Leserstimmen zu
Die Todesfee der Grindlay Street

Oscar de Muriel

Ein Fall für Frey und McGray (3)

(12)
(5)
(1)
(0)
(0)
€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Der Schreibstil von Oscar de Muriel ist grandios. Die Lockerheit und der Witz mit dem seine Figuren sich unterhalten lassen die Schwere der viktorianischen Zeit weitestgehend verpuffen. Allerdings ist die Geschichte ein wenig langatmig, was ich sehr schade finde, weil der Grundgedanke mir sehr gut gefällt. Das Ende war überraschend und die letzten 100 Seiten habe ich vor Spannung in Rekordzeit gelesen. Die Charaktere und die Verschmelzung von rationalen und irrationalen Ereignissen sind sehr gelungen. Vor der Lektüre dieses Buches habe ich mir einige andere Rezensionen durchgelesen, in denen es hieß, das sei das bisher schlechteste Buch der Reihe, weswegen ich die anderen auf jeden Fall noch lesen werde.

Lesen Sie weiter

Wie schon beim ersten Band, hat mich Oscar de Muriel, auch mit seinen Folgebänden der vielversprechenden Krimireihe, rund um Frey und MCGray, nicht enttäuscht. In Edinburgh soll das berüchtigte Theaterstück "Macbeth" aufgeführt werden, von dem alle behaupten, es sei verflucht. Plötzlich sind in der ganzen Stadt Schreie einer angeblichen Todesfee zu vernehmen, dazu mit Blut geschriebene Botschaften. Ein Mord soll geschehen, innerhalb der berühmten Theatergruppe. McGray und Frey nehmen die Untersuchung auf und wollen dem Tod in die Quere kommen, doch die Darsteller verstricken sich gegenseitig in Lügenmärchen. Der Vergleich "Die Todesfee der Grindlay Street" ist der dritte Teil der Reihe und verschafft dem Leser die Pause, die ihm der Band vorher genommen hat. Im Vordergrund steht dieses Mal Detektivarbeit und die Suche. (*Achtung Spoiler*) Der Tod tritt erst auf den letzten Seiten ein. (*Ende*) Somit ist es eine etwas langatmige Handlung. Außerdem wird zu Beginn des Buches nochmal ein wenig die Geschichte der beiden Ermittler erklärt. Für Neubeginner der Reihe, die die ersten Teile gelesen haben, mag das allerdings etwas langweilig klingen, da der Anschluss nicht recht zu fassen ist. Dennoch ist auch dieses Buch keinesfalls langweilig. Besonders angenehm sind die Zeitungsartikel, Briefe, Tagebucheinträge und Kommentare von Inspektor Ian P. Frey, die immer wieder zwischen den Kapiteln eingeblendet werden. Das gibt der ganzen Geschichte eine Auflockerung und lädt ein zum Mitraten. Ich kann ohne Umschweife das Buch empfehlen. Besonders gut gefällt mir wieder, dass der Autor am Ende einen Bezug auf die Geschichte nimmt und über die Recherche-Hintergründe aufklärt. So bekommen die Geschichten wieder einen realen Touch. Besondern in Band drei, tauchen Namen berühmter Menschen auf, die damals gelebt haben. Ich gebe deswegen 5 von 5 Sternen. Eine vollständige Rezension, auch zu Band 2 finden Sie auf meinem Blog.

Lesen Sie weiter

Inhalt/Klappentext: London 1889. Nach der Aufführung von »Macbeth« wird eine mit Blut geschriebene Botschaft aufgefunden: In Edinburgh, der nächsten Station der berühmten Theatertruppe, soll jemand grausam zu Tode kommen. Der Fall ruft die Inspectors Ian Frey und Adolphus McGray auf den Plan. Während der vernünftige Engländer Frey die düstere Ankündigung für reine Publicity hält, ist McGray von einem übernatürlichen Phänomen überzeugt, da Besucher eine »Todesfee« vor dem Theater gesehen haben wollen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn was auch immer dahintersteckt – in der Premierennacht in der Grindlay Street soll der Tod die Hauptrolle spielen ... Quelle: Goldmann Verlag Meine Meinung zum Buch: Cover: Das Cover ist wie auch die Vorgängerbände in schwarz-weiß gehalten. Es scheint an den Ecken rußig zu sein. Über dem Titel und dem in dunkelrot gehaltenen Autorennamen sind die Silhouetten zweier Theatermasken (die Lachende und die Weinende) abgebildet. Unter dem Titel und dem ebenfalls in dunkelrot gehaltenen Untertitel ist die Silhouette einer Kutsche zu sehen. Das Cover gesellt sich optisch wunderbar in die Reihe ein und gefällt mir sehr gut. Zum Inhalt: Ian Frey und Nine Nails McGray müssen wieder einen verwirrenden Fall lösen. Eine Todesfee treibt in Edinburgh ihr Unwesen. Die hochgelobte Theatertruppe von Mr. Henry Irvin führt das verfluchte Stück um Macbeth auf. Nach London ist der nächste Spielort Edinburgh. Bei der letzten Aufführung in London, wurde eine unheilvolle Nachricht hinterlassen. Es soll jemand der Truppe zu Tode kommen. Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass die Nachricht mit Blut geschrieben wurde und gleichzeitig der fürchterliche Schrei einer Todesfee zu hören war. Bram Stoker, der die Theaterleute und vor allem den berühmten Henry Irvin betreut, sucht Hilfe bei Ian Frey und Nine Nails McGray. McGray ist natürlich sofort von einem übernatürlichen Täter überzeugt, während Frey wie immer den Gegenpart darstellt. Die beiden ermitteln Hand in Hand und machen es sich zur Aufgabe, den Fall aufzuklären und alle Beteiligten zu schützen. Schreibstil: Der Schreibstil ist wie bei den Vorgängerbänden flüssig und die Geschichte lässt sich zügig lesen. Die Story wird erneut aus der Sicht von Ian Frey erzählt. Leider hat mir das Zusammenspiel zwischen Ian Frey und Nine Nails McGray in diesem Fall nicht so gut gefallen, wie im zweiten Teil. Die Geschichte zog sich künstlich in die Länge und ich hatte das Gefühl, dass die beiden Ermittler durch die vielen "berühmten" Randpersonen eher gelitten haben. Zeitweise hatte ich das Gefühl, es muss alles in die Geschichte, was zur damaligen Zeit Rang und Namen hatte und so ist von Bram Stoker, Oscar Wilde bis Lewis Carroll uvm. einiges an Prominenz vertreten. Um allen eine Daseinsberechtigung zu geben, empfand ich die Geschichte teilweise zu inszeniert. Nine Nails war bei weitem nicht so bissig und Ian Frey mutierte zeitweise zum Rüpel, was mir nicht wirklich gefallen hat. Die zwischen den Kapiteln eingefügten Schnipsel der verbrannten Briefe, hätte es für mich nicht gebraucht. Es hat meines Erachtens, das Ganze nicht wirklich weitergebracht. Fazit: Ich bleibe Fan von Frey und Nine Nails McGray und hoffe auf einen weiteren Band, der mich wieder mehr begeistern kann. Die Geschichte bekommt von mir leider nur 3 Sterne

Lesen Sie weiter

London 1889. Nach der Aufführung von »Macbeth« wird eine mit Blut geschriebene Botschaft aufgefunden: In Edinburgh, der nächsten Station der berühmten Theatertruppe, soll jemand grausam zu Tode kommen. Der Fall ruft die Inspectors Ian Frey und Adolphus McGray auf den Plan. Während der vernünftige Engländer Frey die düstere Ankündigung für reine Publicity hält, ist McGray von einem übernatürlichen Phänomen überzeugt, da Besucher eine »Todesfee« vor dem Theater gesehen haben wollen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn was auch immer dahintersteckt – in der Premierennacht in der Grindlay Street soll der Tod die Hauptrolle spielen ... Die Beiden Ermittler Frey und McGray sind schon ein unterschiedliches Duo,wärend Frey ein Gentelman ist und eben alles Vernünftig betrachtet ist McGray übernatürlichen Phänomene nicht abgeneigt. Aber diese Mischung bringt sehr viel Lesespass in die Handlung den die Dialoge der beiden sind doch sehr lustig und interessant und so kommen sie dann auch der Lösung immer ein Stück näher. Das Buch ist aus der Sicht von Frey in der Ich Form geschrieben In dem Buch tauchen aber auch bekannte Namen auf den Bam Stoker wendet sich in diesem Fall an die Beiden Ermittler,die den Fall erst gar nicht so Ernst nehmen bis auf McGray. Auch zwei weitere Personen haben wirklich gelebt und sind keine Erfindung Henry Irving als auch Alice Ellen Terry waren erfolgreiche Bühnendarsteller. Ellen Terry spielte sogar in zwei Filmen mit. Auch muss ich sagen erfährt man etwas über Bram Stoker Man taucht mit diesem Buch komplett in das Jahr 1889 ein und lernt die Theater Welt mal von einer anderen Art kennen. Aber man lernt sie eben zu der Viktorianischen Zeit kennen,was noch viel interessanter ist. Die Geschichte kommt aber trotzdem nicht zu kurz. Auch gibt es Einblicke in die Familie von Ian Frey die zu der Aufführung kommen was Ian nicht ganz so gefällt. Aber Elgie der jüngere Bruder ist nun mal ein Teil des Orchsesters und kann ein Aufeinander treffen nicht verhindern. Ich muss sagen das Ende war nicht unbedingt hervorsehbar ich war bis zum Schluss von der Lösung weit entfernt. Das liegt aber auch dadran das man oft auf die Falsche Fährte geführt wird. Alles in allem ist es ein Unterhaltsamer Krimi mit allem was man braucht,es ist Spannung da es gibt Humorvolle Abschnitte der beiden Ermittler aber auch Einblicke in eine andere Zeit und in eine andere Welt.

Lesen Sie weiter

Ein viktorianischer Krimi mit zwei unterschiedlichen und sehr unterhaltsamen Hauptdarstellern. Das ist GANZ kurzgefasst die Zusammenfassung dieses Buchs. Gern erzähle ich euch ein bisschen genauer von der Handlung. Zuerst muss ich aber erwähnen, dass es sich hier um den dritten Teil dieser Krimiserie um die Inspectors Frey & McGray handelt und ich die beiden ersten Teile nicht kenne. Dieses Buch ist dennoch gut les- und verstehbar, da es sich um eine abgeschlossene Geschichte handelt. Nichtsdestotrotz habe ich mir das eine oder andere Mal gewünscht, die Vorgeschichten doch zu kennen. Einfach deswegen, weil die Charaktere mich neugierig gemacht haben. Das ganze spielt in London bzw. Edinburgh im Jahr 1889. Nach der Londoner Theatervorführung von Macbeth taucht eine mit Blut geschriebene Botschaft auf und kündigt den gewaltsamen Tod einer Person in Edinburgh an, der nächsten Station der Theatergruppe, wo ebenfalls Macbeth aufgeführt werden soll. Die Inspectors Frey und McGray nehmen sich des Falls an, wobei sie mit unterschiedlichen Vorgehensweisen herangehen: der eine (Frey) eher nüchtern, der andere (McGray) dagegen überzeugt, dass hier ein übernatürliches Phänomen mit im Spiel ist. Und da wären wir auch schon bei den beiden Hauptcharakteren: Frey und McGray. Die beiden sind so unterschiedlich und dennoch ähnlich. Frey ist ein etwas steifer, sprich vernünftiger Engländer und McGray sein doch recht derber und lockerer schottischer Kollege und sogar Vorgesetzter. Hier prallen zeitweise Welten aufeinander. Aber immer auf eine sehr unterhaltsame und humorvolle Art und Weise. Ich habe beide ins Herz geschlossen... vor allem aber den polternden, kein Blatt vor den Mund nehmenden Schotten McGray. Wohlgemerkt: wir zeichnen das Jahr 1889... damals herrschte noch eine ganz andere Etikette und aus dieser bricht McGray gerne aus. Teilweise recht derb, aber immer mit Charme. Der Fall an und für sich ist sehr interessant und man verdächtigt so nach und nach irgendwie jeden. Aber das mag ich persönlich an Krimis ganz gerne. Was hier noch als Besonderheit zu erwähnen ist, sind die Protagonisten aus dem realen Leben. So spielen hier z.B. Bram Stoker (ihr wisst schon: Dracula), Sir Henry Irving und Dame Ellen Terry jeweils eine sehr gewichtige Rolle in dem Buch. Alles Personen aus dem echten Leben. Das macht es gleich nochmal eine Spur unterhaltsamer, finde ich. Wer gern Krimis liest mit typisch englischem/schottischem Humor, einer tollen Handlung und unterhaltsamen Schreibweise, der wird "Die Todesfee der Grindlay Street" sicher mögen. Ich zumindest werde mir wohl mal Band 1 und 2 demnächst zulegen, um über die Hintergrundgeschichten von Frey und McGray ein bisschen mehr zu erfahren.

Lesen Sie weiter

Im Irischen Volksglauben heißt es, eine Todesfee, besser bekannt als Banshee sei eine Geistergestalt aus der Anderswelt. Ein weibliches Wesen das den Tod eines autochthonen Irischen Familienmitglieds voraussagt. Ihr Schrei so erzählt man sich, sei so Markerschütternd das er einen in den Wahnsinn treiben kann. Es ist ein Klagelied das die Banshee in so erschütternder Weise anstimmt. Sie betrauert damit den Totgeweihten. Einige die glauben einer Banshee begegnet zu sein, berichten, sie sei stets in ein weißes Gewand gehüllt, ihre Haut sei so bleich wie die eines Toten selbst, ihre Augen leuchtend rot und die Zähne in ihrem Mund würden auf groteske Weise hervorstehen. Die Person deren Tod bevorsteht, hört ihr Klagen selbst allerdings nicht. Es ist der diabolische Schrei einer Todesfee, der während der finalen Aufführung von „Macbeth“ im Londoner Lyceum Theatre ertönt. Zeitgleich ereignen sich hinter der Bühne zwei weitere Vorfälle. Während die begnadete Lady Macbeth Darstellerin Ellen Terry auf ihrem Schminktisch ein in blutgetränktes Hirn entdeckt, stößt der Theatermanager Bram Stoker auf eine mit Blut geschriebene Botschaft. Die da lautet… „Heil dir! Macbeth, bald findest du den Tod Heil dir! Und Schottlands Bühne färbt sich rot“ Es ist eine Prophezeiung, darin ist sich die Theatertruppe rund um den großen Theatermacher Henry Irving einig. Dennoch werden die geplanten Vorstellungen im Royal Lyceum Theatre in Edinburgh nicht abgesagt. Nur wenige Tage bevor „das Schottische Stück“ in Edinburgh Premiere feiern soll, wird unter der Regent Bridge eine in weiß gekleidete Frau gesichtet, deren infernalischer Schrei die Stille der Nacht auf ohrenbetäubende Weise durchbricht. Die Erscheinung hinterlässt allerdings weit mehr als nur aufgeschreckte Bürger. Eine weitere mit Blut geschriebene Botschaft prangt auf der Straße. Um der Sache nachzugehen wird die schottische Polizei hinzugezogen. Eigens für solch absonderliche Fälle wurde eine spezielle Einheit ins Leben gerufen. Die „Kommission zur Aufklärung ungelöster Fälle mit mutmaßlichem Bezug zu Sonderbarem und Geisterhaften“. Diese besteht aus zwei detectives, dem grobschlächtigen und harschen Adolphus McGray, der, nachdem seine Schwester ihre Eltern getötet und ihm im Wahn einen Finger abtrennte nur noch „Nine-Nails“ genannt wird. Sowie dem kultivierten waschechten Londoner Ian Frey, der sich zwei Jahre zuvor alles andere als bereitwillig nach Schottland hat abkommandieren lassen. Doch noch despektierlicher als in Schottlands Hauptstadt geistig zu verkümmern, empfindet Frey die Tatsache für „Nine-Nails McGray“ zu arbeiten. Einen Mann den er für einen schludrigen, groben Klotz mit einer haarsträubenden Ausdrucksweise hält. Aber auch McGray kann sich für den eitlen Pfau Frey nicht unbedingt erwärmen. Und so werden sie es niemals müde dem jeweils anderen mit gutgezielten Spitzen, mitzuteilen was sie voneinander halten. „‚Anmerkungen von I.P.Frey‘ , las McGray laut vor. ‚Ich wusste gar nicht, dass sie einen zweiten Vornamen haben. Wie lautet er?‘ ‚Das tut jetzt nichts zur Sache. Was jetzt hingegen sehr wohl …‘ ‚Petunia?‘ ‚McGray!‘ ‚Peaches?‘ Resigniert legte ich mir eine Hand auf die Stirn. Er würde jetzt nicht mehr lockerlassen. ‚Na schön. Er lautet Percival, und wenn sie jetzt endlich…‘ ‚Och, Sie sind ei Percy? Das ist ja zum Schreien!‘“ Während Frey die Erscheinung der Todesfee für einen inszenierten Werbegag hält, der die Kartenverkäufe ankurbeln soll. Ist McGray sicher, dass sie es mit einem echten Phänomen zu tun haben. Als man unter der Regent Bridge eine blutdurchtränkte Tasche findet, bringt „Nine-Nails“ dieses Beweisstück auf schnellstem Wege zu der Wahrsagerin seines Vertrauens. Madame Kathrina orakelt das am dreizehnten, also am Tag der Premiere von „Macbeth“ mindestens eine Person ums Leben kommen wird. Während McGray sich bestätigt sieht, hält Frey das ganze für Humbug und setzt alles daran zu beweisen, dass die vermeintliche Todesfee weltlicher Natur entspricht. Nachdem er die Theaterbesatzung befragt hat wird der Kreis der Verdächtigen immer kleiner, bis schließlich der großspurige und vollständig von sich eingenommene Macbeth Darsteller Henry Irving zu den Hauptverdächtigen zählt. Doch auch der vom Übernatürlichen besessene Bram Stoker trägt ein Geheimnis mit sich. Nach „die Schatten von Edinburgh“ und „der Fluch von Pendle Hill“ ist „die Todesfee der Grindley Street“ der dritte Fall der um das ungleiche Ermittler-Duo gestrickt wurde. Ein weiteres Mal vereint Oscar de Muriel wirklichkeitsgetreue Ereignisse mit Okkultismus. Und ein weiteres mal gelingt ihm dieser Spagat messerscharf. Zunächst tat ich mich etwas schwer in das Buch hineinzukommen, da es mit Fragmenten diverser Briefe und Tagebucheinträgen beginnt, mit denen ich vorerst noch nichts anzufangen weiß. Vermutlich wollte de Muriel dadurch die Aufmerksamkeit steigern und Spannung erzeugen. Einige dieser Auszüge werden im laufe des Buches wiederaufgenommen, die meisten jedoch erst am Ende des Werkes vollständig aufgeklärt. Ähnlich verwirrend sind auch die etlichen kryptischen Sätze mit denen der Band gespickt ist. Doch noch befremdlicher empfinde ich, dass er einem realen Viktorianischen Theaterensemle erneut leben einhaucht. Henry Irving, Ellen Terry und Bram Stoker haben in dieser Konstellation tatsächlich einmal gelebt. Oscar de Muriel hat ihre Leben und Werke mit Sicherheit hervorragend recherchiert, dennoch fühlt es sich seltsam an, dass ihnen nun bestimmte Wesenszüge, Haltungen und Aussagen angedichtet werden. Andererseits hätte ich mir stellenweise mehr sprachliche Kreativität gewünscht, denn einige Passagen werden in genau dem gleichen Wortlaut niedergeschrieben, wie sie schon in den ersten beiden Bänden zu finden waren. Auch im dritten Band fungiert Inspector Ian Frey als Berichterstatter. Der Großteil des Buches ist wie schon zuvor aus seiner Sicht geschrieben. Dennoch erscheint „die Todesfee der Grindlay Street“ nicht mehr ganz so mitreißend wie seine vorangegangenen Bände. Stehen in de Muriel’s erstem Werk noch die beiden Ermittler Frey und McGray im Fokus, so geraten sie im dritten Band immer weiter in den Hintergrund. Was ich persönlich sehr bedauerlich finde, denn die grundverschiedenen Welten die in Form der beiden aufeinander treffen machen de Muriel’s Bücher erst so unvergleichlich. Dennoch war „die Todesfee der Grindley Street“ absolut fesselnd und lesenswert, wenn auch mit einigen Abzügen. Es gibt ja wirklich viele die eine gute Geschichte verfassen können, aber sie durch Charaktere und Eindrücke lebendig werden zu lassen vermögen nur wenige. Oscar de Muriel gehört definitiv zu der Sorte Schriftsteller, die farbenprächtige Bilder im Kopf erzeugen.

Lesen Sie weiter

Gerade die Fälle des ungleichen Ermittlerpaares Frey & Inspector McGray bieten immer wieder Überraschungen für den geneigten Leser. Und bei jedem Fall bleibt immer ein kleines Rätsel offen und man mag das Buch bis zum Ende nicht aus der Hand legen. Allein die rechthaberischen Dialoge zwischen den ungleichen Polizisten - einem Engländer und einem Schotten - sind gespickt mit kleinen satirischen Pointen, die immer wieder auf humorvolle Weise die Unterschiede zwischen den beiden Brudervölkern betonen und den Leser zum Schmunzeln bringen. Ich persönlich wurde auch bei dieser Story nicht enttäuscht, tauchen darin sogar Berühmtheiten wie Bram Stoker, Oscar Wilde und andere historische Persönlichkeiten der viktorianischen Zeit auf, die eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Der Roman spielt in der Theaterwelt und dort gibt es bekannterweise - bis heute - mehr Intrigen, Künstlerneid, Klatsch und Tratsch als in manch anderen Berufszweigen. Faszinierend waren auch die Beschreibungen der damals neuartigen technischen Erfindungen, die uns moderne Menschen als primitiv erscheinen mögen. Die Existenz der Todesfee, die unheilvolle Botschaften mit Blut schreibt und Todesfälle ankündigt, wird von den beiden Ermittlern nicht abgeschritten, doch deutet vielmehr alles auf einen Täter aus Fleisch und Blut hin. Oder sollte dieser doch mit übernatürlichen Mächten im Bunde sein? Überzeugen Sie sich doch selbst :-)

Lesen Sie weiter

Zum Inhalt : Es ist 1889 und am Londoner Theater wird "Macbeth" aufgeführt, als plötzlich ein haarsträubender Schrei die Anwesenden bis ins Mark erschüttert. Die Todesfee soll ihr Unwesen treiben und hinterlässt zudem eine blutige Botschaft, wonach bei der nächsten Aufführung eine Person zu Tode kommen soll. Daher schalten sich bei dem nächsten Halt der Theatergruppe in Edinburgh die Inspectors Ian Frey und Adolphus McGray ein. Während der Engländer Frey rational an die Sache geht und einen PR-Gag vermutet, jagt der abergläubische Schotte McGray der Todesfee hinterher, um das Übernatürliche zu beweisen. Bald darauf wird auch in Edinburgh die Todesfee gesichtet. Dem Ermittlerteam bleibt nicht mehr viel Zeit.  Meine Leseerfahrung: Oscar de Muriel taucht mit uns ab ins Schottland der viktorianischen Zeit und erzählt die Geschichte der beiden Protagonisten so authentisch, als wäre er in eigener Person dabei gewesen. Dabei bedient er sich einer unverschnörkelten Sprache und eines herrlich trockenen Humors, die den Roman nicht eine Sekunde langweilig werden lassen. Der Einstieg ist bereits überaus spannend. Und diese Spannung hält in einem konstanten Tempo bis zum Finale an.  Das Ermittlerduo ist gut aufeinander abgestimmt, auch wenn sie charakterlich nicht verschiedener sein könnten. Frey als Vernunftsmensch und Gentleman versucht, seine Schlüsse auf rationaler Ebene zu ziehen; sein ungehobelter Kollege McGray hingegen ist der Urschotte schlechthin, der sich blendend in der Welt der übernatürlichen Phänomene und mystischen Figuren auskennt. Sie ergänzen sich jedoch prima und kommen gemeinsam Schritt für Schritt der Wahrheit nah. Äußerst amüsant ist es für den Leser, ihre ironiegetränkten und humorvollen Dialoge zu verfolgen. Ein zusätzlicher Genuss für Bibliophile ist der Einsatz bekannter historischer Persönlichkeiten als Nebenfiguren.  Abgerundet wird der Roman mit einer überaus umfassenden Erklärung des Autors am Ende zu den tatsächlichen Begebenheiten, was ich mit mindestens genauso viel Interesse und Aufmerksamkeit gelesen habe wie den Roman selbst.  Dieses dritte Band der Frey/McGray-Reihe war für mich persönlich der erste Roman von de Muriel. Daher kann ich ihn nicht mit den vorherigen Bänden vergleichen. Sicher ist aber, dass ich mir auch diese bald zulegen werde.  Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Kriminalroman, der ganz gewiss bereits zu Beginn des Jahres zu meinem persönlichen Lesehighlight 2019 geworden ist. 

Lesen Sie weiter