr mit Dir

Julia Whelan

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Mein Jahr mit Dir

Von: Vanessa

28.08.2019

Ich konnte mich von Anfang an gut in die Geschichte einfinden, junge, zielstrebige Studentin will ihren Horizont erweitern und begibt sich ins Abenteuer Auslandssemester in Oxford. Die detaillierten Beschreibungen haben es leicht gemacht nachzuempfinden wie überwältigt sie sich gefühlt haben muss, ich geb zu, ich war schrecklich neidisch und das auf eine fiktive Person. Diese leichte Verständlichkeit zog sich durch das ganze Buch, man konnte sich stets in Ella hineinversetzen wenn sie einen neuen Ort besuchte oder Leute kennenlernte und ich habe an einigen Stellen regelrecht mitgefiebert. Was für mich unerwartet kam war das Schicksal von Jamie und die darauffolgenden Reaktionen von Ella. Ich weiß nicht wie man sich in der Situation verhält, jedoch hatte ich zum Ende hin meine Schwierigkeiten ihr Handeln nachzuvollziehen. Alles in allem würde ich das Buch jedem empfehlen der auf Literatur, Historie und Gefühlschaos steht.

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Mit dreizehn Jahren habe ich mein Herz für alle Ewigkeit an ein Land verschenkt. Ich wusste, dass ich irgendwann einmal in England wohnen und studieren müsste. Das war Plan A, Plan B gab es nie und egal was alle sagten, ich bin fest entschlossen gewesen, es genauso durchzuziehen. Ich wollte mein Englandabenteuer, mein Traumleben um jeden Preis. Ella aus Mein Jahr mit Dir ging es ebenso. Ihr großer Traum ist Oxford, die Stadt auf dieser kleinen Insel, mit all den altehrwürdigen Gebäuden und der renommierten Universität, die überall auf der Welt bekannt ist. Und genau deshalb habe ich mich mit ihr auf eine Reise nach England begeben. Erwartet habe ich ein typisches Collegeleben, einige nachdenkliche Literaturstudenten und eine lockere Geschichte. Bekommen habe ich so viel mehr. Im besten Sinne. Warum Mein Jahr mit Dir ganze vier Sterne bekommen hat, könnt ihr im Folgenden nachlesen. DER INHALT Mein Jahr mit Dir handelt von der 24-jährigen Ella, die ein Stipendium für Oxford bekommen hat. Damit erfüllt sich einer ihrer größten Träume, denn schon seitdem sie ein Teenager ist, will sie nichts weiter, als einmal in dieser Stadt zu leben. Jedoch ist der Start in ihr neues Leben alles andere als gelungen, denn bereits an ihrem ersten Abend hat sie in einer Fish and Chips Bude eine schmerzvolle Begegnung mit unterschiedlichsten Saucen, ihren Pommes sowie Jamie Davenport. Zu allem Übel ist dieser auch noch dieses Jahr für ihren Literaturkurs verantwortlich, was in Ellas Augen einem Desaster gleicht. Dennoch landen sie eines Nachts in einem einheimischen Pub voller Charme und lernen, dass der erste Eindruck nicht immer unbedingt der richtige ist. Ella und Jamie kommen sich näher, doch dabei hängt Jamies Geheimnis jeden Tag ein bisschen dunkler über ihrem Glück. DIE CHARAKTERE Gerade die Charaktere sind es, die dieses Buch in meinen Augen so großartig machen. Denn sie sind allesamt wunderbar authentisch und vor allem mit unterschiedlichsten Eigenschaften ausgestattet. Sie sind keine Mary Sues, sondern haben ein Eigenleben und lassen sich problemlos voneinander abtrennen, was mir bei Büchern unheimlich wichtig ist. Ladies First, würde ich sagen, weswegen wir heute mit Ella beginnen. Sie ist Studentin im Aufbaustudium, in ihren Zwanzigern und mir von der ersten Seite an super sympathisch gewesen. Vor allem ihren Eifer und ihre Starrköpfigkeit hat mir sehr gut gefallen sowie die Tatsache, dass Ella ihr Leben selbst in die Hand nehmen möchte. Sie ist nicht einmal fünfundzwanzig und hat mit ihren Jahren schon mehr erreicht, als die meisten anderen. Außerdem ist sie eine absolute Literaturliebhaberin, weshalb man sie einfach ins Herz schließen muss. Dann hätten wir da noch Jamie Davenport, den Vertreter des Literaturkurses, der mich von Anfang an faszinieren konnte. Er ist immer für einen guten Konter zu haben, wirkte voller Elan und Lebenslust. Gerade Jamie wirkte durchweg authentisch und ich habe es geliebt, ihn Seite für Seite mit Ella ein wenig näher kennenlernen zu dürfen. Auch Ellas neue Collegefreunde wurden auf faszinierende und interessante Weise herausgearbeitet. So gut, dass ich gar nicht weiß, wen von ihnen ich nun überhaupt am liebsten habe. Tom mit seiner wirren Art, Charlie mit seinen ausdrucksstarken Klamotten oder Maggie mit den rosa Haaren. Außerdem Cecilia, die so anders ist, als man auf den ersten Blick vermutet. Sie alle haben sich einen Platz in meinem Herzen erobert. Eine weitere Erwähnung wert sind definitiv Jamies Eltern, die ebenfalls vollkommen realistisch gestaltet waren. Mir persönlich hat Jamies Vater sogar mit am besten gefallen, weil er zwar nicht sympathisch, dafür aber unglaublich vielschichtig herüberkommt. Anfangs habe ich ihn gehasst, doch mit der Zeit habe ich ihn zu verstehen gelernt. MEINE BEWERTUNG Mein Jahr mit Dir hat so viele positive Punkte, dass ich mich geradezu darauf freue, sie teilen zu dürfen. Ganz oberflächlich beginnen wir mit dem deutschen Cover, das in meinen Augen einfach wunderschön ist. Bereits in der Buchhandlung habe ich es immer wieder ansehen müssen. Glücklicherweise ist der Inhalt des Buches ebenso gut. Bevor man überhaupt in die richtige Geschichte startet, wird man mit einem Vorwort begrüßt, das mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Es ist berührend und ich persönlich liebe es, wenn sich Autoren dazu entscheiden, auf diese Weise mit dem Buch zu starten. Ein wenig so wie das erste Kennenlernen, bevor man sich überhaupt wirklich trifft. Nach dem Vorwort ging es direkt genauso gut weiter, denn wir werden im Prolog mitten in eine Situation hereingeworfen. Die Autorin hat es verstanden, den Leser direkt mit wichtigen Informationen zu ködern und neugierig auf die Geschichte zu machen. Ich habe mich beim Lesen direkt im Geschehen gefühlt. Ebenfalls wunderbar waren die schönen Beschreibungen Oxfords. Ich habe mich oft so gefühlt, als wäre die Stadt direkt vor der Haustür und Mein Jahr mit Dir hat meine Reiselust direkt geweckt. Nun steht Ellas Studentenstadt eindeutig auf meiner Wunschliste für zukünftige Ausflüge. Wichtig finde ich es, dass Julia Whelan auch ernste Themen in ihrem Buch untergebracht hat und es dabei in meinen Augen super hinkriegt, diese zu beschreiben, ohne sie zu romantisieren. Die Mischung stimmte stets und ich hatte nie das Gefühl, dass zu viel Drama erweckt wurde, nur um den Leser möglichst viel zu schocken. Ganz im Gegenteil, gerade die Dosierung der Themen macht das Werk in meinen Augen so gelungen. Die Gespräche zwischen Ella und Jamie haben dagegen immer wieder für Auflockerung gesorgt und ich hätte ihnen noch stundenlang zuhören können, wie sie über Literatur und die Welt diskutierten. Am besten gefallen haben mir wirklich die Charaktere, die das ganze Buch einfach zu einem wundervollen Leseerlebnis gemacht haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass Charaktere ein ganzes Buch stehen oder fallen lassen können. In Mein Jahr mit Dir sind die Charaktere alle ausnahmslos authentisch, weswegen das Lesen ein Vergnügen war. Ein wenig gewöhnungsbedürftig habe ich den Schreibstil gefunden. Die meiste Zeit über hat er mir sehr gefallen, manchmal jedoch hatte ich ein wenig das Gefühl, eine Nacherzählung der eigentlichen Geschichte zu finden. Zweimal kam es mir so vor, als würden wichtige Situationen einfach übersprungen, zum Beispiel das nähere Kennenlernen von Jamie und Ella, nachdem sie eine ihrer Entscheidungen über Board geworfen haben. Die meiste Zeit über stimmte das Erzähltempo jedoch und ich wollte stets wissen, wie es weitergeht. Außerdem hat es mich gewundert, dass Pommes und Fisch zwanzig Pfund kosten sollten und auch bei der Einreise von Ella nach England habe ich ein wenig die Stirn gerunzelt, weil ich bisher der Meinung gewesen bin, dass Telefonieren im Sicherheitsbereich des Flughafens untersagt wäre. Das sind aber wirklich nur Kleinigkeiten und Meckern auf ganz hohem Niveau. Insgesamt war Mein Jahr mit Dir ein ganz wundervolles Leseerlebnis, das ich noch länger in Erinnerung behalten werde. Es ist das perfekte Buch für einen schönen Sommernachmittag, an dem man jedoch nicht nur leichte Lektüre möchte. Von mir bekommt das Buch vier Sterne!

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Meine Meinung Das Cover finde ich sehr, sehr schön! Es hatte direkt meine Aufmerksamkeit und als der Klappentext noch eine typische Lehrer-Student- Beziehung angeteasert hat, (was ich liebe) musste ich es unbedingt lesen. Ich fand es toll, dass die Autorin vor jedem neuen Kapitel ein schönes und passendes Gedicht eingefügt hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Story ist aus der Sicht von Ella geschrieben, was hier sehr passend war. So konnte man sich gut in sie hinein versetzten. Ella ist ein sehr sympathischer, ehrgeiziger und schlauer Charakter, die ich sehr gerne mochte. Jamie wirkt anfangs eher wie der Mistkerl aber es dauert nicht lange und auch ihn mochte ich immer mehr und mehr. Die Entwicklung der Beziehung der beiden war genau richtig vom Tempo her. Es war nicht zu schnell, nicht zu langsam. Oxford als Handlungsort mochte ich total gerne, da man viel davon mit bekam, genauso wie die Umgebung, ihre neu geschlossenen Freundschaften und ihren neuen Job. Der Klappentext gibt schon her, dass Jamie ein Geheimnis hat und das es nur eine Frage der Zeit ist, bis es ans Licht kommt. Leider hat es sich etwas gezogen bis es geschah aber als es kam, war es so eine überraschende Thematik, die ich absolut nicht erwartet habe. Es hat mich ab dann in den Bann gezogen, auch wenn man sich denken konnte was passiert. Den Konflikt mit den Eltern, bzw. eher mit dem Vater fand ich zu aufgesetzt und erzwungen. Trotzdem wurde die Geschichte um seinen Bruder gut mit einbezogen. Das Ende mochte ich leider gar nicht. Es war nicht so wie ich es mir vorgestellt habe. Hätte man die letzten Seiten weg gelassen, wäre es ein sehr schönes Ende gewesen aber so, wurde es mir leider etwas versaut. Mein Fazit `Mein Jahr mit dir` ist eine poetische, liebevolle und berührende Geschichte. Wenn du Lust auf eine traurige und mitfühlende Romanze hast, ist es genau das richtige. Seid dem man das Geheimnis wusste, habe ich mit beiden mitgefühlt und sie am liebsten in den Arm genommen. Mein Jahr mit dir bekommt 4 Sterne von mir. :) ⭐⭐⭐⭐ / ⭐⭐⭐⭐⭐ [Danke an Randomhouse und dem Penguin Verlag die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Dies hat meine Meinung nicht beeinflusst.]

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Ella ist eine starke, unabhängige junge Frau. Obwohl sie aus Amerika stammt, war schon immer ihr größtes Ziel irgendwann einmal nach Oxford zu gehen. Und nun hat sie es auch erreicht, sie hat eines der heißbegehrten Rhodes-Stipendien ergattert. Doch nicht nur das! Gerade als sie den Flughafen erreicht und einchecken möchte bekommt sie einen Anruf. Sie bekommt das Angebot das Bildungsprogramm für den Wahlkampf einer Präsidentschaftskandidatin zu gestalten. Ella kann ihr Glück kaum fassen, der einzige Wermutstropfen ist, dass sie dazu in Amerika bleiben soll. Doch schnell hat sie Gavin überredet, dass sie das alles auch von Oxford aus schaffen kann. Er stellt allerdings die Bedingung, dass Ella jeder Zeit erreichbar sein muss und nach ihrem akademischen Jahr zurück nach Amerika kommen soll, um fest für sie zu arbeiten, sollte Janet Wilkes tatsächlich Präsidentin werden. Ella stimmt sofort zu. Ihr Plan war so oder so nach diesem Jahr zurückzukehren. Doch das ist so eine Sache mit den Plänen, egal wie lange und ausführlich man plant … am Ende kommt es doch meist ganz anders, als man denkt. Kurz nach ihrer Ankunft in England schlägt auch direkt der gute, alte Jetlag zu. Trotzdem macht sie sich ausgehungert auf den Weg zum berühmt berüchtigten „Imbiss zum fröhlichen Fisch“. Auf dem Weg dorthin wird sie jedoch fast von einem unaufmerksamen Autofahrer über den Haufen gefahren. Dementsprechend gelaunt kommt sie beim Imbiss zum fröhlichen Fisch an …, als sie dort schließlich auch noch wortwörtlich mit dem besagten Autofahrer zusammenstößt, platzt Ella der Kragen. Sie sagt ihm also gehörig die Meinung und macht sich schlechtgelaunt auf den Rückweg zu ihrer Unterkunft. Noch schlimmer kann es ja kaum in Oxford losgehen, nicht wahr? Weit gefehlt – der Kerl aus dem Imbiss stellt sich direkt am nächsten Tag als Ellas Literaturdozent heraus. Sie ist sich ziemlich sicher, dass sie ihn nie im Leben mögen wird. Doch gibt es, da vielleicht noch einiges mehr über Jamie zu erfahren was diese Meinung umwerfen könnte? Wie bereits erwähnt ist die Protagonistin sehr stark, eigenständig und auch zielstrebig. Sie hat es geschafft ihren Kindheitstraum von Oxford wahr werden zu lassen und das durch ein Stipendium, welches sehr schwer zu ergattern ist. Und als wäre diese Leistung nicht bereits beeindruckend genug wird sie, ohne Bewerbung, bei einer Präsidentschaftskandidatin eingestellt! Zu Beginn des Buchs lernen wir zunächst auch nur diese strebsame, etwas unverfängliche Seite an ihr kennen. Doch im Laufe der Geschichte dürfen wir Ella auch viel verletzlicher kennenlernen. Wir erfahren mehr über ihre Vergangenheit und wie sie diese beeinflusst und geformt hat. Auch, wenn Ella es wahrscheinlich als Letzte erwartet hätte nach und nach beginnt sie sich doch der Liebe zu öffnen. Dieses Character Development hat mir wirklich gut gefallen! Jamie wirkt zunächst wie ein ziemlicher Mistkerl, er fährt Ella fast über den Haufen, entschuldigt sich beim darauffolgenden Aufeinandertreffen nicht einmal und als Ella für eine Sprechstunde zu ihm geht, trifft sie eine Kommilitonin in seinem Büro an. Doch es dauert nicht lange, bis der Leser merkt, dass das erste Treffen der Beiden nicht ganz Jamies typischen Naturell entspricht. Später im Buch erfahren wir sogar weshalb Jamie sich damals so ungebührlich benommen hatte. Natürlich möchte ich an dieser Stelle nichts vorwegnehmen. Lasst euch einfach selbst von diesem charmanten Engländer verzaubern 😉 Und nicht nur die Protagonisten, auch Ellas Freunde haben schnell einen Platz in meinem Herzen gefunden und sorgen für eine Menge Lesespaß. Diese drei bringen einfach so viel Farbe und Humor in das Buch, ich denke, ihr werdet sie schnell genauso lieben lernen wie ich! Mein Jahr mit Dir beginnt zunächst recht ‚herkömmlich‘. Ella und Jamie gehen zunächst eine lockere ‚Beziehung‘ ein. Dafür gibt es zwei Prämissen: 1. Gefühle sind nicht gewünscht 2. Beide müssen immer ehrlich zum Anderen sein Und wie es eben so ist, geht diese Abmachung natürlich vollkommen nach hinten los! Relative schnell wird Ella klar, dass Jamie eben nicht ehrlich zu ihr ist. Doch aus ganz anderen Gründen als sie zunächst annimmt. Mein Jahr mit dir hat schnell an so viel mehr Tiefe und unerwarteten Wendungen zugenommen, dass ich es kaum mehr aus der Hand legen wollte. Es gab so viele wunderschöne, humorvolle und todtraurige Stellen, dass ich jeden der Liebesromane mag dieses ans Herz legen möchte. Vor allem, wenn ihr auch gerne beim Lesen mal feuchte Augen habt. Persönlich hat mir das Ende wirklich unheimlich gut gefallen. Es war für mich sehr überraschend, doch dadurch umso schöner! ♥

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Das Cover hat mich hingerissen, der Klappentext hat dazu beigetragen, dieses Buch in den Händen halten zu wollen. Ich habe zuvor noch kein Buch der Autorin gelesen und war dementsprechend wirklich neugierig. Dann aber das große Problem. Ich bin es gewohnt, flüssige Geschichten zu lesen, die man in einem rutsch durch lesen kann. Meiner Meinung zog sich die Geschichte durch diesen, überaus Akedemischen Schreibstil. Mit manchen Wörtern konnte ich nicht mal etwas anfangen, es war dementsprechend ein bisschen verwirrend. Dennoch hat mir die Geschichte zwischen Ella und Jamie gefallen. Es war überaus interessant zu erfahren, was hinter dieser Aufreißer Masche steckte. Ich fand deren erste Begegnung sehr amüsant. Und um ehrlich zu sein, hegte ich auch am Anfang eine Abneigung gegen Jamie, wie auch Ella selber. Reich, prozig, eine Blondine an der Seite. Und dann flirtet er auch noch mit ihr, trotz das er eine Begleitung bei sich hatte. Das wäre ein aus in jeder Hinsicht für mich. Doch wie es der Zufall will, handelt es sich bei Jamie um ihr Dozenten in Literatur. Ella dagegen kommt sofort sympathisch rüber, ihre liebe zur Politik und Literatur war kaum zu übersehen. Sie ist wirklich zielstrebig, da sie für Oxford Jahre hingearbeitet hatte. Ich finde es interessant, wie die Autorin die Umgebung beschrieben hat und kam so Oxford selber ein bisschen nahe. Und auch die Nebencharaktere hat die Autorin gut umgesetzt, so konnte man auch über diese ein bisschen erfahren. Das macht für mich ein Gesamtbild, dass beinahe die Schreibart wieder wett machte. Fazit: Die Liebesgeschichte zwischen Ella und Jamie, die sich langsam und unbeabsichtigt aufgebaut hat, war wirklich super. Leider hat mir der Schreibstil nicht ganz gefallen, da er einfach zu anstrengend meiner Meinung nach ist. Doch die Geschichte besitzt alles, was eine Geschichte besitzen sollte. Humor, Leidenschaft, Liebe und Trauer. 3,5/5 Sternen.

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Das Cover dieses Buches gefällt mir sehr gut und auch der Klappentext hat mich sofort überzeugt. Durch den Titel und den Klappentext konnte ich mir schon fast denken worum es geht wurde aber dann in den ersten paar Kapiteln doch wieder in die Irre geführt. Die ersten Kapitel des Buches fand ich ok. Für mich war es zu seicht und es wurde zu „poetisch“ gesprochen, womit ich leider einige Schwierigkeiten hatte. Sobald ich jedoch in dem Buch drin war, konnte ich wirklich nicht mehr aufhören zu lesen. Ella war mir sofort sympathisch und ich konnte mich auch gut mit ihrem Charakter identifizieren – außer natürlich dem politischen Teil. Jamie ist nicht der typische Professor und konnte mich auch sofort ansprechen. Auch die Nebencharaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Die Autorin hat mit diesem Buch wirklich eine tolle Geschichte geschaffen die definitiv nicht so ist wie man in den ersten Kapiteln denkt. Es ist viel tiefgründiger und zeigt dass nicht alles nach Plan geht und man auch manchmal einfach seinem Herzen folgen muss. Von mir bekommt das Buch 4,5 von 5 Sternen. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar

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In dem Buch Mein Jahr mit Dir von Julia Whelan geht es um Ella, die in Oxford studieren darf. Gleich am ersten Tag trifft sie Jamie, dem sie abends näher kommt als geplant. Doch Jamie hat ein Geheimnis, das Ella erfährt und plötzlich vor der schwierigsten Entscheidung ihres Lebens steht. Denn man kann sein Leben planen, aber nicht die Liebe. Der Titel klingt gleich schon nach Liebesroman, das Cover hat tolle Farben und eine tolle Kulisse. Das Buch lässt sich flüssig lesen, man findet gut in die Geschichte. Anfangs habe ich noch etwas gezweifelt, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, da mir das Thema Literatur etwas zu dominant war. Das hat sich dann jedoch geändert. Ella studiert Literatur. Diese spielt auch eine große Rolle. Vor jedem Kapitel gibt es ein kurzes Gedicht. Ella findet in Oxford auch neue Freunde. Die Familie ist in den USA geblieben, mit ihnen hat sie telefonisch Kontakt.  Sie lernt Jamie in Oxford kennen. Anfangs ist es eher locker und ohne Verpflichtungen. Nachdem Jamie sein Geheimnis gelüftet hat, ist nichts mehr wie es war.  Die Themen Leben und Tod und vor allem die Liebe spielen eine sehr große Rolle. Man wird hier zum Nachdenken angeregt. Ein sehr tiefgründiger Liebesroman über die Liebe und das Leben.

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Zu Beginn hatte ich ganz andere Erwartungen an das Buch. Ich kann gar nicht genau sagen, woran das lag. Vor Wochen hatte ich Mal eine Leseprobe gelesen und irgendwie spukte sein dem die Verbindung zum New Adult-Genre in meinem Kopf. Auch den Plot hatte ich ganz anders eingeschätzt, aber als ich dann zu lesen begann, merkte ich schnell, dass das weit entfernt von New Adult ist. Wie gesagt, keine Ahnung, wie ich darauf überhaupt kam, immerhin schreit das Cover förmlich "Belletristik!" Aber Belletristik ist für mich immer ein oberflächlicher, kurzweiliger Liebesroman. "Mein Jahr mit dir" fällt allerdings überhaupt nicht in diese Definition. Die Protagonisten sind Mitte zwanzig, gehen ans College - bzw. dozieren dort - und generell hat es irgendwie eine Mischung aus dem Flair eines New Adults-, aber auch eines Liebesromans. Es ist ein bisschen schwierig für mich, das Buch fest einzuordnen. Wäre es erotischer, wäre es sicherlich ein New Adult-Roman, ohne so belletristischem Cover geworden. Aber davon ab: Ich habe mich recht schnell in das Buch verliebt. Nachdem ich bemerkt hatte, wie falsch ich lag und fernab von irgendwelchen Einordnungen begann zu lesen, verliebte ich mich mit jedem Kapitel mehr in Ellas und Jamies Geschichte. Nach dem Wirrwarr stellte ich mich auf eine schnöde Liebesgeschichte ein, aber das Buch vermischt so viele Dinge aus meinen Lieblingsromanen in sich, dass ich gar nicht mehr weiß, wo mir so recht der Kopf steht. Der Schreibstil ist einerseits sehr locker, flüssig und sorgt für einen angenehmen Lesefluss. Viele beschrieben den Stil als abgehackt, aber das ist mir nicht so wirklich aufgefallen, kann aber auch daran liegen, weil ich solch einen Stil sehr mag. Man fällt in die Geschichte hinein und treibt wohlig zwischen den Wörtern umher. Lyrik und Literatur spielen eine nicht kleine Rolle, immer wieder wird etwas rezitiert, einige Charaktere reden "hochgestochen", wie wohl manch einer sagen würde, aber ich mochte es auf Anhieb. Genau das war es, was mich in seinen Bann zog. Mit der Kunst der schönen Worte konnte mich die Autorin auf ganzer Linie für sich gewinnen. Dazu beginnt jedes Kapitel mit einem literarischen Zitat und die Seite in mir, die Worte liebt und von der Schönheit der Sprache gar nicht genug bekommen kann, war davon hellauf begeistert. Vor allem, weil ich es als sehr typisch ansehe, dass lyrikliebende Menschen durchaus Mal poetischer reden als andere. Für den Schreibstil gibt's also volle Punktzahl - ich bin hoffnungslos verliebt. Ich habe zwar gelesen, dass einige weder mit dem Schreibstil, noch mit den Figuren warm geworden sind, aber meinen Geschmack konnte das Buch auf den Punkt genau treffen. Ella hat mir zu Beginn erstmal einen Schrecken eingejagt. Sie ist politisch sehr engagiert - und ich habe leider echt wenig Ahnung von amerikanischer Politik. Dementsprechend dachte ich, dass ich mich durch Kapitel quälen muss, während ich nur die Hälfte des Inhalts verstehe, da gleich im ersten Kapitel ein Gespräch abgehalten wird, das ein paar Fragezeichen in mir hervorrief - aber am Ende war es gar nicht so schlimm. Man kommt ohne tieferes Wissen gut durchs Buch - sei es zu Politik oder zu Lyrik. Ansonsten mochte ich wirklich alle Figuren sehr gerne. Sowohl die rationale, kluge, geschichtsliebende (Gemeinsamkeit!), vielleicht ein wenig unterkühlte Ella, als auch ihre Freunde; Charlie, Maggie und Tom. Alle vier sind so unterschiedlich und einzigartig. Zwar wird hier und da nicht mit Klischees gegeizt und Ella wirkt ein bisschen zu perfekt und damit unauthentisch, aber irgendwie passt es wiederum doch echt gut zur gesamten Geschichte. Gute, tiefsinnige Gespräche, witzige Unterhaltungen und amüsante Ausgehabende - daran mangelt es den vieren auf keinen Fall und ich beneide sie ein wenig, aber irgendwie fühlt man sich als Leser automatisch als Teil der Gruppe, was mir ziemlich gut gefiel. Jeder der vier bereichert auf seine eigene Art und Weise die Gruppe, sei es Charlie mit seinem wunderbaren Sinn für große Ansprachen (okay, vielleicht ist er auch einfach nur exzentrisch, aber ich mag ihn!), Tom, der immer ein bisschen neben der Spur ist oder Maggie - großes Herz, ein bisschen zurückhaltend, aber sehr liebenswürdig. Jamie passt genauso wie alle anderen Figuren einfach perfekt in das Gesamtbild. Ich mochte seine schelmische, flirtende Art, seinen Hang zur dramatischen Selbstdarstellung und seinen Humor, aber auch seine nachdenkliche Art, vor allem wenn er Tennyson analysierte. Auch die anderen Nebenfiguren sind mir nach und nach ans Herz gewachsen und ich fühle mich nun nach dem Lesen so, als würde ich Oxford nach meiner eigenen kleinen Reise wieder verlassen. Gerade durch den detaillierten Schreibstil konnte ich mich unwahrscheinlich gut in Ellas Situation hineinversetzen und dennoch war mir der Stil nie zu ausschweifend. Er beschrieb viel, ohne dabei langatmig zu sein. Details wurden erläutert, ohne mich dabei zu langweilen. Einzig und allein das Ende war in dem Sammelsurium aus positiven Eindrücken ein bisschen ernüchternd. Während man sich zuvor Zeit ließ, um alles genau zu erkunden und kennenzulernen, wirkt das Ende für mich leider zu hastig zusammengepresst. Als müsste man es auf wenige Seiten quetschen. Das finde ich sehr schade, denn mir gefiel der ausschweifende-aber-trotzdem-nicht-langweilig-Stil sehr gut. Im Gesamten ist dies aber auch das Einzige, was mich wirklich störte. Der Handlungsverlauf ist weit mehr, als der Klappentext andeutet und ich war überrascht, wie tiefgehend, ergreifend, dramatisch und emotional die Thematik geworden ist. "Schnöde Liebesgeschichte ..." und so - selten lag ich so falsch. Und ein weiterer Pluspunkt: Es ist nicht wirklich vorhersehbar. Gerade bei Liebesgeschichten weiß man oft, wie eine Geschichte verläuft und noch öfter, wie sie endet. Aber hier war das, für mich, gar nicht der Fall. Ich konnte in der Mitte des Buches nichts über den weiteren Verlauf, geschweige denn das Ende annehmen - und die zweite Hälfte habe ich mir darüber keine Gedanken gemacht, weil ich damit beschäftigt war, die Geschichte wegzuatmen. Ständig war ich aufs Neue überrascht und ständig habe ich mich ein wenig mehr in Ella, Jamie und Oxford verliebt. Jamies "tragisches Geheimnis" war irgendwann nicht mehr so unvorhersehbar, aber es war nun auch nicht so, dass man ständig mit Andeutungen darauf überhäuft wurde. Fazit: Wunderschöner Schreibstil, absolut passende Figuren und der Handlungsverlauf konnte mich in seinen Bann ziehen und unterhalten - durch und durch eine Empfehlung. Nur für das zu hastige Ende gibt's einen Stern Abzug. Das war für mich leider nicht rund, weil es viel zu schnell kam und irgendwie ging viel verloren, was die Geschichte vorher so schön machte - die Emotionen, diese Atmosphäre ... aber das bringen Zeitsprünge für mich immer mit. Irgendwie, als würde man aus der Geschichte gerissen werden und an Zeitpunkt X wieder reingestopft, man weiß gar nicht wo einem der Kopf steht und was da überhaupt passiert ist - was hat man alles verpasst?! Nichtsdestotrotz hat mich das Buch überrascht, überzeugt, überwältigt (genug "über" jetzt!), gefesselt und definitiv hat es mir ein Stück meines Herzens geklaut. Das verweilt nämlich nun in Oxford.

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