Leserstimmen zu
Ein Fahrrad für zwei

Mary Jayne Baker

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Lana Donati wohnt in der Kleinstadt Egglethwaite in Yorkshire, wo sie zusammen mit ihrem Bruder Tom das mittelalterliche Themenrestaurant "Here be Flagons" ihres Vaters weiterführt. Eigentlich wollte sie Astronomie studieren, aber als ihr Vater vor sieben Jahren an Krebs erkrankte, entschloss sie sich, vor Ort zu bleiben. Als ihr Vater seiner Krankheit erliegt und das Restaurant nicht mehr so floriert, muss ein Plan her, um Gäste anzulocken. Da trifft es sich gut, dass die Tour de France im nächsten Jahren eine Etappe des Grand Départ nach Yorkshire verlegt. Lana möchte sich dafür einsetzen, dass die Route durch Egglethwaite führt, einen Ort, der ein altes Viadukt und eine malerische Aussicht zu bieten hat. Die ganze Gemeinschaft von Egglethwaite schließt sich zusammen, um die Entscheidungsträger zu überzeugen und dem Ort damit zu wirtschaftlichem Aufschwung zu verhelfen. Unterstützung erfahren sie durch Stewart McLean, einen ehemaligen Radprofi, mit dem Lana ein einmaliges Date hatte und der kürzlich einen Fahrradladen im Ort eröffnet hat. Lana wollte den Abend mit Stewart aus ihrem Gedächtnis streichen, nachdem sich dieser nicht mehr bei gemeldet hatte. Sie hat immer noch Gefühle für ihn, kann aber aus verletztem Stolz nicht über ihren Schatten springen. "Ein Fahrrad für zwei" ist eine lebendige Geschichte voller skurriler Charaktere und so manch absurd-witziger Szene. Die Bewohner des Städtchens in Yorkshire sind zumal egozentrisch, bissig und absolut schräg und bilden damit die Grundlage für diese heitere Liebesgeschichte und den gemeinschaftlichen Plan, die Tour de France nach Egglethwaite zu holen. Um diesen umzusetzen, müssen die Einwohner vollen Einsatz zeigen und denken sich eine Reihe von kuriosen Ideen aus. So wird man als Leser nicht nur mit unvergleichlichen Charakteren, sondern auch mit Mopsfledermäusen, mittelalterlichen Schankmädchen, Posaunenspielerinnen mit üppiger Oberweite und nackten Tatsachen für einen Kalender konfrontiert. In dieser Fülle wird die Geschichte damit sehr überspitzt und gewollt komisch dargestellt. Die Liebesgeschichte bietet mit dem ewigen Hin und Herr zwischen Lana und Stewart, verletztem Stolz und der mangelnden Kommunikationsfähigkeit dagegen nicht viel Neues. Der Schreibstil ist einfach und auffallend dialoglastig. Wer auf der Suche nach einer leichten romantischen Komödie ist und dabei weniger Wert auf tiefgehende Emotionen legt und lieber auf eine turbulente Unterhaltung setzt, ist mit diesem Roman gut beraten. Für meinen Geschmack waren die Protagonisten und die Ideen der Bewohner zwar liebenswert, aber zu übertrieben ausgefallen dargestellt. Zudem hätten die Aktionen um Egglethwaite ins beste Licht zu rücken an mancher Stelle gestrafft werden können, um Längen zu vermeiden.

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