Leserstimmen zu
Die Schokoladenvilla

Maria Nikolai

Die Schokoladen-Saga (1)

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Die Schokoladenvilla

Von: Janka

11.11.2018

Im Großen und Ganzen hat mir der Roman ganz gut gefallen. Es gab einige Plottwists, die meiner Meinung nach gut platziert waren. Die Erzählperspektive ist zwar immer die gleiche, jedoch wechselt mit den Kapiteln auch die im Fokus stehende Person. Durch diese Einblicke in die Leben von zB. der Mutter der Hauptperson oder Victor bekommt man ein Hintergrundverständnis der Handlung abseits der eigentlichen Hauptperson, Judith. Leider fand ich das Buch erst ab etwa 200 Seiten fesselnd, was wie ich finde eine etwas lange Vorbereitung ist. Ansonsten ist es sehr anschaulich geschrieben und auch die zeitliche Einordnung ist gut recherchiert und verwendet worden.

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Die Schokoladenvilla - ein Wohlfühlbuch!

Von: Schwarzbuntmärchen

11.11.2018

"Die Schokoladenvilla" von Maria Nikolai - Penguin Verlag - 10€ Das Wichtigste zuerst: Der Klappentext verspricht Unterhaltung, Spannung, Romantik und Schokolade.... - diese Versprechen werden zu 100% gehalten! Das Cover lässt an eine Wintergeschichte in den 1920er Jahren denken - dies verwirrt: Es ist keine besonders winterliche Geschichte und die Handlung ist in den Jahren 1903 und 1904 angesiedelt. Warum es dann auch noch geprägte Glitzerschneeflocken sein müssen, können vermutlich nur die Marketingexperten beantworten... Für das Lesevergnügen ist dies natürlich unerheblich - für die Kaufentscheidung aber vermutlich nicht. "Die Schokoladenvilla" ist ein Wohlfühlbuch, das atmosphärisch dicht das Ende einer Zeit und die Aufbruchstimmung zu Beginn eines neuen Jahrhunderts am Beispiel der Schokoladenfabrikantentochter und deren Umfeldes schildert. Hier tummeln sich eine temperamentvolle Tochter mit Ambitionen, ein Vater in Schwierigkeiten, ein umtriebiges Zwillingspaar, eine Mutter auf Sinnsuche, ein ehrgeiziger Ingenieur mit Geheimnissen und allerlei Nebenfiguren vor dem Hintergrund eines großbürgerlichen Umfeldes mit Dienstboten, Künstlern und Lebenskünstlern, Fabrikalltag und Elektrifizierung. Daimler, Bosch und Jugendstil finden ebenso Erwähnung wie der Ruf nach Frauenrechten, Dienstbotenalltag, Automatisierung, Absinth und natürlich ganz viel Schokolade. Kenntnissreich führt uns die Autorin nicht nur ins Stuttgart des beginnenden 20. Jahrhunderts - auch Berlin und der Gardasee kommen vor - und obwohl man natürlich ahnt, dass alles gut ausgehen wird, bleibt die Handlung stets spannend und unterhaltsam. Man kann sich entspannt zurück lehnen und die Geschichte genießen. Ein schönes Geschenk - vielleicht mit ein bisschen Schokolade....

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Reise in die Vergangenheit

Von: Capri

09.11.2018

Ich muss sagen durch den Stil der Autorin schafft man es in die Zeit um 1900 einzutauchen, mit den Menschen mitzufühlen und die Sorgen und Nöte zu verstehen, aber auch die Freuden, die in dieser Zeit vorherrschten. Mir gefällt,dass viele historische Details in einem Nebensatz auftauchen, aber auch dass es nicht zu tief in die Materie geht und schnell wieder verschwinden. Man lernt unheimlich viel über die Vergangenheit. Ein wirklich gelungenes Buch das ich jedem nur empfehlen kann!

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Die Schokoladenvilla

Von: buecherratte

06.11.2018

Das Cover und der Titel haben mein Interesse an dem Buch geweckt. Zumal die Handlung auch noch in meiner Heimat, in Stuttgart stattfindet, musste ich das Buch unbedingt haben. Die Autorin war mir bisher noch vollkommen unbekannt. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die einzelnen Personen sind hervorragend ausgewählt. Mir hatten es besonders die Zwillingsjungen angetan. Zur Geschichte, Judith Rothmann ist die Tochter eines berühmten Schokoladenfabrikanten. Ihre ganze Leidenschaft gilt der Herstellung und Erprobung neuer Sorten. Sie möchte unbedingt in die Fabrik ihres Vaters einsteigen. Doch dieser hat andere Pläne mit ihr, die ihre so ziemlich gegen den Strich gehen. Ein wirklich sehr schöner Roman, der alles beinhaltet, was man sich wünschen kann, Liebe, Intrigen, Lügen und Zusammenhalt. Ich habe das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite genossen und kann es nur wärmstens weiterempfehlen. Es hat mir eine sehr schöne Lesezeit beschert. Mit Sehnsucht warte ich nun auf den nächsten Band, den ich mit Sicherheit erstehen werde.

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Rezi

Von: Naruto1010

06.11.2018

Das Buch war wunderschön.Ich hoffe das ich den nächsten Band auch bekomme.

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Sprunghaft

Von: Antje

06.11.2018

Die Schokoladenvilla ist gut geschrieben, nur für meinen Geschmack wechseln die Charaktere und Orte zu schnell. Dennoch unterhaltsam und man freut sich schon auf den nächsten Teil der Geschichte.

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MEINE MEINUNG: Dieses wunderschöne Cover und die hohe Seitenzahl hat mich sogort neugierig gemacht. So viele Seiten versprechen, eine großartige Geschichte zu werden. Jetzt muss ich sagen, ich habe gar nicht bemerkt, wie die Seiten so dahingelogen sind. Für mich hätten es noch viele, viele mehr sein können. Das Buch hat sich so schnell weggelesen. Durch den wirklich sehr bildhaften, mitreissenden, verständlichen und sehr angenehmen Schreibstil konnte ich in die Geschichte eintauchen und war gefangen. Auf den vielen Seiten gab es für mich keinerlei Längen. Die Charaktere waren wunderbar ausgebaut, machten Entwicklungen durch und ich fieberte mit ihnen mit. Die Autorin ließ uns das Leben um die Jahrhundertwende um 1900 miterleben, es war authentisch, nicht zu übertrieben und doch eine so führende und fesselnde Geschichte dieser Familie. FAZIT: Eine wunderbare Familiengeschichte, sehr realistisch umgesetzt und einfach so schön zu lesen. Die hohe Seitenzahl fällt überhaupt nicht auf, im Gegenteil, es hätten noch viel mehr sein können. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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„Die Schokoladenvilla“ handelt von einer Unternehmerfamilie in Stuttgart zur Zeit um 1903/1904. Die Familie Rothmann besitzt eine Bonbon- und Schokoladenfabrik und wohnt in einer noblen Villa. Zur Familie gehören Vater Wilhelm, Mutter Hélène, Tochter Judith und die Zwillingssöhne Anton und Karl. Nach außen hin bemüht sich vor allem Wilhelm, den Schein zu wahren, doch in Wahrheit hält sich Hélène schon seit Monaten am Gardasee auf, um ihr Nervenleiden auszukurieren. Je länger sie fortbleibt, umso mehr wächst ihre Überzeugung, dass ihr die Ehe mit Wilhelm nicht gut tut, so dass sie schließlich den Entschluss fasst, sich zu trennen – ein Skandal in der damaligen Zeit. Judith, die davon nichts ahnt, kümmert sich um Haus und Personal, doch ihre wahre Leidenschaft ist die Schokoladenherstellung: Wann immer es ihr möglich ist, probiert sie in der Fabrik neue Ideen aus. Bei ihrem Vater stößt sie damit allerdings auf keine Gegenliebe, schließlich haben Frauen in der Firmenführung nichts zu suchen. Er plant stattdessen ihre Verlobung mit Albrecht von Braun, dem Spross einer Bankiersfamilie. Judith ist entsetzt, findet sie Albrecht doch regelrecht abstoßend. Da ist sein Freund Max schon deutlich attraktiver! Auf einer festlichen Abendgesellschaft kommt es zum Eklat: Wilhelm verkündet die Verlobung von Albrecht und Judith, doch Judith flüchtet entsetzt aus dem Saal und brüskiert damit die Familie von Braun. Trost findet sie bei Max, doch wenig später verlässt Max Stuttgart in Richtung Italien, wo er zufällig Judiths Mutter trifft, die aber nicht ahnt, wen sie da vor sich hat. Judith hingegen bleibt unglücklich zurück. Inzwischen taucht der charismatische Victor Rheinberger, ein entlassener Strafgefangener aus Berlin, in Stuttgart auf, um hier ein neues Leben zu beginnen. Durch Zufall bewahrt er die umtriebigen Zwillinge vor einem Unglück und lernt so die Familie Rothmann kennen, was schließlich zu seiner Anstellung in der Schokoladenfabrik führt. Gemeinsam mit Judith entwickelt er dort ohne das Wissen ihres Vaters neue Ideen für einzigartige Schokoladenautomaten, die an Bahnhöfen oder in großen Hotels aufgestellt werden könnten. Dabei kommen sich die beiden näher und verlieben sich. Dann spitzen sich die Ereignisse dramatisch zu: Wilhelm kämpft mit allen Mitteln um den Erhalt seiner Firma, die in finanzielle Nöte geraten ist. Umso dringlicher ist in seinen Augen die Heirat von Judith und Albrecht, denn die ist Bedingung für neue Kredite, die Albrechts Vater Wilhelm gewähren soll. Victor versucht, Judith zu helfen, indem er Albrechts fragwürdige nächtliche Aktivitäten aufdeckt, doch davon will Wilhelm gar nichts wissen. Schließlich sieht Judith keinen anderen Ausweg mehr als die Flucht aus dem Elternhaus. Zuflucht findet sie bei Victor, doch auf einmal fällt ein Schuss… Dieser Roman ist unglaublich spannend geschrieben, was zum einen an den häufigen Perspektivwechseln liegt, zum anderen auch am Wechsel der Handlungsorte: Mal geht es um Judith oder Victor in Stuttgart, dann wieder um Hélène in Italien. Zugleich zeichnet das Buch auch ein wunderbares Sittengemälde der Stuttgarter Gesellschaft um die Jahrhundertwende: Die Elektrizität ist langsam auf dem Vormarsch, findige Tüftler werden erfolgreich, Stuttgart ist ein Zentrum des Maschinenbaus, der Textilindustrie und der Süßwarenherstellung. Die Frauen allerdings haben in dieser Zeit fast keine Rechte: Sie kümmern sich um Haus und Familie und tun das, was ihnen der Vater oder der Ehemann vorschreibt. Noch viel schlimmer sieht es bei den unteren Gesellschaftsschichten aus, in der Welt der Dienstboten und Arbeiterinnen. Die haben erst recht nichts zu melden und viele verdienen in den Fabriken so wenig, dass sie sich nebenbei prostituieren müssen, um über die Runden zu kommen. Im Roman sind diese gesellschaftlichen Gegensätze wunderbar herausgearbeitet, ohne dass dabei der erhobene Zeigefinger bemüht werden muss. Ein Personenverzeichnis, ein Glossar und Erläuterungen zum historischen Hintergrund und den Handlungsorten geben am Ende des Buches weiterführende Informationen, die ich mit großem Interesse gelesen habe. Am Ende der Geschichte bleiben noch einige Fragen offen, etwa das Schicksal von Hélène oder die Zukunft mancher Dienstboten der Familie. Deshalb bin ich jetzt schon sehr gespannt auf den zweiten Teil der Trilogie.

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