Leserstimmen zu
Believe Me - Spiel Dein Spiel. Ich spiel es besser.

JP Delaney

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📚📚Rezension - "Believe Me" von JP Delaney 📚📚 ____________________ Lieben Dank an Penguin Random House für das Rezensionsexemplar! :) Leider benötigte ich für das Lesen und die Rezension etwas länger, weil ich einfach viel zu sagen habe und ich erstmal sortieren musste. Los gehts! :) ____________________ DIE FAKTEN Erschienen: 10. September 2018 417 Seiten € ISBN: 978-3328103264 Klappentext: Du triffst sie. Du vertraust ihr. Du gehst ihr in die Falle. Claire finanziert ihr Schauspielstudium mit einem lukrativen Nebenjob: Für Geld flirtet sie mit verheirateten Männern, deren Ehefrauen wissen wollen, ob sie ihnen wirklich treu sind. Doch die Frau von Patrick Fogler ist nicht nur misstrauisch – in ihren Augen liest Claire Angst. Und am Morgen nach Patricks und Claires Begegnung ist sie tot. Die Polizei verdächtigt den Witwer, und Claire soll helfen ihn zu überführen – wenn sie nicht will, dass die Polizei herausfindet, was sie selbst in der Mordnacht getan hat. Doch Patrick wirkt nicht nur beängstigend und undurchschaubar, er fasziniert Claire. Und sie ahnt: Sie muss die Rolle ihres Lebens spielen ... _______________________ COVER UND KLAPPENTEXT Beides hat mich angesprochen, obwohl ich sagen muss, dass ich mich aufgrund des Debüts von Delaney für das Lesen dieses Buches entschieden habe. "The Girl Before - Sie war wie du. Und jetzt ist sie tot." hat mich, trotz vieler negativer Meinungen, wirklich begeistert und überraschenderweise echt gepackt. Daher habe ich mich auf ein weiteres gutes Buch des Autors gefreut, was ich leider nicht bekommen habe. _______________________ FIGUREN Zunächst haben wir Claire als Protagonistin des Buches. Was zuerst abgeklärt, tough, karrieremäßig engagiert und sympathisch erscheint, schlägt ganz schnell in andere Adjektive um: naiv, kindlich, unprofessionell, bockig, trotzig. Dieser zweite Blick auf Claire hat sich während des gesamten Lesens nicht mehr gebessert und sie ging mir mit ihrer Art und ihrem Charakter zunehmend auf die Nerven. Ich konnte sie nicht ernst nehmen, keine Bindung zu ihr aufbauen. Immer mehr wurde mir ihre schauspielerische exzentrische Ader auf dem Silbertablett serviert, die ich weder in Büchern, noch in Realität in meinem Umfeld ertragen kann. Patrick, als zweiter Protagonist, ist zwar annehmbarer, aber keinesfalls ein großer Sympathisant oder Publikumsliebling. Ich konnte ihm kaum in seiner Ganzheitlichkeit einschätzen und mir ist bis jetzt unverständlich, was Claire an ihm findet. Ich persönlich habe keine einzige Eigenschaft entdeckt, die mich als Frau ansprechen würde. Beide Figuren haben mich daher sehr enttäuscht und trugen dazu bei, dass mir das Lesen immer schwerer gemacht wurde. _________________________ SCHREIBSTIL UND INHALT Nicht nur die Figuren machten mir das Le(b/s)en schwer, sondern auch der Schreibstil und die Aufmachung des Buches. Wir lesen in verschiedenen Stilen: Der normalen Erzählebene und im Theaterstück/Drehbuch Stil, was mir absolut nicht gefallen hat. Man hat wirklich das Gefühl, man lese ein Reclam Heftchen, wie man es als Lektüre aus der Schule kennt. Es gibt eine Beschreibung der Szene, des Ortes, der Zeit und anschließend einen einfachen, stoischen Dialog. Keine sprachlichen Stilmittel, keine Raffinesse, einfach nur ein abgetippter, stumpfer Dialog... und das ganz oft mitten in einer Szene, sodass der plötzliche Schreibstilwechsel den Lesefluss erheblich störte. (Lustigerweise musste ich dabei ständig an Alan Harper ("Two and a half men") denken, der in einer Szene versucht einen Roman zu schreiben. Das endet immer mit "Innen. Cafe. Malibu. Und plötzlich, ein greller Meteor stürzte zur Erde." 😂) Amüsant fand ich es als Stil für einen Roman, einen Thriller allerdings wirklich nicht. Immens gestört haben mich auch die immer wiederkehrende lyrische Prosa, die stellenweise tatsächlich sogar auf französisch verfasst war, sodass ich mir aus dem darauffolgenden Romantext die Interpretation zusammenschustern konnte. Auch, wenn es für den Thriller an sich wichtig war, wurde es mir einfach zu oft erwähnt, was das Lesen sehr anstrengend machte. Es ist allerdings auch kein Thema, was mich persönlich sehr anspricht oder mir damals in der Schule besonders gut gefallen hat. Im Gegensatz dazu steht die teils sogar vulgäre Umgangssprache, die einen anderen Aspekt des Buches einnimmt. Alles wirkte auf mich leider vollkommen unpassend, unauthentisch und einfach nicht gut gewählt. Wobei ich gestehen muss, dass mir die direkte Ansprache auf den Leser, die zwischendrin dann und wann mal eingebunden wurde, wiederum gut gefallen hat. Das wars dann aber auch, was den Schreibstil anbelangt. Viel Gutes habe ich über die eigentliche Story aber auch nicht zu sagen... Vieles war für mich unsinnig eingebaut, war nicht wichtig oder hätte anders verwendet werden können. Habe ich den Anfang des Buches noch ganz interessant gefunden, ließ die Spannung immer weiter nach, wenn sie überhaupt existent war. Das Ende hat mich aber tatsächlich noch positiv überraschen können, da wir hier wirklich ein Verwirrspiel vorgesetzt bekommen haben. ________________________ FAZIT: Szenen waren teilweise unklar, weil nicht deutlich wurde, welche Person spricht. Vieles empfand ich als unpassend, unwichtig, unauthentisch und noch einiges mehr. Keine Spannung, sehr anstrengender Erzählstil, absolut unsympathische Protagonisten. Meine Enttäuschung hält sich kaum in Grenzen. Ich bin schockiert, wie man nach einem so guten Debüt einen solchen Roman auf den Markt bringen kann... Da kann ich leider nur 1/5 Sternchen⭐️ geben. Ob ich ein weiteres Buch von Delaney lesen werde, weiß ich derzeit wirklich nicht. Das wird die Zukunft zeigen.

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