Leserstimmen zu
Mein Jahr mit Dir

Julia Whelan

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Buchhandlung Back

Von: Rödiger aus Weinsberg

03.12.2018

SPOILER Das Buch fand ich großartig. Die Schauplätze, Charaktere und Dialoge sind herrlich. Als klar wurde, dass Jamie sterben würde, dachte ich zuerst “Nicht schon wieder ein Buch, in dem der Mann stirbt!“, doch zum Glück geht es deutlich positiver aus als erwartet. Oxford als Ort der Handlung finde ich herrlich. London, New York und Paris werden leider allzu oft verwendet und es bietet eine schöne Abwechslung. Ellas illustrer Freundeskreis untermauert diesen Eindruck noch und die Wortgefechte finde ich ungemein erfrischend. Insgesamt halte ich den Roman trotz ernster Themen für lebensfroh, frisch und sehr kurzweilig. Er ist kaum kitschig und die emotionalen Passagen wirken immer glaubwürdig und ungekünstelt. Lediglich das vorläufige Cover missfällt mir. Die verschlungene Schrift, die Silhouetten und Blumen, all das gab es in den vergangenen Monaten zu häufig und die Schublade, in die es diesen Titel steckt, wird dem Roman nicht gerecht. Meiner Meinung nach wäre da weniger mehr.

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Buchhandlung Jost GmbH

Von: Wrany aus Bonn

03.12.2018

Am Anfang ist Julia Whelans Roman noch zuzutrauen, sich über den Durchschnitt zu heben, jedoch wird spätestens nach einem Drittel der Geschichte klar, dass sie zumindest inhaltlich nichts Neues zu bieten hat. Insofern ist in dieser Hinsicht auch der deutsche Titel passend gewählt, zielt „Mein Jahr mit Dir“ doch eindeutig darauf ab, im von Frau Moyes wohl immer noch nicht leergefischten Tümpel frische Leserscharen zu angeln. Da es darob also weniger um das „Was“, als vielmehr um das „Wie“ geht, sind Julia Whelan jedoch immerhin einige Bonuspunkte sicher – so erweist sie gerade in der ersten Hälfte des Buches dem Originaltitel „My Oxford Year“ stimmungsvoll Referenz – so begeisternd, mit Liebe zum Detail (die selbst in Klischeemomenten mit Charme für sich zu gewinnen wissen) lässt sie ihre amerikanische Hauptfigur vom Schauplatz des Geschehens schwärmen, dass es der angedachten Verfilmung (der Stoff war anfangs sogar nur als Drehbuch geplant) kaum bedarf, so lebendig bespielt sie das Kopfkino ihrer Leserinnen. Und auch bei der Zeichnung ihrer Nebenfiguren hat sie ein glückliches Händchen und gestaltet sie so sympathisch, dass sie letztlich weit mehr interessieren, als das semitragische Hauptpaar.

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