Leserstimmen zu
Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai

Die Schokoladen-Saga (1)

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Taschenbuch
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„ Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga „

Von: Ariettas Bücherwelt aus Traben-Trarbach

10.03.2019

Kurzmeinung: Lesegenuss Pur, der Süchtig macht Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga Meine Meinung zur Autorin: Es ist mein erster Roman von Maria Nikolai, und sie hat mich verzaubert beim Lesen, ihrer Schokoladenvilla. Das Buch ist ein großartiger Auftakt zu ihrer Romantrilogie, der mich jetzt schon neugierig macht auf die Fortsetzungen. Es ist voller Charme, Wärme und Tiefsinnigkeit, auch sehr gut recherchiert um das Leben Anfang des 20. Jahrhunderts und die Herstellung der Schokolade. Im Glossar Anhang kann man so einiges Nachlesen. Da ich ein Paar Jahre in einer kleinen aber feinen Schokoladen Confiserie gearbeitet habe,war die Geschichte ein muss für mich und ich wurde nicht enttäuscht. Man roch und Schmeckte die Schokolade und konnte sie in Gedanken auf der Zunge zergehen lassen. Sie nimmt einem an der Hand nach Stuttgart in das Jahr 1903 und dort lernt man das damalige Leben der Bevölkerung und der Familie Rothmann kennen. Aber wir reisen auch nach Italien, streifen Venedig , den Gardasee und reisen auch nach Coblenz an den Rhein. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig, Bildhaft und sehr mitreißend, man kann sich einfach dem Geschehen nicht entziehen. Der Spannungsbogen bleibt vom Anfang bis Ende hoch.Auch ihre Charaktere sind sehr gut beschrieben, sie Haucht ihren Figuren leben ein, sie wirken sehr real und Authentisch, auch deren einzelnen Charaktere sind sehr gut heraus gearbeitet, so das man sich spielend in sie hineinfühlt, mit ihnen sich freut und leidet. Reales und Fiktion sind wunderbar miteinander verwoben. Zum Inhalt: Mir gefiel die junge Judith Rothmann auf Anhieb gut, sie verkörperte und entsprach gar nicht dem damaligen Frauenbild. Eine Frau die für ihren Traum kämpft einmal die Schokoladenfabrik ihres Vaters zuführen, ihre Leidenschaft gehört der Schokolade und deren Köstlichkeiten die man daraus karieren kann. Aber der Vater hat andere Dinge mit ihr vor, um die Firma steht es nicht gut, die Mutter kränkelt und bereist Sanatorien, also ist sie auf sich allein gestellt. Das schlimme der Vater will sie verheiraten, eine gute Partie ist dabei der Bankierssohn, den er ins Auge gefasst hat, aber für den Judith nichts empfindet. Man konnte es ihr nachfühlen. Ein harter Kampf beginnt, Mutter Krank und auf Reisen ins Ausland, Judith hat es wirklich nicht leicht, dabei hat sie solche hervorragende Ideen und Einfälle. Wie sollte es anders sein, in dieser Rekenern und aussichtslosen Situation, begegnet ihr eines Tages aus gerechnet Victor Rheinberger, der ihr Herz höher schlagen lässt, und der auch beseelt ist etwas neues aufzubauen in seinem Leben. Ob die beiden ihre Träume verwirklichen können, und sich Judith dem Willen ihres Vaters entziehen kann, ist fraglich, zu dieser Zeit hatte eine Frau keine rechte und musste sich beugen. Aber Victor Vergangenheit verbindet sich mit der Festung Ehrenbreitsein in Coblenz, was es damit auf sich hat, erfahren wir beim Lesen, auf jedenfalls wir es sehr spannend. „ Lesegenuss Pur, eine leidenschaftliche Familiensaga „

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Auf der Suche nach Autoren, aus den Regionen ,in denen ich lebe oder gelebt habe fand ich bei einem Besuch in der örtlichen Buchhandlung, Die Schokoladen Villa von Maria Nikolai Angesprochen von dem liebevollen Cover, stellte ich bei der Durchsicht des Umschlags fest, das Frau Nikolai,aus Stuttgart kommt , damit genau in mein Regal passt, und Ich liebe Trilogien! ----------------------------------- Ich wurde nicht enttäuscht !!! ----------------------------------- Handlung & Hauptpersonen: beginnt 1903 in der Stuttgarter Schokoladenfabrik Rothmann, die durch,Wilhelm Rothmann, den Patriarchen der Familie , in finanzielle Bedrängnis geraten ist. Daraus ergeben sich eine schwierige Situationen für: Judith, die Tochter, der Unternehmerfamilie. Sie war mir auf Grund ihrer Liebe , zu ihrer Arbeit und Respekt zu ihrem Umfeld , sofort sympathisch. Hélène , ihre Mutter, die durch die Enge ihres Familienlebens (nervenkrank?) nach Italien in ein Sanatorium kommt. Karl und Anton, die jüngeren Zwillinge , Lausbuben, der Familie . ------------------------------- Parallel dazu macht sich Victor Rheinberger , auf den Weg nach Stuttgart. ------------------------------------------ Alle treffen sich , über gemeinsame Zufallsbegegnungen an Stuttgarts bekannten Plätzen und in den Villenvierteln. Judith und Victor treffen sich zum ersten mal , in der Schokoladenfabrik, wo Victor als Arbeiter begonnen hat. Über das gemeinsame Interesse und der Freude an ihrer Arbeit entwickelt sich mehr . Das Kribbeln zwischen ihnen kann man schon bei dieser ersten Begegnung spüren. Wegen Victors Vergangenheit tauchen in Stuttgart ein Detektiv und sein Vater auf. So entwickelt sich zum Ende fast ein Krimi , um die Existenz der Schokoladenfabrik der Rothmanns. ========================================== Maria Nikolais sehr bildlicher Schreibstil hat mich voll in die Handlung eintauchen lassen und Wilhelm Rothmann , wollte ihn am liebsten Schütteln. --------------------------------------------------------------------- Dieses Buch hat mir sehr schöne Lesestunden bereitet,gelungen sind die einzelnen Personen. Durch die sorgfältige Recherchen von Maria Nikolai, über die gesellschaftlichen Situationen , haben sie alle eingehende Charaktere bekommen. Die kulturgeschichtlichen Aspekte , machen für mich dieses Buch besonders lesenswert. -------------------------------------------------------------------- Eine schöne Woche, Eure Barbara

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Die Schokoladenvilla

Von: Cornelia Scheiwer aus Gremersdorf-Buchholz

26.01.2019

Das Buch hat mich fasziniert, es ist sehr schön geschrieben und man taucht beim lesen ein, in diese Zeit. Gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, fand ich es entspannend, auf dem Sofa, mit einer heißen Schokolade, die Schokoladenvilla zu lesen. Gerne mehr, von Judith und Victor.

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Hallo ihr Lieben, meinen letzten richtig guten historischen Roman habe ich mit ca. 16 Jahren gelesen. Seitdem konnte mich kein historischer Roman mehr so richtig begeistern.  Ich kann euch an dieser Stelle schon mal verraten, dass sich das mit der Schokoladenvilla geändert hat. Worum geht es in dem Buch?  "Stuttgart, 1903: Als Tochter eines Schokoladenfabrikanten führt Judith Rothmann ein privilegiertes Leben im Degerlocher Villenviertel. Doch die perfekte Fassade täuscht. Judiths Leidenschaft gehört der Herstellung von Schokolade, jede freie Minute verbringt sie in der Fabrik und entwickelt Ideen für neue Leckereien. Unbedingt möchte sie einmal das Unternehmen leiten. Doch ihr Vater hat andere Pläne und fädelt eine vorteilhafte Heirat für sie ein – noch dazu mit einem Mann, den sie niemals lieben könnte. Da kreuzt ihr Weg den des charismatischen Victor Rheinberger, der sich in Stuttgart eine neue Existenz aufbauen will ..." (Quelle: www.randomhouse.de) Titel und Cover haben mich direkt, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind alle liebevoll gezeichnet und bekommen während des Romans immer mehr Farbe und Tiefe. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Mit Judith konnte ich mich von der ersten Seite an identifizieren. Sie ist sehr selbstbewusst und scheint nicht so recht in die Zeit zu passen, in der sie lebt. Die Story ist gut recherchiert und wird von einem allwissenden Erzähler geschildert. Allerdings steht in den Kapiteln nicht immer Judith im Vordergrund, sondern immer wieder auch einige der anderen Charaktere.  Geschickt verpackt die Autorin ernste Themen wie Frauenrechte, die Arbeiterbewegung und vieles mehr in ihrer Geschichte und Judith und die Schokoladenfabrik. Trotz des flüssigen Schreibstils, der wechselnden Perspektiven und der durchaus spannenden Themen entstehen leider immer wieder Längen, die es durchzuhalten gilt. Das Ende wirkte auf mich tatsächlich ein bisschen unglaubwürdig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Aber ein realistischeres Ende möchte man als Leser vermutlich nicht haben. Und wer weiß, vielleicht hätte es tatsächlich so kommen können? Das lässt sich aus unserer heutigen Perspektive schlecht sagen. Da ich im Wechsel gelesen und das Hörbuch gehört habe, möchte ich natürlich auch noch etwas zur Lesung sagen. Beate Himmelstoß hat meiner Meinung nach die perfekte Stimme für historische Romane. Sie schafft es sehr gut, die Gefühle und die Atmosphäre zum Hörer zu transportieren. Ihre Art zu lesen und den einzelnen Charakteren eine eigene Stimme zu geben, passt sehr gut zur Story und zum Setting.  Das Hörbuch bekommt von mir fünf Sterne, das Buch vier. Fazit: Ein gut recherchiertes Buch mit tollen Charakteren, das mir wieder Lust auf historische Romane des 19. und 20. Jahrhunderts gemacht. Was mich stört ist, dass es ein erster Band sein soll. Ich frage mich, was die Autorin noch erzählen möchte, ohne dabei die Geschichte "tot zu schreiben"?

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Die Schokoladenvilla von Maria Nikolai ist der Auftakt der dreibändigen Schokoladen-Saga. Zu beginn erwartet man eigentlich eine Familiensaga bzw. ein Familiengeheimnis rund um die Rothmann Schokolade. Im ersten Band erleben wir aber eine Liebesgeschichte um Judith Rothmann aus dem Jahre 1902 in Stuttgart. Judith ist die Tochter von dem Schokoladenfabrikanten aus Stuttgart und hat ihr Interesse für Schokolade und Unternehmensführung von ihrem Herrn Vater geerbt. Entgegen der damaligen Zeit, wollte Judith ins Unternehmen einsteigen und sich nicht nur um ihre 8-jährigen Zwillingsgeschwister, Haus und einer zukünftige Familie kümmern. Judith hat schnell gelernt Verantwortung übernehmen zu müssen, da Ihre Mutter an schweren Depressionen leidet und seit jeher auf Kuren unterwegs ist. Als männlichen Ergänzung lernen wir Victor Reihnberger kennen, welcher nach einem Haftaufenthalt nun in Stuttgart ein neues Leben anfangen möchte und durch Zufall die Familie Rothmann kennenlernt und in der Schokoladenfabrik anfängt zu arbeiten. Er ist der erste Mann, der Judith in ihren schokoladigen Experimenten unterstützt. Wir erleben eine abwechslungsreiche Liebesgeschichte und tauchen in die Unternehmenswelten um 1900 in Stuttgart. Leider hat mir für die einzelnen Liebesgeschichten die Spannung gefehlt; die Liebeleien waren zu offensichtlich. Zwischendurch werden wir auch mit architektonische und geschichtliche Informationen um Riva gefüttert, welche meines Erachtens einfach zu viel waren. Die Geschichten um Judith’s Mutter und ihrer Reise macht mir persönlich das Buch sehr langatmig. Besonders hervorzuheben finde ich die historischen Beschreibungen über und in Stuttgart. Ich habe die Stadt mit ihrer Umgebung, der Kutschen, Eisenbahnen, dem Zoo & Co. förmlich vor mir gesehen. Die Lebensweisen und Beschreibungen wurden unpopulär ein gespickt, sodass man im Unterbewusstsein eine längst vergangene Zeit vor Augen hatte. Die Informationen zum damaligen Arbeiterleben, Unternehmensführungen mittelständischer Unternehmen und der Umgang mit Angestellten und „Haussklaven“ war schön herausgearbeitet. Auch mein kulinarisches Steckenpferd hatte sich pudelwohl gefühlt. Wir durften hinter die Kulissen einer Schokoladenproduktion zur damaligen Zeit schauen, wurden Teil der Entwicklung und Judiths Versuchen zu Tafeln für Schokoladenautomaten: „Judith betrachtete die Zutaten, die sie sich zurechtgelegt hatte: gehackte, geröstete Mandeln, getrocknete Johannisbeeren, weichen Butterkaramell aus der Karamellküche, einige Vanilleschoten. Auf dem mit Holz befeuerten Herd hielt sie einen Topf mit flüssiger Schokolade warm, die ihren wunderbaren Duft im Raum verbreitete. Mit geübter Hand kratzte Judith die Vanilleschoten aus, mischte das Mark mit den Mandeln und Beeren, knetete alles unter die Karamellmasse und formte kleine Kugeln daraus. Bevor sie diese mit der Schokolade umhüllen konnte, mussten sie für einige Zeit in den Abkühlraum im Mädchensaal.“ Ich freue mich nun auf den 2. Band und bin gespannt, wie es mit Rothmanns Schokolade weitergehen wird. Die Rezepte aus Die Schokoladenvilla findet ihr unter www.rorezepte.com & https://rorezepte.com/die-schokoladenvilla-maria-nikolai/

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Mein Fazit: "Die Schokoladenvilla" ist ein historischer Roman, der gerade jetzt perfekt in die Winter- und Weihnachtszeit passt. Der Schreibstil von Maria Nikolai ist sehr leicht und angenehm zu lesen, sodass einem die ca. 650 Seiten gar nicht auffallen. Die gesamte Darstellung des Romans hat mir wirklich gut gefallen. Alles war sehr detailgenau beschrieben und recherchiert. So konnte man sich in die Handlung hineinversetzen und fühlte sich immer wie mitten im Geschehen. Die Charaktere wurden von der Autorin durchgängig realistisch erschaffen. Sie waren glaubwürdig und jeder hatte seine besonderen Charaktereigenschaften und Emotionen. Man konnte mit ihnen lachen, weinen und mitfiebern. Darüber hinaus mochte ich es auch sehr gerne, dass nicht nur die Herrschaften der Villa erwähnt wurden, sondern auch die Dienerschaft stets eine große Rolle spielte. Dies hat mich, im positiven Sinne, an eine deutsche Variante der britischen Serie "Downton Abbey" erinnert. Der Roman lädt ein, es sich mit einer kuscheligen Decke gemütlich zu machen und passend dazu ein Stück leckere Schokolade zu genießen. Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen und ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sterne.

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Die Schokoladenvilla ist ein historischer Roman, der am Beginn des 20. Jahrhunderts spielt. Stuttgart ist Ort der Handlung und Judith Rothmann, die Tochter eines großen Schokoladenunternehmens ist Hauptcharakterin, mit ihr ihre beiden Brüder, die nur Blödsinn in der Platte haben und dann ist da noch Victor, der eine geheimnisvolle Vergangenheit hat und dann ist da Max .... und Judith soll einen Mann heiraten, den sie überhaupt nicht liebt, es ist der Bruder ihrer Freundin, der allerdings nicht nur der Spielsucht verfallen ist. Um das Unternehmen steht es nicht gut, Judith soll es sozusagen retten .... ob es dazu kommt ???? Das verrate ich nicht, lest selbst, dieses Buch ist eines derer, die man - einmal begonnen zu lesen - nicht zur Seite legen kann. Glaubwürdig, lebendig und durchweg spannend schreibt die Autorin ihre Geschichte nieder, man spürt förmlich die leckere Schokolade, kann vor dem geistigen Auge alles nachvollziehen, was sie schreibt, wie ein Film lief die Geschichte ab, die auch von der Mutter Judiths berichtet, die eigentlich nur eine Nebenrolle spielt, an einem Nervenleiden leidend - am Gardasee lebend und nicht zurückkommend, auch hier - keine Nebengeschichte - eine Sache, die ich nicht erwähne, um nicht zu viel vorwegzunehmen. Leseprobe: ========= "Ich brauche wirklich keinen Arzt, Frau Margarete", betonte Judith zum wiederholten Mal. "Es handelt sich um eine kleine Unpässlichkeit. Wahrscheinlich habe ich mir den Magen verdorben. Mir get es schon viel besser." "Aber Ihr Herr Vater besteht darauf, dass Sie untersucht werden, Fräulein Judith." .... Ich bin begeistert vom Roman - bin rundherum kurzweilig und spannend unterhalten worden, kann nichts Nachteiliges sagen !!!

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Judith Rothmann liebt es, in der Schokoladenfabrik ihres Vater zu experimentieren und neue Schokokreationen zu erfinden. Dort fühlt sie sich besonders wohl, ist sie zu Hause doch nur damit beschäftigt den Haushalt zu führen und auf ihre kleinen Brüder aufzupassen. Eines Tages stellt ihr Vater sie vor vollendete Tatsachen, sie wird heiraten. Als dann herauskommt, wer der Auserwählte ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Unterstützung ihrer Mutter kann sie nicht erwarten, die weilt in Riva um sich dort zu erholen. Und schmiedet dort auch Pläne, wie sie aus der sie krankmachenden Ehe ausbrechen kann. Maria Nikolai gelingt es in ihrem ersten historischen Roman das Stuttgart zum Beginn des 20 Jahrhunderts vor den Augen der Leser entstehen zu lassen. Nicht nur das Leben der Begüterten wird gezeigt, auch die Situation der Hausangestellten, der Arbeiter in den Fabriken und nicht zuletzt derjenigen, die kaum über die Runden kommen. Die beginnende Arbeiterbewegung wird erwähnt und ebenso hat Deutschlands erste Kriminalassistentin Schwester Henny ihren Auftritt. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Judith ist eine Frau, die weiss was sie will und vor allem, was sie nicht will. Sie ist widerspenstig und durchsetzungsfähig. Sie hat aber auch Glück. Der Vater versucht sie zwar zu verheiraten, lässt ihr aber andererseits auch gewaltige Freiheiten. So hat sie lange die Möglichkeit in der Fabrik in einer eigenen kleinen Versuchsküche zu arbeiten. Dort lernt sie dann auch Victor Rheinberger, der in Stuttgart einen Neuanfang in seinem Leben machen möchte. Die Hauptprotagonisten sind im Grunde alles junge Leute, die versuchen herauszufinden, was im Leben für sie möglich ist. Jeder auf seine eigen Art. Das fand ich sehr interessant und die Freundschaften, die dort entstehen sind bemerkenswert. Alles in allem hatte ich viel Spaß mit dem Buch. In der zweiten Hälfte wird es auch recht spannend, da sich dort einige Probleme auftun, die nur schwer zu lösen sind. Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und im Epilog genauer erklärt wird, wie es denn nach dem Ende weiterging. Das Buch an sich ist sehr hübsch aufgemacht, mit glitzernden, erhabenen Schneeflocken und zwei Pralinenrezepten in den Buchklappen. Am Ende gibt es noch ein Personenverzeichnis und eine Übersicht über die realen Personen des Romans und die historischen Hintergründe. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für dieses schöne Buch!

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